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Implikationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und Verfahren im Online-Marketing

Titel: Implikationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und Verfahren im Online-Marketing

Diplomarbeit , 2011 , 57 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Faye Biedrowski (Autor:in)

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Neue Ideen und innovative Marketingstrategien sind notwendig, um den Konsumenten für ein Produkt zu gewinnen und ihn an die Marke zu binden. Ein Ansatz zur effizienten Kundengewinnung im Online-Marketing könnte der Einsatz von Neuromarketing sein. Dabei werden neurowissenschaftliche Erkenntnisse und Verfahren für Marketingfrage-stellungen genutzt. Die Hirnforschung hat in den letzten Jahren viele neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Emotionen die Entscheidungen von Menschen beeinflussen. Man weiß jetzt besser, wie Marken und Werbung in den Köpfen der Kunden wirken und was genau kaufrelevante Emotionen auslöst. Das Ziel des Neuromarketing besteht also darin, den neuronalen Entscheidungsprozess eines Konsumenten zu verstehen und das Produkt sowie die Werbung ganzheitlich so zu gestalten, dass der Kunde diese Marke präferiert.
Die Übertragung von Erkenntnissen des Neuromarketing auf das Online-Marketing ist bisher kaum wissenschaftlich erforscht. Die vorliegende Arbeit hat sich vorgenommen, die Chancen für die wirksame Ansprache der Kunden mittels Neuromarketing zu be-schreiben und aufzuzeigen wie es im Online-Marketing praktisch genutzt werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung der Arbeit

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Vorgehensweise und Untersuchungsansatz

2. Neurowissenschaftliche Grundlagen

2.1 Definition Neurowissenschaft

2.2 Definition Neuroökonomie

2.3 Definition Neuromarketing

2.4 Biologische Grundlagen

2.4.1 Physiologischer Aufbau des Gehirns

2.4.2 Funktionsweise des Gehirns

2.4.3 Psychische Wahrnehmung des Menschen

2.4.4 Entscheidungsfindung als Ergebnis interagierender Prozesse

2.5 Technische und methodische Grundlagen

2.5.1 Elektrophysiologische Verfahren

2.5.2 Bildgebende Verfahren

2.5.2.1 Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)

2.5.2.2 Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

2.5.2.3 Funktionelle transkranielle Dopplersonographie (fTCD)

2.6 Aktueller Forschungsstand und Grenzen der Neurowissenschaft

2.6.1 Grenzen der Neurowissenschaften

2.6.2 Aktueller Forschungsstand

3. Neuromarketing

3.1 Bedeutung von Neuromarketing

3.2 Neuste Erkenntnisse von Neuromarketing-Studien

3.2.1 Neuromarketing-Studie 1: Nucleaus accumbens – ich will mehr davon

3.2.2 Neuromarketing-Studie 2: Spiegelneuronen am Werk – ich nehme dasselbe wie sie

3.2.3 Neuromarketing-Studie 3: Coca-Cola-/Pepsi-Challenge

3.3 Brand Code Management

3.4 Limbic® Map

3.4.1 Aufbau und Hintergrund des Modells

3.4.2 Anwendung und Empfehlungen für das Marketing

3.4.2.1 Die Limbic Types®

3.4.2.2 Neuronale Altersunterschiede

3.4.2.3 Neuronale Geschlechtsunterschiede

3.4.2.4 Empfehlungen für das Marketing

4. Implikationen des Neuromarketing im Online-Marketing

4.1 Aktuelle Problemstellungen im Online-Marketing

4.2 Stärken von Online

4.3 Situationsanalyse

4.4 Online-Marketing-Kommunikation neuronal gestalten

4.4.1 Neuronale Werbegestaltung

4.4.1.1 Soziale Komponente in Werbeelementen

4.4.1.2 Storytelling und Online Video Ads

4.4.2 Gehirngerechte Werbewirkung

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse und Methoden aus den Neurowissenschaften im Online-Marketing nutzbar gemacht werden können, um die Effizienz der Werbekommunikation vor dem Hintergrund eines nicht-rational handelnden Konsumenten zu steigern.

  • Neurowissenschaftliche Grundlagen und das Verständnis des menschlichen Entscheidungsprozesses.
  • Anwendung von Instrumenten wie der Limbic® Map und dem Brand Code Management.
  • Analyse des aktuellen Forschungsstandes im Neuromarketing.
  • Übertragung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse auf das Online-Marketing (Storytelling, multisensuale Ansprache).
  • Optimierung von Werbewirkung und Kundenbindung durch neuronale Ansätze.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Neuromarketing-Studie 1: Nucleaus accumbens – ich will mehr davon

Täglich werden weltweit etwa 15 Milliarden Zigaretten verkauft. Die Zahl der Raucher wird laut Prognose der Weltbank von heute 1,4 Milliarden auf 1,6 Milliarden Tabakkonsumenten in 2025 steigen. Die Folgen des Rauchens sind allgemein bekannt. Rauchen kann Lungenemphyseme verursachen, in der Schwangerschaft kann es zu Fehlgeburten führen. Auf Zigarettenpackungen prangen schwarz umrandete Rechtecke mit eindeutigen Warnungen. Dennoch zeigen diese deutlichen Warnhinweise auf Zigarettenpackungen nur eine geringe Wirkung auf Raucher. Eine Frage, die sich aufdrängt: Sind sich Raucher der Gefahr bewusst, verdrängen aber den Gedanken daran?

Die bisher größte durchgeführte Neuromarketing-Studie bedient sich dieser Fragestellung. Es wurden 2.081 Freiwillige aus China, Japan, Deutschland, England und den USA rekrutiert. Die Probanden, die sich selbst als Genuss-Raucher, Party-Raucher, Gelegenheitsraucher oder starke Raucher bezeichneten, füllten vorab einen Fragebogen aus und wurden anschließend persönlich interviewt. Neben allgemeinen Auskünften zum persönlichen Rauchverhalten wurde auch Folgendes abgefragt:

• Werden Sie durch die Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen beeinflusst?

• Rauchen Sie aufgrund dieser Warnhinweise weniger?

Der Großteil der Probanden beantwortete diese Fragen mit „Ja“.

Anschließend wurden die neuronalen Aktivitäten im Gehirn der Probanden mit Hilfe der fMRT untersucht. Im fMRT liegend wurden ihnen aus verschiedenen Blickwinkeln die Warnhinweise der Zigarettenpackungen angezeigt, wobei sie bei jedem Bild durch Betätigung eines Druckknopfes ihren Wunsch nach einer Zigarette ausdrücken sollten, abgestuft nach der Intensität ihres Verlangens.

Das Ergebnis war: Die Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen unterdrückten das Verlangen nach einer Zigarette nicht. Sämtliche Warnhinweise und Tatsachenfotos, staatliche Restriktionen, Milliarden von Euros, die 123 Länder in Nichtraucherkampagnen investiert hatten, erfüllten ihren Zweck in keinster Weise. Vielmehr noch hatten die Warnungen vor Zigaretten, egal ob sie über das Risiko eines Lungenemphysems oder Krebserkrankungen aufklärten, ein Areal im Gehirn der Raucher aktiviert, das als Nucleus Accumbens oder „Lustzentrum“ bezeichnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung des Internets ein und stellt die Forschungsfrage, wie Erkenntnisse des Neuromarketing zur Effizienzsteigerung im Online-Marketing beitragen können.

2. Neurowissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die biologischen Strukturen des Gehirns, psychologische Wahrnehmungsprozesse sowie die methodischen Möglichkeiten der Hirnforschung wie fMRT und EEG.

3. Neuromarketing: Hier werden zentrale Erkenntnisse aus Neuromarketing-Studien vorgestellt und Instrumente wie das Brand Code Management sowie die Limbic® Map zur Steuerung neuronaler Prozesse eingeführt.

4. Implikationen des Neuromarketing im Online-Marketing: Dieses Kapitel transferiert die theoretischen Grundlagen in die praktische Anwendung für das Online-Marketing, unter anderem durch neuronale Werbegestaltung, Storytelling und gehirngerechte Werbewirkungskontrolle.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Neuromarketing für die moderne Markenführung zusammen und betont, dass das Verständnis unbewusster Prozesse unerlässlich für zukünftige Online-Marketing-Strategien ist.

Schlüsselwörter

Neuromarketing, Neuroökonomie, Online-Marketing, Limbic® Map, Brand Code Management, Gehirnaktivität, Konsumentenverhalten, Werbewirkung, fMRT, Emotionen, neuronale Prozesse, Markenführung, Markennetzwerk, Storytelling, implizite Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie Erkenntnisse aus der Hirnforschung dazu beitragen können, Online-Marketing-Maßnahmen effektiver zu gestalten, indem sie das unbewusste, emotionale Konsumentenverhalten besser verstehen und gezielter ansprechen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die neurowissenschaftlichen Grundlagen der Entscheidungsfindung, die Funktionsweise von Neuromarketing-Methoden und deren konkrete Implikationen für die strategische Kommunikation im Online-Bereich.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet: "Wie können die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse und Verfahren des Neuromarketing für erfolgreiches Online-Marketing genutzt werden?"

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Datenerhebung oder Analyse herangezogen?

Die Arbeit basiert auf einer strukturierten Analyse aktueller neurowissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Markenführung sowie auf der Auswertung von Studien, die bildgebende Verfahren wie fMRT und elektrophysiologische Messungen verwenden.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der biologischen und technischen Grundlagen der Neurowissenschaften, die Anwendung von Modellen wie der Limbic® Map und schließlich die praktische Ableitung von Strategien für das Online-Marketing.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Neuromarketing, Limbic® Map, Brand Code Management, neuronale Prozesse, implizite Wahrnehmung und Online-Marketing.

Warum sind klassische Marktforschungsmethoden laut der Autorin oft unzureichend?

Klassische Befragungen erfassen meist nur bewusste, explizite Aussagen. Da Entscheidungen jedoch maßgeblich unbewusst und emotional getroffen werden, bilden herkömmliche Methoden das tatsächliche Verhalten der Konsumenten nur unzureichend ab.

Welchen Stellenwert nimmt die Limbic® Map in diesem Konzept ein?

Die Limbic® Map dient als Modell zur Identifikation von Motiv- und Emotionssystemen. Sie ermöglicht eine differenzierte Zielgruppensegmentierung und hilft dabei, Marketingbotschaften präziser auf die neurobiologischen Bedürfnisse der Kunden abzustimmen.

Was besagt die Erkenntnis zum "Nucleus Accumbens" bei Zigarettenwarnhinweisen?

Die Studie zeigte, dass Warnhinweise auf Zigarettenpackungen nicht abschreckend wirken, sondern stattdessen das "Lustzentrum" im Gehirn (Nucleus Accumbens) aktivieren können, was bei Rauchern paradoxerweise das Verlangen nach einer Zigarette eher verstärkt als unterdrückt.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Implikationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und Verfahren im Online-Marketing
Hochschule
Hanseatische Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie VWA gemeinnützige GmbH, Studienzentrum Hamburg
Note
1,0
Autor
Faye Biedrowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
57
Katalognummer
V184457
ISBN (eBook)
9783656093619
ISBN (Buch)
9783656093428
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Online Marketing Neurowissenschaften Neuroökonomie Internetmarketing Neuromarketing Marketing
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Faye Biedrowski (Autor:in), 2011, Implikationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und Verfahren im Online-Marketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184457
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  57  Seiten
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