Grin logo
en de es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Film Science

Zur Anwendung des phantasmatisch-transzendentalen Modus in "Velvet Goldmine"

Title: Zur Anwendung des phantasmatisch-transzendentalen Modus in "Velvet Goldmine"

Seminar Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Schwarz (Author)

Film Science
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In seinem Aufsatz Traumatic Postmodern Histories: Velvet Goldmine’s Phantasmatic Testimonies widmet sich Autor Edward R. O’Neill der Problemstellung des Erfassens von Geschichte in der Postmoderne. O’Neills Ausführungen zeichnen zwei Extreme von filmischer Historiografie als Möglichkeiten bzw. Gegenpole auf einer Achse – der historistische Revisionismus gegen das von ihm identifizierte Modell des phantasmatisch-transzendentalen Modus. Diese Hausarbeit soll sein Modell in Abgrenzung zum Gegenpol darstellen, Aspekte der Schlüsselbegriffe Trauma, Zeugnis und Fantasie einbeziehen und das Gesagte am Film Velvet Goldmine (R: Todd Haynes, USA 1998) diskutieren, welcher auch von O’Neill selbst als ein Beispiel genutzt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Modi postmoderner Filmästhetik bei Edward R. O'Neill
    • 2.1 Historistischer Revisionismus
    • 2.2 Trauma, Zeugnis, Fantasie
    • 2.3 Phantasmatisch-Transzendentaler Modus
  • 3. Phantasmatisch-transzendentaler Modus bei Velvet Goldmine
  • 4. Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Hausarbeit analysiert das Modell des phantasmatisch-transzendentalen Modus, wie es von Edward R. O'Neill in seinem Aufsatz „Traumatic Postmodern Histories: Velvet Goldmine's Phantasmatic Testimonies“ vorgestellt wurde. Der Fokus liegt auf der Abgrenzung dieses Modells zum historistischen Revisionismus, der Einbeziehung der Schlüsselbegriffe Trauma, Zeugnis und Fantasie sowie der Anwendung dieses Modells auf den Film „Velvet Goldmine“ (R: Todd Haynes, USA 1998), welcher auch von O'Neill selbst als Beispiel genutzt wird.

  • Postmoderne Filmästhetik und die Darstellung von Geschichte
  • Historischer Revisionismus und seine Grenzen
  • Der phantasmatisch-transzendentale Modus und seine Bedeutung für die Filmgeschichte
  • Trauma, Zeugnis und Fantasie im Kontext der Filmanalyse
  • Anwendung des Modells auf den Film „Velvet Goldmine“

Zusammenfassung der Kapitel

  • Kapitel 1: Einleitung Diese Einleitung stellt den Fokus der Hausarbeit auf das von Edward R. O'Neill entwickelte Modell des phantasmatisch-transzendentalen Modus dar. Der Autor beschreibt die Problemstellung des Erfassens von Geschichte in der Postmoderne und präsentiert die beiden gegensätzlichen Modelle des historistischen Revisionismus und des phantasmatisch-transzendentalen Modus als Möglichkeiten der filmischen Historiografie.
  • Kapitel 2: Modi postmoderner Filmästhetik bei Edward R. O'Neill Dieses Kapitel erläutert die Charakterisierung der Postmoderne als ein Zeitalter, in dem das Verhältnis zur Geschichte gestört ist. Die jüngere westliche Geschichte, so O'Neill, stellt eine Herausforderung für die filmische Darstellung dar, da sie sowohl vergessen werden möchte, als auch gleichzeitig erinnert werden muss. O'Neill stellt zwei Ansätze für die kinematografische Umsetzung historischer Ereignisse vor: den historistischen Revisionismus als traditionellen Ansatz und den phantasmatisch-transzendentalen Modus, den er selbst einführt.
  • Kapitel 2.1: Historistischer Revisionismus Dieses Kapitel analysiert den Ansatz des historistischen Revisionismus, der die Darstellung von Vergangenheit durch die Nutzung der mit der gezeigten Periode assoziierten visuellen Stile charakterisiert. O'Neill argumentiert, dass diese Form der Historiografie die Vergangenheit aus einem zeitgenössischen Blickwinkel „korrigiert“ und somit einen moralischen Standpunkt einnimmt, der die Vergangenheit aus einem zeitgenössischen Blickwinkel beurteilt. Das implizite Moment der moralischen Überlegenheit gegenüber der Vergangenheit stellt den Wahrheitsanspruch des historistischen Revisionismus in Frage.
  • Kapitel 2.2: Trauma, Zeugnis, Fantasie Dieses Kapitel befasst sich mit den Begriffen Trauma, Zeugnis und Fantasie und deren Implikation für die Historiografie. O'Neill bezieht sich dabei auf Janet Walkers Argumentation in „Trauma Cinema“, die sich mit der Verarbeitung traumatischer Geschichte und deren filmischer Umsetzung aus feministischer Sicht auseinandersetzt. Die Analyse zeigt die besondere Bedeutung des Begriffs Trauma, das durch seine Intensität, die Unfähigkeit des Subjekts adäquat zu reagieren sowie die langfristigen Effekte auf die psychische Organisation des Subjekts gekennzeichnet ist.

Schlüsselwörter

Die vorliegende Hausarbeit konzentriert sich auf die zentralen Themen der Postmoderne, der Filmästhetik und der Geschichtsdarstellung. Dabei stehen insbesondere die Konzepte des phantasmatisch-transzendentalen Modus, des historischen Revisionismus, des Traumas, des Zeugnisses und der Fantasie im Mittelpunkt. Der Fokus liegt zudem auf der Analyse des Films „Velvet Goldmine“ als ein Beispiel für die Anwendung des phantasmatisch-transzendentalen Modus in der Filmwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der „phantasmatisch-transzendentale Modus“?

Es ist ein von Edward R. O’Neill identifiziertes Modell der filmischen Historiografie, das Geschichte durch Fantasie, Zeugenschaft und die Verarbeitung von Traumatas darstellt, statt sie rein revisionistisch zu „korrigieren“.

Worum geht es in dem Film „Velvet Goldmine“?

Der Film von Todd Haynes thematisiert die Glam-Rock-Ära der 70er Jahre und nutzt eine nicht-lineare Erzählweise, um Identität, Fankultur und die Suche nach der Wahrheit über einen Rockstar zu erkunden.

Was ist historistischer Revisionismus im Film?

Dies ist ein Ansatz, der versucht, die Vergangenheit aus heutiger Sicht moralisch zu beurteilen oder visuell perfekt nachzubauen, was laut O’Neill oft den eigentlichen Kern der Geschichte verfehlt.

Welche Rolle spielt das „Trauma“ in der Filmanalyse?

Trauma wird als Ereignis verstanden, das die normale psychische Verarbeitung übersteigt. Im Film wird dies oft durch fragmentierte Bilder oder Fantasiesequenzen symbolisiert.

Wie wird „Zeugnis“ (Testimony) in „Velvet Goldmine“ dargestellt?

Der Film nutzt verschiedene Charaktere, die ihre (oft widersprüchlichen) Erinnerungen an die Vergangenheit preisgeben, was die Unmöglichkeit einer einzigen objektiven Wahrheit betont.

Warum gilt das Verhältnis der Postmoderne zur Geschichte als gestört?

O’Neill argumentiert, dass die Postmoderne Geschichte gleichzeitig vergessen will und sich gezwungen sieht, sie zu erinnern, was zu neuen, komplexen ästhetischen Formen führt.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Zur Anwendung des phantasmatisch-transzendentalen Modus in "Velvet Goldmine"
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Andreas Schwarz (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V184935
ISBN (eBook)
9783656100508
ISBN (Book)
9783656100249
Language
German
Tags
Velvet Goldmine O'Neill Filmästhetik Filmtheorie Trauma Zeugnis phantasmatisch Jameson Postmoderne postmodern post-modern Todd Haynes Revisionismus Fantasie queer Janet Walker Glamrock Lacan
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Schwarz (Author), 2009, Zur Anwendung des phantasmatisch-transzendentalen Modus in "Velvet Goldmine", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184935
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Imprint
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint