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Eine Renzension von Eva Illouz Werk "Der Konsum der Romantik"

Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus

Titel: Eine Renzension von Eva Illouz Werk "Der Konsum der Romantik"

Rezension / Literaturbericht , 2011 , 9 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: David Jugel (Autor:in)

Soziologie - Konsum und Werbung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was ist Liebe? Ist Liebe das Produkt hormonell motivierter Triebe und gesell-schaftlich tradierter Ideale? Ist sie die Vereinigung von Geist und Körper oder eine Anziehungskraft zwischen für einander bestimmten Individuen?
Eva Illouz stellt sich diese Frage aus soziologischer Sicht und deklassiert dabei den idealistischen Pathos, der oft in der Vorstellung von Liebe mitschwingt. Die vorliegende Arbeit setzt sich dabei refelktierend und kritisch mit ihrem Werk auseinander.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Entstehung der utopischen Vorstellung von romantischer Liebe

2. Verschlmelzung von Konsum und Romantik durch Rituale

3. Auswirkung romantischer Vorstellungen auf das subjektive Handeln in der Postmoderne

4. Einfluss der Konsumkultur auf die soziale Konstruktion von Romantik

5. Klassenansatz und soziale Differenzierung der Romantik

6. Resümee zur Interdependenz von Romantik und Konsum

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Rezension analysiert Eva Illouz’ soziologische Studie „Der Konsum der Romantik“, welche die historische und gegenwärtige Verschränkung von Liebesbeziehungen mit konsumorientierten Marktplätzen untersucht, um zu ergründen, wie romantische Ideale durch kapitalistische Strukturen geformt und verändert werden.

  • Historische Transformation romantischer Vorstellungen im Zuge der Säkularisierung.
  • Die Rolle von Konsumritualen bei der Stabilisierung von Paarbeziehungen.
  • Methodologische Reflexion qualitativer Forschung in der Soziologie der Gefühle.
  • Einfluss sozioökonomischer Schichtzugehörigkeit auf die Gestaltung von Liebesbeziehungen.
  • Die Funktion von Massenmedien und Werbung bei der Romantisierung von Waren.

Auszug aus dem Buch

Die Säkularisierung der Liebe oder die Liebe als neue Religion

An den Anfang der Frage nach den Auswirkungen und den Interdependenzen zwischen Romantik und Konsum, stellt Illouz den Wandel romantischer Vorstellungen mit dem Umbruch in die Moderne: Mit Auflösung des religiösen Deutungsapparates im Zuge der Säkularisierung am Ende des 18. Jahrhunderts und dem damit verbunden Freiheitsgedanken, wurden die christlichen Beschränkung von Liebe auf Ehe sowie die gesellschaftliche Zweckmäßigkeit einer solchen Verbindung durch die romantische Vorstellung einer transindividuellen Liebesverbindungen abgelöst. „Abgelöst“ bedeutet in diesem Falle, dass Illouz die Liebe gar als neue Religion darstellt: Die Säkularisierung der Liebe oder die Liebe als neue Religion (57). Bei der zeitlichen Einordnung dieses Prozesses muss bedacht werden, dass sich Illouz offensichtlich auf die Historie der USA bezieht. Gleichwohl können die Prozesse mit zeitlichen Differenzen auf das westliche Europa übertragen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entstehung der utopischen Vorstellung von romantischer Liebe: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Wandel der Liebeskonzepte vom 18. bis zum 19. Jahrhundert, in dem Liebe zunehmend als eine von rationalen Marktprozessen unabhängige, fast religiöse Sphäre konstruiert wurde.

2. Verschlmelzung von Konsum und Romantik durch Rituale: Hier wird analysiert, wie soziale Rituale, unterstützt durch Konsumgüter und Freizeitangebote, dazu beitragen, Liebesbeziehungen in den Alltag zu integrieren und gleichzeitig zu institutionalisieren.

3. Auswirkung romantischer Vorstellungen auf das subjektive Handeln in der Postmoderne: Dieser Abschnitt untersucht, wie heutige Individuen zwischen dem Wunsch nach romantischem Abenteuer und dem Bedürfnis nach stabiler Partnerschaft schwanken und welche Rolle Medien dabei spielen.

4. Einfluss der Konsumkultur auf die soziale Konstruktion von Romantik: Das Kapitel erläutert die Mechanismen der Werbeindustrie, die Produkte mit romantischen Versprechen auflädt und damit die soziale Wahrnehmung von Liebe direkt beeinflusst.

5. Klassenansatz und soziale Differenzierung der Romantik: Hier wird diskutiert, wie sich unterschiedliche soziale Schichten durch spezifische Konsummuster und Kommunikationsstile in ihren romantischen Vorstellungen und Praktiken voneinander abgrenzen.

6. Resümee zur Interdependenz von Romantik und Konsum: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass Romantik und Konsum keine getrennten Sphären bilden, sondern eine komplexe, interdependente Einheit darstellen, die mikro- und makrosoziologisch wirksam ist.

Schlüsselwörter

Eva Illouz, Konsum, Romantik, Kapitalismus, Mikrosoziologie, Liebe, Identität, Soziale Schichtung, Qualitative Forschung, Moderne, Postmoderne, Rituale, Massenmedien, Werbeindustrie, Zweierbeziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit von Eva Illouz?

Die Arbeit untersucht die soziologische Verknüpfung von romantischen Liebesbeziehungen mit der modernen Konsumkultur und zeigt auf, wie der Kapitalismus unsere Vorstellung von Liebe beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die historische Säkularisierung der Liebe, die Rolle von Konsum bei der Beziehungsgestaltung sowie die unterschiedliche Ausprägung von romantischen Idealen in verschiedenen sozialen Schichten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass Romantik und Konsum keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig bedingen und dass moderne Liebesbeziehungen tief in kapitalistische Logiken eingebettet sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin stützt sich primär auf qualitative Methoden, darunter 50 Interviews, Inhaltsanalysen sowie die Auswertung von Film- und Bildmaterial.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel der Liebe seit dem 18. Jahrhundert, die Bedeutung von Konsumritualen, die Rolle der Massenmedien bei der Romantisierung von Waren und klassenspezifische Unterschiede bei der Partnerwahl.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Konsum der Romantik“, „Liminalität“, „soziologische Konstruktion“ und „ökonomische Rationalität“ charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst der Kapitalismus laut Illouz Liebesbeziehungen?

Der Kapitalismus beeinflusst Beziehungen durch die Bereitstellung von Konsumgütern, die als romantische Symbole dienen, und durch die Vermittlung romantischer Ideale über die Werbeindustrie.

Welche methodische Kritik wird in der Rezension geäußert?

Die Rezension merkt kritisch an, dass die Studie auf eine quantitative Repräsentativität verzichtet und die Einteilung der sozialen Schichten, insbesondere der Arbeiterklasse, als teilweise undifferenziert betrachtet wird.

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Details

Titel
Eine Renzension von Eva Illouz Werk "Der Konsum der Romantik"
Untertitel
Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Soziologie)
Veranstaltung
Einführung in die Mikrosoziologie
Note
1,0
Autor
David Jugel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
9
Katalognummer
V184673
ISBN (eBook)
9783656095545
ISBN (Buch)
9783656095828
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine renzension illouz werk konsum romantik liebe widersprüche kapitalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Jugel (Autor:in), 2011, Eine Renzension von Eva Illouz Werk "Der Konsum der Romantik", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184673
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Leseprobe aus  9  Seiten
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