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Die Kontaktanzeige - Eine Textsortenanalyse

Title: Die Kontaktanzeige - Eine Textsortenanalyse

Term Paper , 2011 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Julia Steinborn (Author)

German Studies - Genres
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Ein Inserat kann in vielfältigster Weise in Zeitungen erscheinen. Einige suchen einen festen Partner, andere Ehemann oder Ehefrau. Man sucht Reisebegleiter, Mitglieder für die Sportmannschaft oder Babysitter. Es gibt Inserate, die gezielt auf sexuelle Vorlieben und Tätigkeiten ausgerichtet sind und solche, die einfache Brieffreunde werben. Diese Arbeit wird sich auf die Kontaktanzeige spezialisieren.
Unter Kontaktanzeige versteht man allgemein eine Zeitungsannonce, in der die Inseren-ten nach persönlichen Kontakten suchen. Dabei gehe ich in dieser Arbeit von dem grundlegenden Textmuster ´jemand x(y) sucht jemanden z(y)´ aus. Als Beispiele dienen hierbei Kontaktanzeigen aus den Tages- bzw. Wochenzeitungen DER TAGES-SPIEGEL, DIE WELT, OSTSEE-ANZEIGER, BLITZ AM SONNTAG und BERLI-NER ZEITUNG aus dem Zeitraum Dezember 2010 bis Januar 2011.

Ziel dieser Arbeit wird es sein, die Kontaktanzeige zu analysieren, um so Gemeinsam-keiten und Kriterien aufzuzeigen. Damit wird bewiesen, dass es sich dabei um eine ge-schlossene Textsorte handelt, in der sich spezifische Formen und Funktionen finden lassen.

Im Kapitel 2 wird die hier Verwendung findende Theorie zur Textsortenanalyse von Heinemann/Heinemann erklärt. Die Vorausgehende Basis wird die Einordnung von Kontaktanzeigen in die verschiedenen Bereichsebenen nach Gansel/Jürgens liefern. Die konkrete Anwendung dieser Grundlagen lässt sich schließlich in Kapitel 3 finden, das in Anlehnung an das Modell von Heinemann/Heinemann in vier Abschnitte eingeteilt ist.

1 Einleitung .................................... 3
2 Textsorte und Textsortenbeschreibung .......... 4
3 Die Textsorte „Kontaktanzeige“ ................ 8
3.1 Funktion ............................ 9
3.2 Situation ........................... 12
3.3 Thema und Struktur .................. 14
3.4 Formulierungsadäquatheit ............ 18
4 Schlusswort ................................... 20
5 Anhang ........................................ 21
5.1 Abbildungen ......................... 21
5.2 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis . 24
5.3 Literaturverzeichnis ................ 25

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Textsorte und Textsortenbeschreibung

3 Die Textsorte „Kontaktanzeige“

3.1 Funktion

3.2 Situation

3.3 Thema und Struktur

3.4 Formulierungsadäquatheit

4 Schlusswort

5 Anhang

5.1 Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kontaktanzeige als geschlossene Textsorte innerhalb von Tages- und Wochenzeitungen. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der sprachlichen und strukturellen Merkmale nachzuweisen, dass Kontaktanzeigen trotz fehlender normativer Vorgaben spezifische kommunikative Funktionen und wiederkehrende Formulierungsmuster aufweisen.

  • Analyse der Textsortenklassifikation nach Gansel/Jürgens und Heinemann/Heinemann.
  • Untersuchung der kommunikativen Hauptfunktionen (insbesondere Appellfunktion).
  • Betrachtung der situativen Einbettung und medialen Bedingungen.
  • Analyse der thematischen Struktur und Textentfaltungsprozesse.
  • Identifikation von spezifischen sprachlichen Mustern, Abbreviaturen und stilistischen Besonderheiten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Funktion

Die Kontaktanzeige „ist ein Text, der nicht in erster Linie informieren, unterhalten, agieren usw. will, sondern der ein einziges Ziel hat: einen persönlichen Kontakt herzustellen.“ Nach dem Modell von Heinemann/Heinemann läge die Hauptfunktion demnach auf dem Kontaktieren. Eckkrammer/Hödl/Pöckl hingegen sind der Ansicht, die „Funktion der ‚Kontaktanzeige’ definiert sich als Mischung zwischen informativ und appellativ, wobei die informativen Textsequenzen als Unterstützung für den Appell zu sehen sind.“ Auch seien die emotiven Sequenzen „als Unterstützung für den Appell gedacht“. Ich schließe mich dieser Meinung an. Das Ziel beim Schalten einer Kontaktanzeige ist unmissverständlich das Finden eines Beziehungspartners. Dies kann aber nur erreicht werden, wenn sich ein Interessent auf das Inserat meldet. Somit liegt die Hauptfunktion der Kontaktannonce auf dem Appell. Erst wenn dieser erfolgreich ist, kommt es zur Interaktion der Kommunikationsteilnehmer. Kontaktieren soll jedoch nicht vollkommen außer Acht gelassen werden. Es ist eine Funktion des Inserates, schließlich tritt der Inserent durch seinen Text mit den verschiedenen Rezipienten in Kontakt, selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt erst einseitig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definition des Untersuchungsgegenstands als Zeitungsannonce nach dem Muster „jemand x(y) sucht jemanden z(y)“ und Formulierung der Forschungsfrage.

2 Textsorte und Textsortenbeschreibung: Theoretische Einordnung der Kontaktanzeige in das hierarchische Klassifikationssystem nach Gansel/Jürgens sowie Begründung der Modellwahl.

3 Die Textsorte „Kontaktanzeige“: Detaillierte Untersuchung anhand der Kategorien Funktionalität, Situationalität, Thematizität/Strukturiertheit und Formulierungsadäquatheit.

3.1 Funktion: Analyse der primären Appellfunktion sowie unterstützender Funktionen wie Selbstausdruck und Information.

3.2 Situation: Untersuchung der situativen Einbettung, insbesondere der Bedeutung des Mediums Zeitung für die Aufzeichnungskommunikation.

3.3 Thema und Struktur: Analyse der Textentfaltungsprozesse und des Aufbaus in Relation zur begrenzten Zeichenzahl der Printmedien.

3.4 Formulierungsadäquatheit: Identifikation typischer sprachlicher Muster, Abkürzungen und stilistischer Eigenheiten der Kontaktanzeige.

4 Schlusswort: Zusammenführung der Ergebnisse und Bestätigung der Kontaktanzeige als geschlossene Textsorte.

5 Anhang: Dokumentation der verwendeten Beispiellektüre in Form eines Abbildungsverzeichnisses.

Schlüsselwörter

Kontaktanzeige, Textsortenanalyse, Textlinguistik, Appellfunktion, Zeitungsannonce, Medientext, Textmuster, Kommunikation, Selbstdarstellung, Textentfaltung, Formulierungsadäquatheit, Printmedien, Sprachliche Normen, Deskription, Narration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Kontaktanzeigen in Tages- und Wochenzeitungen aus linguistischer Perspektive und untersucht, ob es sich dabei um eine definierte, in sich geschlossene Textsorte handelt.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Funktionalität, die situative Einbettung, die textuelle Struktur und die spezifischen sprachlichen Ausdrucksformen innerhalb dieser Anzeigen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und konstitutive Merkmale zu identifizieren, die belegen, dass Kontaktanzeigen spezifischen Regeln der Textsortenbildung folgen, obwohl sie keine normierten Gebrauchstexte sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin stützt sich primär auf das Modell der Mehrdimensionalität nach Heinemann/Heinemann zur Textsortenanalyse, ergänzt durch die hierarchische Klassifikation von Gansel/Jürgens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Kontaktanzeigen systematisch anhand der Ebenen Funktionalität, Situationalität, Thematizität/Strukturiertheit und Formulierungsadäquatheit detailliert zergliedert und ausgewertet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind Textsorte, Appellfunktion, Textentfaltung, Aufzeichnungskommunikation und die für Kontaktanzeigen typischen Abbreviaturen.

Inwiefern beeinflusst das Medium Zeitung die Gestaltung der Kontaktanzeige?

Das Medium bedingt durch begrenzte Zeichenzahlen und den klassischen Postweg eine spezifische Form der Aufzeichnungskommunikation, die sich deutlich von Online-Portalen unterscheidet.

Welche Bedeutung haben Abkürzungen wie „HHH“ oder „67/170/65“?

Diese Abkürzungen sind Teil der textsortenspezifischen Formulierungsadäquatheit. Sie dienen der ökonomischen Selbst- und Fremdbeschreibung, wobei Informationen wie Alter, Größe und Gewicht in einem standardisierten Format ohne Maßeinheiten präsentiert werden.

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Details

Title
Die Kontaktanzeige - Eine Textsortenanalyse
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Philologisches Institut)
Grade
1,7
Author
Julia Steinborn (Author)
Publication Year
2011
Pages
25
Catalog Number
V183117
ISBN (eBook)
9783656073376
ISBN (Book)
9783656073499
Language
German
Tags
Kontaktanzeige Textsorte Heinemann Textsortenanalyse Julia Steinborn Gansel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Steinborn (Author), 2011, Die Kontaktanzeige - Eine Textsortenanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183117
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