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Der Waldkindergarten - Ein Neues Konzept der Vorschulpädagogik

Titel: Der Waldkindergarten - Ein Neues Konzept der Vorschulpädagogik

Vordiplomarbeit , 2008 , 33 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Antje Kreher (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

“In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte” (Franz Kafka). Dieser Satz sagt aus, was ich mit meinem Vordiplom näher bringen möchte. Ich möchte über den Waldkindergarten als eine neue Form des pädagogischen Arbeitens innerhalb der Kindergartenbewegung schreiben. Besonders der Ort Wald an sich, in welchem sich die Kinder beschäftigen und betreut werden, stellt einen seltenen Ansatz in der pädagogischen Arbeit dar. In Deutschland hat sich dieses Konzept erst seit den 90er Jahren etabliert.

Grundlegend ist der Waldkindergarten ist eine Einrichtung, in welcher die pädagogische Arbeit und das Zusammenleben der Gruppe nicht in einem festen Gebäude stattfindet, sondern im Wald. Jedoch hatte es der Waldkindergarten nicht leicht sich zu etablieren, am Anfang wurden die Bestrebungen des Waldkindergartens von behördlicher Seite bewusst verschwiegen um keine Nachahmung zuzulassen, dennoch konnte sich die Waldkindergartenbewegung ausbreiten. Dieser Umstand ist diversen Elternbewegungen zu verdanken, die den Waldkindergarten immer wieder thematisierten und die Öffentlichkeit über das Angebot informierten. Gegenwärtig sind Waldkindergärten eine Selbstverständlichkeit und ihre Anzahl erhöht sich stetig. Dies ist auch auf die veränderte Kindheit in der heutigen Zeit zurück zu führen. Früher vollzog sich das Aufwachsen der Kinder wohl behütet, wenig Spielzeug stand zur Verfügung, die Eltern hatten eine Arbeit und die Kinder spielten auf der Strasse, um so ihren vielen Bedürfnissen gerecht zu werden. Heute ist das nicht mehr so, Kinder werden von Konsum Reiz überflutet, Eltern haben wenig Zeit, oft ist der Fernseher und das Computerspiel die einzige Freizeitbeschäftigung der Kinder in unserer heutigen Zeit.

Auch durch die Überstädterung und der steigenden Kriminalität lassen Eltern ihre Kinder nicht mehr so einfach auf der Strasse spielen. Dabei bleiben viele Bedürfnisse der Kinder auf der Strecke. Dies ist ein Ansatz des Waldkindergartens, denn wenn Kinder mit und in der Natur einen Anteil ihres Alltags verbringen, entwickeln sich ihre natürlichen Bedürfnisse, die in diesem Aspekt geweckt und gelebt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Historische Betrachtung von Waldkindergärten

1.1 Wurzeln des Waldkindergartens

1.2. Die Waldkindergartenbewegung in den neunziger Jahren

1.3. Die verschiedenen Formen von Waldkindergärten

1.3.1. Der „klassische“ Waldkindergarten

1.3.2. Der integrierte Waldkindergarten

1.3.3. Weitere Formen der Waldkindergartenpädagogik

2 Das pädagogische Anliegen des Waldkindergartens

2.1. Ohne Wände

2.2 Ohne Spielzeug

2.3 Soziale Erziehung

2.4 Entwicklung und Förderung der Sinne

2.5 Körper- und Bewegungserziehung

2.6 Umwelterziehung

3 Waldkindergarten und Schulfähigkeit

4 Kindheit im Wandel

4.1 Bedürfnisse nach Liebe Geborgenheit und Sicherheit

4.2 Bedürfnis nach Spannung, Abenteuer und Risiko

4.3 Bedürfnis nach Freiheit/Grenzen, Selbstständigkeit und Verantwortung

4.4 Das Bedürfnis, die Welt zu entdecken und zu verstehen

4.5 Das Bedürfnis, herzustellen und zu gestalten

4.6 Das Bedürfnis, zu spielen

4.7 Das Bedürfnis, sich zu bewegen

4.8 Das Bedürfnis, vielfältig wahrzunehmen

5 Praktische Umsetzung im Waldkindergarten

5.1 Die Rolle des Erziehers

5.2 Tagesablauf im Waldkindergarten am Beispiel Waldkindergarten Jena Winzerla

5.3 Elternarbeit

6 Abschlussbetrachtung

6.1 Vorteile des Waldkindergartens

6.2 Nachteile des Waldkindergartens

6.3 Verbesserungsvorschläge des Models Waldkindergarten

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Konzept des Waldkindergartens als pädagogische Alternative darzustellen, seine Wirksamkeit hinsichtlich der kindlichen Entwicklung zu beleuchten und kritisch zu prüfen, ob es Kinder adäquat auf die Schule vorbereitet.

  • Historische Entwicklung der Waldkindergartenbewegung
  • Pädagogische Kernelemente (z. B. Erziehung ohne Wände und Spielzeug)
  • Kindliche Bedürfnisse im gesellschaftlichen Wandel
  • Einfluss auf die Schulfähigkeit und soziale Kompetenz
  • Praktische Umsetzung, Rolle des Erziehers und Zusammenarbeit mit Eltern

Auszug aus dem Buch

2.2 Ohne Spielzeug

Kinder haben ein hohes Bedürfnis, wahrzunehmen und ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und zu spielen. Deshalb ist auch ein großes pädagogisches Anliegen im Waldkindergarten, ihnen kein vorgefertigtes Spielzeug anzubieten. Der Wald bietet eine unerschöpfliche Fülle von Anregungen, die Materialien, mit denen Kinder in Wald spielen, gewinnen ihren Wert erst dadurch, dass man ihnen einen Wert gibt. So wird aus einem Stock ein Schwert und wiederum in einem anderen Spiel ein Zauberstab mit wundersamen Eigenschaften. Wo Erwachsene einen gefällten Baum sehen, da sehen Kinder einen Einkaufsladen und der Tannenzapfen wird zur Kartoffel, die sie in ihrem Laden verkaufen. Weil die Dinge, die im Wald herumliegen und auf keinen Zweck festgelegt sind, bieten sie den Kindern die Möglichkeit kreativ zu werden. Dies schafft eine tiefe innere Befriedigung, denn sie stellen dabei fest, dass ihre Phantasie sie ausfüllt, das sie ständig neue Ideen haben, und das sie mit wenigen Dingen auskommen um sich in interessante Spiele zu vertiefen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Historische Betrachtung von Waldkindergärten: Beschreibt die Ursprünge der Naturpädagogik in Schweden und Dänemark sowie die Entwicklung und Etablierung der Waldkindergartenbewegung in Deutschland.

2 Das pädagogische Anliegen des Waldkindergartens: Erläutert die grundlegenden pädagogischen Prinzipien, wie das Fehlen von Wänden und vorgefertigtem Spielzeug sowie die Förderung sozialer, motorischer und sinnlicher Kompetenzen.

3 Waldkindergarten und Schulfähigkeit: Analysiert auf Basis empirischer Untersuchungen, ob das Konzept den Anforderungen an die Schulfähigkeit gerecht wird.

4 Kindheit im Wandel: Beleuchtet die Auswirkungen moderner Lebensbedingungen auf Kinder und ordnet die kindlichen Grundbedürfnisse in den Kontext der Waldpädagogik ein.

5 Praktische Umsetzung im Waldkindergarten: Geht auf die speziellen Anforderungen an das Personal, den Tagesablauf anhand eines Praxisbeispiels und die Bedeutung der Elternarbeit ein.

6 Abschlussbetrachtung: Führt eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile des Modells durch und leitet daraus notwendige Verbesserungsvorschläge ab.

7 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Waldpädagogik als durchdachte, sinnvolle und zukunftsfähige Alternative zu herkömmlichen Kindergartenformen.

Schlüsselwörter

Waldkindergarten, Naturpädagogik, Kindheit im Wandel, Schulfähigkeit, Bedürfnisorientierung, Situationsansatz, Sozialverhalten, Bewegungserziehung, Sinneswahrnehmung, Erzieherrolle, Elternarbeit, Spielpädagogik, Umwelterziehung, ganzheitliche Entwicklung, Waldkindergartenbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des Waldkindergartens, seiner historischen Entwicklung und seiner pädagogischen Bedeutung als Alternative zu klassischen Kindertagesstätten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Bewegung, die pädagogische Methodik im Wald, die Schulfähigkeit der Kinder, die veränderte Kindheit heute und die praktische Umsetzung sowie die Elternarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den pädagogischen Wert des Waldkindergartens zu belegen und die Frage zu klären, ob dieses Konzept Kinder effektiv auf die Schule vorbereitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich vorhandener Konzepte sowie der Auswertung empirischer Untersuchungen, unter anderem von Prof. Dr. Georges und Dr. Peter Haefner.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Wurzeln, pädagogische Anliegen, die Entwicklung der Schulfähigkeit, kindliche Bedürfnisse im Wandel der Zeit sowie die praktischen Aspekte der Umsetzung im Alltag eines Waldkindergartens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Waldkindergarten, Naturpädagogik, Schulfähigkeit, Sozialkompetenz, Bewegungserziehung und Elterninitiativen.

Wie unterscheidet sich der Tagesablauf im Waldkindergarten Jena Winzerla von einem Regelkindergarten?

Der Tagesablauf ist durch feste Rituale im Wald geprägt, beinhaltet einen Morgenkreis unter freiem Himmel, keine festen Räumlichkeiten und eine starke Einbindung der Natur als Spiel- und Lernraum, wobei die Kinder aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

Welche Rolle spielen Eltern bei der Umsetzung des Waldkindergarten-Konzepts?

Elternarbeit ist essenziell, da die meisten Einrichtungen als Elterninitiativen oder Vereine organisiert sind und die Eltern aktiv an der Planung, Durchführung von Festen und teilweise auch bei der Vertretung des Personals beteiligt sind.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Waldkindergarten - Ein Neues Konzept der Vorschulpädagogik
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena
Veranstaltung
Erziehungswissenschaften
Note
1,3
Autor
Antje Kreher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
33
Katalognummer
V182908
ISBN (eBook)
9783656069409
ISBN (Buch)
9783656069454
Sprache
Deutsch
Schlagworte
waldkindergarten neues konzept vorschulpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Kreher (Autor:in), 2008, Der Waldkindergarten - Ein Neues Konzept der Vorschulpädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182908
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Leseprobe aus  33  Seiten
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