Propriozeptionstraining nach Inversionstrauma

Eine geeignete Form zu Verhinderung eines Rezidivs?


Bachelorarbeit, 2011

38 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Zusammenfassung

1. Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Zielsetzung
1.3 Fragestellung
1.4 Methode
1.5 Pedro Bewertung
1.6 Vorschau

2. Das Inversionstrauma

3. Resultate
3.1 Zusammenfassung der Artikel
3.2 Designtabelle
3.3 Ergebnistabelle

4. Diskussion

5. Konklusion

6. Bibliographie

Vorwort

Das Vorwort dieser Arbeit wollen wir dazu nutzen, allen zu danken, die uns während des Studiums unterstützt haben.

Vielen Dank!

Zusammenfassung

Ziel

Ziel der vorliegenden Analyse war es, den Effekt von Propriozeptionstraining auf die Rezidivhäufigkeit nach Inversionstrauma bei Sportlern festzustellen.

Methode

Es wurde eine Literaturrecherche in den Datenbanken PUBmed und PEDro durchgeführt, die alle Artikel bis Februar 2011 berücksichtigte. Es wurden jene Artikel in die Analyse einbezogen, die die Ein- und Ausschlusskriterien erfüllen. Alle in den einzelnen Studien untersuchten Teilnehmer waren aktive Sportler und hatten mindestens ein erlittenes Inversionstrauma in ihrer Krankengeschichte. Es wurden gleichermaßen Männer und Frauen in jedem Alter berücksichtigt. Ausgeschlossen wurden Artikel, die älter als 10 Jahre waren und Artikel, in denen die untersuchten Teilnehmer keine Sportler waren oder noch kein Inversionstrauma erlitten haben. Es wurden nur Artikel berücksichtigt, die mindestens eine Form von Propriozeptionstraining im Vergleich zu einer anderen Behandlungsform oder keiner Behandlung verglichen.

Ergebnis

Sechs von 7 relevanten Artikeln lassen die Feststellung zu, dass propriozeptives Training die Rezidivrate nach Inversionstrauma bei Sportlern senkt. Nachteil in vielen Artikeln war der Vergleich zu keiner Behandlungsform.

Konklusion

Es kann durch signifikante Ergebnisse behauptet werden, dass propriozeptives Training die Rezidivrate nach Inversionstrauma bei Sportlern senkt. Dennoch sind weitere Untersuchungen notwendig, die Propriozeptionstraining mit gleichwertigen Behandlungsstrategien vergleichen, um den Stellenwert von Propriozeptionstraining eindeutig zu klären.

Abstract

Objective

A review was undertaken to assess the benefit of proprioceptive training after ankle sprain in sports athletes to bring down the rate of recurrences.

Methods

Articles have been searched via PUBmed and PEDro till february 2011. All articles were included, that fullfilled the eligibilty criteria for this analyse. Within the literature all subject had to perform any sports and they had almost one ankle sprain in their history. Included were women and men at all ages. We excluded the studies older than 10 years. Exlusion criteria was also specified to the participants in all studies, when participants did not participate in any sports or had no ankle sprain in their history.

Only articles were read, which investigate at least one kind of balance or proprioceptive training compared to another form of treatment or no treatment.

Results

6 out of 7 articles pander to the fact that proprioceptive training is able to bring down the rate of recurrency on ankle sprains in sports athletes. Loss of most articles was the comparison of proprioceptive training to no treatment.

Conclusion

There was significance on the fact that the use of proprioceptiv training can reduce the recurrences of ankle sprains in athletes. Nevertheless further investigation has to be performed to pinpoint the use of proprioceptive training compared to other kind of treatments.

1. Einleitung

1.1 Hintergrundinformationen

In Deutschland verletzen sich jährlich 1,25 Millionen Menschen bei sportlichen Aktivitäten. Führend voran geht hierbei mit 27% eine Verletzung des Sprunggelenks, was zumeist ein Inversionstrauma bedeutet. Nach der erstmaligen Inzidenz eines Inversionstraumas besteht ein erhöhtes Risiko der selbigen Verletzung (Mohammadi, 2007). Inversionstraumata im oberen Sprunggelenk sind in vier von fünf Fällen Rezidivverletzungen. Die erstmalige Verletzung ist somit das größte Risiko einer Wiederverletzung. Gerade im Hochleistungssport kommt einer möglichen chronischen Rezidivinstabilität besondere Bedeutung zu (Schwitalle, 2010).

Dies begründete für Sportmediziner und Physiotherapeuten die Notwendigkeit nach einer Evidence Based Therapieform zu suchen, die es möglich macht das Rezidivrisiko zu senken.

Es wurde festgestellt, dass eine optimale Behandlungsstrategie der lateralen Kapselbandruptur am Sprunggelenk individuell hinsichtlich der sportlichen Aktivität eines Patienten festgelegt werden muss, aber chronisch instabile Sprunggelenke zunächst alle konservativ mit propriozeptivem Training und mit äußeren Stabilisierungshilfen behandelt werden (Lohrer, Alt, Gollhofer & Rappe, 2006).

Im klinischen Alltag hat sich ein propriozeptives Training in der Nachbehandlung von Inversionstraumata etabliert. Die der empirisch begründeten Therapiewahl zu Grunde liegende Evidenz soll mit dieser Arbeit geprüft werden.

1.2 Zielsetzung

Mit dieser Arbeit soll aufgedeckt werden, ob Propriozeptionstraining die optimale Möglichkeit der konservativen Versorgung von Inversionstraumata des Sprunggelenks darstellt.

Als Vergleichsparameter wird dabei die Häufigkeit einer Rezidivverletzung bei Propriozeptionstraining und anderen, oder keinen Interventionsformen verglichen.

Durch die Veröffentlichung eines Artikels in einer deutschen Physiotherapiezeitschrift, der die Ergebnisse in einem sachlichen Zusammenhang präsentiert, soll eine große Zahl an Physiotherapeuten angesprochen werden.

Die Frage, ob Propriozeptionstraining nach Inversionstrauma am Sprunggelenk die Rezidivwahrscheinlichkeit verringert, soll auf Grundlage dieser Literaturanalyse beantwortet werden.

1.3 Fragestellung

Wie wirkt sich propriozeptives Training im Vergleich zu anderen Interventionsformen nach Inversionstrauma des oberen Sprunggelenks bei Sportlern auf die Rezidivrate aus ?

1. 4 Methodik

Die Literaturrecherche erfolgte systematisch in den zwei Datenbanken PubMed und PEDro im Zeitraum von Oktober 2010 bis Februar 2011.

Die durch beide Datenbanken erzielten Ergebnisse wurden auf ihre Eignung hin untersucht. Der ausschlaggebende Faktor für den Einschluss der Studien in die Analyse war eine hohe Übereinstimmung mit der gegebenen Fragestellung.

Es wurden folgende Einschlusskriterien festgelegt:

Die Studien mussten Sportler untersuchen, Inversionstraumata als grundlegende Pathologie aufzeigen, im Outcome Bezug auf die Rezidivhäufigkeit nehmen und mindestens eine Interventionsform in Form von Propriozeptionstraining anwenden. Es wurden Studien berücksichtigt, die auf Englisch, Deutsch, Französisch oder Spanisch veröffentlicht wurden.

Ausgeschlossen werden Studien, die älter als 10 Jahre sind und keine Sportler in den untersuchten Gruppen zeigen. Ebenfalls ausgeschlossen werden Studien die in einer anderen Sprache wie Englisch, Deutsch, Französisch oder Spanisch veröffentlicht wurden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tafel 1 Eigene Ein- und Ausschlusskriterien

Zuerst wurde die PubMed Datenbank ausgewertet. Es erfolgten drei Recherchen, deren Unterschied in der Wahl und Kombination der Suchwörter lag. Für eine maximale Ergebniszahl wurde die MeSH Datenbank zu den Suchwörtern befragt. „Proprioception Training“ kann analog zu „Balance Training“ verwendet werden, „Ankle Sprain“ wird in weiteren Suchen mit „Inversion“ ersetzt und „Sports“ wird in einer weiteren Suche mit „Athletes“ ersetzt.

Durch das Variieren von Suchbegriffen wurde eine umfassende Liste an relevanten Artikeln vermutet.

Eine erste Suche in der PUBmed Datenbank mit den Suchbegriffen „ Proprioception“, „Ankle Sprain“, „Recurrence“ lieferte 24 Ergebnisse.

Um die Relevanz für die Fragestellung zu erhöhen, wurde die Suche durch den zusätzlichen Suchbegriff „Sport“ weiter eingeschränkt. Es blieben 6 Ergebnisse bestehen (Hupperets et al., 2010; Hupperets, Verhagen & van Mechelen, 2009; Hupperets, Verhagen & van Mechelen, 2008; Mohammadi, 2007; Verhagen et al., 2007; Hertel, 2002.)

Die Ergebnisse wurden anhand der Abstracts auf ihre Eignung untersucht. Nach Prüfung der Kriterien blieben 4 Studien bestehen (Hupperets et al., 2009; Hupperets et al., 2008; Mohammadi, 2007; Verhagen et al., 2007.)

Um die Wahrscheinlichkeit, weitere Studien zu finden, wurde „Balance - Training“ einem „Proprioceptions Training“ gleichgestellt. Es wurde dadurch eine zweite Suche in der PubMed Datenbank vollzogen, die die erste Suche ergänzen sollte. Gleichzeitig wurde der Suchbegriff zur Pathologie spezifischer gewählt. Die folgende Suche fand anhand der Suchbegriffe „ Balance Training“, „Inversion“, „ Ankle Sprain“ und „Sport“ statt. Die Suche lieferte 5 Studien (McHugh, Tyler, Mirabella, Mullaney & Nicholas, 2007; Sekir, Yildiz, Hazneci, Ors & Aydin, 2007; Willems, Delbaere, Philippaerts, de Bourdeaudhuij & de Clercq, 2005; Willems et al., 2005; Arnold & Docherty, 2004.)

Die Ergebnisse wurden durch ihre Abstracts anhand der Ein- und Ausschlusskriterien auf ihre Eignung geprüft. Es blieb eine Studie bestehen (McHugh et al., 2007).

Ein dritter Suchauftrag wurde an PubMed gesendet, in dem die Datenbank nach relevanten Studien durch eine weitere mögliche Kombination der Suchwörter befragt wurde. Die Suchwörter waren „Proprioception Training“ und „Inversion“. Die Suche ergab 22 Treffer, die in ihren Abstracts nach denen zum Einschluss notwendigen Kriterien durchsucht wurden. Es blieben durch Analyse von Titel und Abstracts 6 Studien übrig (Kaminski, Buckley, Powers, Hubbard & Ortiz, 2003; McHugh, et al., 2007; McKeon et al., 2009; Mohammadi, 2007; Stasinopoulos, 2002; Willems, Witvrouw, Verstuyft, Vaes & de Clerq, 2002).

Zur Darstellung der Suchstrategie und der Ergebnisse in der PUBmed - Datenbank dient folgendes Beschlussdiagramm (Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um weitere Artikel zu erhalten wurde in der folgenden Suche die PEDro Datenbank befragt. Die Suchbegriffe wurden zunächst aus der PubMed - Suche übernommen.

Die erste Suche in der PEDro Datenbank erfolgte mit den Suchtags „ Proprioception“, „Ankle Sprain“ und „Recurrence“ und lieferte 2 Ergebnisse (Kohne et al., 2007; Mohammadi, 2007).

Nach Prüfung auf Eignung gemäß der Auswahlkriterien blieb eine Studie bestehen (Mohammadi, 2007).

Die zweite Suche wurde in der PEDro - Datenbank durch die Suchbegriffe „ Balance Training“, „Inversion“, „ ankle sprain“ und „sport“ begonnen und lieferte 1 Ergebnis (Clark & Burden, 2005).

Nach Prüfung auf Eignung anhand des Abstract und entlang der Auswahlkriterien konnte diese Studie nicht in die Analyse eingehen.

Um die Trefferzahl zu erhöhen wurde der Suchtag „Inversion“ ausgelassen und die Suche erfolgte durch „Balance Training“, „ Inversion“ und „Sport“ . Sie ergab 3 Ergebnisse. Keine der angezeigten Artikel entsprach den Einschlusskriterien, allerdings entsprach er mindestens einem Ausschlusskriterium.

Nach Abschluss der Literaturrecherche in der Pubmed Datenbank und der PEDro Datenbank wurden die extrahierten Studien manuell auf Duplikate geprüft. Die Ergebnisse wurden anhand ihrer Fulltext Version auf Eignung geprüft. Alle Studien waren geeignet und enthielten alle Einschlusskriterien und keines der Ausschlusskriterien.

Zur Darstellung der Suchstrategie und der Ergebnisse in der PEDro - Datenbank dient folgendes Beschlussdiagramm (Abbildung 2).

Das anschließende Beschlussdiagramm stellt die Strategie dar, jene Studien zu extrahieren, die schließlich in die Analyse eingehen (Abbildung 3).

(Abbildung 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung 3).

[...]

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Propriozeptionstraining nach Inversionstrauma
Untertitel
Eine geeignete Form zu Verhinderung eines Rezidivs?
Note
2,0
Autoren
Jahr
2011
Seiten
38
Katalognummer
V183954
ISBN (eBook)
9783656086116
ISBN (Buch)
9783656086383
Dateigröße
993 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Propriozeption, Inversionstrauma, Sport, Physiotherapie, Balancetraining, Rezidiv, Review
Arbeit zitieren
Simon Maiwald (Autor)Tim Rabaschus (Autor), 2011, Propriozeptionstraining nach Inversionstrauma, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183954

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