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Besiedlung Siebenbürgens und des Banats im 18. Jahrhundert

Titel: Besiedlung Siebenbürgens und des Banats im 18. Jahrhundert

Ausarbeitung , 2008 , 13 Seiten , Note: 2

Autor:in: Iris Reiß (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser sehr kurzen Arbeit möchte ich vor allem die Besiedlung des Banats im 18. Jahrhundert näher beleuchten und auch kurz auf Siebenbürgen eingehen. Ich behandle die sogenannten „Landler“ hier allerdings nicht. Somit werde ich gleich zu Beginn auf die Besiedlung Siebenbürgens im 18. Jahrhundert zu sprechen kommen.
Mir geht es darum, einen übersichtlichen Einblick in diesen Teil der Geschichte des 18. Jahrhunderts zu geben. Ich gehe deshalb nicht genau auf die einzelnen Herkunftsgebiete und Ziele der Kolonisten oder die einzelnen Bevölkerungszüge ein.
Meine Arbeit stützt sich im Wesentlichen auf den Ausstellungkatalog „Die Donauschwaben“, herausgegeben vom Innenministerium Baden-Württemberg, der neben vielen Bildern und Tabellen auch einige kurze Texte über das Leben der Kolonisten und die einzelnen Etappen der Migration in das Banat enthält. Außerdem habe ich zwei Aufsätze aus dem Sammelband „Migration nach Ost- und Südosteuropa vom 18. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.“, herausgegeben von Mathias Beer und Dittmar Dahlmann, als Grundlage/-lektüre verwendet, die mir vor allem Aufschluss über die einzelnen Perioden der Migration und auch über die ethnischen Probleme, die im Zuge dieser Kolonisation auftraten, gaben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründe für die Auswanderung

3. Etappen der Kolonisation

3.1 Kolonisation zur Zeit Karl VI

3.2 Theresianische Umsiedlung

3.3 Josephinische Reformära

4. Wirtschaftliche Entwicklungen im Banat des 18. Jahrhunderts

5. Siedlungsform der Orte im Banat

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit gibt einen historischen Überblick über die planmäßige Besiedlung des Banats und kurzzeitig von Siebenbürgen im 18. Jahrhundert unter der Habsburgermonarchie, wobei die Migrationsphasen, die wirtschaftlichen Auswirkungen sowie die strukturelle Gestaltung der neuen Siedlungen im Fokus stehen.

  • Die drei wesentlichen Phasen der Kolonisation unter Karl VI., Maria Theresia und Joseph II.
  • Die Analyse der Push- und Pull-Faktoren für die Auswanderung im 18. Jahrhundert.
  • Wirtschaftlicher Aufbau, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, Handwerk und Bergbau.
  • Die siedlungstechnische Planung der Orte nach dem Schachbrettmuster.
  • Die Rolle der Kolonisation für die Sicherung der Grenzen der Habsburgermonarchie.

Auszug aus dem Buch

3.1 Kolonisation zur Zeit Karls VI.

Nach der Eroberung Temesvár (Temeschburg, Timişoara), der Hauptstadt des Banats mit einer wichtigen Befestigungsanlage, durch Prinz Eugen 1716 wollte Karl VI. (1711 – 1740) die neu eroberte Region mit katholischen deutschen Einwohnern besiedeln. Im Zuge dessen wurden Serben, Rumänen, die orthodoxe Bevölkerung, Mohammedaner und Juden vertrieben oder in Vororte, sogenannte „Raitzenstädte“, umgesiedelt. Die karolinische Epoche ist also durch monokonfessionell und somit auch monokulturell ausgerichtete Kolonisation geprägt.

Zuerst wurde die Besiedlung des Berglands in Angriff genommen um das zum Bergbau notwendige Fachpersonal sicherzustellen. Die Kolonisation zur Zeit Karls VI. erfolgte hauptsächlich in Form der Erweiterung von Altsiedlungen oder durch Vertreibung der ortsansässigen Bevölkerung. Wenn Neusiedlungen gegründet wurden, dann im Südbanater Bergland.

Trotzdem stand der Staat Anfangs als Kolonisator der riesigen verödeten Gebiete noch im Hintergrund – die Initiative ergriffen geistliche und weltliche Grundherren, die Arbeitskräfte für die Bewirtschaftung ihrer brachliegenden Besitzungen brauchten.

Die planmäßige Besiedlung ausgedehnter Gebiete durch den Staat setzte erst 1723 ein, als der Kaiser von den ungarischen Ständen gebeten wurde, Bauern und Handwerker aus dem Deutschen Reich zur Übersiedlung nach Ungarn zu bewegen. Der erste „Schwabenzug“ fand 1723 – 1726 statt und erfasste vor allem das Banat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den zeitlichen und geographischen Rahmen der Arbeit und stellt die historische Bedeutung der Donauschwaben-Migration in das Banat dar.

2. Gründe für die Auswanderung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen, sozialen und religiösen Push- und Pull-Faktoren, die Menschen im 18. Jahrhundert zur Abwanderung aus ihren Heimatregionen bewegten.

3. Etappen der Kolonisation: Hier werden die drei administrativen Ansiedlungsphasen unter Kaiser Karl VI., Maria Theresia und Joseph II. detailliert analysiert.

4. Wirtschaftliche Entwicklungen im Banat des 18. Jahrhunderts: Dieses Kapitel beschreibt den Aufbau von Infrastruktur, Landwirtschaft und Handwerk durch die Siedler sowie die wirtschaftliche Konsolidierung der Region.

5. Siedlungsform der Orte im Banat: Der letzte Abschnitt befasst sich mit der planmäßigen städtebaulichen Gestaltung der Dörfer, insbesondere der Anwendung des Schachbrettmusters zur funktionalen Ordnung.

Schlüsselwörter

Banat, Siebenbürgen, Kolonisation, Schwabenzug, 18. Jahrhundert, Habsburgermonarchie, Migration, Donauschwaben, Landler, Theresianische Umsiedlung, Josephinische Reformära, Siedlungsformen, Agrarwirtschaft, Minderheitenpolitik, Grenzschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die systematische Besiedlung des Banats sowie teilweise Siebenbürgens im 18. Jahrhundert im Kontext der habsburgischen Expansions- und Siedlungspolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Migrationsbewegungen aus dem deutschen Reichsgebiet, die staatlichen Ansiedlungspatente, der wirtschaftliche Aufbau der Region und die spezifische Architektur der Neusiedlungen.

Welches Ziel verfolgt der Text?

Das primäre Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die verschiedenen Etappen der Kolonisation und die damit verbundenen sozio-ökonomischen Transformationen im 18. Jahrhundert zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse basierend auf Ausstellungskatalogen und historischen Fachbeiträgen zur Migrationsgeschichte und Donauschwäbischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Migrationsgründe, die drei großen Kolonisationswellen, die wirtschaftliche Erschließung des Landes und eine Analyse der Siedlungsformen wie dem Haufendorf oder dem Schachbrettmuster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schwabenzug, Banat, Kolonisation, Habsburgermonarchie und Agrarwirtschaft geprägt.

Was war der "Temeschburger Wasserschub"?

Dies war eine Maßnahme unter Maria Theresia, bei der zwischen 1744 und 1768 aus Wien stammende Landstreicher und als unliebsam geltende Personen zwangsweise in die Siedlungsgebiete des Banats deportiert wurden.

Welche Rolle spielte der konfessionelle Aspekt bei der Besiedlung?

Die Ansiedlungspolitik war stark durch das Ziel geprägt, den katholischen Anteil an der Bevölkerung in Ungarn zu erhöhen, wobei es zeitweise zu Spannungen zwischen katholischen und protestantischen Siedlern kam.

Warum war die Errichtung der Banater Militärgrenze entscheidend?

Sie war notwendig, um die neugewonnenen Gebiete gegen das Osmanische Reich zu sichern, wobei die Regierung gezielt deutsche Siedler ansiedelte, von denen sie sich größere Loyalität als von der einheimischen Bevölkerung versprach.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Besiedlung Siebenbürgens und des Banats im 18. Jahrhundert
Hochschule
Universität Wien
Note
2
Autor
Iris Reiß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V184639
ISBN (eBook)
9783656095736
ISBN (Buch)
9783656095958
Sprache
Deutsch
Schlagworte
besiedlung siebenbürgens banats jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Iris Reiß (Autor:in), 2008, Besiedlung Siebenbürgens und des Banats im 18. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184639
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Leseprobe aus  13  Seiten
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