Erarbeitung von Kriterien, die man zum Schreiben eines Schlusses einer dialektischen Erörterung beachten muss. Einheit ist prozessorientiert, Eigenproduktionen der Schülerinnen und Schüler überarbeiten immer wieder ihre Produkte.
Inhaltsverzeichnis
1. Didaktische Analyse des Materials
2. Anhang
2.1 Literaturverzeichnis
2.2 Tabellarische Übersicht über den Verlauf der Unterrichtseinheit
2.3 Geplanter Stundenverlauf
2.4 Materialien
2.4.1 Text für den Einstieg
2.4.2 Folie 0(antizipiertes Ergebnis)
2.4.3 Texte für die Gruppenarbeit
2.4.4 Arbeitsaufträge und Folien für die Gruppenarbeit
2.4.5 Leitfragen
2.4.6Methodenkasten – Den Schluss einer Erörterung verfassen (antizipiertes Ergebnis)
Zielsetzung & Themen
Die Unterrichtseinheit zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, den Schlussteil einer dialektischen Erörterung kriterienorientiert zu beurteilen und durch prozessorientierte Überarbeitung zu optimieren. Im Zentrum steht die Reflexion über Argumentationsstrukturen sowie die sprachliche und inhaltliche Qualität eigener Schreibprodukte.
- Analyse und Bewertung fiktiver Schlussteile zur Erörterung
- Erarbeitung von Qualitätskriterien für einen gelungenen Schluss
- Methoden der prozessorientierten Textüberarbeitung
- Strukturierung von Argumenten und Gegenargumenten
- Sprachliche Angemessenheit in argumentativen Texten
Auszug aus dem Buch
1. Didaktische Analyse des Materials
Die materielle Grundlage der heutigen Stunde bilden drei Schlussteile einer dialektischen Erörterung zur Problemfrage „Sollen Hausaufgaben abgeschafft werden?“ Die Schülerinnen und Schüler haben bereits eine dialektische Erörterung (Einleitung, Hauptteil, Schluss) geschrieben und im Sinne des prozessorientierten Schreibens Einleitung und Hauptteil überarbeitet. Der Schlussteil ihrer Erörterungen wurde noch nicht besprochen, sodass in der heutigen Stunde Kriterien erarbeitet werden, unter deren Zuhilfenahme die SuS ihre eigenen Texte überarbeiten können (vgl. HA der heutigen Stunde).
Der im Einstieg verwendete Schluss des fiktiven Schülers Marius ist relativ kurz und unausgeführt. Marius äußert sich zwar zur Problemfrage, dabei gestaltet er jedoch „Zusammenfassung und Abwägung der zentralen Argumente“ sehr oberflächlich. Er nennt keine Alternativen oder Verbesserungsvorschläge, wie man zukünftig mit HA umgehen könnte.Zudem verwendet er umgangssprachliche Formulierungen wie, „…, während die schlechteren [SuS] sie [d.h. die Hausaufgaben] sowieso nicht angemessen anfertigen können.“ Die SuS können erkennen, dass dieser Schluss unzureichend ist und der Verbesserung, sprich Überarbeitung, bedarf. Damit wird mithilfe „der kognitiven Subtätigkeit der Ausbau des Monitors angebahnt. Die SuS stellen fest, dass Marius die Zusammenfassung und Abwägung der wichtigsten Argumente weiter ausformulierenund eine sachlichere Wortwahl anstreben muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Didaktische Analyse des Materials: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Einbettung der Stunde in den Prozess des schreiborientierten Unterrichts und begründet die methodische Auswahl der zu analysierenden Schlussteile.
2. Anhang: Der Anhang bietet detaillierte Einblicke in die verwendeten Materialien, das Literaturverzeichnis, den tabellarischen Verlaufsplan sowie die methodischen Hilfsmittel für die Gruppenarbeit.
Schlüsselwörter
Dialektische Erörterung, Prozessorientiertes Schreiben, Schreibdidaktik, Schlussteil, Hausaufgaben, Argumentationsanalyse, Textüberarbeitung, Unterrichtsplanung, Schreibkompetenz, Erörterung, Argumente, Sprachliche Mittel, Schülermaterial, Lernprozess, Unterrichtsbesuch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt die Planung und didaktische Konzeption einer Unterrichtsstunde im Fach Deutsch, in der Schülerinnen und Schüler lernen, den Schlussteil einer dialektischen Erörterung zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf das prozessorientierte Schreiben, die Kriterien für eine gelungene Argumentation und die Förderung der Selbstkompetenz bei der Textrevision.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist es, den Lernenden Kriterien an die Hand zu geben, mit denen sie die Qualität ihrer eigenen schriftlichen Erörterungen durch gezielte Überarbeitung des Schlussteils steigern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird der Ansatz des prozessorientierten Schreibens verfolgt, wobei durch Textvergleiche und Analyse fiktiver Schülerbeispiele Erkenntnisse für die eigene Schreibproduktion gewonnen werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der didaktischen Analyse der Materialien, der tabellarischen Übersicht über den Verlauf der Unterrichtseinheit sowie der detaillierten Planung der Lernphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Dialektische Erörterung, Prozessorientiertes Schreiben, Schreibdidaktik, Schlussteil, Hausaufgaben, Argumentationsanalyse und Textüberarbeitung sind zentrale Begriffe.
Welche Rolle spielt der fiktive Schüler Marius in der Stunde?
Marius dient als Fallbeispiel für einen unzureichenden Schlussteil, an dem die Schülerinnen und Schüler durch Problematisierung die notwendigen Qualitätskriterien für eine verbesserte Erörterung erarbeiten.
Warum wird die Arbeit in Gruppen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchgeführt?
Dies dient der Binnendifferenzierung, um der Leistungsheterogenität der Lerngruppe gerecht zu werden und jedem Schüler eine angemessene Analyse- und Überarbeitungsaufgabe zu ermöglichen.
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- Sarah Müller (Author), 2011, Welche Kriterien müssen wir beim Schluss einer Erörterung beachten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183784