„Raumgrenzen in Bewegung - Zur Interpretation realer und virtueller Räume“ von Markus Schroer


Exzerpt, 2009

3 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Exzerpte über „Raumgrenzen in Bewegung- Zur Interpretation realer und virtueller Räume“ von Markus Schroer

Schroer schreibt im Zuge der Globalisierung dem Internet eine Schlüsselrolle zu, da es die Möglichkeit eröffnet unabhängig von „geographischen, politischen und kulturellen Grenzen an jedem beliebigen Ort zu jeden Zeitpunkt“ (Schroer 2003, S.217) Informationen zu vermitteln und zu empfangen. Dadurch werden die Grenzen des Geschlechts, Alters und der eigenen Identität überwunden. Die Entgrenzung der Gesellschaft durch das Cyberspace stellt Schroer in Frage, da es zu einer neuen Grenze kommt: Die Grenze zwischen dem Realen und Virtuellem. Die virtuelle ist keine neue Gesellschaft, es entstand eine Verdopplung im virtuellen Raum. Es soll nicht eine Parallelwelt darstellen, sondern eine Gegenwelt, eine Utopie. Schroer vergleicht die Verschmelzung von virtuellem und realem Raum mit der Verschmelzung von Land und Meer. Diese Metapher kann man auf drei Arten interpretieren:

Es kommt zu einer Virtualisierung des Realen

Es handelt sich um eine Kolonialisierung des Virtuellen durch das Reale

Eine Interpenetration (gegenseitige Beeinflussung des Virtuellen und des Realen)

Schroer führt mehrere Metaphern für das Cyberspace auf und geht der Frage nach wer welche Metapher benutzt hat.

„Datenautobahn“

(Vizepräsident der Clinton- Regierung Al Gore

„Dieser Begriff suggeriert festliegende Routen, auf denen man rasch vorankommt und schnell an ein Ziel gelangt, stellt Geschwindigkeit in Aussicht, die im realen Leben durch die hohe Verkehrsdichte kaum mehr erreicht werden können.“ (Schroer 2003, S.220)

„Global Village“

(kanadischer Medienforscher Marshall McLuhan)

Distanzen verschwinden und die Welt wird zu einem Dorf. Randgruppen entegireren sich nun in einem „Dorf“.

„Digitale Stadt“

Die virtuelle Stadt nimmt Strukturen an, die in einer realen Stadt anzutreffen ist.

Alle drei Metaphern sind raumorientiert, welche im Sinne des Cyberspace nicht zutreffend erscheinen. Schroer betont, dass es zu einem relationalen Raumverständnis gekommen ist. Viel entscheidender ist seines Erachtens jedoch die Frage, ob es sich beim Cyberspace überhaupt um einen Raum handelt. Weitere metaphern, die er ergründet sind die des „Datenmeers“ und des „Surfens“. Die Metapher des Meeres wird auch mit dem Möglichkeitsraum verknüpft. Das Meer als Metapher impliziert eine Welt ohne Zugangsbeschränkungen und außerhalb staatlicher Aktivitäten. Diesem „Raum der Freiheit“ steht der „Raum der Macht“ gegenüber. Laut Vinillio resultiert der Aufbau des elektronischen Raums „aus einer Krise des realen Raums“ (in Schroer 2003, S.226).

[...]

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
„Raumgrenzen in Bewegung - Zur Interpretation realer und virtueller Räume“ von Markus Schroer
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Soziologie)
Veranstaltung
Theorien des Raums
Note
2,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
3
Katalognummer
V184817
ISBN (eBook)
9783656097327
Dateigröße
438 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
raumgrenzen, bewegung, interpretation, räume, markus, schroer
Arbeit zitieren
Joana Lissmann (Autor), 2009, „Raumgrenzen in Bewegung - Zur Interpretation realer und virtueller Räume“ von Markus Schroer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184817

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