In dieser Arbeit wird das Oratorium Elias für die Schule aufbereitet.
Im 1. Teil (wissenschaftlicher Teil) wird nach einer Definition des Oratorium-Begriffs kurz der Lebenslauf von Felix Mendelssohn Bartholdy dargestellt. Danach werden die Stielmerkmale seiner Musik besprochen. Es folgt die Entstehungsgeschichte des Oratoriums.
Im 2. Teil (didaktischer Teil) folgt die Sachanalyse, Vorraussetzungen für den Unterricht und der Verlauf der Unterrichtsreihe, die hier auf drei Schulstunden konzipiert ist.
Inhaltsverzeichnis
WISSENSCHAFTLICHER TEIL
DAS ORATORIUM – EINE DEFINITION
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY – SEINE HERKUNFT
STILMERKMALE IN MENDELSSOHNS MUSIK
DIE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DES ORATORIUMS ELIAS
DIDAKTISCHER TEIL
SACHANALYSE
DIDAKTISCHE ANALYSE
Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
Didaktische Reduktion
Stellung des Unterrichtsinhaltes im größeren Zusammenhang
VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN UNTERRICHT
Voraussetzungen bei den Schülern
Äußere Voraussetzungen
UNTERRICHTSVERLAUF
1. Unterrichtseinheit:
2. Unterrichtseinheit:
3. Unterrichtseinheit:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als didaktischer Entwurf für die Behandlung des romantischen Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy im Musikunterricht der 7. Klasse an Realschulen. Das Ziel ist es, Schülern ein Verständnis für die musikalische Gattung des Oratoriums zu vermitteln und durch den Vergleich mit der Oper Vorurteile gegenüber geistlicher Musik abzubauen.
- Biografische Hintergründe und stilistische Merkmale von Felix Mendelssohn Bartholdy
- Detaillierte Entstehungsgeschichte des Werkes „Elias“
- Musiktheoretische Analyse der Oratoriumsformen (Ouvertüre, Rezitativ, Arie, Chor)
- Didaktische Konzepte zur Vermittlung geistlicher Musik im Unterricht
- Konkrete methodische Unterrichtsplanung anhand von Baalschören
Auszug aus dem Buch
Die Entstehungsgeschichte des Oratoriums Elias
Lange Zeit nahm man an, dass das Libretto vorwiegend von Schubring war, erst nachdem man sich mit dem Klingemann-Mendelsohn-Briefwechsel beschäftigte fand man heraus, dass Mendelssohn erst Klingemann betreffs eines Oratorienlibrettos kontaktiert hatte.
Warum Mendelssohn zuerst Klingemann angesprochen hat und nicht Schubring, der ja auch am Oratorium „Paulus“ mitgearbeitet hatte, hat sicherlich mehrere Gründe. Einer davon ist sicherlich die enge Freundschaft, die zwischen beiden bestand, was aus einem Brief von Karl Mendelssohn Bartholdy an die Witwe Klingemanns nach dessen Tod hervorgeht: „Es sind jetzt Erinnerungen von Devrient an meinen Vater erschienen, und eine gewisse Therese Marx streitet sich mit Devrient um das Mehr oder Weniger des Einflusses, den ihr Mann auf meinen Vater geübt hat. Ich muß dabei für mich lachen und mir sagen: streitet solange ihr wollt, mein Vater hat doch, so viele auch nach dem Tode seines Freunde und Ratgeber gewesen sein wollen, nur einen einzigen wahren Freund gehabt: Klingemann.“ (Hensel, S., S.3).
Ein anderer Grund war sicherlich, dass Felix Mendelssohn Bartholdy mit diesem zweiten Oratorium etwas ganz neues, andersartiges schaffen wollte, als bei dem „Paulus“: „Nicht die Gestaltung eines im christlichen Sinne exemplarischen Lebenslaufs sollte diesmal im Vordergrund stehen, sondern die Darstellung dramatisch bewegter Situationen, nicht die allgemeine geistliche Bedeutung des Stoffes war dem Komponisten diesmal wichtig, sondern die Möglichkeiten, die sich durch ihn für die Komposition packender, lebendiger Charaktere und Szenen ergaben. Für eine solche Aufgabe aber mußte Mendelssohn der phantasievolle, dichterisch begabte Jugendfreund Klingemann ungleich geeigneter erscheinen als der zwar bibelfeste, im übrigen jedoch eher trockene und wenig wortgewandte Schubring.“ (Dahlhaus, C., S.63).
Zusammenfassung der Kapitel
WISSENSCHAFTLICHER TEIL: Dieser Abschnitt erläutert die musikgeschichtlichen Grundlagen, die Biografie von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Charakteristika seines Kompositionsstils sowie die komplexe Entstehungsgeschichte des Oratoriums „Elias“.
DIDAKTISCHER TEIL: Hier erfolgt eine fachdidaktische Aufbereitung des Stoffes, die eine Sachanalyse der musikalischen Formen mit pädagogischen Zielen und methodischen Empfehlungen für den Schulunterricht verknüpft.
UNTERRICHTSVERLAUF: Dieses Kapitel bietet einen praktischen Vorschlag zur strukturierten Vermittlung des Themas in drei Unterrichtseinheiten, inklusive konkreter Übungen zur Höranalyse.
Schlüsselwörter
Felix Mendelssohn Bartholdy, Elias, Oratorium, Musikunterricht, Romantik, Musikgeschichte, Didaktik, Rezitativ, Arie, Chor, Libretto, Kompositionsstil, Kirchenmusik, Musikanalyse, Baalschöre
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine musikwissenschaftliche und zugleich didaktische Untersuchung von Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“ mit dem Ziel, das Werk für den Musikunterricht der 7. Klasse aufzubereiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Biografie Mendelssohns, die Gattungsdefinition des Oratoriums, die dramaturgische Entstehung des „Elias“ und didaktische Strategien zur Vermittlung dieser Musikgattung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Schülern ein Verständnis für die komplexen Formen des Oratoriums zu vermitteln und das Vorurteil zu entkräften, dass geistliche Musik langweilig sei, indem Parallelen zur Oper aufgezeigt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Literatur- und Quellenanalyse, kombiniert mit einer didaktischen Stundenplanung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im wissenschaftlichen Hauptteil wird die Entstehung des Werkes beleuchtet, während im didaktischen Hauptteil die musikalischen Formen des Oratoriums sowie ein Unterrichtsverlauf analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Felix Mendelssohn Bartholdy, Elias, Oratorium, Musikdidaktik und musikalische Analyse.
Welche Rolle spielten die Baalschöre für den Komponisten?
Die Baalschöre waren entscheidend für Mendelssohns Wunsch, eine „dramatisch bewegte Situation“ zu schaffen, bei der die Charaktere lebendig agieren, anstatt nur ein statisches Tongemälde zu erzeugen.
Wie lassen sich die „Baalschöre“ didaktisch im Unterricht einsetzen?
Der Unterrichtsentwurf schlägt vor, die musikalische Umsetzung von Textpassagen durch die Schüler vorab entwerfen zu lassen und anschließend mit dem Original von Mendelssohn zu vergleichen, um musikalische Stilmittel bewusst hörbar zu machen.
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- Joachim Dieterich (Author), 2003, Geistliche Musik in der Schule - Elias: Ein romantisches Oratorium, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18524