In einer auf Zeichen und Symbolen basierenden Welt kann eine mangelhafte Motivation zum Schreiben unüberwindbare Barrieren errichten. Denn wie in dieser Arbeit belegt werden wird, wirkt sich eine ungenügende Schreibmotivation auch auf die Schreibkompetenz eines Individuums aus. Die Konsequenzen verfolgen den Schreiber von der Ausbildung an über den Beruf hinaus und können sogar durch das gesamte gesellschaftliche und familiäre Leben hindurchreichen. Deshalb lässt sich die Bedeutung einer positiven Einstellung zum Schreiben nicht hoch genug einschätzen.
Doch was versteht man unter Schreibmotivation? Welche Möglichkeiten gibt es, um eine grundlegende Motivation zu schaffen und zu erhalten? Welche Risiken bietet die Textproduktion um in eine regelrechte Abneigung zu verfallen? Wie sieht die Realität in Bezug auf die Schreibmotivation an einer deutschen Realschule aus?
In der folgenden Arbeit werden diese Fragen systematisch und ausführlich behandelt. Dazu werden aktuelle Ergebnisse der Forschung und neueste Erkenntnisse der Literatur verarbeitet.
Zudem soll durch die Auswertung einer selbst durchgeführten Umfrage aufgezeigt werden, wie es tatsächlich um die Schreibmotivation der Schüler und Schülerinnen bestellt ist und wie dieses Schreibverhalten von den Lernenden selbst eingeschätzt und bewertet wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Das Verständnis von Schreibmotivation
1.1 Der Motivationsbegriff
1.2 Definition von Schreibmotivation
1.3 Bedeutung der Schreibmotivation für den Schreibprozess
2. Schreibmotivation fördern und unterstützen
2.1 Möglichkeiten zur Förderung der Schreibmotivation
2.2 Widerstände und Probleme bei der Textproduktion
2.2.1 Schreibstörungen
2.2.2 Lösungsansätze
3. Umfrage zur Schreibmotivation
3.1 Ausgangslagen der Befragung
3.2 Auswertung und Analyse der Ergebnisse
Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und didaktischen Grundlagen der Schreibmotivation bei Schülern und analysiert anhand einer empirischen Erhebung, wie es um die Einstellung von Lernenden zum Schreiben bestellt ist und welche Faktoren diese beeinflussen.
- Grundlagen der Motivationspsychologie im Kontext des Schreibprozesses
- Methoden und Ansätze zur gezielten Förderung der Schreibmotivation
- Analyse von Schreibstörungen und Lösungsstrategien im Unterricht
- Empirische Bestandsaufnahme der Schreibmotivation bei Realschülern
- Einfluss der Schreibkompetenz auf die schulische und persönliche Entwicklung
Auszug aus dem Buch
2.2 Widerstände und Probleme bei der Textproduktion
Der Schreibprozess ist aufgrund der vielen Faktoren, die auf ihn einwirken eher unbeständig und problemanfällig. Es können immer wieder Schwierigkeiten und Widerstände auftreten, die vom Schreiber eine noch größere Willensanstrengung erfordern um zum gewünschten Ziel zu gelangen. 13
2.2.1 Schreibstörungen
In ihrem Artikel fächern Baurmann und Müller diese Widerstände in innere und äußere Schreibschwierigkeiten auf.
Innere Schreibstörungen
- Textidee scheitert an der Umsetzung
- wesentliche Zielsetzungen des Textes sind unklar geworden
- vorhandenes Wissen reicht zur Bewältigung der Schreibaufgabe nicht mehr aus
- Textmängel werden zwar wahrgenommen, können aber aufgrund fehlender Ideen nicht behoben werden
- nachlassende Konzentration, Ermüdungserscheinungen
Äußere Schreibstörungen
- Ablenkung durch andere (z.B. durch Mitschüler, Lärm )
- Fehlen geeigneter Schreibgeräte und Schreibmaterialien
- zu enge inhaltliche und zeitliche Vorgaben lähmen das Schreiben
- Fehlen von Hilfen und Zuspruch
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einführung thematisiert den Rückgang der Schreibmotivation während der Schulzeit und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen sowie Förderungsmöglichkeiten.
1. Das Verständnis von Schreibmotivation: Hier werden der Motivationsbegriff definiert, die Bedeutung für den Schreibprozess erläutert und die Komponenten der Motivationsbildung theoretisch verankert.
2. Schreibmotivation fördern und unterstützen: Dieses Kapitel behandelt didaktische Strategien zur Motivationsförderung sowie eine detaillierte Aufschlüsselung von Schreibstörungen und entsprechenden Lösungsansätzen.
3. Umfrage zur Schreibmotivation: Die empirische Studie in einer neunten Realschulklasse wird vorgestellt, wobei die Ausgangslage erläutert und die erhobenen Daten in Bezug auf Schreibpräferenzen und Hürden analysiert werden.
Schluss: Zusammenfassend wird konstatiert, dass die Schreibmotivation bei vielen Schülern gering ausgeprägt ist und das größte Problem die Initiierung intrinsischer Schreibanreize bleibt.
Schlüsselwörter
Schreibmotivation, Deutschunterricht, Lernverhalten, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Schreibprozess, Schreibstörungen, Textproduktion, Schülerbefragung, Realschule, Schreibkompetenz, Selbstbewertung, Didaktik, Bildungsforschung, Schreiblust.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Ausprägung von Schreibmotivation bei Schülern und analysiert, warum diese bei vielen Kindern im Laufe der Schullaufbahn abnimmt.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Definition von Motivation, praktischen Ansätzen zur Förderung im Unterricht sowie der Identifizierung von inneren und äußeren Schreibblockaden.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist es, auf Basis aktueller Forschung Erkenntnisse über die Schreibmotivation zu gewinnen und diese mit einer eigenen empirischen Umfrage an einer Realschule zu validieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Neben einer umfassenden Literaturanalyse der einschlägigen fachdidaktischen Forschung wurde eine quantitative und qualitative Umfrage in einer neunten Klasse durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung des Motivationsbegriffs, didaktische Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte und eine detaillierte Auswertung der erhobenen Umfragedaten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Schreibmotivation, Schreibdidaktik, intrinsische Motivation und empirische Schulforschung beschreiben.
Wie unterscheiden sich die Schreibgewohnheiten von Mädchen und Jungen laut der Umfrage?
Die Umfrage ergab, dass Mädchen eher motiviert sind und das Schreiben positiv bewerten, während ein signifikanter Teil der Jungen angab, dem Schreiben im Unterricht keinen Gefallen abgewinnen zu können.
Welche Rolle spielt die "Schreibverdrossenheit" in der Analyse?
Die Autorin identifiziert Schreibverdrossenheit als ein Kernproblem, das zu Leistungsdruck, Blockaden und mangelndem Selbstvertrauen bei Schülern führt.
Welche Lösungsansätze für Lehrkräfte werden diskutiert?
Es wird betont, dass Lehrer durch Vorplanungen, eine anregende Schreibumgebung und verabredete Hilfestellungen während des Schreibprozesses maßgeblich dazu beitragen können, Schreibbarrieren abzubauen.
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- Katrin O. (Author), 2009, Didaktische Studie: Die Entwicklung und Ausprägung von Schreibmotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183507