Bei diesem Text handelt es sich um Reflexionen verschiedener Passagen aus Martin Heideggers Fragment gebliebenem Werk "Sein und Zeit", welche im Rahmen eines Seminars gelesen und diskutiert wurden. Ziel war es, den Inhalt der besprochenen Passagen verständlich und klar darzulegen, sodass ein guter Einstieg in die Phänomenologie und das Denken Heideggers möglich ist.
Inhaltsverzeichnis
- §§ 7 und 8
- §§ 25-27
- §§ 43 47
- Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Interpretation von Martin Heideggers Werk „Sein und Zeit“. Sie analysiert ausgewählte Passagen des Buches und beleuchtet die zentralen Themen und Argumentationslinien des Philosophen.
- Heideggers Phänomenologiebegriff und seine Verbindung zur Hermeneutik
- Die Rolle der Sprache und des „Sich-Zeigens“ in Heideggers Philosophie
- Die Analyse des Daseins und seiner Seinsweise
- Die Bedeutung der Weltlichkeit und des In-der-Welt-seins
- Die Struktur des „Man“ und seine Rolle in der Alltäglichkeit
Zusammenfassung der Kapitel
§§ 7 und 8
In den Paragraphen 7 und 8 entwickelt Heidegger seinen Phänomenologiebegriff, indem er die griechischen Termini „phainomenon“ und „logos“ etymologisch analysiert. Er betont die Bedeutung von „logos“ als „Rede“ und kritisiert die traditionellen Interpretationen, die „logos“ als Vernunft, Urteil oder Begriff verstehen. Heidegger argumentiert, dass die Phänomenologie die Aufgabe hat, das „Sich-an-ihm-selbst-Zeigende“ zu erforschen, und dass sie eine Methode der Fundamentalontologie ist, die sich mit den Seinsweisen des Seienden beschäftigt. Die Hermeneutik spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da sie die Auslegung des Daseins und seiner Existenz ermöglicht. Heidegger definiert die Philosophie als „universale phänomenologische Ontologie“, die von der Hermeneutik des Daseins ausgeht.
§§ 25-27
In den Paragraphen 25-27 widmet sich Heidegger der Analyse des In-der-Welt-seins. Er untersucht die konstitutiven Momente des In-der-Welt-seins, wie das Mitsein und das Mitdasein, und zeigt, wie diese die Seinsart des Daseins in der Alltäglichkeit bestimmen. Heidegger stellt die Frage nach dem „Wer“ des Daseins in der Alltäglichkeit und führt die Analyse auf die Strukturen des Daseins zurück, die mit dem In-der-Welt-sein gleichursprünglich sind. Er führt den Begriff des „Man“ ein, der das „Subjekt der Alltäglichkeit“ repräsentiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Phänomenologie, die Hermeneutik, das Dasein, die Existenz, das Sein, die Weltlichkeit, das In-der-Welt-sein, das Mitsein, das Mitdasein, das „Man“ und die Alltäglichkeit. Die Arbeit analysiert Heideggers Philosophie und beleuchtet seine zentralen Argumente und Konzepte.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema von Heideggers "Sein und Zeit"?
Das Werk befasst sich mit der Frage nach dem Sinn von Sein und nutzt die Analyse des menschlichen Daseins als Zugang zur Fundamentalontologie.
Wie definiert Heidegger den Begriff Phänomenologie?
Heidegger versteht Phänomenologie als das Bestreben, das "Sich-an-ihm-selbst-Zeigende" so zu sehen, wie es sich zeigt, wobei er die Begriffe Phainomenon und Logos etymologisch herleitet.
Was bedeutet der Begriff "Dasein" bei Heidegger?
Dasein bezeichnet das Seiende (den Menschen), dem es in seinem Sein um dieses Sein selbst geht und das durch das "In-der-Welt-sein" charakterisiert ist.
Was versteht Heidegger unter dem "Man"?
Das "Man" ist das Subjekt der Alltäglichkeit. Es beschreibt eine unpersönliche Seinsweise, in der das Individuum in der Masse aufgeht und seine eigentliche Existenz verliert.
Welche Rolle spielt die Hermeneutik in Heideggers Philosophie?
Die Hermeneutik ist für Heidegger die Methode der Auslegung des Daseins, die notwendig ist, um die Strukturen der Existenz verständlich zu machen.
- Arbeit zitieren
- Evelyne Fröstl (Autor:in), 2009, Heidegger - Sein und Zeit: Stundenreflexionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184018