Kreativer Unterricht - ein Überblick


Hausarbeit, 2009

15 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Bewegung und Entspannung als Voraussetzung kreativen Lernens
2.1 Yerkes Dodson Gesetz
2.2 Entspannung
2.3 Bewegung
2.4 Tipps für die Praxis

3 Ziele eines kreativen Unterrichts

4 Kreativer Unterricht als Gegenentwurf zu herkömmlichen Arrangements?

5 Methoden
5.1 Gruppenpuzzle:
5.2 Ich-Texte:
5.3 Identifikationskreis
5.4 Schreibgespräch:
5.5 Standbild
5.6 Fiktives Interview:

6 Schluss

Quellenangaben:

Kreativer Unterricht

1 Einleitung

Meine positiven Erfahrungen in meinem B1 Praktikum in der Schönberg Grundschule in Freiburg Ebringen inspirierten mich eine Hausarbeit über kreativen Unterricht zu schreiben. Dort habe ich erfahren, wie man Kinder auf kreative Weise motivieren, lebendiges Lernen fördern und vor allem die Lernfreude der Schüler und Schülerinnen steigern kann. Die Klassenlehrerin dieser damals dritten Klasse setzte ihren Fokus nicht auf stupide Wissensvermittlung in Form von rezeptiv und einseitig kognitiv ausgerichtetem Unterricht, in dem die Aufnahme und Wiedergabe von Inhalten im Vordergrund stehen. Durch gezielte Übungen und ein umfassendes methodisches Repertoire vollbrachte diese Lehrerin eine produktive, entspannte und schöpferische Lern- und Lehratmosphäre.

Diese Arbeit soll zum einen aufzeigen, weshalb es wichtig Unterricht kreativ auszustatten, zum anderen soll sie einen Einblick in die Vielfalt verschiedenster Methoden geben, um Unterricht auf kreative Art und Weise interessanter, vor allem aber effektiver und schöpferischer zu gestalten.

Die These, dass sich kreativer Unterricht positiv auf die Lernerfolge der Schüler und Schülerinnen auswirkt, soll in dieser Arbeit erläutert und mit einigen Beispielen verdeutlicht werden.

Diese Arbeit beruht auf einer Präsentation im Rahmen des Modul 3 Seminars „Schulpraktische Studien, Reflexion von Erfahrungen aus dem B1 auf der Grundlage der Zeitschrift Pädagogik". Da an dieser Arbeit zwei Studentinnen beteiligt waren, teilt sich diese Arbeit in zwei große Hauptteile auf, Voraussetzung kreativen Unterrichts und kreative Unterrichtsmethoden.

Im ersten Teil dieser Arbeit geht es um die Voraussetzungen kreativen Lernens. Wie ist es überhaupt möglich Aufmerksamkeit und Konzentration bei den Schülern herzustellen und zu halten? Wie wichtig ist dabei das gesunde Maß an Bewegungs- und Entspannungsphasen? Diesen Fragen soll im ersten Teil auf den Grund gegangen werden und mit ein paar Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht ergänzt werden.

Im zweiten Teil dieser Arbeit wird auf die Ziele des kreativen Unterrichts eingegangen. Desweiteren wird verdeutlicht, inwiefern man kreativen Unterricht in herkömmlichen und traditionellen Unterricht integrieren kann. Eine vielseitige Methodensammlung zur Umsetzung im Unterricht vervollständigt diesen Teil.

Im Schlussteil werde ich nochmals die Notwendigkeit kreativen Unterrichts rechtfertigen und reflektieren.

2 Bewegung und Entspannung als Voraussetzung kreativen Lernens

Hohe Erwartungen von den Eltern an ihre Kinder, wachsende Leistungsansprüche in den Schulen, Notendruck, Konkurrenzdenken zwischen Schülern, der innere Druck der Lehrer ein bestimmtes Stoffpensum erfüllen zu müssen - heutzutage werden Schüler mit immer größer werdenden Anforderungen in der Schule konfrontiert.

Ein vollgepackter Schulvormittag, sechs Stunden lernen, auf unbequemen Stühlen sitzend, bei voller Konzentration, lässt kaum noch Phasen der Erholung und Entspannung während des Unterrichts zu. (Vgl.: Heft 12/ Dez.2006: Kreativer Unterricht, von Anja Böhne, Bernd Janssen, Jan C. Rien, Jürgen Thal, S.22)

Somit wachsen Stress und Hektik im Schulalltag und die Leistungsfähigkeit der Schüler und auch die der Lehrer können dadurch negativ beeinflusst werden. Die daraus resultierende geistige Erschöpfung und Unmotiviertheit lassen ein kreatives, ideenreiches und produktives Unterrichtsklima nicht mehr zu. Die Konzentration lässt nach, die Aufnahmefähigkeit sinkt und die Frustrationsrate der Schüler steigt („kein Bock auf Schule“).

Dies wirkt sich oft so aus, dass Schüler unruhig werden, ungeduldig und nervös auf ihren Stühlen umher zappeln und völlig aufgedreht und überreizt sind. Sie haben einen hohen Erregungszustand. Oder aber die Schüler sind absolut erschöpft, lümmeln energielos auf ihren Plätzen herum und wirken ermattet und abgespannt. Sie haben einen niedrigen Aktivierungsgrad.

In beiden Fällen lässt die Leistungsfähigkeit der Schüler nach.

Doch wie kann man die Aufnahmefähigkeit der Schüler an einem stressigen Schultag steigern?

Zunächst muss man sich einmal vergegenwärtigen, dass die Aufnahmefähigkeit in Abhängigkeit zu Alter, Entwicklung und Lernbedingungen der Kinder steht. Außerdem sollte eine Leistungsphase in starker Konzentration nicht länger als 20-30 Minuten andauern, danach ist eine Erholungsphase erforderlich, in der man Bewegungs- und Entspannungsübungen einbauen kann. (Vgl.:Heft 12/ Dez.2006: Kreativer Unterricht, von Anja Böhne, Bernd Janssen, Jan C. Rien, Jürgen Thal, S.12)

Der Zeitaufwand ist sehr gering und die scheinbar „verlorene Zeit“ wird durch die wiedergewonnene Aufnahmebereitschaft der Schüler mehr als ausgeglichen.

Diese Lernpausen bauen nicht nur Stress ab, sondern unterstützen auch ein gesundes und angenehmes Lern- und Lehrklima für Schüler und Lehrer. Die gemeinsame Durchführung der Übungssequenzen setzt auch eine gewisse Kontaktfähigkeit voraus. Schüler und Lehrer beziehen sich aufeinander, müssen kooperieren. Durch dieses Miteinander werden wichtige soziale Grundfertigkeiten erworben.

2.1 Yerkes Dodson Gesetz

Obwohl man weiß, wie essenziell Erholungs- und Entspannungsphasen sind und welche Bedeutung diese vor allem für den Unterricht haben, besteht immer noch ein Defizit an Regenerationsmaßnahmen in den Schulen.

Seit dem Yerkes Dodson Gesetz von 1908, ist bekannt, dass es einen Zusammenhang zwischen Anspannung, Leistung und Entspannung gibt.

Abb. 1

(vgl.: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Yerkes_dodson_gesetz.jpg&filetimestamp=200 70116122453

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Graphisch lässt sich dieser Zusammenhang als ein umgedrehtes „U“ in einem Koordinatensystem darstellen (siehe Abb. 1). Die Kurve veranschaulicht die Leistungsfähigkeit (Produktivit ä t/Effektivit ä t) in Abhängigkeit vom Erregungszustand (Erregungsniveau/Anspannung/Aktivierung) eines Menschen. (vgl.:http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Yerkes_dodson_gesetz.jpg&filetimestamp=200 70116122453)

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Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Kreativer Unterricht - ein Überblick
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Denken und Handeln in pädagogischen Kontexten
Note
2
Autor
Jahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V184024
ISBN (eBook)
9783656085133
ISBN (Buch)
9783656085386
Dateigröße
563 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterricht, Kreativer Unterricht, Schulpraxis, kreativ Unterrichten, Unterrichtsmethoden
Arbeit zitieren
Myriam Eichinger (Autor), 2009, Kreativer Unterricht - ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184024

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