Die Arbeit behandelt allgemeine Methoden zur Armutsmessung sowie Methoden in den USA. Darüber hinaus werden Aussagen zum empirischen Verlauf sowie zur geographischen und enthnischen Struktur von Armut in den USA gemacht.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Allgemeine Konzepte der Armutsmessung
III. Armutsmessung in den USA
1. Ursprung und Entwicklung der US-amerikanischen Meßmethode
2. Kritische Betrachtung
Empirischer Verlauf von Armut in den USA
1. Die Empirie der Armut vor 1960
2. Die Empirie derArmut von 1959 bis 1997
3. Zusammenfassung
IV. Struktur von Armut in den USA
1. Armut im Hinblick auf die geographische Struktur und die Bevölkerungsstruktur
2. Zusammenfassung
V. Ergebnisse und Schlußbemerkung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit analysiert die Konzeption der offiziellen Armutsmessung in den USA sowie deren strukturellen und empirischen Verlauf seit dem Zweiten Weltkrieg, um die Plausibilität des amerikanischen Armutsverständnisses kritisch zu hinterfragen.
- Grundkonzepte und Definitionen von absoluter versus relativer Armutsmessung
- Kritische Analyse der US-amerikanischen Meßmethode durch das Bureau of Census
- Empirische Untersuchung der Armutsentwicklung in den USA von 1947 bis 1997
- Strukturanalyse der Armut nach ethnischen Gruppen, Haushaltsformen und Altersgruppen
- Diskussion über alternative Ansätze zur Armutsmessung, insbesondere nach Amartya Sen
Auszug aus dem Buch
2. Kritische Betrachtung
Bei der US-amerikanische Methode der Armutsmessung handelt es sich um ein Konzept, das die arme Bevölkerung identifiziert und diese ins Verhältnis zur Gesamtbevölkerung setzt. Es handelt sich also um eine head-count ratio bzw. Armutsquote, wie sie in Gleichung (1) formal beschrieben ist. Natürlich kann dieses Maß auch angewendet werden, um die Armut in bestimmten Bevölkerungsgruppen zu messen. Dies geschieht in den USA insbesondere dadurch, daß neben der head-count ratio für die Gesamtbevölkerung auch die der verschiedenen ethnischen Gruppen ermittelt werden. Darüber hinaus wird für verschiedene Haushaltsgrößen die der head count ratio zugrunde gelegte Armutsschwelle entsprechend modifiziert.
Dennoch handelt sich bei diesem Konzept um ein äußerst trivial angelegtes Maß zur Bewertung von Armut in einer Volkswirtschaft, das einer kritischen Betrachtung unterzogen werden sollte. Ich möchte daher im folgenden auf einige Kritikpunkte eingehen, die ich als wichtig ansehe und Alternativen zur aktuellen Armutsmessung in den USA aufzeigen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Armutsmessung mit Fokus auf die Forschungsfragen und das methodische Vorgehen der Arbeit.
II. Allgemeine Konzepte der Armutsmessung: Erörterung theoretischer Ansätze zur Definition von Armut, einschließlich der Abgrenzung von absoluten und relativen Armutskonzepten.
III. Armutsmessung in den USA: Untersuchung der Entstehung der offiziellen amerikanischen Meßmethode und kritische Reflexion ihrer Schwachstellen.
Empirischer Verlauf von Armut in den USA: Analyse der zeitlichen Entwicklung der Armutsquoten in den USA unter Berücksichtigung unterschiedlicher demografischer Gruppen.
IV. Struktur von Armut in den USA: Untersuchung der räumlichen und bevölkerungsspezifischen Verteilung von Armut sowie der Rolle von Haushaltsstrukturen.
V. Ergebnisse und Schlußbemerkung: Synthese der Erkenntnisse und Vorschlag alternativer Armutsmaße zur Verbesserung der sozialpolitischen Beurteilung.
Schlüsselwörter
Armut, Armutsmessung, USA, Poverty Line, Head-count ratio, Soziale Polarisierung, Einkommensverteilung, Bureau of Census, Absolute Armut, Relative Armut, Ethnische Gruppen, Haushaltsstruktur, Amartya Sen, Sozialpolitik, Wohlfahrtsökonomik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Konzepte, die Struktur und den empirischen Verlauf von Armut in den Vereinigten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Definition von Armut, die offizielle amerikanische Messmethode durch das Bureau of Census sowie die Auswirkungen ethnischer und sozialer Faktoren auf die Armutsverteilung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine genaue Analyse der Armutssituation unter kritischer Würdigung der amtlichen Statistik und die Diskussion plausiblerer Messalternativen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es wird eine deskriptive Auswertung ausgewählter Zeitreihen sowie eine theoretische Reflexion über die Aussagekraft verschiedener Armutsmaße durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Armutsmessung, eine detaillierte Analyse der historischen Armutsdaten und eine strukturelle Untersuchung nach Haushalts- und Bevölkerungsgruppen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Armutsmessung, US-Sozialstatistik, absolute versus relative Armut und sozioökonomische Ungleichheit beschreiben.
Wie unterscheidet sich die offizielle US-Armutsmessung von einem relativen Ansatz?
Die US-Methode verwendet einen absoluten Standard, der lediglich preisbereinigt wird, während ein relativer Ansatz die veränderten Lebensstandards und Bedürfnisse einer Gesellschaft kontinuierlich einbeziehen würde.
Warum wird die amerikanische Armutsmessung im Dokument kritisiert?
Kritisiert werden vor allem die Trivialität des "Head-count-ratio"-Maßes, die Vernachlässigung von Vermögensaspekten und die fehlende Anpassung der Armutsgrenzen an moderne Lebensrealitäten.
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- Manfred Schick (Author), 1999, Basiskonzepte, Struktur und empirischer Verlauf von Armut seit dem 2. Weltkrieg in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18301