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Die Rolle der sozialdemokratischen Presse im Kaiserreich für die Arbeiterbewegung am Beispiel der Magdeburger Volksstimme

Title: Die Rolle der sozialdemokratischen Presse im Kaiserreich für die Arbeiterbewegung am Beispiel der Magdeburger Volksstimme

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Schmid (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Einleitung
Das Kaiserreich zeichnete sich durch verschiedene politische und wirtschaftliche Entwicklungen aus, die Zäsuren darstellten und die Geschichte Deutschlands dauerhaft prägten: Eine der bedeutendsten davon ist der rasante Aufstieg der Arbeiterbewegung.

Selbst staatliche Repression, deren Höhepunkt die Sozialistengesetze waren, konnte deren Anwachsen nicht aufhalten. Zugleich
entstanden in dieser Zeit in Form von Zeitungen und Zeitschriften die ersten Massenmedien, in deren Mehrzahl sozialistische Ideen meist negativ kommentiert und oftmals gar scharf kritisiert
wurden. Aber auch die Arbeiterbewegung begann sich in zunehmendem Maße dieses Mediums zu bedienen.

Die anleitende Frage dieser Arbeit soll sein, in welcher Form die Sozialdemokratie die neuen Möglichkeiten der Massenmedien nutzte und welche Rolle dies für die Entwicklung der Sozialdemokratie als Teil der Arbeiterbewegung spielte. Einleitend soll die Presselandschaft im Ganzen während des Kaiserreiches skizziert werden, um auf
dieser Grundlage die Bedeutung der sozialdemokratischen Presse einordnen zu können. Bei der Untersuchung dieser sind dann mehrere Themenkomplexe von Bedeutung. Hierzu gehört die Motivation zur Herausgabe eigener Zeitungen und Zeitschriften sowie die Frage, welche Funktionen sie erfüllen sollten und welche sie tatsächlich erfüllten. Hier muss berücksichtigt werden, welches Selbstverständnis die Herausgeber und die Journalisten hatten. Die Rekrutierung der Redaktionen ist dabei ebenso zu beleuchten wie die inhaltlichen Ausrichtungen der Zeitungen. Bei diesem Punkt ist zudem zu fragen, wie unabhängig die Verlage von den Parteiorganen der
Sozialdemokratie waren. Ob es sich dabei also, in Anlehnung an Frank Bösch, um Parteipresse, also um Mitteilungsorgane der Parteiführung handelte, oder ob sie sich allein sozialdemokratischen
Grundsätzen verpflichtet sah, aber die nahestehende Partei kritisch begleiteten. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf staatliche Repression gegenüber der Sozialdemokratie im Allgemeinen
und der Arbeiterpresse im Besonderen gelegt. Schließlich ist insgesamt zu bewerten, welche Bedeutung die sozialdemokratische Presse als Teil der Arbeiterbewegung hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Presse im Kaiserreich: Das Werden eines Massenphänomens

2. Die Arbeiterpresse

2.1 Die Sozialdemokratie forciert eine sozialdemokratische Presse

2.2 Organisationsform und die Frage der inhaltlichen Eigenständigkeit gegenüber der SPD

2.3 Die Journalisten der sozialdemokratischen Presse

2.4 Die sozialdemokratische Presse: Redaktioneller Aufbau und inhaltliche Schwerpunkte

3. Die Repression gegen die Arbeiterbewegung

3.1 Die Parteipresse unter den Sozialistengesetzen

3.2 Repression nach dem Ende der Sozialistengesetze

3.3 Die Folgen der Repression: Solidaritätsgefühl und Motivation

4. Die Wirkung der sozialdemokratischen Presse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie die Sozialdemokratie im Kaiserreich die neuen Möglichkeiten der Massenmedien nutzte und welche Rolle die sozialdemokratische Presse, konkret die Magdeburger Volksstimme, für die Entwicklung der Arbeiterbewegung spielte.

  • Stellenwert der sozialdemokratischen Presse als Massenmedium
  • Spannungsverhältnis zwischen redaktioneller Eigenständigkeit und Parteilinie
  • Einfluss staatlicher Repression auf die Pressearbeit
  • Journalistisches Selbstverständnis und Rekrutierung
  • Bedeutung der Presse für das Solidaritätsgefühl innerhalb der Arbeiterschaft

Auszug aus dem Buch

2.2 Organisationsform und die Frage der inhaltlichen Eigenständigkeit gegenüber der SPD

Schon in dieser Entstehungsphase wurde ein Spannungsverhältnis zwischen Parteileitung und einzelner lokaler Verlage deutlich. Es ging um die Frage der redaktionellen Eigenständigkeit der sich als sozialdemokratisch bezeichneten Blätter. Berücksichtigt werden muss hier die Struktur: Die meisten Verlage der Arbeiterpresse waren der Betriebsform nach eigenständig. Es gab insbesondere zwei Formen: Erstens sind Verlage in der Hand einzelner Person oder mehrerer Personen, die der Sozialdemokratie nahestanden, zu nennen. Besonders sticht hier Johann Heinrich Wilhelm Dietz hervor, der zuerst als Strohmann für die Partei einen Verlag übernahm, dann diesen aber selbstständig und finanziell erfolgreich führte. Zweitens erfreuten sich insbesondere genossenschaftliche Strukturen großer Beliebtheit. Sozialdemokratische Parteimitglieder, manchmal auch Nicht-Parteimitglieder, gründeten einen Verlag, welcher dann eine entsprechende Zeitung herausgab. Oftmals wurde die Druckerei auch dazu benutzt, andere Schriften oder Bücher zu produzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert den Aufstieg der Arbeiterbewegung im Kaiserreich und definiert die Forschungsfrage nach der Nutzung und Bedeutung der sozialdemokratischen Presse am Beispiel der Magdeburger Volksstimme.

1. Die Presse im Kaiserreich: Das Werden eines Massenphänomens: Dieses Kapitel erläutert die technischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen, die Zeitungen im späten 19. Jahrhundert zu einem Massenphänomen machten.

2. Die Arbeiterpresse: Hier werden die Entstehung, Organisationsstrukturen, das journalistische Personal und die inhaltliche Ausrichtung der sozialdemokratischen Presse analysiert.

3. Die Repression gegen die Arbeiterbewegung: Das Kapitel befasst sich mit der staatlichen Verfolgung der Presse, sowohl während der Zeit der Sozialistengesetze als auch in der anschließenden Phase, und deren Auswirkungen auf die Bewegung.

4. Die Wirkung der sozialdemokratischen Presse: Hier wird die tatsächliche Breitenwirkung und Reichweite der Arbeiterpresse kritisch unter dem Aspekt der Auflagenhöhe und des Leserkreises bewertet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle der Presse als Plattform für innerparteiliche Debatten, als Zielscheibe staatlicher Repression und als zentrales Instrument zur Identitätsstiftung der Arbeiterbewegung zusammen.

Schlüsselwörter

Sozialdemokratie, Arbeiterbewegung, Kaiserreich, Magdeburger Volksstimme, Arbeiterpresse, Sozialistengesetze, Repression, Parteipresse, Massenmedien, Journalismus, Solidaritätsgefühl, innerparteiliche Demokratie, Öffentlichkeitsarbeit, Politik, Publizistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Rolle der sozialdemokratischen Presse im Deutschen Kaiserreich für die aufstrebende Arbeiterbewegung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Entstehung der Arbeiterpresse, die Auswirkungen staatlicher Repression auf die Zeitungsarbeit, der Einfluss der Parteiführung auf lokale Verlage und das journalistische Selbstverständnis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Arbeit möchte klären, wie die Sozialdemokratie neue mediale Möglichkeiten nutzte und welche Funktion diese Presseorgane für die interne Entwicklung und den Zusammenhalt der Arbeiterbewegung hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer medien- und sozialhistorischen Analyse, die durch die Auswertung zeitgenössischer Quellen, wie der Magdeburger Volksstimme, und aktueller Sekundärliteratur gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Presseentwicklung, die redaktionelle Organisation, die spezifische Leseransprache, das Berufsbild der Journalisten und die staatliche Verfolgung in Form von Zensur und Strafverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialdemokratie, Arbeiterpresse, Kaiserreich, Repression, Parteiorgan, Journalismus und Solidarität.

Welche Rolle spielte die Magdeburger Volksstimme als Fallbeispiel?

Sie dient als konkretes Beispiel, um die täglichen Gängelungen durch Behörden, die ökonomischen Herausforderungen eines sozialdemokratischen Verlags und die Rolle der Zeitung als Informationsmedium für die lokale Arbeiterschaft zu illustrieren.

Wie wirkten sich staatliche Repressionen auf die Presse aus?

Die Repressionen führten nicht zur Zerschlagung, sondern stärkten oft das Solidaritätsgefühl der Arbeiter und erhöhten die Glaubwürdigkeit der Partei innerhalb ihrer Anhängerschaft, trotz der enormen finanziellen Belastungen durch Strafen.

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Details

Title
Die Rolle der sozialdemokratischen Presse im Kaiserreich für die Arbeiterbewegung am Beispiel der Magdeburger Volksstimme
College
Dresden Technical University
Grade
1,3
Author
Andreas Schmid (Author)
Publication Year
2011
Pages
22
Catalog Number
V183419
ISBN (eBook)
9783656076506
ISBN (Book)
9783656076346
Language
German
Tags
rolle presse kaiserreich arbeiterbewegung beispiel magdeburger volksstimme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Schmid (Author), 2011, Die Rolle der sozialdemokratischen Presse im Kaiserreich für die Arbeiterbewegung am Beispiel der Magdeburger Volksstimme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183419
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