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Luthers Haltung im "Bauernkrieg"

Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben (1525) (WA 18; [279]291-334) und ihr Verhältnis zu Luthers Obrigkeitslehre.

Title: Luthers Haltung im "Bauernkrieg"

Seminar Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Prill (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Haltung Martin Luthers im sogenannten ‚Bauernkrieg‘ von 1524-1525. Anhand der Quelle „Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben. 1525.“ (WA 18; [279]291,334) soll diese analysiert und in ein Verhältnis zu Luthers Obrigkeitslehre gesetzt werden. Zu Beginn dieser Arbeit werden in Kapitel 2 zunächst die Entstehungsumstände der Quelle und dessen historischer Kontext näher beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk wird in diesem Kapitel auch auf die Fragen gelegt, inwiefern Luther von den Bauernaufruhren erfahren hatte und was ihn zu einer schriftlichen Stellungnahme bewog. In Kapitel 3 steht die Quellenarbeit im Vordergrund. Hier wird die ‚Ermahnung zum Frieden‘ inhaltlich skizziert, analysiert und gegliedert. Anschließend wird in Kapitel 4 Luthers Haltung im ‚Bauernkrieg‘ anhand seiner Schrift ‚Ermahnung zum Frieden‘ genauer analysiert und in ein Verhältnis zu seiner Obrigkeitslehre gesetzt. Es soll gezeigt werden wie vielschichtig sein theologischer Standpunkt ist und aus welchen Faktoren dieser – also letztendlich seine konkrete Haltung im ‚Bauernkrieg‘ – resultiert. Dafür wurden besonders die Aufsätze von Gottfried Maron „Niemand soll sein eigener Richter sein“ und von Martin Greschat „Luthers Haltung im Bauernkrieg“ herangezogen. Deutlich wird aber, dass Luther dabei immer stringent im Sinne seiner Obrigkeitslehre vorgegangen ist. Bevor in Kapitel 4.3. konkret auf Luthers Kritik auf die „12 Artikel der Bauernschaft in Schwaben“ eingegangen wird, findet in Kapitel 4.2. Luthers apokalyptisches Grundgefühl, als ein Faktor für seine Haltung in den Jahren 1524/25, besondere Beachtung. Am Ende der Arbeit in Kapitel 5 wird auf noch offene Fragen hingewiesen. Zudem werden die Ergebnisse der Arbeit abschließend zusammengefasst und bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung der Quelle

2.1. Entstehungssituation

2.2. Historischer Kontext – Der Bauernkrieg

3. Inhaltliche Skizze der Quelle

3.1. Inhalt

3.2. Gliederung

4. Thematische Behandlung

4.1. Luthers Haltung im Bauernkrieg im Verhältnis zu seiner Obrigkeitslehre

4.2. Luthers ‚apokalyptisches Grundgefühl‘

4.3. Luthers Kritik auf die ‚12 Artikel‘

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert Martin Luthers Schrift „Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben“ (1525), um seine Haltung im Bauernkrieg in den Kontext seiner Obrigkeitslehre zu setzen. Es wird untersucht, welche theologischen und historischen Faktoren seine Position bestimmten und inwiefern diese innerhalb seiner reformatorischen Theologie konsistent blieb.

  • Historische und soziale Rahmenbedingungen des Bauernkrieges
  • Die drei Rechtsebenen (natürlich, göttlich, christlich) in Luthers Argumentation
  • Luthers apokalyptisches Endzeitverständnis als treibender Faktor
  • Stellungnahme Luthers zu den Forderungen der „Zwölf Artikel“
  • Verhältnis zwischen obrigkeitlichem Gehorsam und christlicher Freiheit

Auszug aus dem Buch

4.2. Luthers ‚apokalyptisches Grundgefühl‘

Auf eine ganz andere Dimension der Ursache für Luthers oft kritisierte Haltung im Bauernkrieg hat Martin Greschat hingewiesen. Greschat hebt Luthers Haltung als „die eines christlichen Apokalyptiker“ hervor. Luther sei davon überzeugt gewesen in der Endzeit zu leben und er erwartete Gottes Gericht in naher Zukunft. Den Kampf um das Wort Gottes – um das Evangelium, den Widerstand der Altgläubigen, der ‚Mordpropheten‘ und des Papstes dagegen, den verschwenderischen Lebenswandel der Fürsten und die damit einhergehende schlechte Behandlung ihrer Untertanen, speziell der Landbevölkerung, sowie die Aufstände der Bauern und die falsche Legitimation der Aufstände mit dem Evangelium – all das interpretierte Luther als letzten endzeitlichen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Gott und dem Satan. Dadurch dass besonders die Fürsten und die Bauern, aber auch die damalige katholische Kirche, gegen das Evangelium und damit gegen Gott handelten und sich gegenseitig in dem Selbstverständnis als Christen bekämpften, werde Gottes Zorn provoziert, der sich sowohl gegen die Bauern als auch gegen die Fürsten richte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Auswahl der herangezogenen Forschungsliteratur.

2. Einordnung der Quelle: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehungsgeschichte der „Ermahnung zum Frieden“ sowie den historischen Kontext der Bauernaufstände in den Jahren 1524-1525.

3. Inhaltliche Skizze der Quelle: Hier wird der inhaltliche Aufbau der Schrift detailliert skizziert und in vier Hauptabschnitte gegliedert.

4. Thematische Behandlung: Das Kapitel analysiert tiefgehend Luthers Obrigkeitslehre, sein apokalyptisches Weltbild und seine konkrete Auseinandersetzung mit den „12 Artikeln“.

5. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Luthers Haltung trotz ihrer Komplexität stets im Einklang mit seinem festen theologischen Standpunkt stand.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Bauernkrieg, Ermahnung zum Frieden, Obrigkeitslehre, Zwölf Artikel, Apokalyptik, Reformation, christliche Freiheit, Gottes Recht, natürliches Recht, Untertanengehorsam, Endzeit, Widerstandsrecht, Thomas Müntzer, Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Martin Luthers Haltung während des Bauernkrieges anhand seiner Schrift „Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben“ von 1525.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Glaube und politischem Handeln, die Legitimation von Obrigkeit sowie die Frage, wie ein Christ auf Unrecht reagieren sollte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu zeigen, wie vielschichtig Luthers theologische Position war und dass er in seinem Vorgehen gegen die aufständischen Bauern stringent seiner Obrigkeitslehre folgte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologische und historische Quellenanalyse, die auf der Auswertung der Weimarer Ausgabe der Werke Luthers und ergänzender Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rechtsebenen, Luthers apokalyptisches Verständnis der Endzeit und seine kritische Auseinandersetzung mit den konkreten Forderungen der Bauern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Obrigkeitslehre, christliche Freiheit, Apokalyptik und das Verständnis des „Rechts“ aus theologischer Sicht.

Warum lehnte Luther den Aufstand der Bauern ab?

Luther lehnte den Aufstand ab, da er das Recht auf Widerstand gegen eine von Gott eingesetzte Obrigkeit verneinte und Selbstjustiz als Missbrauch des Namens Gottes betrachtete.

Welche Rolle spielt die Apokalyptik bei Luther?

Die Apokalyptik ist für Luther ein wesentlicher Faktor, da er die Wirren des Bauernkrieges als endzeitlichen Kampf zwischen Gott und Satan interpretierte, der drohte, Deutschland zu zerstören.

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Details

Title
Luthers Haltung im "Bauernkrieg"
Subtitle
Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben (1525) (WA 18; [279]291-334) und ihr Verhältnis zu Luthers Obrigkeitslehre.
College
University of Münster  (Fachbereich 1 - Evangelische Theologie)
Course
Proseminar Kirchengeschichte
Grade
1,3
Author
Stefan Prill (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V182875
ISBN (eBook)
9783656069928
ISBN (Book)
9783656070078
Language
German
Tags
Kirchengeschichte Luther Bauernkrieg Obrigkeitslehre Ermahnung zum Frieden 12 Artikel der Bauernschaft in Schwaben WA 18 Apokalyptik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Prill (Author), 2009, Luthers Haltung im "Bauernkrieg", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182875
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