Wie soll sich ein Anleger in Zeiten schwankender Kursverläufe verhalten? Gibt es eine optimale Anlagestrategie, bei der mögliche Verluste minimiert, bzw. Gewinne maximiert werden?
Solche Fragen können mit Hilfe mathematischer Methoden beantwortet werden.
Die regelmäßige Einzahlung periodisch konstanter Geldbeträge über einen festgelegten Zeitraum bildet die Grundlage für einen systematischen und stetigen Vermögensaufbau. Ein solches Konzept wird als Einzahlplan bezeichnet. Einem Sparvertrag z.B. liegt ein Einzahlplan zugrunde, der einen stetig wachsenden Vermögensaufbau gewährleistet. Da bei Sparverträgen der Zinssatz, gleich ob variabel oder nicht, stets positiv ausfällt, ist eine Wertsteigerung gegenüber der Summe der eingezahlten Sparraten garantiert. Anders ist es bei Einzahlplänen, die auf nicht risikofreien Anlagen, wie z.B. Aktien oder Investmentzertifikaten, beruhen. Je nach Kursschwankung der betreffenden Anteile werden dem Anleger periodisch unterschiedliche dezimale Anteilsanzahlen gutgeschrieben. Beträgt in einer Periode z.B. der Ausgabepreis eines Investment-Anteils 150 €, so führt eine Einzahlung von 200 € zu einer Gutschrift von rund 1,333 Anteilen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Erwerb von Aktien- oder Investmentanteilen per Einzahlplan mit periodisch konstanten Geldbeträgen eine bessere Wertentwicklung aufweist als der regelmäßige Kauf einer periodisch konstanten Anzahl von Anteilen. Das liegt daran, dass durch einen Einzahlplan mit periodisch konstanten Geldbeträgen der Anleger bei hohen Kursen weniger, bei niedrigen dagegen entsprechend mehr Anteile erwirbt, die danach im Falle weiterer Kursanstiege höhere Wertzuwächse erzeugen, ein Phänomen, welches als Cost-Average-Effekt bezeichnet wird. Dessen Vorteile hinsichtlich der Wertentwicklung werden im weiteren Verlauf analysiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einzahlplan mit Cost-Average-Effekt
- Einzahlplan mit periodisch konstanten Anteilszahlen
- Vergleichende tabellarische Auswertung der beiden Einzahlpläne
- Schlussfolgerungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Zielsetzung des Textes ist die Analyse und Vergleich zweier Einzahlpläne im Hinblick auf ihre Effektivität als Anlagestrategie. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung des Cost-Average-Effekts und dessen Einfluss auf die Wertentwicklung von Anlagen.
- Vergleich zweier Einzahlpläne: Einzahlplan mit Cost-Average-Effekt und Einzahlplan mit periodisch konstanten Anteilszahlen
- Analyse des Cost-Average-Effekts und dessen Vorteile
- Mathematische Herleitung und tabellarische Auswertung der beiden Einzahlpläne
- Einfluss der Anlagedauer auf die Effizienz des Cost-Average-Effekts
- Zusammenhang zwischen Periodenschwankungen und Cost-Average-Vorteilen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Einführung in das Thema Einzahlpläne und die Bedeutung des Cost-Average-Effekts für die Wertentwicklung von Anlagen.
- Einzahlplan mit Cost-Average-Effekt: Mathematische Analyse des Einzahlplans, Berechnung der Anzahl der erworbenen Anteile und des durchschnittlichen Kaufpreises.
- Einzahlplan mit periodisch konstanten Anteilszahlen: Gegenüberstellung des Einzahlplans mit periodisch konstanten Anteilszahlen zum Einzahlplan mit Cost-Average-Effekt.
- Vergleichende tabellarische Auswertung der beiden Einzahlpläne: Gegenüberstellung der beiden Einzahlpläne anhand verschiedener Anlagehorizonte, um die Vorteile des Cost-Average-Effekts aufzuzeigen.
Schlüsselwörter
Einzahlplan, Cost-Average-Effekt, Anlagestrategie, Wertentwicklung, Aktien, Investmentzertifikate, Kursschwankungen, Periodenanzahl, Periodenschwankungen, mathematische Analyse, tabellarische Auswertung, Anlagehorizont.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Cost-Average-Prinzip beim Vermögensaufbau?
Das Cost-Average-Prinzip (Durchschnittskosteneffekt) basiert auf der regelmäßigen Einzahlung konstanter Geldbeträge. Dadurch werden bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger Anteile erworben, was langfristig zu einem günstigeren durchschnittlichen Kaufpreis führen kann.
Warum ist ein Einzahlplan mit konstanten Beträgen oft besser als der Kauf konstanter Stückzahlen?
Bei konstanten Geldbeträgen profitiert der Anleger von Kursschwankungen. Da er bei niedrigen Preisen automatisch mehr Anteile kauft, erzielt er bei späteren Kursanstiegen höhere Wertzuwächse als jemand, der immer die gleiche Anzahl an Anteilen kauft.
Eignet sich der Cost-Average-Effekt für Aktien und Investmentfonds?
Ja, besonders bei risikobehafteten Anlagen wie Aktien oder Investmentzertifikaten ist dieser Effekt sinnvoll, da er hilft, das Risiko von Kursschwankungen systematisch für den Vermögensaufbau zu nutzen.
Gibt es eine Garantie auf Wertsteigerung bei Einzahlplänen?
Bei klassischen Sparverträgen mit positivem Zinssatz ist die Wertsteigerung garantiert. Bei aktienbasierten Einzahlplänen gibt es keine Garantie, jedoch minimiert das Cost-Average-Prinzip das Risiko, zum falschen Zeitpunkt eine große Summe zu investieren.
Welchen Einfluss hat die Anlagedauer auf den Erfolg dieser Strategie?
Die Erfahrung zeigt, dass die Vorteile des Cost-Average-Effekts mit zunehmender Periodenanzahl und bei moderaten Marktschwankungen deutlicher zum Tragen kommen, da sich der Durchschnittspreis über die Zeit stabilisiert.
- Quote paper
- Diplom-Mathematiker Wolfgang Göbels (Author), 2011, Vermögensaufbau nach dem Cost-Average-Prinzip, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183335