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Sensorische Integration

Title: Sensorische Integration

Seminar Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: German Hondl (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Summary Excerpt Details

Wie der Titel schon sagt, möchte sich diese Arbeit auf dem Gebiet der Entwicklungspsychologie mit dem Thema "Sensorische Integration" näher auseinandersetzen. Interessant und aufschlussreich ist die "Sensorische Integration" nicht nur im Hinblick auf die "normale" gesunde Entwicklung eines Kindes von Geburt an - vielmehr lassen sich eine mittlerweile für eine Vielzahl von unterschiedlichsten Lern- und Verhaltensstörungen (Dyskalkulie, Legasthenie, ADHS, usw.) im Kindesalter eine Störung auf der Ebene der Sensorischen Integration als sog. Primärstörung diagnostizieren. Eine Einsicht die für Mediziner, Psychologen und Pädagogen in gleichem Maße bei ihrer täglichen Arbeit und Therapie mit betroffenen Kindern von Nutzen ist. Somit sollte es eine Selbstverständlichkeit darstellen mit den Grundlagen der Sensorischen Integration, sowie Diagnostik und Förderung bei auftretenden Dysfunktionen zumindest Grundzügen vertraut zu sein. Deshalb wird im folgenden Hauptteil der Versuch unternommen die Sensorische Integration hinreichend zu definieren und deren Entwicklung auf den verschiedenen Ebenen einzuführen. Um einen möglichst nahen Bezug zur Praxis geht es dann bei der Darstellung und Auswirkungen verschiedener Störung auf dem Gebiet des Verhaltens und Lernens (Lesen, Schreiben und Rechnen). Abschließend möchte diese Arbeit zu dem Faktor "Psychosoziale Einflüsse und Entwicklung" Stellung beziehen und einige interessante Thesen verifizieren.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Sensorische Integration und Entwicklung

2. Entwicklung auf vier Ebenen

2.1 Neuronale Ebene

2.2 Sensorische Ebene

2.3 Kognitive Ebene

2.4 Motorische Ebene

3. Verhaltens- und Konzentrationsstörungen

3.1 Kinder mit taktiler Überempfindlichkeit

3.2 Kinder mit vestibulärer Unterempfindlichkeit

4. Lernstörungen

4.1 Lese- und Rechtsschreibschwäche

4.2 Rechenschwäche

5. Psychosoziale Einflüsse auf die Entwicklung

5.1 Beurteilung des sozialen Umfeldes

5.2 Bedeutsame Elemente der Interaktion

5.3 Einflüsse auf das Betreuungsverhalten

5.4 Veränderung der Interaktion durch Beeinträchtigung des Kindes

III. Schlussgedanke

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der sensorischen Integration für die kindliche Entwicklung und analysiert, wie Störungen in diesem Bereich Lern- und Verhaltensprobleme auslösen können, während gleichzeitig die Relevanz psychosozialer Faktoren beleuchtet wird.

  • Grundlagen und Definition der sensorischen Integration
  • Entwicklungsebenen (neuronal, sensorisch, kognitiv, motorisch)
  • Zusammenhang zwischen sensorischen Dysfunktionen und Lern- bzw. Verhaltensstörungen
  • Einfluss psychosozialer Faktoren und der Interaktionsqualität auf die geistige Entwicklung

Auszug aus dem Buch

2.1 Neuronale Ebene

Jeder Säugling ist mit fundamentalen frühkindlichen Reflexen ausgestattet. Dies ist sozusagen seine Grundausstattung von der alle weiteren Entwicklungen ihren Ausgang nehmen. Jeder Reflex spielt dabei eine bestimmte Rolle und bereitet eine bestimmte Funktion vor, nämlich die unmittelbare Reaktion auf die Umgebung. Dabei sind diese Reflexe automatisch, stereotyp vom Hirnstamm gelenkt und sichern somit das Überleben des Kindes in den ersten Lebenswochen. Jedoch sind diese Reflexe von Anfang an nur auf eine begrenzte Zeit angelegt (bei einer normalen Entwicklung). Schon bald kommt es nämlich zur Hemmung, d.h. die Unterdrückung einer Funktion (hier des bestimmten Reflexes) durch die Entwicklung einer anderen Funktion (Kesper S.15). Mit der damit einhergehenden Entwicklung kortikal gesteuerter Strukturen wird eine willentliche und gezielte Aktion des Kindes auf Reize aus der Umwelt ermöglicht.

Ist die Integration der frühkindlichen Reflexe nicht vollständig gelungen, wird die Grundausstattung für das Lernen trotz adäquater Information ineffizient sein. Die fortgesetzte Präsenz der nicht gehemmten Reflexe beeinträchtigt die Reifung des zentralen Nervensystem (ZNS) und kann die Entwicklung der Grob-, Feinmotorik und Wahrnehmung beeinflussen. Spätere Fertigkeiten können somit schlechter automatisiert werden (z.B. schreiben). Es werden also reifere und effektivere Bewegungsfähigkeiten nicht ausgebildet. Die Folge im Verlauf der Entwicklung können Gleichgewichtsprobleme, Bewegungsunruhe, Störungen der Stabilität und Rotation des Rumpfes sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sensorische Integration und Entwicklung: Definiert die sensorische Integration als notwendige Grundlage für Lernprozesse und ordnet Störungen in diesem Bereich als mögliche Primärursachen für Lernschwierigkeiten ein.

2. Entwicklung auf vier Ebenen: Beschreibt die Differenzierung der sensorischen Integration in neuronale, sensorische, kognitive und motorische Ebenen, die wechselseitig voneinander abhängig sind.

3. Verhaltens- und Konzentrationsstörungen: Analysiert, wie taktile und vestibuläre Dysfunktionen bei Kindern zu auffälligem Verhalten und Konzentrationsproblemen führen können.

4. Lernstörungen: Untersucht den Einfluss gestörter sensorischer Basisfunktionen auf Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwächen.

5. Psychosoziale Einflüsse auf die Entwicklung: Beleuchtet die Rolle der Eltern-Kind-Interaktion und sozialer Umweltfaktoren als entscheidende Determinanten für die gesunde kindliche Entwicklung.

Schlüsselwörter

Sensorische Integration, Entwicklungspsychologie, Lernstörungen, Verhaltensstörungen, Neuronale Entwicklung, Sensorische Ebene, Kognition, Motorik, Taktile Überempfindlichkeit, Vestibuläre Unterempfindlichkeit, Frühkindliche Reflexe, Eltern-Kind-Interaktion, Psychosoziale Einflüsse, Lernstrategien, Frühförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die sensorische Integration als essenzielle Grundlage der kindlichen Entwicklung und deren Bedeutung bei der Entstehung von Lern- und Verhaltensstörungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die neurologischen und sensorischen Grundlagen, spezifische Lern- und Verhaltensstörungen sowie den Einfluss des psychosozialen Umfelds auf die Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen sensorischen Integrationsstörungen und den daraus resultierenden Lern- und Verhaltensproblemen bei Kindern zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die auf Basis fachpsychologischer Grundlagenwerke die Zusammenhänge zwischen sensorischer Integration, kindlicher Entwicklung und psychosozialen Faktoren analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Entwicklungsebenen, die detaillierte Analyse von Verhaltensstörungen, Lernstörungen und die Untersuchung psychosozialer Einflussfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sensorische Integration, Entwicklungspsychologie, Lernstörungen, Eltern-Kind-Interaktion und neuronale Reifung charakterisiert.

Warum ist die Integration frühkindlicher Reflexe so wichtig?

Eine nicht vollständige Integration dieser Reflexe kann die Reifung des zentralen Nervensystems behindern und führt oft zu Defiziten in der Grob- und Feinmotorik sowie in der Wahrnehmung.

Wie beeinflusst das soziale Umfeld den Therapieerfolg?

Das soziale Umfeld, insbesondere die Qualität der Eltern-Kind-Interaktion, fungiert als entscheidender Faktor, der Risikofaktoren kompensieren oder verschärfen kann und somit maßgeblich die kognitive Entwicklung beeinflusst.

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Details

Title
Sensorische Integration
College
University of Augsburg  (Psychologie)
Course
Seminar: Wahrnehmung und sensorische Integration im Kindesalter
Grade
1,3
Author
German Hondl (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V18416
ISBN (eBook)
9783638227711
Language
German
Tags
Sensorische Integration Seminar Wahrnehmung Integration Kindesalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
German Hondl (Author), 2003, Sensorische Integration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18416
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