Orientierung am Kind - Luhmann und die Erziehungsproblematik


Hausarbeit, 2011

16 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Orientierung am Kind - Eine Einführung
1.1 Der Erziehungsbegriff als Desiderat
1.2 Die Erziehungslehre im Wandel der Zeit

2. Niklas Luhmann- der Begründer einer fundamentalen Theorie
2.1 Die Erziehungsproblematik nach Luhmann
2.2 Systeme als operativ- geschlossene Einheiten
2.3 Kommunikation und Bewusstsein- ein coevolutionärer Prozess
2.4 Die Sprache als struktureller Kopplungsmechanismus

3. Das Kind als Medium der Erziehung
3.1 ,,Das Kind“- Eine menschliche Erfindung
3.2 Das Kind als autopoietisches System?

4. Fazit: Dauerirritation als Ausweg aus der Misere

Literaturverzeichnis

1. Orientierung am Kind- Eine Einführung

Von erwachsenen Menschen wird in der Regel erwartet, dass sie in der Lage sind, ein selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Leben zu führen. Die Fähigkeit, aus eigener Einsicht verantwortungsbewusst zu handeln, könnte man als eine Minimaldefinition von Mündigkeit zusammenfassen. Dass diese Definition auf Kritiker stoßen wird, daran zweifelt der Verfasser dieser Arbeit nicht, betrachtet man doch die epochengeschichtlich divergierenden Ideen und Auffassungen über den Begriff der Mündigkeit. So ist es nur unmittelbare Folge, dass der Diskurs um den Begriff bzw. um das Verständnis von Mündigkeit eine sehr lange Geschichte hat, die bis an die Anfänge der abendländischen Erziehungstheorie zurückreicht.[1] Im klassischen Athen (ca. 500 v. Chr.- 338 v. Chr.) galt im rechtlichen Sinne als mündig, wer mit 18 Jahren seine Schulausbildung beendet und sich dann unmittelbar der zweijährigen Militärausbildung (Ephebie) gewidmet hat. Diese Ausbildung zum wehrfähigen jungen Mann im 4. Jahrhundert vor Christus war dabei als eine staatsbürgerliche Lehrzeit für die jungen Männer gedacht. Im Anschluss daran legten die nun 20-jährigen einen Eid auf die athenisch-demokratische Verfassung ab, wodurch es ihnen durch diesen repräsentativen Akt rechtlich gestattet war, ,,die volle Ausübung der Rechte und Pflichten des Bürgers“[2] anzuwenden.

,,Erziehung zur Mündigkeit“[3], so lautet hingegen der Titel des berühmten Soziologen und Philosophen Theodor W. Adorno, der zu jener Generation kritischer Intellektueller (Kritische Theorie der Frankfurter Schule in den 1970-er Jahren) gehörte, die die erziehungswissenschaftlichen Diskussionen in der Nachkriegszeit umfassend beeinflusst haben, weil sie die Verantwortung für die nationalsozialistische Gewaltherrschaft nicht nur einer faschistischen Machtpolitik Hitlers, sondern auch einer pädagogischen Praxis zugeschrieben haben. Kindern und Jugendlichen beider Geschlechter werde –so Adorno- bereits im Erziehungsprozess die zutiefst eingeforderte Ergebenheit unter Autoritäten eingehaucht, wodurch sich alle an Führerpersönlichkeiten und an eine Gemeinschaft binden, die sie der Möglichkeit zum mündigen Handeln berauben und sich damit einer herrschaftlichen Fremdbestimmung ausliefern. Mit diesem Titel (Erziehung zur Mündigkeit) wird für den Leser unmittelbar klar, dass Adorno hiermit die Eigenschaft der ,,Mündigkeit“ zu einer Zielsetzung des Erziehungsprozesses macht, um, betrachtet man den historischen Kontext zu Lebzeiten Adornos, hier die Grundlage für die Bildung eines autonomen und mündigen Menschen zu schaffen.

Eine Parallele zwischen den Athenern und Adorno lässt sich ziehen, denn beide Parteien sehen die menschliche Eigenschaft des ,,Mündigseins“ nicht als ein von Natur aus gegebenes Vermögen, sondern als einen dynamischen Prozess des ,,Mündigwerdens“. Und beide sehen den Erziehungsvorgang als Mittel zum Zweck. Adorno lässt auch begrifflich ein Subjekt in den Mittelpunkt rücken, denn es anscheinend aus diesem Teufelskreis herauszuholen gilt: das Kind.

Betrachtet man allein die Überschrift dieser wissenschaftlichen Arbeit, so formt sich wahrscheinlich im Bewusstsein einiger Leser sofort ein Gedanke, der einen pädagogischen Grundprozess impliziert: den Akt der Erziehung. Das Kind wird nämlich als ein selbstverständlich zu erziehendes Wesen angesehen. Bevor man historische Wandlungsprozesse im Hinblick auf Grundphänomene wie den der Erziehung beschreibt, ist es in einem ersten Schritt von Vorteil, sein Grundwerkzeug definitorisch einzugrenzen.

1.1 Der Erziehungsbegriff als Desiderat

Erziehung lässt sich als ein -sehen wir einmal von den gesellschaftlichen Normen, Sitten und Verhaltenskodexen ab- pädagogisch- individueller Handlungstyp umschreiben, der auf soziale Beeinflussung fixiert ist. Bezeichnet man die Erziehung ,,als Initiation in wertvolle Tätigkeiten oder Formen des Denkens und Verhaltens“[4], so ist damit zugleich gesagt, dass der Erziehungsvorgang idealtypisch ein zielgerichtetes Handeln darstellt und ,,auf [jene] Ziele ausgerichtet [ist], deren Erreichung nicht dem Zufall überlassen wird“[5]. Damit geben die Erziehungsziele dem pädagogischen Handeln vor allem Orientierung. Und die Mündigkeit wird nicht nur von Adorno als das Erziehungsziel schlechthin angesehen. Herr Derbolav behauptet sogar, in der modernen Erziehungswissenschaft werde der Mündigkeitsprozess einstimmig als ,,Letztziel der Erziehung“[6] anerkannt. Adorno geht mit seinen Aussagen nicht so weit wie Herr Derbolav, jedoch wird dieses Ideal der Erziehung auch von ihm im Sinne der Idee der Aufklärung erläutert. Es ist die Idee eines mündigen und autonomen Subjekts, die Kant in der Forderung zum Ausdruck gebracht hatte, ,,die Menschheit habe sich von ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien“ und ,,selbstverschuldet sei diese Unmündigkeit, wenn die Ursachen derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegen, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“[7] Diese kantische Forderung ist für Adorno deswegen von größter Bedeutung und damit ,,noch außerordentlich aktuell“[8], weil sie für Adornos Forderung nach einer Erziehung zum Widerspruch und Widerstand essentiell ist. Dieser Erziehungsprozess zur Mündigkeit ist zusammenfassend für demokratisch verfasste Staaten (so wie es im ursprünglichen demokratisch Athen der Fall gewesen ist) und damit für die Etablierung und Verwirklichung von Demokratie unverzichtbar.

Bereits in den oben beschriebenen Zeilen deutet sich unmissverständlich an, dass der Erziehungsbegriff umstritten und folglich ständig zur Debatte steht.[9] Während der Erziehungswissenschaftler Wolfgang Brezinka die Erziehung als eine Handlung beschreibt, ,durch die Menschen versuchen, die Persönlichkeit in irgendeiner Weise zu fördern´[10], worin Winkler nur eine Bestätigung der von Ernst Krieck geprägten Termini der funktionalen Erziehung (von der Gesellschaft bewirkte Formen) und der intentionalen Erziehung (von Erziehern absichtsvoll ausgeführte Handlungen am Zögling) wiedererkennt,[11] ist Krieck der Auffassung, dass ,,Alle [...] alle zu jeder Zeit [erziehen]“[12]. Festhalten lässt sich, dass auf dem Fundament einer jahrhundertalten Kontroverse sich unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten in der Wissenschaft etabliert haben.[13] Um diese Argumentation Folge leisten zu können, bedarf es der Öffnung der ,,verstaubten“ und doch geliebten Geschichtsbücher.

1.2 Die Erziehungslehre im Wandel der Zeit

Es ist keine Überraschung, dass sich der Erziehungsbegriff im Laufe der Geschichte, parallel zu den kulturellen und sozialen (dynamischen) Veränderungen, enorm gewandelt hat.[14] Die Erziehung hatte seine heilsgeschichtliche Bedeutung seit dem Reformator Martin Luther erhalten und wurde in der alteuropäischen Erziehungslehre des 18. Jahrhunderts aufgegriffen. In jener weltgeschichtlich prägenden Zeit war man der Auffassung, dass das Kind, das von Natur aus nach Perfektion streben würde, der korrupten und verdorbenen Welt besonders ausgesetzt war.[15] Aus diesem Grund sollte der Erziehungsvorgang Zuhause und unter der Obhut des zumeist eisern regierenden Vaters stattfinden.[16] Ergebenheit und unwiderrufliche Autorität begleiteten das Heranwachsen der Kinder.[17] Die epochale Geschichtsauslegung des Humanismus und der Aufklärung führten eine ,,Hofmeister-Erziehung“[18] (lässt sich mit dem Erzieher-Zögling-Verhältnis umschreiben) ein, die letztlich in der Auflösung der Ständegesellschaft -nach dem historischen Großereignis der Französischen Revolution- mündet. Ab diesem Zeitpunkt müssen die Prozesse der Zivilisierung, Kultivierung und Moralisierung dazu führen, dass das neue, freie Individuum soziale Verhaltensformen erlernt, um die soziale Ordnung beizubehalten. Das Kind sollte fortan ohne ständische Vorbestimmtheit erzogen werden, so dass sich die Pädagogik, die als Teildisziplin noch gar nicht existierte, sich von dem Aspekt der Herkunft auf das Kredo der Zukunft neuorientieren musste.

Auf diesem Grundgerüst soll der Erziehungsvorgang in der modernen Welt vor allem auf das Leben in der Gesellschaft vorbereiten. Gerade der zu verzeichnende Bedeutungsverlust der historischen Instanzen wie die Familie führen hochaktuell dazu, dass die Erziehungsproblematik auch auf die Schule ausgeweitet wird. Avenarius und Füssel zufolge ist ,,die Schule [sogar] zur wichtigsten Sozialisationsinstanz neben dem Elternhaus geworden.“[19] Die Individualität, die Selbstbestimmung und das Weltverständnis werden in der Moderne lautstark postuliert. Daraus ergibt sich unmittelbar die Kulmination des Erziehungsvorganges mit der Idee der Bildung. Gerade, weil die Welt nicht so idyllisch ist, wie sie nach der Ansicht der Erwachsenen sein sollte,[20] muss man Kinder erziehen und sie vor den bösen Kräften warnen bzw. beschützen. Genau dieser Tatbestand ist Ansatzpunkt der Kritik eines modernen Denkers, der wie kaum ein anderer zeitgenössischer Wissenschaftler die Debatten in den unterschiedlichsten Teildisziplinen der Wissenschaft geprägt hat: Niklas Luhmann.

2. Niklas Luhmann- der Begründer einer fundamentalen Theorie

Als soziologischer ,,Querdenker“[21] wird er in Fachkreisen bezeichnet. Tatsächlich ist dieser Ausdruck nicht von ungefähr, betrachtet man doch seine enorme Wirkung gerade durch die Widerlegung, Erweiterung oder Neukonzeption von Theorien im Bereich der Wissenschaft. Berühmt wurde Luhmann Anfang der 1970-er Jahre durch die alleinige Entwicklung einer Theorie über die moderne Gesellschaft, die sich unter anderem dadurch auszeichnet, dass die Gesellschaft transdisziplinär angelegt sei.[22] Diese Theorie einer funktional differenzierten Gesellschaft[23] wird an den unterschiedlichen Bereichen deutlich, mit denen sich Luhmann ausgiebig auseinandersetzt: Staat, Wirtschaft, Recht, Politik, Medien, Liebe, Kunst, Religion, Medizin, Ökologie oder Wirtschaft. Seine außerordentliche ,,Theorieleidenschaft“[24] zeigt sich daran, dass Luhmann seine Bekenntnisse immer wieder ausgeweitet oder ergänzt hat, womit seine Theorien immer in Bewegung gehalten wurden.[25] Sicherlich kann man Kneer zustimmen, wenn er Luhmann auf eine Stufe mit den allseits bekannten Wissenschaftlern Michel Foucault und Jürgen Habermas katapultiert, in dem er sagt, dass ,,in der gegenwärtigen Forschungslandschaft […] ihren Konzeptionen im Hinblick auf Problembewußtsein [sic], Differenziertheit und Komplexität eine Ausnahmestellung zu[kommt]. Ihre [Habermas, Foucault und Luhmann] zählen zu den meistdiskutierten, aber auch umstrittensten Entwürfen der aktuellen Sozial- und Gesellschaftstheorie.“[26] Gerade der Aspekt der Komplexität führte dazu, dass die Auseinandersetzung mit Luhmann oftmals von Verständnisschwierigkeiten begleitet wurde. Trotzdem will der Verfasser, der sich ausgiebig mit der Systemtheorie Luhmanns -auch im Hinblick auf den Aspekt der Erziehung- beschäftigt hat, dem Leser die Grundgedanken dieses phänomenalen Denkers näher bringen.

2.1 Die Erziehungsproblematik nach Luhmann

,,Wenn von Erziehung gesprochen wird, [so Luhmann], denkt man zunächst an eine intentionale Tätigkeit, die sich darum bemüht, Fähigkeiten von Menschen zu entwickeln und in ihrer sozialen Anschlußfähigkeit [sic] zu fördern.“[27] Mittels dem Medium der ,,spezialisierten Kommunikation“ versucht man also Personen zu ändern beziehungsweise Charaktereigenschaften und soziale Umgangsformen in das Bewusstsein der Betroffenen einzunisten.[28] In Anlehnung an Emile Durkheim könnte man in Anbetracht dieses Argumentationsstranges als Ziel des Erziehungsvorganges tatsächlich die ,,Konstitution der Gesellschaft im Menschen“ vermuten. Diese Hypothese Durkheims kann man per se so stehen lassen.[29] Was von größerem Interesse ist, ist die Ansicht Luhmanns, die uns den Bogen von der Erziehungsproblematik hin zur Systemtheorie spannen lässt. Erziehungsproblematik? Vor welcher Schwierigkeit steht denn ein Erziehungsvorgang, wenn es nicht das Kind ist, das sich der Autorität nicht unterwerfen möchte? Luhmann bietet faktische Antworten, die die Erziehung in seinen Grundfesten erschüttern wird…

Luhmann vertritt die Ansicht, dass die Erziehung nicht nur ein Vorgang ist, die ,ähnlich wie die alteuropäische Autoritätserziehungslehre,[30] eindimensional verläuft. Vielmehr ist Erziehung als ein Kausalnexus zu verstehen, die soziale und psychische Systeme verknüpft.[31] Mittels einer intentionalen Vorgehensweise versucht der Erzieher mit den Mitteln der Planung und Kontrolle Veränderungen im psychischen System des Zöglings zu erzielen.[32] Die erste Problematik kommt bereits jetzt ans Tageslicht. Woran misst man den Erfolg oder Misserfolg eines Erziehungsaktes? Während das symbolisch generalisierte Medium der Politik die Macht ist oder der Wirtschaft das Geld (das Medium der Religion ist der Glaube, der Wissenschaft die Wahrheit oder der Familie die Liebe), verfügt die Erziehung über kein eindeutiges Medium. Dass dieser Tatbestand die kleinste Sorge der Erziehung ist, zeigt sich unmittelbar, wenn wir uns in die Sphäre der Grundfesten der Systemtheorie begeben.

2.2 Systeme als operativ- geschlossene Einheiten

Zur Erinnerung: die Ausgangslage der Erziehung bestand darin, dass diese psychische (begrifflich auch Bewusstseinssysteme) und soziale Systeme (begrifflich auch Kommunikationssysteme) vereint. Luhmann vertritt dabei die Grundhaltung, dass Systeme je für sich ein Gebilde darstellen, das sich in der Konfrontation mit seiner Umwelt konstituiert. Deshalb sieht Luhmann auch in seinem Verständnis über die Begrifflichkeit des ,,Systems“ ein ,,prinzipiell differenzialistische[n] oder differenztheoretische[n] Ansatz“[33]. Diese Unterscheidung System- Umwelt ist deswegen von größter Wichtigkeit, da das System die Schranke zu seiner Umwelt nur mit eigenen Operationen zieht.[34] Das Besondere hierbei ist, dass das System niemals einen Zugriff auf diese Umwelt haben kann, da in diesem Fall die Barriere sich aufheben und das System in die Umwelt übergehen würde. So sind nach Luhmann ,,Operationen […] von Anfang bis Ende oder als Ereignisse gesehen nur im System möglich, und sie können nicht benutzt werden, um in die Umwelt auszugreifen, denn dann müßten [sic] sie, wenn die Grenze gekreuzt wird, etwas anderes werden als Systemoperationen.“[35] Systeme sind -mit anderen Worten- als operativ- geschlossene Einheiten zu sehen, die sich nur mit Hilfe ihrer eigenen Operationen (re-)aktivieren, jedoch nicht außerhalb der eigenen Grenzen operieren können. Die Umwelt bleibt damit für das jeweilige System immer unerreichbar.[36]

[...]


[1] Vgl. Hoyer, Timo: Ethik und Moralerziehung. Zur Grundlegung des moralpädagogischen Diskurses in der griechisch-römischen Antike, in: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 8, Wiesbaden 2005, S. 75-95.

[2] Marrou, Henri-Irénée: Geschichte der Erziehung im klassischen Altertum, Freiburg/ München 1957, S. 154-156.

[3] Adorno, Theodor W.: Erziehung zur Mündigkeit, in: Kadelbach, Gerd (Hg.): Erziehung zur Mündigkeit, Frankfurt am Main 1970, S.140-155.

[4] Peters, Richard S.: Ethik und Erziehung, Düsseldorf 1972, S. 63.

[5] Fend, Helmut: Theorie der Schule, München [u.a.] 1980, S. 97.

[6] Derbolav, Josef: Pädagogik und Politik. Eine systematisch-kritische Analyse ihrer Beziehungen, Stuttgart [ u.a.] 1975, S. 14.

[7] Kant, Immanuel zit. nach Adorno, Thedor W.: Erziehung zur Mündigkeit, S. 133.

[8] Adorno, Theodor W.: Erziehung zur Mündigkeit, S. 133.

[9] Vgl. Winkler, Michael: Erziehung, in: Krüger, Heinz-Hermann/ Helsper, Werner: Einführung in Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft, Wiesbaden 82004, S. 57- 68, hier: S. 57f.

[10] Brezinka, Wolfgang: Erziehung und Pädagogik im Kulturwandel. München 2003, S. 63.

[11] Vgl. Winkler, 2004, S. 61.

[12] Krieck zit. nach Gudjons, Herbert: Pädagogisches Grundwissen. Überblick- Kompendium- Studienbuch, Regensburg 102008, S. 195.

[13] Vgl. Kunert, Hubertus: Erziehung, in: Bernhard, Arnim/ Rothermel, Lutz( Hg.), 1997: Handbuch Kritische Pädagogik, Weinheim 1997, S. 57-62, hier: S. 57.

[14] Vgl. Luhmann, Niklas, herausgegeben von Lenzen, Dieter: Das Erziehungssystem der Gesellschaft, Frankfurt am Main 2002 (= Wissenschaft 1593), S. 15.

[15] Vgl. Luhmann, Niklas: Das Kind als Medium der Erziehung, Frankfurt am Main 2006a, S. 10.

[16] Vgl. ebd.

[17] Hier sei vermerkt, dass speziell die Jungen der Obhut des Vaters übergeben wurden, während die Mädchen, die nach einer Vermählung ohnehin das Familienhaus verlassen mussten, die Haushaltsdienste bei der Mutter erlernte.

[18] Winkler, Michael: Erziehung, in: Krüger, Heinz-Hermann/ Helsper, Werner: Einführung in Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft, Wiesbaden 82004, S. 57- 68, hier: S. 68.

[19] Avenarius, Hermann/ Füssel, Hans- Peter: Schulrecht im Überblick, Darmstadt 2008, S. 13.

[20] Vgl. Luhmann, 2006a, S. 11.

[21] Münch, Richard/ Jauß, Claudia/ Stark, Carsten (Hgg.): Soziologie 2000. Kritische Bestandsaufnahmen zu einer Soziologie für das 21. Jahrhundert, München 2000 (= Soziologische Revue, Sonderheft 5), S. 318.

[22] Ein breites wissenschaftliches Publikum erreichte Luhmann besonders aufgrund der Debatte mit dem wohl meist zitierten Soziologen und Philosophen Jürgen Habermas. Letzterer warf Luhmann vor, dass dieser mit seiner Systemtheorie nur auf die Fortexistenz der Gesellschaftsysteme poche und sich den Reproduktionszwängen der Gesellschaft blindlings beugt. Die höchstspannende Auseinandersetzung ist in folgendem Werk archiviert worden: Habermas, Jürgen/ Luhmann, Niklas: Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie – Was leistet die Systemforschung? Frankfurt am Main 1971, S. 142- 290, hier: S. 168-172.

[23] Vgl. Luhmann, 2002, S. 13f.

[24] Kabobel, Jana: Die politischen Theorien von Luhmann und Foucault im Vergleich, Würzburg 2011 (= Epistemata. Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Philosophie 498), S. 44.

[25] Vgl. ebd.

[26] Kneer, Georg: Rationalisierung, Disziplinierung und Differenzierung. Zum Zusammenhang von Sozialtheorie und Zeitdiagnose bei Jürgen Habermas, Michel Foucault und Niklas Luhmann, Opladen 1996, S. 32.

[27] Luhmann, 2002, S. 15.

[28] Luhmann, 2006a, S. 7.

[29] Aus Platzmangel muss der Verfasser dieser Arbeit leider eine analytische Hinterfragung dieser These unterlassen.

[30] Vgl. Anm. 15 und 16.

[31] Vgl. Luhmann, 2006a, S. 7.

[32] Vgl. Luhmann, 2006a, S. 7-9.

[33] Luhmann, Niklas: Einführung in die Systemtheorie, Heidelberg 2006b, S. 67.

[34] Vgl. Luhmann, 2006a, S. 12f.

[35] Luhmann, 2006b, S. 67.

[36] Vgl. Luhmann, 2006a, S. 12f.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Orientierung am Kind - Luhmann und die Erziehungsproblematik
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Sportpädagogische Modelle
Autor
Jahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V183750
ISBN (eBook)
9783656082736
ISBN (Buch)
9783656083047
Dateigröße
615 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Niklas Luhmann, Systemtheorie, Frankfurter Schule, Sprache als strukturelles Kopllungsmechanismus, autopoietische Systeme, Erziehungslehre im Wandel der Zeit, Kommunikations-und Bewusstseinsysteme, Mündigkeit, Dauerirritation, Adornos Erziehung zu Mündigkeit
Arbeit zitieren
Studierender Arian Sahitolli (Autor), 2011, Orientierung am Kind - Luhmann und die Erziehungsproblematik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183750

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