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Mobbing am Arbeitsplatz

Abschlussarbeit

Titel: Mobbing am Arbeitsplatz

Diplomarbeit , 2011 , 51 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ayten und Halit Sacik (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mobbing ist ein Thema, das uns aktuell überall gegenwärtig ist, im Alltag und vor allem im Berufsleben. Aber was verursacht dieses Verhalten in uns Menschen, uns stetig gegenüber anderen Mitmenschen behaupten zu wollen? Ist es unser Überlebensinstinkt, unser Trieb nach höherer Anerkennung und Macht oder doch einfach nur menschliches Versagen an einem Schauplatz wie dem Arbeitsplatz, wo Auseinandersetzungen, Neid, Rivalität, Macht-missbrauch und Intrigen wie ein Hauch von Gift in der Luft liegen? Es führt für mich persön-lich kein Weg drum herum dieses Thema aufzugreifen, vor allem nachdem ich mein eigenes Assessment Center vor genau sechs Monaten bestanden habe. Denn nach dem Bestehen des Assessment Centers beginnt für den angehenden Erwerbstätigen schon der nächste große Test, und zwar die tatsächliche Umsetzung der vorausgesetzten Eigenschaften, um im wahren Berufsleben außerhalb der Simulation eines Assessment Centers bestehen zu kön-nen. Fähigkeiten die neben der fachlichen Kompetenz und charakterlicher Stärke, durch psy-chologische Stabilität scheinbar abgerundet sein müssen. In Anlehnung an diesem Ereignis beginnt für jeden Berufseinsteiger die Fortsetzung zur nächstschwierigen Prüfung, nämlich sich im Unternehmen zu integrieren. Ich wage zu behaupten, dass jeder in irgendeiner Form Berührungen mit dem Thema Mobbing hatte oder aktuell noch hat. Ich erinnere mich, als mein Bruder eines Tages von seinen ersten Wochen an seinem neuen Arbeitsplatz berichtete und mir im Laufe des Gesprächs zunehmend deutlich wurde, dass er Zweifel hatte. Ich hörte zwischen den Zeilen und merkte schnell, dass seine Freude überschattet war von Selbstzwei-fel. Verlustängste und Unsicherheit prägten seinen Alltag. Ich spürte deutlich wie sein Privat-leben ebenso in den Sog seiner Verzweiflung mit darunter litt. Die Ursache war ihm klar, denn seiner Auffassung nach war er nicht gut genug, es gelang ihm nicht seine Arbeit so zu verrichten, dass seine Vorgesetzten ihm die nötige Anerkennung zollten. „Demnach muss die Schuld bei ihm liegen“, anders wollte er und konnte er es sich nicht erklären. Er erkannte die Umstände nicht, begriff aber, dass sich was ändern muss. Er blendete die Probleme aus und machte einfach weiter, wie er mir im Nachhinein berichtete. sein Durchsetzungsvermögen und sein Halt, den er in seiner Familie hat, stärkten und ermutigten ihn diesen Weg weiter zu gehen. Er hatte in uns jemanden gefunden, der ihm zuhörte und verstand.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Anlass der Themenauswahl

1.2 Einführung

2. Begriffserklärung und Abgrenzung

2.1 Definition

2.1.2 Abgrenzung und verwandte Begriffe

3. Rollenverteilung und Erscheinungsformen

3.1 Die Bildung der Rollenverteilung

3.2 Die Erscheinungsformen

4. Ursachen für Mobbing

4.1 Konfliktanalyse

4.2 Motive der Täter

4.3 Persönlichkeitsbedingte Merkmale der Opfer

5. Die Mobbingphasen und Reaktionen vom Opfer und Unternehmen

5.1 Die verschiedenen Mobbing‐Phasen

5.2 Reaktionen des Mobbingopfers

5.3 Die Rechtslage

5.4 Reaktionen des Unternehmens auf Mobbing

6. Problemanalyse und unternehmerische Interventionsalternativen

6.1 Problemanalyse

6.2 Mobbingbegünstigende Rahmenbedingungen

6.2.1 Der Unternehmensbereich als auslösender Risikofaktor

6.2.2 Der Arbeitsbereich als auslösender Risikofaktor

6.2.3 Fehlerhafte Informationen als auslösender Risikofaktor

6.2.4 Fehlerhaftes Delegieren als auslösender Risikofaktor

7. Folgen von Mobbing

7.1 Seelische und körperliche Folgen für die Gesundheit der Mobber und Gemobbten

7.2 Auswirkungen auf die Arbeitskraft und den Arbeitseinsatz

7.3 Wirtschaftliche Folgen für das Opfer

7.4 Auswirkungen auf Dritte

7.4.1 Das private und berufliche Umfeld des Opfers

7.4.2 Die Kosten zu Lasten des Unternehmens

8. Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung von Mobbing

8.1 Vorbeugung

8.2 Organisation am Arbeitsplatz

8.3 Sozialbeziehungen und Konfliktlösungsmaßnahmen

8.4 Kritik am Führungsstil und mögliche Präventionsmaßnahmen

9. Intervention gegen Mobbing

9.1 Unternehmerischer Eingriff gegen Mobbing

9.2 Interventionsmaßnahmen

9.2.1 Die frühe Intervention

9.2.2 Die späte Intervention

10. Persönliches Interview mit Frau Eleonore Hansen, Hauptverantwortliche Mitarbeiterin in der Personalabteilung der BHW Postbank Finanzberatung

10.1 Theorie-Praxis-Abgleich

11. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Ursachen von Mobbing am Arbeitsplatz zu identifizieren und unternehmerische Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, um ein gesundes Arbeitsklima zu fördern.

  • Psychosoziale Ursachen und Dynamik von Mobbing
  • Betriebliche Rahmenbedingungen als Risikofaktoren
  • Rechtliche Aspekte und Beweispflicht des Opfers
  • Präventions- und Interventionsstrategien für Unternehmen

Auszug aus dem Buch

1.2 Einführung

Wenn Menschen zusammentreffen, ist es immer gegeben, dass Auseinandersetzungen entstehen können. Ganz besonders, wenn es darum geht in einer Leistungsgesellschaft, wie in unserer, überleben zu müssen. Vielleicht sogar auch nur um das eigene Ego hoch zu halten. Die Motive sind vielseitig. Ein gewisser Sadismus nimmt seinen Platz in unserer Gesellschaft ein und beeinflusst unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Dieser negative Umgang ist eine Folge von Mobbing, denn Mobbing hat viele Gesichter.

Mobbing entsteht da, wo die Rivalität und der Neid am größten sind, nämlich direkt dort wo wir unser tägliches Brot verdienen: am Arbeitsplatz. Mobbing nimmt heute einen sehr hohen Stellenwert ein im Vergleich zu früher. Nach Meschkutat, Stackelbeck und Langenhoff waren im Jahre 2000 bundesweit 5,5% der erwerbstätigen von akutem Mobbing betroffen. Leider lebt unsere Gesellschaft mittlerweile so stark in dieser Sichtweise, dass vergessen wird, welche Lasten Mobbing mit sich trägt. Diese negative gesellschaftliche Entwicklung kann vor allem auf die Angst vor der Arbeitslosigkeit geführt werden.

Es werden sehr wenige Informationen, ob es Medien oder wissenschaftliche Untersuchungen sind, zur Aufklärung publiziert. Die betroffenen Personen leiden meist unter psychischen und sogar physischen Schäden, die auf Anhieb nicht sichtbar sind. Leymann stellte bereits 1994 fest, dass Konflikte zu psychische Gewalt werden. Die Betroffenen werden im schlimmsten Fall sogar Krank und fallen in die Erwerbsunfähigkeit zurück. Arbeit, Lebensinhalt, Verwirklichung, Existenzgrundlage, stützende Säule für einzelne Menschen und Familien. Ein Leben ohne Arbeit bedeutet den finanziellen Abstieg und hat eventuell den Ruin als Folge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet den Anlass der Themenwahl und führt in das Phänomen Mobbing als psychosoziales Problem in der modernen Arbeitswelt ein.

2. Begriffserklärung und Abgrenzung: Definiert den Begriff Mobbing und grenzt diesen von allgemeinen Konflikten am Arbeitsplatz ab.

3. Rollenverteilung und Erscheinungsformen: Analysiert, wie Mobbingstrukturen entstehen und welche unterschiedlichen Erscheinungsformen in einem Betrieb auftreten können.

4. Ursachen für Mobbing: Untersucht die psychologischen und sozialen Motive hinter Mobbing sowie die Persönlichkeitsmerkmale, die im Kontext von Täter-Opfer-Beziehungen eine Rolle spielen.

5. Die Mobbingphasen und Reaktionen vom Opfer und Unternehmen: Beschreibt den typischen Verlauf einer Mobbing-Karriere sowie die verschiedenen Reaktionsmuster von Betroffenen und dem Arbeitgeber.

6. Problemanalyse und unternehmerische Interventionsalternativen: Analysiert betriebliche Rahmenbedingungen wie Führungskompetenz, Kommunikation und Arbeitsorganisation, die Mobbing begünstigen können.

7. Folgen von Mobbing: Erläutert die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Mobbing für Betroffene, Dritte und das Unternehmen selbst.

8. Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung von Mobbing: Stellt Strategien zur Gestaltung von Arbeitsplätzen und Unternehmenskulturen vor, um Mobbing aktiv zu verhindern.

9. Intervention gegen Mobbing: Zeigt konkrete Handlungsoptionen für das Management auf, unterteilt in frühzeitige und späte Interventionsmaßnahmen.

10. Persönliches Interview mit Frau Eleonore Hansen, Hauptverantwortliche Mitarbeiterin in der Personalabteilung der BHW Postbank Finanzberatung: Ein praktischer Einblick durch Experteninterviews, der die theoretischen Erkenntnisse mit der betrieblichen Realität abgleicht.

11. Fazit und Ausblick: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit verantwortungsbewusster Führung zur Unterbindung von Mobbing.

Schlüsselwörter

Mobbing, Arbeitsplatz, Psychoterror, Führungskompetenz, Betriebsklima, Konfliktmanagement, Prävention, Intervention, Arbeitgeberfürsorge, Personalentwicklung, Täter-Opfer-Beziehung, Arbeitszufriedenheit, Leistungsgesellschaft, Psychische Belastung, Personalabteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, untersucht dessen Ursachen sowie Folgen und leitet daraus notwendige präventive und korrektive Maßnahmen für Unternehmen ab.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Konfliktanalyse, den psychologischen Hintergründen, den Folgen für die Gesundheit und Produktivität sowie der rechtlichen und organisatorischen Verantwortung von Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Abschlussarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Mobbing kein individuelles Versagen ist, sondern stark durch betriebliche Rahmenbedingungen und Führungskompetenz beeinflusst wird, und entsprechende Lösungswege aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Neben einer umfassenden Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung enthält die Arbeit ein Experteninterview mit einer Personalverantwortlichen, um Theorie und Praxis abzugleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Mobbingphasen, die Untersuchung betrieblicher Risikofaktoren, die Darstellung der Kostenfolgen für Unternehmen und die Erarbeitung von Präventions- sowie Interventionsinstrumenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Mobbing, Psychoterror, Betriebsklima, Führungskompetenz und Konfliktmanagement.

Warum ist laut der Arbeit das Führungshandeln so entscheidend?

Die Arbeit legt dar, dass mangelnde Führungskompetenz oft der Hauptauslöser für mobbingbegünstigende Bedingungen ist und Führungskräfte eine Vorbildfunktion für das gesamte Betriebsklima innehaben.

Welche Rolle spielt die "späte Intervention" bei Mobbing?

Die späte Intervention greift erst, wenn Mobbing bereits eskaliert ist, und beinhaltet oft drastische Schritte wie Schlichtungsverfahren oder im Extremfall die Trennung von Beteiligten durch Outplacement.

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Details

Titel
Mobbing am Arbeitsplatz
Untertitel
Abschlussarbeit
Hochschule
Leibniz Akademie Hannover - Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hannover
Note
2,0
Autor
Ayten und Halit Sacik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
51
Katalognummer
V184962
ISBN (eBook)
9783656099864
ISBN (Buch)
9783656099727
Sprache
Deutsch
Schlagworte
siehe auch die nötige Präsentation dazu. Abschlussarbeit Mobbing am Arbeitsplatz Mobbing Mobbing psychosoziales problem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ayten und Halit Sacik (Autor:in), 2011, Mobbing am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184962
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  51  Seiten
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