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Chinas „Energie-Imperialismus“ in Afrika

Öl um jeden Preis?

Title: Chinas „Energie-Imperialismus“ in Afrika

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magister Artium Steve R. Entrich (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Besonders Öl, “die treibende Kraft der Industriegesellschaften und das Lebensblut der Zivilisationen” , wie es der Energie-Experte Daniel Yergin ausdrückte, sowie Gas bergen das Potenzial zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Staaten zu führen. Mit steigender Nachfrage, hervorgerufen durch den wirtschaftlichen Aufstieg insbesondere der asiatischen Giganten Indien und China, aber auch durch den verschwenderischen Lebensstil der westlichen Welt, allen voran der USA, steigt der Preis für Öl mittlerweile unaufhaltsam. Besonders prekär und preissteigernd wirkt sich zudem die Tatsache aus, dass der Welt-Öl-Peak bald erreicht scheint. Während die USA das Maximum eigener Ölförderung bereits 1970 erreichten und daher in der Folgezeit verstärkt auf Importe angewiesen waren und weiterhin sein werden, scheint die weltweite Ölförderung Schätzungen zufolge nahezu erreicht. Datierungen reichen von 2005 bis 2020 . Um einem Ende des Ölzeitalters in naher Zukunft entgegentreten zu können, sind neue Öl- und Gasvorkommen zu erschließen, damit der steigende Verbrauch gedeckt werden kann. Das Problem hierbei: Viele unerschlossene Ölfelder werden in unwirtlichen Gegenden vermutet, so entweder sehr tief in der Erde oder in eiskalten, arktischen Regionen. Die Erschließung dieser Quellen erfordert den Einsatz hoch entwickelter Technologie und natürlich eine Menge Geld. Das Zeitalter billigen Erdöls ist definitiv vorüber.
Was liegt für die großen Energieverbraucherländer, die industrialisierte Welt und die aufstrebenden Mächte, also näher, als zunächst alle potentiellen Ölvorkommen, die noch auf herkömmlichem Wege erreichbar sind, unter ihre Kontrolle zu bekommen bzw. die Erdöl/-gas produzierenden Länder auf ihre Seite zu ziehen. Insbesondere die kommende Großmacht China hat seit der allmählichen wirtschaftlichen Öffnung im Jahre 1978 ihren Energiebedarf vervielfacht und wetteifert nun mit den übrigen Mächten um die Gunst der Erzeuger. Dabei ist China in den letzten Jahren vor allem auf dem afrikanischen Kontinent ungeheuer aktiv geworden und baut neben seinen diplomatischen auch seine Handelsbeziehungen verstärkt aus.
Die vorliegende Arbeit stellt positive wie negative Aspekte chinesischer Außen- und Handelspolitik in Afrika dar und unterzieht diese einer Bewertung, welche insbesondere die Sichtweisen westlicher Politik miteinbezieht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Inhaltliche und methodische Überlegungen

1) Fragestellung

2) Anmerkungen zu Literatur und Forschungsstand

3) Methodischer Aufbau

II. Der chinesische Rohstoffhunger

1) Chinas Entwicklung zum zweitgrößten Rohstoffverbraucher der Erde

2) Chinas Energieverbrauch und –bedarf

3) Warum Afrika?

III. Afrika – ein lohnender Handelspartner

1) 2006 - das „Jahr Afrikas“

2) Die afrikanischen Handelspartner

3) Chinas „Nichteinmischungspolitik“ in Afrika

4) Interessen statt Prinzipien!

Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das wirtschaftliche Vordringen Chinas auf dem afrikanischen Kontinent unter besonderer Berücksichtigung der chinesischen Energie- und Außenpolitik. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie Chinas Vorgehen in afrikanischen Staaten konkret gestaltet ist, welche Interessen hinter der sogenannten Süd-Süd-Kooperation stehen und inwiefern afrikanische Staaten sowie westliche Akteure von dieser neuen Dynamik betroffen sind.

  • Analyse des chinesischen Rohstoffhungers und dessen Auswirkungen auf die globale Energieversorgung.
  • Untersuchung der chinesischen "Nichteinmischungspolitik" und deren Konsequenzen für Menschenrechte und Demokratisierung in Afrika.
  • Darstellung der Rolle Afrikas als Schlüsselpartner für Chinas wirtschaftliches Wachstum.
  • Kritische Reflexion der sino-afrikanischen Handelsbeziehungen im Vergleich zu westlichen Interessen.

Auszug aus dem Buch

3) Warum Afrika?

China, wie im Übrigen auch die anderen beiden großen asiatischen Rohstoffimporteure Indien und Japan (muss ganze 80% seiner Rohstoffe importieren!), ist in gefährlicher Weise von der Sicherheit internationaler Seefahrt-Routen abhängig ist, da weltweit über zwei Drittel des Erdöl-Handels über Tanker abgewickelt werden. Eine Großzahl der Tanker nach Fernost passiert dabei einerseits die enge Straße von Malakka, welche eine stete Gefahrenquelle aufgrund von Piraterie darstellt, sowie die Straße von Hormus, dem sogenannten Nadelöhr der Weltwirtschaft. Diesen Wasserweg zwischen dem Oman und dem Iran muss mehr als ein Fünftel des Erdöl-Angebots passieren, weshalb eine Blockade dieser Straße kaum absehbare Folgen hätte. Die Sicherung weiterer Ölquellen hat somit höchste Priorität, um die bestehenden Abhängigkeiten nicht noch zu verschärfen und den Rohstofffluss auch beim Abschneiden der Zufuhr über diese gefährlichen Wege weitestgehend zu kompensieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese führt in die globalen Wandlungsprozesse ein, wobei besonders der Aufstieg der asiatischen Mächte und ihr wachsender Rohstoffbedarf thematisiert werden.

I. Inhaltliche und methodische Überlegungen: Hier werden die Fragestellung, der Forschungsstand und der methodische Ansatz der Untersuchung dargelegt.

II. Der chinesische Rohstoffhunger: Dieses Kapitel analysiert Chinas wirtschaftliche Transformation seit 1978 und den daraus resultierenden massiven Anstieg des Energieverbrauchs.

III. Afrika – ein lohnender Handelspartner: Hierbei werden die Handelsbeziehungen zwischen China und Afrika detailliert untersucht, inklusive der Rolle der Nichteinmischungspolitik und der Unterstützung afrikanischer Regime.

Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Chinas Engagement als komplexe Mischung aus atemberaubender wirtschaftlicher Gelegenheit und ambivalenter politischer Herausforderung.

Schlüsselwörter

China, Afrika, Energiepolitik, Rohstoffbedarf, Nichteinmischungspolitik, Ölimporte, Wirtschaftswachstum, Infrastrukturinvestitionen, Süd-Süd-Kooperation, Welthandel, Geopolitik, Energiekrise, Handelsverträge, Ressourcen, Rohstoffreichtum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das wirtschaftliche und politische Engagement Chinas auf dem afrikanischen Kontinent im Kontext seines massiven Rohstoffhungers.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt den steigenden chinesischen Energiebedarf, die Handelsbeziehungen zu afrikanischen Staaten, die chinesische Außenpolitik und die Auswirkungen auf die globale Energiesicherheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Chinas Vorgehen in Afrika objektiv zu analysieren, um positive und negative Aspekte der chinesischen Außen- und Handelspolitik im Rahmen der Energieversorgung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Daten, Fakten sowie politischen Dokumenten zum Thema sino-afrikanische Beziehungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Chinas wirtschaftliche Entwicklung, den spezifischen Bedarf an Energieressourcen, die Strategien in verschiedenen afrikanischen Ländern und die politischen Auswirkungen der "Nichteinmischungspolitik".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem China, Afrika, Rohstoffhunger, Energiepolitik, Nichteinmischungspolitik und Handelsbeziehungen.

Warum ist die Nichteinmischungspolitik für afrikanische Regierungen attraktiv?

Diese Politik ermöglicht es afrikanischen Staaten, Kredite und Investitionen ohne die an westliche Standards geknüpften Bedingungen hinsichtlich Menschenrechten oder Demokratisierung zu erhalten.

Wie bewertet der Autor die Rolle Chinas im Vergleich zum Westen?

Der Autor stellt fest, dass China durch seine Interessenpolitik westliche Akteure zunehmend verdrängt und von den betroffenen afrikanischen Regierungen aufgrund der fehlenden politischen Auflagen bevorzugt wird.

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Details

Title
Chinas „Energie-Imperialismus“ in Afrika
Subtitle
Öl um jeden Preis?
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Internationale Energie-Sicherheit: Konfliktpotentiale und Lösungsstrategien
Grade
1,0
Author
Magister Artium Steve R. Entrich (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V183872
ISBN (eBook)
9783656084167
ISBN (Book)
9783656084389
Language
German
Tags
Zeitgeschichte Afrika China Energie-Sicherheit Wettlauf um Öl Ressourcenknappheit Internationale Konflikte Wirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Steve R. Entrich (Author), 2008, Chinas „Energie-Imperialismus“ in Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183872
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