Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Verfahren der Stakeholder-Analyse als mögliches Instrument des Marketings im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) der REGE mbH in Bielefeld. Zunächst wird die REGE mbH als Organisation und ihr Handlungsumfeld beschrieben. Im Anschluss daran folgt eine umfassendere Darstellung des Bereiches Personalvermittlung plus mit den beiden Teilbereichen „Direktvermittlung“ und „ANÜ“ sowie eine idealtypische Darstellung von zwei wesentlichen Akteuren des Arbeitsbereiches, den Firmenkunden und den Bewerbern auf externe Stellen der ANÜ. Hieran soll überprüft werden, in wie weit und mit welchem Stellenwert sich diese beiden Gruppen bei der folgenden Analyse wieder finden. Nach der Beschreibung des Konzeptes der Stakeholder-Analyse folgt eine Darstellung der einzelnen Elemente der Analyse und leitet dann über in die praktische Anwendung auf die Arbeitnehmerüberlassung der REGE mbH. Zielsetzung ist die Identifizierung der relevanten internen und externen Stakeholder sowie die Fragestellung: welches sind die Chancen und die Risiken eines Einsatzes einer Stakeholder-Analyse in der ANÜ und welcher Teil überwiegt?
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. PERSONALVERMITTLUNG PLUS
3. DIE STAKEHOLDER-ANALYSE ALS EIN INSTRUMENT DER MARKTFORSCHUNG
3.1. BESCHREIBUNG DES STAKEHOLDER-KONZEPTES
3.2. TRANSFER AUF PERSONALVERMITTLUNG PLUS ANÜ
4. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Stakeholder-Analyse als Marketinginstrument im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung bei der REGE mbH in Bielefeld, um interne sowie externe Anspruchsgruppen zu identifizieren und die Chancen und Risiken dieses Einsatzes zu bewerten.
- Grundlagen und Definitionen des Stakeholder-Konzepts
- Strukturanalyse des Bereichs Personalvermittlung plus
- Methodische Anwendung der Stakeholder-Analyse in vier Schritten
- Einsatz der Relevanz-Matrix zur Einordnung von Anspruchsgruppen
- Analyse der spezifischen Marktbedingungen in der Arbeitnehmerüberlassung
Auszug aus dem Buch
Schritt 1: Ermittlung der Stakeholder
Diese Ermittlung sollte zunächst möglichst umfassend und lückenlos sein und unter dem Aspekt betrachtet werden, welche Anspruchsgruppen, aktuell oder auch zukünftig, den größten Einfluss auf das Unternehmen haben. Gruppen mit hoher Relevanz sind u.a. Mitarbeiter, Eigentümer, Unternehmensleitung, Aufsichtsrat und der Betriebsrat als interne Stakeholder sowie beispielweise Kunden, Lieferanten, Wettbewerber und Öffentlichkeit als externe Anspruchsgruppen. Diese stehen in einem vertraglichen Verhältnis mit dem Unternehmen oder interagieren regelmäßig außerhalb von Vertragsbeziehungen mit der Organisation. Hilfreiche Fragen sind: Wer hat Interesse an der Organisation, ihren Tätigkeiten und ihrer Entwicklung? Von welchen Stakeholdern ist sie möglicherweise abhängig? Wer kann, formell oder informell, Einfluss auf die Organisation und ihre Ziele und Organisationspolitik nehmen? Diese Analyse sollte regelmäßig wiederholt werden, da sich im Zeitablauf Einflussnahme und Beeinflussbarkeit ändern können (Wilbers, K. 2009, S. 352).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Stakeholder-Analyse für den Bereich der Arbeitnehmerüberlassung bei der REGE mbH als Marketinginstrument zu evaluieren und die damit verbundenen Risiken und Chancen zu analysieren.
2. PERSONALVERMITTLUNG PLUS: Dieses Kapitel beschreibt die organisatorische Struktur der REGE mbH und fokussiert dabei insbesondere auf die zwei Schwerpunkte Direktvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung sowie deren rechtliche und prozessuale Rahmenbedingungen.
3. DIE STAKEHOLDER-ANALYSE ALS EIN INSTRUMENT DER MARKTFORSCHUNG: Hier werden theoretische Grundlagen des Stakeholder-Managements erläutert und die methodischen Schritte von der Ermittlung über die Einordnung bis hin zur Ableitung von Aktionen detailliert dargelegt.
3.1. BESCHREIBUNG DES STAKEHOLDER-KONZEPTES: Dieser Abschnitt definiert das Stakeholder-Konzept, grenzt es vom Shareholder-Ansatz ab und beschreibt, wie durch die Identifikation von Anspruchsgruppen die strategische Ausrichtung einer Organisation verbessert werden kann.
3.2. TRANSFER AUF PERSONALVERMITTLUNG PLUS ANÜ: Der Autor überträgt das theoretische Modell praktisch auf die Arbeitnehmerüberlassung der REGE mbH, ordnet Akteure in einer Relevanz-Matrix ein und diskutiert die Konsequenzen für die beziehungsgestaltenden Maßnahmen.
4. FAZIT: Das Fazit resümiert, dass die Stakeholder-Analyse ein wertvolles, aber komplexes Instrument zur Vermeidung von Betriebsblindheit ist und bei regelmäßiger Durchführung die Wettbewerbsfähigkeit in schnelllebigen Märkten wie der Zeitarbeit unterstützt.
Schlüsselwörter
Stakeholder-Analyse, Arbeitnehmerüberlassung, REGE mbH, Marketing, Personalvermittlung, Relevanz-Matrix, Anspruchsgruppen, Zeitarbeit, Equal-Pay-Prinzip, Unternehmensführung, Marktsegmentierung, Strategieentwicklung, Personalentwicklung, Bielefeld, Prozesssteuerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung des Stakeholder-Analyse-Verfahrens als Instrument des Marketings innerhalb der Arbeitnehmerüberlassung bei der REGE mbH in Bielefeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das Stakeholder-Management, die Abläufe der Personalvermittlung sowie die Untersuchung von Einflussfaktoren und Abhängigkeiten in der Zeitarbeitsbranche.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist die Identifizierung relevanter interner und externer Stakeholder sowie die Beantwortung der Frage, welche Chancen und Risiken der Einsatz einer Stakeholder-Analyse in diesem spezifischen Geschäftsbereich mit sich bringt.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt ein vierstufiges Stakeholder-Analyse-Modell, das die Identifikation, Einordnung, Bewertung von Ansprüchen und die Ableitung von Handlungsaktionen umfasst, unterstützt durch eine Relevanz-Matrix.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der REGE mbH, die theoretische Herleitung des Stakeholder-Konzepts nach Freeman und Ulrich sowie den Transfer dieser Konzepte auf die betriebliche Praxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Stakeholder-Analyse, Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung und strategisches Management charakterisiert.
Warum wird das "Equal-Pay-Prinzip" in der Arbeit thematisiert?
Es dient als wesentliches Unterscheidungsmerkmal der REGE mbH gegenüber klassischen Zeitarbeitsfirmen, was direkten Einfluss auf die Stakeholder-Beziehungen zu Arbeitnehmern und Firmenkunden hat.
Welche Rolle spielt die Stadt Bielefeld für das Projekt?
Die Stadt wird als "Joker" in der Analyse identifiziert, da sie als Trägerin den strategischen Rahmen vorgibt und die Rahmenbedingungen für das Handeln der REGE mbH definiert.
Warum ist die Analyse für die REGE mbH laut Autor als "Momentaufnahme" zu verstehen?
Da sich Einflussnahme, Beeinflussbarkeit und Koalitionen der Stakeholder im Zeitablauf ständig verändern können, ist die Analyse kein einmaliger Prozess, sondern erfordert eine regelmäßige Wiederholung.
- Arbeit zitieren
- Olaf Tilsner (Autor:in), 2011, Sozialmarketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183719