Die Bestimmung des optimalen Finanzvolumens ist unter anderem ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Finanzplanung. Dabei gibt es eine große Anzahl von verschiedenen Ansätzen und Methoden, wobei manche nur von theoretischer andere jedoch von praktischer Bedeutung sind. Diese Methoden werden in der vorliegenden Hausarbeit thematisiert. Bevor die einzelnen Methoden exemplarisch dargestellt werden, erfolgt zunächst eine Definition des Begriffs Finanzplanung und einigen wesentlichen Begriffen des Finanzwesens, um den Fortgang bei der Vorstellung der verschiedenen Methoden zu erleichtern und eine Einordnung der Problematik in den Gesamtzusammenhang der Finanzplanung zu ermöglichen. Im Anschluss daran werden die verschiedenen Methoden erläutert, ihre Vor- und Nachteile beschrieben. Mit einer kritischen Würdigung der Methoden zur Bestimmung des optimalen Finanzvolumens bezüglich ihrer Anwendbarkeit in der Praxis schließt diese Hausarbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Fragestellung und Gang der Untersuchung
2. Bestimmung des optimalen Finanzvolumens innerhalb der Finanzplanung
2.1 Definition: Finanzplanung
2.2 Optimierung der Kapitalstruktur
3. Bestimmung des optimalen Finanzvolumens mit Hilfe des Leverage-Effektes
3.1 Leverage-Effekt
3.1.1 Voraussetzungen für den Leverage-Effekt
3.1.2 Fallbeispiel für die Hebelwirkung des Leverage-Effektes
3. 2 Chancen und Risiken des Leverage-Effektes
3.2.1 Fallbeispiel „Sollzinssatz größer als interne Verzinsung“
3.2.2 Ergebnis
3.3 Leverage-Risiko
3.4 Ursachen für das Entstehen negativer Eigenkapitalrenditen
3.5 Beurteilung des Leverage-Effektes bezüglich seiner Anwendung in der Praxis
3.6 Defizite des Leverage-Effektes
4. Simultane Investitions- und Finanzplanung mit Hilfe des Kapitalbudgets
4.1 Optimum bei teilbaren Investitionen
4.1.1 Fallbeispiel zur Bestimmung des optimalen Investitions- und Finanzierungsvolumen bei teilbaren Investitionen
4.1.2 Lösung des Fallbeispiels nach der Maxime der Praxis
4.1.3 Lösung des Fallbeispiels nach der Maxime des Kapitalbudget
4.1.4 Ergebnis
4.2 Optimum bei nicht teilbaren Investitionen
4.2.1 Fallbeispiel zur Bestimmung des optimalen Investitions- und Finanzierungsvolumen bei nicht teilbaren Investitionen
4.2.2 Lösung des Fallbeispiels mit Hilfe einer Grenzgewinnrechnung
5. Kritik am Kapitalbudget
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht Methoden zur Bestimmung des optimalen Finanzvolumens eines Unternehmens, wobei der Fokus auf der Gegenüberstellung von theoretischen Ansätzen und deren praktischer Anwendbarkeit liegt. Die zentrale Fragestellung zielt darauf ab, wie Investitions- und Finanzierungsvolumina simultan so optimiert werden können, dass eine Maximierung des Unternehmensüberschusses bei Berücksichtigung der Kapitalstruktur erfolgt.
- Analyse des Leverage-Effektes als Hebel zur Eigenkapitalrentabilitätssteigerung
- Kritische Würdigung der Voraussetzungen des Leverage-Effektes in der Unternehmenspraxis
- Einführung und Anwendung der Methode des Kapitalbudgets zur simultanen Planung
- Vergleich von Praxismaximen gegenüber dem Kapitalbudget-Ansatz
- Untersuchung von Szenarien mit teilbaren und nicht teilbaren Investitionsobjekten
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Fallbeispiel für die „Hebelwirkung“ des Leverage-Effektes
Angenommen wird, daß mit einer Investition von 10.000 DM ein Ertrag von 1.000 DM erwirtschaftet wird. Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt 10%. Der Zinssatz für aufgenommenes Fremdkapital beträgt 7%. Die folgende Abbildung zeigt die Eigenkapitalrentabilitäten, die sich bei verschieden hohem Einsatz von Fremdkapital ergeben.
Es zeigt sich, daß sich die Eigenkapitalrentabilität mit steigendem Einsatz von Fremdmitteln steigern lässt. Dieser Zusammenhang soll nun in allgemeiner Form entwickelt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Fragestellung und Gang der Untersuchung: Einleitung in die Thematik der Finanzplanung und Vorstellung der methodischen Vorgehensweise zur Bestimmung des optimalen Finanzvolumens.
2. Bestimmung des optimalen Finanzvolumens innerhalb der Finanzplanung: Definition der Finanzplanung sowie Erläuterung der Bedeutung der Kapitalstruktur für das Unternehmen.
3. Bestimmung des optimalen Finanzvolumens mit Hilfe des Leverage-Effektes: Untersuchung des Leverage-Effektes, seiner Voraussetzungen, Chancen, Risiken sowie seiner Anwendungsgrenzen in der Praxis.
4. Simultane Investitions- und Finanzplanung mit Hilfe des Kapitalbudgets: Detaillierte Darstellung der Kapitalbudget-Methode für teilbare und nicht teilbare Investitionen anhand von Praxisbeispielen.
5. Kritik am Kapitalbudget: Kritische Auseinandersetzung mit den Annahmen des Kapitalbudgets und Ausblick auf weiterführende Optimierungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Finanzplanung, Kapitalstruktur, Leverage-Effekt, Eigenkapitalrentabilität, Fremdkapital, Investitionsrendite, Kapitalbudget, Finanzierung, Grenzgewinnrechnung, Investitionsplanung, Verschuldungsgrad, Kapitalmarktzins, Rentabilitätsmaximierung, Investitionsobjekte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen und konzeptionellen Bestimmung eines optimalen Finanzvolumens für Unternehmen unter Anwendung finanzwirtschaftlicher Methoden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Finanzplanung, der Optimierung der Kapitalstruktur, dem Leverage-Effekt sowie dem Modell des Kapitalbudgets.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, mit der Unternehmen ihre Investitions- und Finanzierungsvolumina simultan so abstimmen können, dass eine optimale Eigenkapitalrentabilität erzielt wird.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden theoretische Finanzierungsmodelle wie der Leverage-Effekt und das Kapitalbudget-Modell analysiert, kritisch hinterfragt und anhand von Fallbeispielen sowie Grenzgewinnrechnungen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Leverage-Effektes, dessen Risikobetrachtung, die methodische Einführung des Kapitalbudgets sowie die Anwendung auf unterschiedliche Szenarien der Teilbarkeit von Investitionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Kapitalstruktur, Leverage-Effekt, Rentabilitätsmaximierung, Kapitalbudget und Investitionsplanung.
Warum ist der Leverage-Effekt in der Praxis nur eingeschränkt anwendbar?
Weil der Effekt auf idealisierten Annahmen wie konstanten Renditen und Zinssätzen basiert, während in der Realität steigende Verschuldung zu höherem Risikokapitalzins durch Fremdkapitalgeber führt.
Welcher Vorteil ergibt sich durch die Anwendung der Kapitalbudget-Methode?
Die Kapitalbudget-Methode ermöglicht eine simultane Abstimmung von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen, was im dargestellten Fallbeispiel zu einer Verdopplung des Einzahlungsüberschusses gegenüber praxisüblichen Verfahren führte.
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- Diplomkaufmann (MBA) Patrick Press (Author), 2000, Bestimmung des optimalen Finanzvolumens-Leverage Effekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1853