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Die Rationalitätsannahme in der ökonomischen Theorie: bedingt sie den egoistischen Homo oeconomicus?

Title: Die Rationalitätsannahme in der ökonomischen Theorie: bedingt sie den egoistischen Homo oeconomicus?

Seminar Paper , 2000 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Kramer (Author)

Business economics - General
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Oft fragt man sich, warum die Leute überhaupt Lotto spielen, obwohl sie genau wissen, dass ihre Aussichten auf Gewinn marginal sind, oder warum jemand an Protestaktionen teilnimmt, obwohl er nur eine von unzähligen vielen Personen ist und es eigentlich gar nichts ausmachen würde, wenn er sich nicht daran beteiligt. Wäre es dann nicht rational, lieber zuhause zu bleiben, anstatt den (Zeit-)Aufwand in Kauf zu nehmen ?
In der vorliegenden Arbeit soll der Status des Egoismusprinzips innerhalb des ökonomischen Modells rationalen Verhaltens, repräsentiert durch das Menschenbild des homo oeconomicus, analysiert werden. Es geht vor allem darum zu zeigen, ob das Eigeninteresse eines Menschen Grundlage all seiner Entscheidungen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Einführung in das ökonomische Verhaltensmodell

3 Das Egoismusprinzip in der Rationalitätsannahme

3.1 Die Stellung des Eigennutzes in der Rational-Choice-Theorie

3.2 Altruismus als Konsequenz individueller Rationalität

3.3 Die Problematik des kollektiven Handelns

3.4 Die Bewältigung der Unzulänglichkeiten des Verhaltensmodells

4 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert den Status des Egoismusprinzips innerhalb des ökonomischen Modells rationalen Verhaltens, insbesondere im Hinblick auf das Menschenbild des Homo oeconomicus, um zu klären, ob Eigeninteresse die ausschließliche Grundlage menschlicher Entscheidungen darstellt.

  • Analyse des Menschenbildes des Homo oeconomicus im ökonomischen Verhaltensmodell.
  • Untersuchung der Rolle des Eigennutzes in der Rational-Choice-Theorie.
  • Diskussion von Altruismus als Ergebnis rationalen Verhaltens.
  • Problematisierung kollektiven Handelns und des Paradoxons des Wählens.
  • Evaluation von Lösungsansätzen für die Unzulänglichkeiten des Verhaltensmodells.

Auszug aus dem Buch

3.2 Altruismus als Konsequenz individueller Rationalität

Aufgrund der im vorigen Abschnitt diskutierten Problematik eines uneingeschränkten Egoismus in der Rationalitätsannahme hat man versucht, neben Erklärungsversuchen über selektive und ethische Anreize, das Verhalten der Wähler durch altruistische Präferenzstrukturen zu begründen. Altruismus liegt vor, wenn ein Individuum seinen Nutzen dadurch steigern kann, indem es den Nutzen anderer erhöht. Man differenziert dabei zwischen reinen und unreinen Altruismus. Während der reine Altruismus davon ausgeht, dass sich das Individuum primär um das Wohlergehen der anderen bemüht, resultiert beim unreinen Altruismus ein zusätzlicher Nutzen zugunsten des sich altruistisch verhaltenden Individuum. Ökonomen wie Becker und Schlösser argumentieren, dass selbst altruistisches Verhalten rational und ein „raffiniertes Produkt kluger Selbstsucht“ sein kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, hinterfragt das Egoismusprinzip und erläutert den strukturellen Aufbau sowie das methodische Vorgehen der Untersuchung.

2 Einführung in das ökonomische Verhaltensmodell: Dieses Kapitel erörtert das grundlegende Menschenbild des Homo oeconomicus und die methodologischen Aspekte rationalen Verhaltens unter Restriktionen.

3 Das Egoismusprinzip in der Rationalitätsannahme: Hier wird die zentrale Bedeutung des Eigennutzes kritisch beleuchtet und in den Kontext von Altruismus und kollektivem Handeln gesetzt.

4 Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der aktuellen Theorie und skizziert Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des ökonomischen Verhaltensmodells.

Schlüsselwörter

Homo oeconomicus, Rationalitätsannahme, Egoismusprinzip, Rational-Choice-Theorie, Altruismus, Eigennutzaxiom, kollektives Handeln, Rationalität, methodologischer Individualismus, öffentliches Gut, Verhaltensmodell, Nutzenmaximierung, strategische Selbstbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch den Stellenwert des Egoismusprinzips innerhalb des ökonomischen Modells rationalen Verhaltens, wie es durch den Homo oeconomicus repräsentiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die ökonomische Rationalitätsannahme, die Rolle des Eigennutzes, die Vereinbarkeit von Altruismus mit rationalem Handeln und die Herausforderungen kollektiven Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu zeigen, ob das Eigeninteresse eines Menschen tatsächlich die Grundlage all seiner Entscheidungen bildet oder ob das Modell des Homo oeconomicus einer Erweiterung bedarf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Analyse auf Basis ökonomischer und sozialwissenschaftlicher Literatur, wobei verschiedene Modellinterpretationen und deren Falsifizierbarkeit (kritischer Rationalismus) diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das ökonomische Verhaltensmodell, das Egoismusprinzip in der Rational-Choice-Theorie, Altruismus als rationales Konstrukt sowie die Problematik kollektiven Handelns und mögliche Erklärungsansätze für diese Defizite.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Homo oeconomicus, Rationalitätsannahme, Eigennutz, Altruismus und kollektives Handeln charakterisiert.

Was ist das „Paradoxon des Wählens“ und wie wird es im Text behandelt?

Das Paradoxon beschreibt, dass eine Wahlteilnahme aus Sicht eines rein rational-eigennützigen Individuums keinen Sinn ergibt, da die Kosten den Einfluss der einzelnen Stimme übersteigen; der Text behandelt dies als Ausgangspunkt für die Suche nach altruistischen oder normativen Erklärungen.

Kann Altruismus rational sein?

Ja, laut den im Text zitierten Ökonomen wie Becker kann altruistisches Verhalten als ein „raffiniertes Produkt kluger Selbstsucht“ interpretiert werden, bei dem das Individuum seinen Nutzen durch die Erhöhung des Nutzens anderer steigert.

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Details

Title
Die Rationalitätsannahme in der ökonomischen Theorie: bedingt sie den egoistischen Homo oeconomicus?
College
European Business School - International University Schloß Reichartshausen Oestrich-Winkel  (Lehrstuhl für Entscheidungstheorie)
Grade
1,7
Author
Thomas Kramer (Author)
Publication Year
2000
Pages
18
Catalog Number
V1828
ISBN (eBook)
9783638111263
Language
German
Tags
Rationalität Egoismus Altruismus Homo oeconomicus kollektives Handeln Verhaltensmodell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Kramer (Author), 2000, Die Rationalitätsannahme in der ökonomischen Theorie: bedingt sie den egoistischen Homo oeconomicus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1828
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