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Calvins Lehre vom dreifachen Amt Christi

(an Hand der Institutio von 1559 und des Genfer Katechismus von 1545) und ihre Rezeption bei exemplarischen Theologen der Gegenwart

Titel: Calvins Lehre vom dreifachen Amt Christi

Masterarbeit , 2011 , 85 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Holger Meier (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Genfer Reformator Johannes Calvin (1509-1564) entwickelte und vertrat in seiner Theologie eine Lehre vom dreifachen Mittleramt Jesu Christi als Prophet, König und Priester. Diese Ämterlehre ist ein praktisch-dogmatischer Versuch Calvins, die Bedeutung Jesu Christi für den Glauben aufzuzeigen. Der Theologe Klauspeter Blaser bringt die Ämterlehre Calvins folgendermaßen auf den Punkt:
„Sie will die Beziehung zwischen der Person und dem Werk Christi herstellen und aussagen. Wer Jesus ist, manifestiert sich in seinem Werk.“ Zuerst wird in dieser Arbeit gezeigt, welche Einflüsse dazu führten, dass Calvin diese Lehre entwickelte (auch unter Gegenüberstellung mit Martin Luthers Lehre von den zwei Ämtern Christi, welche von Karin Bornkamm ausführlich erforscht wurde). Es folgt eine detaillierte Darstellung und Interpretation seiner Ämterlehre, um die Inhalte dieser Lehre zu erfahren und die genauen Aussageabsichten Calvins, die er bei dieser Lehre im Sinn hatte. Hierbei wird ausdrücklich auf Theologen Bezug genommen, die sich ausführlich mit Calvin beschäftigen (z.B. Klauspeter Blaser, Matthias Freudenberg und Georg Plasger).

Im Anschluss daran soll es um die Rezeption der Ämterlehre Calvins gehen. Dies betrifft die Theologie, die unmittelbar auf Calvin folgte (altprot. Orthodoxie), vor allem aber die Theologie der Gegenwart (Karl Barth, Otto Weber, Wolfhart Pannenberg, Jan Milic Lochman, Jürgen Moltmann, Karin Bornkamm, Gerhard Ebeling, Hans-Martin Barth, Wilfried Härle und Ralf Karolus Wüstenberg). Hier wird aufgezeigt, dass auf der einen Seite Kritikpunkte gegen die Struktur und den Inhalt des dreifachen Amtes Christi vorgebracht werden, zum anderen die Lehre aber nach wie vor von Theologen verwendet wird. Dies geschieht mal in erheblicher Nähe zu Calvin, mal in diversen formalen oder inhaltlichen Weiterentwicklungen seiner Lehre. Jede Lehre von den Ämtern Christi will letztlich die Frage beantworten, „wer Jesus ist, von dem her, was er wirkt“ (Ebeling). Bei der Behandlung der Ämterlehre Calvins und der Rezeption derselben soll deshalb immer die Frage im Hintergrund stehen, ob und inwiefern die Lehre vom dreifachen Amt ein gutes Hilfsmittel ist, um sich die Bedeutung Jesu Christi für den Glauben zu verdeutlichen. Am Ende der Arbeit soll diese Frage unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse der Arbeit in einer persönlichen Stellungnahme beantwortet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorgeschichte der Ämterlehre Calvins

2.1 Ein Überblick über die Christologie von der Alten Kirche bis zur Reformationszeit

2.2 Das zweifache Amt Christi bei Martin Luther

2.3 Vom zweifachen Amt Christi bei Martin Luther zum dreifachen Amt Christi bei Johannes Calvin

3. Johannes Calvins Lehre vom dreifachen Amt Christi

3.1 Inhaltlicher Überblick über die Quellen

3.2 Inhaltlicher Überblick über das zweite Buch der Institutio

3.3 Das Dreifache Amt Christi in der Institutio und im Genfer Katechismus

3.3.1 Allgemeines zum dreifachen Amt Christi

3.3.2 Das Prophetische Amt

3.3.3 Das Königliche Amt

3.3.4 Das Priesterliche Amt

3.4 Der Kontext der Drei-Ämter-Lehre in der Institutio

3.4.1 Der Beziehung des Alten Testaments zur Drei-Ämter-Lehre

3.4.2 Das Werk des Mittlers

3.4.3 Die Drei-Ämter-Lehre als Mitte der Christologie

3.4.3.1 Das Wortamt und das Freiheitsamt (II,9-11)

3.4.3.2 Das Mittleramt und das Gehorsamsamt (II,12-14)

3.4.3.3 Das Lebensamt und das Erlösungsamt (II,16-17; III)

3.4.3.4 Der eine Christus als der Mittelpunkt

3.5 Das Fazit der Dreiämterlehre Calvins

4. Die Geschichte der Drei-Ämterlehre im Anschluss an Calvin

5. Die Rezeption der Ämterlehre Calvins in der Theologie der Gegenwart

5.1 Karl Barth

5.2 Otto Weber

5.3 Wolfhart Pannenberg

5.4 Jan Milič Lochman

5.5 Jürgen Moltmann

5.6 Karin Bornkamm

5.7 Gerhard Ebeling

5.8 Hans-Martin Barth

5.9 Wilfried Härle

5.10 Ralf Karolus Wüstenberg

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht Johannes Calvins Lehre vom dreifachen Mittleramt Jesu Christi (Prophet, König, Priester) auf Basis der Institutio von 1559 und des Genfer Katechismus von 1545. Das Ziel ist es, die systematische Bedeutung dieser Ämterlehre innerhalb der Christologie Calvins zu ergründen und deren Rezeption sowie kritische Bewertung in der Theologie der Gegenwart zu analysieren.

  • Historische Herleitung und Entwicklung der Ämterlehre bei Calvin
  • Systematische Darstellung der drei Ämter Christi in Calvins Theologie
  • Die Funktion der Ämterlehre als Mitte der Christologie
  • Analyse der Rezeption und Kritik bei zeitgenössischen Theologen wie Barth, Weber und Härle
  • Persönliche Stellungnahme zur bleibenden Relevanz der Ämterlehre für den Glauben

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Allgemeines zum dreifachen Amt Christi

Calvins systematischen Ausführungen zum dreifachen Amt Christi in der Institutio finden sich in Buch II, Kapitel 15, das als inhaltliche Zusammenfassung die Überschrift trägt:

„Wollen wir wissen, wozu Christus vom Vater gesandt ward und was er uns gebracht hat, so müssen wir vornehmlich sein dreifaches Amt – das prophetische, königliche und priesterliche – betrachten“.

Bevor Calvin die drei Ämter im Einzelnen erläutert (Prophet: II,15,1-2; König: II,15,3-5; Priester: II,15,6), macht er einige allgemeine und einleitende Bemerkungen (II,15,1-2). Er möchte, wenn er die Ämter nennt, nicht nur Namen und Bezeichnungen verwenden, sondern auch deren Bedeutung erfassen und erklären. Calvin bezieht sich auf Augustinus’ Charakterisierung der Ketzer in Abgrenzung zur wahren Kirche. Diese sogenannten Ketzer predigen zwar Christus und verwenden auch seinen Namen. Im Unterschied zur wahren Kirche stehen sie aber nicht auf dem Fundament der wahren Kirche, weil sie die Bedeutung Christi nicht kennen. Er lebt „bei ihnen nur dem Namen nach, aber nicht tatsächlich“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Lehre vom dreifachen Mittleramt Calvins und Formulierung der Forschungsfrage nach ihrer Bedeutung für den Glauben und ihrer Rezeption in der Gegenwart.

2. Die Vorgeschichte der Ämterlehre Calvins: Überblick über christologische Ansätze vor Calvin, insbesondere das zweifache Amt bei Luther, sowie die Entwicklung des dreifachen Schemas.

3. Johannes Calvins Lehre vom dreifachen Amt Christi: Zentrale Analyse des prophetischen, königlichen und priesterlichen Amtes in Calvins Hauptwerk sowie deren Kontextualisierung im zweiten Buch der Institutio.

4. Die Geschichte der Drei-Ämterlehre im Anschluss an Calvin: Darstellung der Aufnahme und Veränderung der Ämterlehre in der nachreformatorischen Orthodoxie und durch die Aufklärung.

5. Die Rezeption der Ämterlehre Calvins in der Theologie der Gegenwart: Kritische Untersuchung des Umgangs mit Calvins Ämterlehre bei ausgewählten Theologen des 20. und 21. Jahrhunderts.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der praktischen Relevanz der Ämterlehre und ihre Bedeutung für die heutige Theologie und den persönlichen Glauben.

Schlüsselwörter

Johannes Calvin, Institutio Christianae Religionis, dreifaches Amt Christi, Prophetisches Amt, Königliches Amt, Priesterliches Amt, Christologie, Mittleramt, Karl Barth, Otto Weber, Versöhnungslehre, Geistsalbung, Rechtfertigung, Heiligung, Soteriologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Johannes Calvins Lehre vom dreifachen Mittleramt Christi als Prophet, König und Priester und analysiert deren Aufnahme in der modernen Theologie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben der systematischen Erläuterung der Ämter bei Calvin stehen das Verhältnis von Christologie und Soteriologie sowie die Rezeption der Lehre bei namhaften Theologen im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, inwiefern Calvins Ämterlehre ein hilfreiches Instrument darstellt, um die Bedeutung Jesu Christi für den christlichen Glauben zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische Analyse, die Calvins Schriften (Institutio, Katechismus) sowie dogmatische Werke bedeutender Theologen der Gegenwart auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Exegese der drei Ämter bei Calvin und eine anschließende Auseinandersetzung mit deren Rezeption bei Theologen wie Barth, Weber, Pannenberg und anderen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Calvins Institutio, das dreifache Amt Christi, Mittleramt, Versöhnungslehre und der solus-Christus-Gedanke.

Welche Bedeutung misst Calvin dem Heiligen Geist in seiner Ämterlehre bei?

Der Heilige Geist ist für Calvin zentral, da er Christus für seine Ämter ausrüstet und den Gläubigen Teilhabe an Christus und seinem Wirken vermittelt.

Wie bewertet der Autor Calvins Ämterlehre heute?

Der Autor erachtet die Ämterlehre trotz kritischer Einwände zur Nützlichkeit als ein wertvolles, systematisches Hilfsmittel, um Christus als ganzheitlichen Mittler zu begreifen.

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Details

Titel
Calvins Lehre vom dreifachen Amt Christi
Untertitel
(an Hand der Institutio von 1559 und des Genfer Katechismus von 1545) und ihre Rezeption bei exemplarischen Theologen der Gegenwart
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Calvin und der Calvinismus
Note
1,3
Autor
Holger Meier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
85
Katalognummer
V184675
ISBN (eBook)
9783656096047
ISBN (Buch)
9783656095804
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Johannes Calvin Calvin Karl Barth dreifaches Amt Christi Otto Weber Klauspeter Blaser Georg Plasger Jürgen Moltmann Karin Bornkamm Gerhard Ebeling Hans-Martin Barth Wilfried Härle Ralf Karolus Wüstenberg König Priester Prophet Triplex Triplex Munus Christi Ämter Christi Amt Christi Martin Luther Dreiämterlehre Calvins Institutio Genfer Katechismus Jan Milic Lochman
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Arbeit zitieren
Holger Meier (Autor:in), 2011, Calvins Lehre vom dreifachen Amt Christi, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184675
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Leseprobe aus  85  Seiten
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