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Review zu "Globalization and Industry Self-Regulation" von Virginia Haufler (2003)

Title: Review zu "Globalization and Industry Self-Regulation" von Virginia Haufler (2003)

Literature Review , 2008 , 5 Pages , Grade: 2,5 (CH: 4,5)

Autor:in: M.A. Manuel Irman (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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In ihrem Artikel “Globalization and Industry Self-Regulation” erläutert Virginia Haufler, aus welchen Gründen sich transnationale Firmen in Zeiten der liberalen Wirtschaftsglobalisierung gerne auch mal selber Beschränkungen auferlegen. Die wichtigsten Argumente Hauflers sind in diesem Review zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Kontextualisierung

3. Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Beitrag von Virginia Haufler zur Debatte über Global Governance, indem sie untersucht, wie sich die Handlungsmacht von staatlichen Regierungen hin zu transnationalen Konzernen verschoben hat und welche Rolle industrielle Selbstregulierung dabei spielt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Wirksamkeit und Legitimität dieser neuen Regulierungsmechanismen im Kontext der Globalisierung.

  • Verschiebung der Handlungsmacht an nichtstaatliche Akteure
  • Bedeutung industrieller Selbstregulierung und Codes of Conduct
  • Rolle von NGOs und Umweltverbänden als Agenda-Setter
  • Global Governance als Instrument im wirtschaftsliberalen Kontext
  • Kritische Analyse von Zertifizierungsprozessen und Monitoring

Auszug aus dem Buch

Kontextualisierung

Der Begriff Globalisierung erschien in den 1990er Jahren als neues Schlagwort. Die Definierung des Begriffs und die Nutzbarmachung für die Wissenschaft standen also zunächst im Zentrum (Keohane/Nye 2000: 104f.). In diesen Kontext reiht sich auch Hauflers Text ein, indem sie die Globalisierung, deren Ursachen sowie die wirtschaftlichen und politischen Implikationen charakterisiert (Haufler 2003: 229f.). Bei der Interpretation von Globalisierung spielen die grossen Fortschritte im Technologiesektor und die damit verbundene Senkung von Kommunikations- und Transaktionskosten sowie die Deregulierung und Öffnung nationaler Märkte eine zentrale Rolle.

Trotz einer daraus resultierenden verändernden Rolle des Staates ist die Weltwirtschaft aber nicht perfekt integriert und (desintegrierend wirkende) institutionelle Differenzen zwischen den Staaten werden vorerst weiter bestehen. Die Globalisierung der Märkte findet statt, während entsprechende Regulierungsmassnahmen hinterherhinken (Guerrieri/Falautano 2000: 12-15). Demzufolge erhält auch der Begriff Governance neue Bedeutungen auf der Suche nach einer Neuregulierung der Märkte (vgl. Haufler 2003: 230). Gleichzeitig spielen auch die weitverbreiteten Ängste in der Gesellschaft und die damit verbundene Ablehnung gegenüber den Globalisierungsprozessen eine Rolle. NGOs portieren diese Ängste häufig mit Nachdruck oder sogar mit Gewalt (Siebert 2003: 3).

Haufler räumt den Umweltverbänden in ihrem Text denn auch viel Platz ein und sieht sie als wichtige Akteursgruppe bei der Bestimmung neuer Regulierungsstrategien. Die TNCs nehmen ebenfalls eine wichtige Stellung in ihrer Analyse ein und sie fokussiert sich damit auf jene internationalen Institutionen, die in der Debatte um Global Governance zunehmend an Beachtung und Bedeutung gewinnen (vgl. Brand et al. 2000: 27).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zusammenfassung: Dieses Kapitel skizziert die Machtverschiebung von staatlichen Akteuren hin zu transnationalen Konzernen und erläutert den Anstieg industrieller Selbstregulierung als Reaktion auf Globalisierungsprozesse.

2. Kontextualisierung: Hier wird Hauflers Text in den wissenschaftlichen Diskurs der 1990er Jahre eingebettet und der Global Governance-Begriff im Spannungsfeld zwischen Märkten, Staaten und NGOs analysiert.

3. Kritik: Der Autor setzt sich kritisch mit Hauflers Thesen auseinander, insbesondere bezüglich der tatsächlichen Wirksamkeit von NGOs und der methodischen Glaubwürdigkeit der von Unternehmen selbst bereitgestellten Erfolgsnachweise.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Global Governance, transnationale Konzerne, Selbstregulierung, Governance, NGOs, Umweltpolitik, politische Macht, Marktliberalisierung, Codes of Conduct, Zertifizierung, internationale Institutionen, Agenda-Setting

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine wissenschaftliche Rezension und Auseinandersetzung mit Virginia Hauflers Text über die Rolle von industrieller Selbstregulierung in einer globalisierten Wirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung behandelt die Machtverschiebung zugunsten transnationaler Konzerne, die Rolle von Nichtregierungsorganisationen und die Legitimität globaler Regulierungsmechanismen.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder Zielsetzung?

Es soll geklärt werden, inwiefern der Wandel hin zu privaten Selbstregulierungsstrategien effektiv und legitim ist und wie Hauflers Argumentation dazu wissenschaftlich zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt eine literaturgestützte, kritische Analyse, um Hauflers theoretische Argumente mit anderen politikwissenschaftlichen Diskursen zu vergleichen und auf Schwachstellen zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Zusammenfassung, eine theoretische Einbettung (Kontextualisierung) in den Global Governance-Diskurs sowie eine kritische Hinterfragung der Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Globalisierung, TNCs, Selbstregulierung, Governance und institutionelle Differenzen.

Warum hinterfragt der Autor die Rolle der NGOs?

Der Autor argumentiert, dass NGOs selbst Reputationsrisiken unterliegen und ihre tatsächliche Wirkungsmacht gegenüber mächtigen Konzernen oft überschätzt wird.

Was kritisiert der Autor an den Erfolgsbelegen der Unternehmen?

Der Autor beanstandet methodisch, dass für die Ausweisung institutioneller Erfolge häufig die Publikationen der Unternehmen selbst als Quelle herangezogen werden, was die Objektivität infrage stellt.

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Details

Title
Review zu "Globalization and Industry Self-Regulation" von Virginia Haufler (2003)
College
University of Zurich  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Forschungsseminar IB "Global Governance: Erwartungen und Ziele"
Grade
2,5 (CH: 4,5)
Author
M.A. Manuel Irman (Author)
Publication Year
2008
Pages
5
Catalog Number
V183232
ISBN (eBook)
9783656074311
Language
German
Tags
Global Governance Selbstregulierung ISO NGO Code of Conduct TNC Transnationale Konzerne Lobby Umweltverbände Globalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Manuel Irman (Author), 2008, Review zu "Globalization and Industry Self-Regulation" von Virginia Haufler (2003), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183232
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