Die 45-seitige und in deutscher Sprache verfasste Arbeit stellt den Übergang von Basel II zu den neuen Regelwerk Basel III hinsichtlich der daraus resultierenden Kapitalanforderungen deutscher Banken dar. Hierzu wird zunächst Basel II in seiner Historie und Grundzügen vorgestellt sowie die hier geltenden Mindestanforderungen an das haftende Eigenkapital präsentiert. Auch werden häufige Kritikpunkte an den Bestimmungen genannt. Ein analoges, aber weitaus detaillierteres Vorgehen findet ebenfalls für Basel III statt. Der theoretische Teil wird zum Abschluss um eine empirische Bilanzanalyse ergänzt, welche die Geschäftsberichte von 2009 und 2010 der 20 größten deutschen Banken als Datenbasis benutzt. Hierbei wird ein Überblick über die momentane Kapitalausstattung im Hinblick auf die kommenden Anforderungen unter Basel III verschafft. Eine Sensitivitätsanalyse erlaubt zudem Prognosen für die Zukunft. Ein Fazit fasst nochmals die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit kompakt zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Basel II
- Historie und Basel I
- Umsetzung
- Kapitalanforderungen
- Kernkapital
- Ergänzungskapital
- Drittrangmittel
- Überblick
- Defizite der Kapitalanforderungen
- Basel III
- Umsetzung und Zielsetzung
- Kapitalanforderungen
- Kernkapital
- Ergänzungskapital
- Ergänzende Kapitalpuffer
- Verschuldungsquote
- Liquiditätsquoten
- Besondere Anforderungen an systemrelevante Institute
- Übergangsregelungen
- Kritische Betrachtung der Kapitalanforderungen
- Empirische Bilanzanalyse
- Darstellung und Interpretation der aktuellen Situation
- Sensitivitätsanalyse
- Schlusswort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Übergang von Basel II zu Basel III und analysiert die Auswirkungen der neuen Kapitalanforderungen auf deutsche Banken. Ziel ist es, die Entwicklung der internationalen Regulierung von Bankkapital zu beleuchten und die spezifischen Herausforderungen für die deutsche Bankenlandschaft zu identifizieren.
- Die Historie der Basel-Regelwerke und die Kritikpunkte an Basel II
- Die Zielsetzung und Umsetzung von Basel III
- Die neuen Kapitalanforderungen unter Basel III und ihre Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle deutscher Banken
- Die empirische Analyse der Bilanzdaten deutscher Banken und die Sensitivitätsanalyse der neuen Kapitalanforderungen
- Die möglichen Folgen von Basel III für die Stabilität des deutschen Bankensystems
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
- Kapitel 2: Basel II
- Kapitel 3: Basel III
- Kapitel 4: Empirische Bilanzanalyse
Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung von Basel II im Kontext von Basel I und den daraus resultierenden Kapitalanforderungen. Es werden die verschiedenen Komponenten der Eigenkapitalanforderungen, ihre Zusammensetzung und die Kritikpunkte an der bisherigen Regulierung behandelt.
Kapitel 3 fokussiert auf Basel III, beschreibt die Zielsetzung und Umsetzung der neuen Kapitalanforderungen. Es werden die einzelnen Komponenten von Basel III im Detail analysiert, einschließlich der neuen Kernkapitalanforderungen, der Ergänzungskapitalpuffer und der zusätzlichen Liquiditätsquoten.
In Kapitel 4 wird anhand von Geschäftsberichten verschiedener deutscher Banken die praktische Umsetzung der neuen Kapitalanforderungen von Basel III untersucht. Es werden die Auswirkungen der neuen Regulierung auf die aktuelle Situation der Banken und die möglichen Entwicklungen in der Zukunft mithilfe einer Sensitivitätsanalyse beleuchtet.
Schlüsselwörter
Basel II, Basel III, Kapitalanforderungen, Bankkapital, Eigenkapital, Risikomanagement, Bankenregulierung, deutsche Banken, Bilanzanalyse, Sensitivitätsanalyse, Stabilität des Bankensystems.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen Basel II und Basel III?
Basel III verschärft die Kapitalanforderungen erheblich, indem es höhere Quoten für das harte Kernkapital vorschreibt und zusätzliche Liquiditätspuffer einführt.
Welche Ziele verfolgt das Basel III Regelwerk?
Das Hauptziel ist die Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Bankensektors gegenüber Finanzkrisen durch eine bessere Kapitalausstattung und Liquidität.
Was versteht man unter „systemrelevanten Instituten“?
Dies sind Banken, deren Insolvenz eine Gefahr für das gesamte Finanzsystem darstellen würde („too big to fail“). Für sie gelten unter Basel III noch strengere Regeln.
Sind deutsche Banken ausreichend für Basel III gerüstet?
Die empirische Bilanzanalyse der 20 größten deutschen Banken zeigt, dass viele Institute ihre Kapitalbasis bereits stärken mussten, um die neuen Anforderungen zu erfüllen.
Was ist die „Verschuldungsquote“ (Leverage Ratio)?
Die Leverage Ratio begrenzt die Verschuldung einer Bank im Verhältnis zu ihrem Eigenkapital, unabhängig vom Risiko der einzelnen Vermögenswerte.
- Quote paper
- Manuel Hofstetter (Author), 2011, Übergang Basel II zu Basel III - Kapitalanforderungen deutscher Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183849