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Modell der Synchronisation von Glühwürmchen in C

Das Liebesleben der Glühwürmchen in physikalischer Form

Title: Modell der Synchronisation von Glühwürmchen in C

Seminar Paper , 2009 , 38 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Sebastian Leitner (Author), Stefan Manhalter (Author), Markus Stana (Author)

Physics - Biophysics
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Glühwürmchen verhalten sich im Grunde wie Neuronen: Sie ’schalten’ sich zusammen, um einen verstärkten, geordneten Informationsimpuls zu erzeugen.

Im Falle der (männlichen) Glühwürmchen ist das ein synchronisiertes Blinken abertau- sender Tiere, um Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Ein einzelnes Männchen blinkt zu schwach, um ein Weibchen, das hoch über den Baumwipfeln fliegt, anzulocken. Eine ganze Schar von Tieren tut sich also zusammen, um somit die Chance auf Fortpflanzung drastisch von quasi 0 auf ca. 1:N pro Weibchen zu steigern, wobei N die Anzahl der männlichen Würmchen ist. Die Glühwürmchen dürfen aber nicht durcheinander blinken. Die Weibchen reagieren nur auf ein regelmäßige, artspezifische Blinkperiode. Ein Glüh- würmchen blinkt also mit einer bestimmten Eigenfrequenz, daher dauert es eine gewisse Zeit, bis sich Kolonien von Glühwürmchen geeinigt (synchronisiert) haben, sprich den Phasenverschub auf 0 setzen.

Bei Neuronen ist der Sinn und Zweck natürlich ein anderer: Durch Zusammenschalten mehrerer Neuronen können Muster erkannt und gelernt werden (Hepp’sche Regel), (Sinnes)reize und Denkprozesse können also somit verarbeitet werden. Neuronen geben dabei keinen Lichtblitz sondern die Information in Form von geringen elektrischen Strö- men an andere ab und vernetzten sich dadurch. Die Synchronisation ist grundlegend für ein Zusammenspiel von Millionen an Zellen und der wichtigste Prozess eines komplexen Netzwerkes wie des menschlichen Gehirns.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Phänomen der Synchronisation bei Neuronen

1.2 Hypothese und Problemstellung bei Glühwürmchen

1.3 Mathematische Beschreibung - ’integrate-and-fire’-Oszillator

1.4 Aufgabenstellungen

2 Die Simulation in C

2.1 Der Weg zum Modell

2.2 Ein Programm für N Glühwürmchen

2.3 Simulation von 10 000 Würmchen

2.3.1 ε = 0.00001

2.3.2 ε = 0.00002

2.4 Ein Programm zur Bestimmung des Repellor bei 2 Glühwürmchen

2.4.1 Bestimmung des Repellors bei gleichen Schwellpotentialen

2.4.2 Bestimmung des Repellors bei unterschiedlichen Schwellpotentialen

2.5 Ein Programm zu neuronaler Mustererkennung

2.5.1 Die Idee zum Algorithmus

3 Auswertung der Ergebnisse und Diskussion

3.1 Synchronisation von 10 000 Glühwürmchen

3.2 Repellor

3.3 Fehler und Vernachlässigungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Synchronisationsprozesse von Glühwürmchen unter Anwendung physikalischer Modelle, wobei Parallelen zum synchronen Feuern von Neuronen im menschlichen Gehirn gezogen werden. Das primäre Ziel ist die Entwicklung von Simulationsprogrammen in der Programmiersprache C, um das Verhalten bei unterschiedlichen Parametern zu modellieren und zu analysieren.

  • Mathematische Modellierung durch ’integrate-and-fire’-Oszillatoren
  • Synchronisation von 10.000 Glühwürmchen unter Berücksichtigung verschiedener Verteilungen
  • Bestimmung von Repellor-Werten bei Systemen mit zwei Glühwürmchen
  • Untersuchung von Schwellpotentialen und deren Einfluss auf das Synchronisationsverhalten
  • Anwendung neuronaler Prinzipien auf Mustererkennungsprozesse

Auszug aus dem Buch

1.1 Phänomen der Synchronisation bei Neuronen

Gehen wir von einem einfachen Modell, bestehend aus 3 Schichten aus. Die 1. Schicht stellt die Eingabeschicht dar - im Prinzip handelt es sich um sensorische Neuronen, die einzelne Reize detektieren. In der 2. Schicht werden die Reize verarbeitet - dort kommt es zur eigentlichen Synchronisation. Die 3. Schicht erhält von allen Neuronen der vorhergehenden Schicht Informationen. Sie zieht die Schlüsse und fällt die Entscheidung, welches Muster erkannt wurde. Wir interessieren uns für die Schicht 2 - trotzdem können Synchronisationen in den beiden anderen Schichten auch auftreten.

Natürlich gibt es nicht nur eine verarbeitende Schicht (Schicht 2) im menschlichen Gehirn, sondern es sind bedeutend mehr. Dies hängt vor allem davon ab, welche Entscheidung in welchem Gehirngebiet gefällt werden muss. Dieses einfache Modell ist biologische relevant: Die Neuronen bekommen von der vorhergehenden Schicht über die Synapsen Signale - aber es sind auch die Neuronen in einer Schicht untereinander verknüpft. Über diese Verknüpfungen können auch Signale zwischen Neuronen der selben Schicht ausgetauscht werden. Jedes Neuron erhält von rund 1000-10.000 Neuronen synaptische Eingangssignale und gibt auch an rund 1000-10.000 Neuronen die Signale weiter. Eine Gruppe von Neuronen einer Schicht, die stark miteinander verknüpft sind, stellen ein Assemble dar:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die biologischen Parallelen zwischen dem Blinken von Glühwürmchen und dem Feuern von Neuronen, führt das ’integrate-and-fire’-Oszillatormodell ein und definiert die Aufgabenstellungen.

2 Die Simulation in C: Hier werden der Aufbau der Simulationsprogramme, die mathematische Herleitung des Ladevorgangs und die Implementierung der Synchronisationslogik für 10.000 Glühwürmchen und Neuronen-Mustererkennung detailliert beschrieben.

3 Auswertung der Ergebnisse und Diskussion: Dieser Teil präsentiert die numerischen Ergebnisse der Simulationen, vergleicht verschiedene Verteilungsmodelle und diskutiert das Synchronisationsverhalten sowie mögliche Fehlerquellen des Modells.

Schlüsselwörter

Glühwürmchen, Synchronisation, Neuronen, integrate-and-fire, Oszillator, Simulation, C, Repellor, Schwellpotential, Mustererkennung, EPSP, Membranpotential, biologische Systeme, Phasenverschub, elektro-chemische Prozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Modellierung der Synchronisation von Glühwürmchen mittels physikalischer und mathematischer Ansätze, die auch auf neuronale Netzwerke übertragbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die mathematische Beschreibung von Oszillatoren, die numerische Simulation in der Programmiersprache C und die Analyse der Synchronisationsdynamik bei großen Systemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erstellung von Simulationsprogrammen, um zu verstehen, wie unter variablen Startbedingungen und Schwellpotentialen eine Synchronisation in einem System von 10.000 Einheiten erreicht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der puls-gekoppelten ’integrate-and-fire’-Oszillatoren verwendet, um das Verhalten biologischer Systeme durch elektrische RC-Glieder zu simulieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt den Aufbau des Modells, die mathematischen Formeln für den Potentialverlauf sowie die konkrete Implementierung der Simulationen für Glühwürmchen-Systeme und neuronale Mustererkennung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Synchronisation, Oszillatormodelle, Schwellpotential, numerische Simulation und neuronale Netzwerke charakterisiert.

Wie beeinflussen unterschiedliche Verteilungen der Schwellpotentiale die Synchronisationszeit?

Die Simulation zeigt, dass homogene Verteilungen der Schwellpotentiale zu einer schnelleren Synchronisation führen als Normalverteilungen.

Welche Rolle spielt die Steigung der Ladekurve (b) bei der Synchronisation?

Eine höhere Steigung der Ladekurve begünstigt das Synchronisationsverhalten, da das System schneller die Schwelle erreicht und somit die Kopplungseffekte zwischen den Oszillatoren effektiver wirken.

Was wurde bei der neuronalen Mustererkennung simuliert?

Es wurde ein System von 16 Neuronen in einer 4x4-Matrix entworfen, das in der Lage sein soll, durch die Verstärkung neuronaler Verbindungen spezifische Muster zu speichern und bei unvollständiger Eingabe zu vervollständigen.

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Details

Title
Modell der Synchronisation von Glühwürmchen in C
Subtitle
Das Liebesleben der Glühwürmchen in physikalischer Form
College
University of Vienna  (Physik)
Grade
1.0
Authors
Sebastian Leitner (Author), Stefan Manhalter (Author), Markus Stana (Author)
Publication Year
2009
Pages
38
Catalog Number
V183028
ISBN (eBook)
9783656070399
ISBN (Book)
9783656369653
Language
German
Tags
Biophysik Glühwürmchen Neuronen Synchronisation Modell in C Netzwerk Simulation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Leitner (Author), Stefan Manhalter (Author), Markus Stana (Author), 2009, Modell der Synchronisation von Glühwürmchen in C, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183028
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