Auszug der Einleitung:
Die Entstehung von Waldkindergärten wird oft auf die zunehmende Urbanisierung unserer Lebensräume zurückgeführt, und sicherlich ist dies auch eine logische Konsequenz. Doch wir wollen unsere Arbeit, als professionelle ErzieherInnen, nicht nur als eine Reaktion auf
diese Umstände verstehen. Die Vorzüge eines Waldkindergartens werden in unserer täglichen Arbeit immer wieder sichtbar. Natur- und Waldkindergärten fördern in besonderer Weise die kindliche Entwicklung. Die Natur bietet mit ihrer grenzenlosen Vielfalt und Weite einen idealen Bewegungsraum für Kinder. Das Anregen von allen Sinnen und der körperlichen Bewegung wird fast selbstverständlich vom Raum Wald gefördert. Wir ErzieherInnen ordnen uns somit der Natur als erste Erziehungsinstanz unter.
Mit unserer Arbeit im Waldkindergarten Waldfrösche e.V. wollen wir ein Bewusstsein von Verbundenheit mit unserer Natur fördern. Kinder die sich regelmäßig in der freien Natur
befinden, werden diese in ihren Einzelheiten und als Einheit verstehen und sich umsichtig und rücksichtsvoll in ihr bewegen.
Die Ruhe im Wald, das Klopfen eines Spechts am Baum, das Rauschen des Windes, der modrige Geruch von altem Holz und die wärmenden Sonnenstrahlen im kalten Frühjahr, das alles und noch vielmehr sind Erfahrungen und Erlebnisse die uns der Wald bietet.
Konzentrationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Ausgeglichenheit der Kinder werden somit ideal von der Natur gefördert......
Inhaltsverzeichnis
1. WIR ÜBER UNS
2. EINRICHTUNG
2.1 Adresse/Lage/Standort/ Treffpunkt
2.2 Personal
3. ORGANISATORISCHES
3.1 Öffnungszeiten
3.2 Schließzeiten und Ferienregelung
3.3 Zahl der Kindergartenplätze und Aufnahme
3.4 Exemplarischer Tagesablauf
3.5 Regeln
4. AUSSTATTUNG
4.1 Kleidung und Ausstattung der Kinder
4.2 Sachausstattung im Wald
5. INTEGRATION
6. PÄDAGOGISCHE LEITLINEN UND ZIELE UNSERER ARBEIT
6.1 Unser Leitbild
6.2 Der Situationsansatz
7. PÄDAGOGISCHE ZIELE UND METHODEN
7.1 Soziales Lernen
7.2 Sinne
7.3 Sprache
7.4 Mathematische Grunderfahrungen
7.5 Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen
7.6 Musik
7.7 Umwelterziehung
7.8 Kreativität
7.9 Physische Entwicklung
7.10 Emotionale Kompetenz
8. ÜBERGANGSPHASEN
9. ELTERNPARTIZIPATION
10. ANGEBOTE UND PROJEKTE
11. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
12. QUALITÄTSMANAGEMENT
13. WEITERE INFORMATIONSQUELLEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Konzeption dient als pädagogischer Rahmen für den Waldkindergarten Waldfrösche e.V. und stellt sicher, dass die Arbeit des Teams den Anforderungen des Berliner Bildungsprogramms entspricht, während gleichzeitig die spezifischen Vorteile der Natur als Entwicklungsraum genutzt werden.
- Professionelle Förderung der kindlichen Entwicklung im Naturraum
- Umsetzung des Situationsansatzes als pädagogisches Grundprinzip
- Stärkung von Autonomie, Kompetenz und sozialem Miteinander
- Bedeutung der aktiven Elternpartizipation in einer Elterninitiative
- Förderung ganzheitlicher Lernbereiche von Naturerfahrungen bis zur physischen Entwicklung
Auszug aus dem Buch
1. WIR ÜBER UNS
Die Entstehung von Waldkindergärten wird oft auf die zunehmende Urbanisierung unserer Lebensräume zurückgeführt, und sicherlich ist dies auch eine logische Konsequenz. Doch wir wollen unsere Arbeit, als professionelle ErzieherInnen, nicht nur als eine Reaktion auf diese Umstände verstehen. Die Vorzüge eines Waldkindergartens werden in unserer täglichen Arbeit immer wieder sichtbar. Natur- und Waldkindergärten fördern in besonderer Weise die kindliche Entwicklung. Die Natur bietet mit ihrer grenzenlosen Vielfalt und Weite einen idealen Bewegungsraum für Kinder. Das Anregen von allen Sinnen und der körperlichen Bewegung wird fast selbstverständlich vom Raum Wald gefördert. Wir ErzieherInnen ordnen uns somit der Natur als erste Erziehungsinstanz unter.
Mit unserer Arbeit im Waldkindergarten Waldfrösche e.V. wollen wir ein Bewusstsein von Verbundenheit mit unserer Natur fördern. Kinder die sich regelmäßig in der freien Natur befinden, werden diese in ihren Einzelheiten und als Einheit verstehen und sich umsichtig und rücksichtsvoll in ihr bewegen.
Die Ruhe im Wald, das Klopfen eines Spechts am Baum, das Rauschen des Windes, der modrige Geruch von altem Holz und die wärmenden Sonnenstrahlen im kalten Frühjahr, das alles und noch vielmehr sind Erfahrungen und Erlebnisse die uns der Wald bietet. Konzentrationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Ausgeglichenheit der Kinder werden somit ideal von der Natur gefördert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. WIR ÜBER UNS: Einführung in die Philosophie des Waldkindergartens als pädagogischer Antwort auf die Urbanisierung und Erläuterung der Trägerstruktur des Vereins.
2. EINRICHTUNG: Informationen zum Standort bei der alten Mühle in Altlandsberg sowie Vorstellung des pädagogischen Fachpersonals.
3. ORGANISATORISCHES: Übersicht zu den Öffnungszeiten, dem täglichen Ablauf im Wald und den für die Sicherheit der Kinder geltenden Regeln.
4. AUSSTATTUNG: Hinweise zur notwendigen, wetterfesten Bekleidung der Kinder sowie zur Sachausstattung der Einrichtung, inklusive des beheizbaren Bauwagens.
5. INTEGRATION: Grundsatz der Inklusion und Toleranz, der Kindern unabhängig von Hintergrund oder körperlicher Verfassung ein Miteinander ermöglicht.
6. PÄDAGOGISCHE LEITLINEN UND ZIELE UNSERER ARBEIT: Darstellung des Leitbilds und des konzeptionellen Orientierungspunktes am Situationsansatz.
7. PÄDAGOGISCHE ZIELE UND METHODEN: Detaillierte Erläuterung der Lernbereiche wie Sprache, Mathematik, Musik und soziale Kompetenz innerhalb des Waldraums.
8. ÜBERGANGSPHASEN: Strategien für die Eingewöhnung neuer Kinder und die Vorbereitung auf den Wechsel in die Grundschule.
9. ELTERNPARTIZIPATION: Erläuterung der Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern, von Elternabenden bis zur aktiven Beteiligung am Vereinsleben.
10. ANGEBOTE UND PROJEKTE: Auflistung besonderer jahreszeitlicher Aktivitäten wie Feste, Theater- und Bastelprojekte.
11. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT: Darstellung der Vernetzung der Einrichtung mit anderen Institutionen und der Außenkommunikation.
12. QUALITÄTSMANAGEMENT: Beschreibung der internen und externen Evaluationsprozesse zur stetigen Weiterentwicklung der Konzeption.
13. WEITERE INFORMATIONSQUELLEN: Hinweis auf die Homepage für weiterführende Auskünfte.
Schlüsselwörter
Waldkindergarten, Waldfrösche, Situationsansatz, Pädagogik, Naturerfahrung, Frühpädagogik, Elterninitiative, Ganzheitliche Erziehung, Sozialkompetenz, Berlin, Umwelterziehung, Bewegung, Vorschulbildung, Qualitätsmanagement, Integration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Konzeption primär?
Das Dokument definiert das pädagogische Konzept des Waldkindergartens Waldfrösche e.V. und dient als Leitfaden für die Betreuung von Kindern in der freien Natur unter Einhaltung des Berliner Bildungsprogramms.
Welcher pädagogische Ansatz wird verfolgt?
Die Einrichtung orientiert sich konsequent am Situationsansatz, bei dem das Kind und dessen aktuelle Lebenssituation sowie die individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.
Welches Ziel verfolgt der Waldkindergarten?
Das Hauptziel ist die Förderung der kindlichen Entwicklung in einem natürlichen Umfeld, wobei die Kinder zu Selbstständigkeit, sozialem Lernen und einem respektvollen Umgang mit der Natur befähigt werden.
Wie ist der tägliche Ablauf strukturiert?
Der Tag beginnt mit einem Morgenkreis an der alten Mühle, gefolgt von einem gemeinsamen Ausflug in den Wald. Der Tagesplan ist dabei demokratisch orientiert und lässt Raum für situationsbezogene Entdeckungen und Spiele.
Wie sieht die Einbindung der Eltern aus?
Da es sich um eine Elterninitiative handelt, ist eine aktive Mitwirkung der Eltern in Form von Gremienarbeit, Festplanung und regelmäßiger Kommunikation ein zentraler Bestandteil der Einrichtung.
Welche Rolle spielen die ErzieherInnen?
Das Team fungiert als BündnispartnerInnen der Kinder, die beobachtend und beratend begleiten, anstatt ein starres Lernprogramm vorzugeben.
Wie reagiert die Einrichtung auf Kinder mit Behinderungen?
Die Einrichtung verfolgt einen integrativen Ansatz, bei dem jedes Kind unabhängig von seiner Verfassung willkommen ist und im gemeinsamen Alltag durch soziale Unterstützung profitiert.
Wie wird das Thema Sicherheit im Wald gewährleistet?
Durch feste Regeln, wie den ständigen Ruf- und Sichtkontakt zum Personal, klare Anweisungen zum Umgang mit der Natur und einen beheizbaren Bauwagen als Rückzugsort, wird ein sicherer Rahmen geschaffen.
- Quote paper
- Lars Petzold (Author), Simone Tsouvalla (Author), Kyra Bubel (Author), 2008, Kita-Konzeption am Beispiel eines Berliner Waldkindergartens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183246