Die Arbeit über das Wahl- und Partiensystem der Republik Österreich ist in drei große Abschnitte unterteilt.
Der Abschnitt I ist den Wahlsystem von Österreich gewidmet. Vor der Behandlung der Wahl zu den einzelnen Teilen des Parlaments Österreichs findet eine Erläuterung der Wahlrechtsgrundsätze statt. Nach diesem erfolgt eine systematische Darstellung des Wahl und der daran beteiligten Prozesse. Es erfolgt eine Unterteilung in Nationalrat und Bundesrat. In diesen Unterteilungen werden dann Themen wie Kreation und Zusammensetzung, Wahl und Wahlbewerbung abgehandelt.
Zudem kommt eine kurze Betrachtung der direkten Demokratie, weil ich der Meinung bin, daß diese Art der Wahl wichtig ist und nicht außer acht gelassen werden darf. Als letzter Punkt erfolgt eine Klassifizierung des Wahlsystems der Republik Österreichs.
Der Abschnitt II beinhaltet das Parteiensystem von Österreich. Zu Beginn soll die allgemeine Struktur des Österreichischen Parteiensystem verdeutlicht werden. Da das österreichische Parteiensystem derzeit einen dramatischen Wandel unterzogen ist, wird zudem hier auf die Veränderungen seit 1986 eingegangen. Anschließen wird das österreichische Parteiensystem in einer Numerischen Klassifizierung untersucht.
Ein Großteil des Abschnittes beinhaltet und untersucht die Beziehungen der Parteien zueinander. Es werden die Themen Ideologische Polarisierung, die Segmentierung und die Asymmetrie des Parteiensystems genauer untersucht.
2.4. des Abschnitts II befaßt sich mit den Gesellschaftlichen Spaltungen (Cleavages) im und deren Auswirkungen auf das Parteiensystem. Anschließend wird ein kurzer Entwicklungsüberblick - mit Schwerpunkt auf die zweite Republik - sowie die Entstehungsgeschichte der einzelnen Parteien, die eine gewisse politische Bedeutung erlangt haben, augezeigt.
Zum Schluß findet eine Darstellung der sozialen Schichten sowie relevanten Gruppen und ihre Einflußnahme im parlamentarischen System statt. Hier soll nicht nur die kirchliche und wirtschaftliche Seite behandelt werden. Auch Massenmedien und Bildungswesen spielen in der heutigen Zeit eine große Rolle bei der „Politikvollziehung“ und der Meinungsbildung.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Wahlsystem von Österreich
1.1. Die Walrechtsgrundsätze
1.2. Das Parlament
1.2.1. Der Nationalrat
1.2.1.1. Kreation und Zusammensetzung des Nationalrates
1.2.1.2. Das Wahlsystem für die Wahl zum Nationalrat
1.2.1.3. Bewerbung zur Wahl des Nationalrat
1.2.2. Der Bundesrat
1.2.2.1. Kreation und Zusammensetzung des Bundesrat
1.2.2.2. Das Wahlsystem für die Wahl zum Bundesrat
1.2.2.3. Bewerbung zur Wahl des Bundesrates
1.2.2.4. Die Landtage als „Teil“ des Bundesrates
1.3. Instrumente der direkten Demokratie
1.4. Die Klassifizierung des österreichischen Wahlsystems
2. Das Parteiensystem
2.1. Dynamik und Struktur des österreichischen Parteiensystem, sowie die Veränderungen seit 1986
2.2. Numerische Klassifizierung des österreichischen Parteiensystems
2.3. Beziehungen der Parteien
2.3.1. Ideologische Polarisierung
2.3.2. Segmentierung im Parteiensystem der Republik Österreich
2.3.3. Asymmetrie im österreichischen Parteiensystem
2.4. Gesellschaftliche Spaltungen (Cleavages)
2.5. Kurzer Entwicklungsüberblick (1945-1986) des Parteiensystems in Österreich
2.5.1. Geschichtlicher Abriß der Parteientstehung
2.6. Einflußnahme von sozialen Schichten und relevanten Gruppen im parlamentarischen System
2.6.1. Aus wirtschaftlicher Sicht
2.6.2. Aus kirchlicher Sicht
2.6.3. Die Massenmedien
2.6.4. Das Bildungswesen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert das österreichische Wahl- und Parteiensystem, untersucht deren Strukturen, historische Entwicklungen sowie die zunehmenden gesellschaftlichen Veränderungen. Das primäre Ziel ist es, die Funktionsweise der parlamentarischen Institutionen, die Rolle politischer Parteien als Lagerorganisationen und deren Interaktion mit gesellschaftlichen Gruppen wie Verbänden, Kirchen und Medien unter dem Aspekt eines Transformationsprozesses zur modernen Demokratie darzustellen.
- Strukturanalyse des österreichischen Wahlsystems und der parlamentarischen Organe
- Dynamik und Wandel der Parteienlandschaft seit 1986
- Einfluss der Sozialpartnerschaft und gesellschaftlicher Konfliktlinien
- Mediatisierung politischer Prozesse und der Übergang zur Tele-Demokratie
- Parteipolitischer Einfluss auf das Bildungswesen
Auszug aus dem Buch
Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei
In Österreich gab es erste Ansätze einer Arbeiterbewegung in der bürgerlichen Revolution von 1848, die aber mit der Niederschlagung dieser Revolution beseitigt wurde. In den 1960er Jahren wurde die Gründung der Vereine versucht, aber erst im Zusammenhang mit dem Durchbruch des Verfassungsstaates im Jahre 1867 wurden in größerem Umfang, aber noch immer mit Schwierigkeiten, organisatorische Zusammenschlüsse in sogenannten Arbeiterbildungsvereinen und Unterstützungsvereinen möglich. In dem burgenländischen Ort Neudörfl wurde im Jahre 1874 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet, zu der sich aber noch nicht alle Strömungen der österreichischen Arbeiterbewegung bekannten. Am Parteitag im Jahre 1888/89 gelang es Viktor Adler, welcher deshalb als Gründer der Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs gilt, die wichtigsten ideologischen Strömungen der Arbeiterbewegung in der Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs (SDAP) zu einigen. Ab diesem Parteitag war die österreichische Sozialdemokratie eine politisch handlungsfähige Massenpartei.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Wahlsystem von Österreich: Detaillierte Darstellung der Rechtsgrundlagen, des parlamentarischen Aufbaus von Nationalrat und Bundesrat sowie der Mechanismen der direkten Demokratie.
2. Das Parteiensystem: Analyse der strukturellen Veränderungen seit 1986, der Parteienbeziehungen, der historischen Entwicklung sowie des Einflusses gesellschaftlicher Gruppen auf das politische System.
Schlüsselwörter
Österreich, Wahlsystem, Parteiensystem, Nationalrat, Bundesrat, Sozialpartnerschaft, Konkordanzdemokratie, Parteienstaat, Mediatisierung, Tele-Demokratie, Cleavages, Interessenvertretung, Wahlrecht, Politikwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende politikwissenschaftliche Untersuchung des österreichischen Wahl- und Parteiensystems sowie deren Einbettung in das parlamentarische Regierungssystem.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Funktionsweise von National- und Bundesrat, die historische Entwicklung der Parteien, der Einfluss der Sozialpartnerschaft und die Mediatisierung politischer Prozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Transformation des österreichischen Systems von einer traditionellen Parteiendemokratie hin zu moderneren demokratischen Strukturen unter Berücksichtigung des institutionellen Wandels aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Analyse stützt sich auf eine systematische deskriptive Darstellung, die Auswertung von Parteiprogrammen, Wahldaten und sozioökonomischen Statistiken sowie den Vergleich politischer Systeme unter Einbeziehung relevanter politikwissenschaftlicher Theorien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Wahlsystems (inkl. direkter Demokratie) und eine tiefgehende Analyse des Parteiensystems, seiner ideologischen Polarisierung und der Einflussnahme externer Gruppen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Konkordanzdemokratie, Parteienstaat, Sozialpartnerschaft, Mediatisierung und institutioneller Wandel.
Wie hat sich die Asymmetrie zwischen SPÖ und ÖVP verändert?
Die Arbeit stellt fest, dass seit der Nationalratswahl 1995 eine stärker gewordene Asymmetrie zwischen den beiden Großparteien erkennbar ist, die durch das Erstarken dritter Kräfte wie der FPÖ beeinflusst wird.
Welchen Einfluss haben soziale Schichten und Verbände auf das parlamentarische System?
Soziale Gruppen wie Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften sind eng in das System eingebunden, wobei eine wechselseitige Durchdringung zwischen Partei- und Verbandsfunktionen besteht, was das österreichische Modell der Sozialpartnerschaft prägt.
- Quote paper
- Nils Becker (Author), Sven Becker (Author), Manuel Konkel (Author), 1998, Wahl- und Parteiensysteme in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18398