Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Vorteilhaftigkeit alternativer Baufinanzierungskonzepte bei einem Wechsel von einer Niedrigzinsphase zu einer Hochzinsphase in Zinsszenarien mit unterschiedlich stark steigenden Zinssätzen zu untersuchen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Ziele, Instrumente und Vorteilhaftigkeitskriterien von Baufinanzierungskonzepten
2.1 Dauerhaft niedrige monatliche Belastung
2.2 Möglichst niedriger Zinsaufwand
2.3 Schnelle Entschuldung
2.4 Absicherung im Todesfall des Einkommensträgers
2.5 Der Sonderfall: Vorteilhaftigkeit von Baufinananzierungskonzepten mit Bauspardarlehen als Baustein
2.5.1 Sparphase und Zuteilung
2.5.2 Darlehensphase
3 Bewertung der Vorteilhaftigkeit von zwei Baufinanzierungskonzepten in den Modellen A und B
3.1 Modell A, Finanzierung mit einer Bausparkasse
3.1.1 Sparphase der Bausparfinanzierung
3.1.2 Darlehensphase der Bausparfinanzierung
3.2 Modell B, Hypothekenfinanzierung mit einer Bank
3.2.1 Sparphase der Hypothekenfinanzierung
3.2.2 Darlehensphase
3.3 Auswertung der Vorteilhaftigkeit des Modells A und der Varianten B1 und B2 des Modells B
4 Schlußbetrachtung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vorteilhaftigkeit verschiedener Baufinanzierungskonzepte vor dem Hintergrund eines Zinsanstiegs beim Übergang von einer Niedrigzins- in eine Hochzinsphase. Das primäre Ziel besteht darin, ein Finanzierungskonzept zu identifizieren, das dem Immobilienkäufer durch eine stabile, dauerhaft niedrige monatliche Belastung, einen minimierten Zinsaufwand sowie einen frühzeitigen Schutz gegen Zinsänderungsrisiken eine wirtschaftlich sichere Rückzahlung ermöglicht.
- Analyse von Zielkriterien für eine langfristig tragbare Baufinanzierung
- Vergleich von Modellen mit Bausparbausteinen versus klassischer Hypothekenfinanzierung
- Untersuchung der Auswirkungen steigender Zinsszenarien auf die Anschlußfinanzierung
- Bewertung der Effekte von Sondertilgungen und staatlicher Förderung (Eigenheimzulage)
- Gegenüberstellung von Zinsaufwand, monatlicher Belastung und Gesamtlaufzeit
Auszug aus dem Buch
1 Einführung
Viele Menschen streben heute den Erwerb einer Immobilie an. Kommt es zum Kauf, so hat der Erwerber in diesem Zeitpunkt den gesamten Kaufpreis sofort zu entrichten.
Geht man von einem vorsichtig geschätzten, durchschnittlichen Kaufpreis von 300.000,- DM (326.000,- DM inklusive aller Nebenkosten) für eine zehn Jahre alte Immobilie für eine vierköpfige Familie aus, so stellt sich der Mehrheit der Erwerber die Frage, wie sie den Großteil des Kaufpreises nach Einbringung vorhandenen Eigenkapitals aufbringen können.
Im Ergebnis führt diese Situation dazu, das notwendige Geldvermögen bei Kreditinstituten als Darlehen aufnehmen zu müssen. Dies hat zur Folge, daß der Erwerber sich in der Gegenwart darüber bewußt sein muß, daß auf ihn für einen langen Lebensabschnitt von durchschnittlich zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren Kosten für die Zins- und Tilgungsleistungen für die erhaltenen Darlehen zukommen, die seine Einkommenssituation erheblich belasten.
Da es eine Vielzahl unterschiedlicher Finanzierungsformen gibt, muß es sein Ziel sein, ein für ihn vorteilhaftes Baufinanzierungskonzept zu finden, um das geliehene Kapital ohne die Übernahme eines zu hohen Risikos für die wirtschaftliche Existenz seiner Familie in einem überschaubaren Zeitraum zurückzuzahlen.
Vor dem Hintergrund dieser Aufgabenstellung soll im folgenden die Vorteilhaftigkeit alternativer Baufinanzierungskonzepte bei einem Wechsel von einer Niedrigzinsphase zu einer Hochzinsphase in Zinsszenarien mit unterschiedlich stark steigenden Zinssätzen untersucht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Problematik der langfristigen Belastung durch Baufinanzierungen dar und leitet die Fragestellung zur Vorteilhaftigkeit alternativer Konzepte bei steigenden Zinsen ein.
2 Ziele, Instrumente und Vorteilhaftigkeit von Baufinanzierungskonzepten: Das Kapitel definiert vier zentrale Ziele (Belastung, Zinsaufwand, Entschuldung, Absicherung) und erläutert die Bedeutung von Bauspardarlehen als Sonderfall.
3 Bewertung der Vorteilhaftigkeit von zwei Baufinanzierungskonzepten in den Modellen A und B: In diesem Hauptteil werden zwei konkrete Finanzierungsmodelle für fiktive Familien in fünf verschiedenen Zinsszenarien detailliert berechnet und analysiert.
4 Schlußbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein Bausparkassen-orientiertes Konzept bei Zinsänderungsrisiken durch seine Abkoppelung vom Kapitalmarkt überlegen ist.
Schlüsselwörter
Baufinanzierung, Zinsszenarien, Bauspardarlehen, Annuitätendarlehen, Zinsfestschreibung, Eigenkapitalbildung, Tilgungssatz, Zinsänderungsrisiko, Immobilienfinanzierung, Gesamtzinsaufwand, Eigenheimzulage, Zinsstrukturkurve, Entschuldung, Finanzierungsbausteine, Risikolebensversicherung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Vorteilhaftigkeit verschiedener Baufinanzierungskonzepte in einem Umfeld, das durch einen Wechsel von einer Niedrigzinsphase in eine Hochzinsphase mit steigenden Zinssätzen gekennzeichnet ist.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?
Die zentralen Themen sind die Zielsetzung bei der Finanzierung, die Bedeutung der Zinsfestschreibung, die Rolle von Bausparverträgen gegenüber Hypothekendarlehen und der Einfluss von staatlicher Förderung auf die Gesamtkosten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifizierung eines Finanzierungskonzepts, das dem Immobilienkäufer eine dauerhaft tragbare monatliche Belastung und Schutz vor dem Zinsänderungsrisiko bietet.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Der Autor verwendet eine modellhafte, zahlenmäßig vergleichende Betrachtung. Er vergleicht zwei unterschiedliche Finanzierungsmodelle anhand fiktiver Familienbeispiele in fünf verschiedenen Zinsszenarien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Vorteilhaftigkeitskriterien und die detaillierte quantitative Auswertung der Finanzierungsmodelle A (Bausparkasse) und B (Bank/Hypothek).
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bauspardarlehen, Zinsänderungsrisiko, Annuitätenbelastung, Eigenkapitalquote und Tilgungsintensität.
Warum ist laut Modell A der Bausparvertrag ein besonderer Vorteil?
Der Bausparvertrag bietet durch die vorab vereinbarten, kapitalmarktunabhängigen Zinskonditionen eine hohe Planungssicherheit, die das Zinsänderungsrisiko bei steigenden Marktphasen effektiv ausschaltet.
Wie wirken sich die Sondertilgungen in Modell B aus?
Die Sondertilgungen, gespeist durch staatliche Förderungen wie die Eigenheimzulage, führen zu einer schnelleren Reduktion der Restschuld und damit zu einer Senkung der Zinslast, wenngleich Modell B insgesamt anfälliger bleibt als Modell A.
- Quote paper
- Andreas Grote (Author), 1997, Vorteilhaftigkeit alternativer Baufinanzierungskonzepte in unterschiedlichen Zinsszenarien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185335