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Erwerb eigener Aktien: Probleme, Verfahren und Auswirkungen

Title: Erwerb eigener Aktien: Probleme, Verfahren und Auswirkungen

Diploma Thesis , 1999 , 101 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Ralf Koschmieder (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Probleme, Verfahren und Auswirkungen des Erwerbs eigener Aktien. Zur Erkenntnisgewinnung bedient sich der Verfasser der Arbeit des Vergleichs der amerikanischen und der deutschen Finanzierungspraxis. Die Wahl des
amerikanischen Systems geschah dabei vor folgendem Hintergrund:
1. Die amerikanische Finanzierungspraxis beherrscht die internationalen Finanzmärkte, auf welche deutsche Aktiengesellschaften immer mehr angewiesen sind.
2. In den USA gibt es umfangreiche empirische Untersuchungen, welche die Auswirkungen des Erwerbs eigener Aktien beschreiben.
3. Weltweit werden in keiner Region mehr eigene Aktien als in den Vereinigten Staaten erworben.
Theoretische und empirische Untersuchungsergebnisse, welche sich auf den amerikanischen Markt beziehen, lassen sich jedoch nicht problemlos auf Deutschland übertragen. Die Arbeit ist deshalb so aufgebaut, daß im ersten Teil die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der beiden Systeme gegenüber gestellt werden. Besonderer Wert wird dabei auf die Finanzierungstheorien der beiden Länder gelegt, da der Einsatz eines Finanzierungsinstrumentes immer von der jeweiligen Interessenlage abhängt. Nachdem die Rahmenbedingungen dieser Untersuchung dargelegt sind, werden im zweiten Teil die Auswirkungen des Erwerbs eigener Aktien dargestellt. Dabei orientiert sich die Gliederung der verschiedenen Einsatzpotentiale des Erwerbs eigener Aktien an den Mechanismen, die
zwischen den Aktionären und der Geschäftsführung bestehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise

1 Rahmenbedingungen für den Erwerb eigener Aktien in den USA und in Deutschland

11 Stand der amerikanischen und der deutschen Finanzierungstheorie

12 Vergleich der amerikanischen Corporation mit der deutschen Aktiengesellschaft

121 Das Board-Modell der US-amerikanischen Corporation

122 Das Vorstand-Aufsichtsrat-Modell der deutschen Aktiengesellschaft

13 Unternehmensüberwachung durch den Kapitalmarkt

131 Ausprägung in den USA

132 Ausprägung in Deutschland

14 Erwerb eigener Aktien

141 Regelungen in den USA

142 Regelungen in Deutschland

1421 Historische Entwicklung

1422 Zulässigkeit und Verfahren

1423 Bilanzielle und steuerliche Behandlung

15 Zusammenfassung und Zwischenergebnis

2 Motive und Auswirkungen des Erwerbs eigener Aktien

21 Erwerb eigener Aktien zur Steigerung des Unternehmenswerts

211 Substitution von Dividendenzahlung und Aktienrückkauf

212 Optimierung der Kapitalstruktur

213 Wohlstandstransfer

214 Erfüllung von Aktienoptionen und Ausgabe von Belegschaftsaktien

215 Verringerung von Servicing-Kosten

216 Eigene Aktien als Investitionsobjekt

22 Erwerb eigener Aktien zum Abbau der Informationsasymmetrie

23 Erwerb eigener Aktien zur Abwehr feindlicher Übernahmen

3 Ergebnis der Untersuchung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die komplexen Probleme, Verfahren und Auswirkungen des Erwerbs eigener Aktien durch Aktiengesellschaften, wobei der Fokus auf einem fundierten Vergleich zwischen der US-amerikanischen und der deutschen Finanzierungspraxis liegt, um Erkenntnisse für das deutsche Recht nach der Liberalisierung durch das KonTraG zu gewinnen.

  • Vergleichende Analyse der Unternehmensverfassung (Board-Modell vs. Vorstand-Aufsichtsrat-Modell)
  • Untersuchung der Motive für Aktienrückkäufe (z.B. Kurspflege, Kapitalstrukturoptimierung, Signalling)
  • Betrachtung der bilanziellen und steuerlichen Behandlung von eigenen Anteilen
  • Analyse der Wirkung des Aktienrückkaufs zur Abwehr feindlicher Übernahmen

Auszug aus dem Buch

13 Unternehmensüberwachung durch den Kapitalmarkt

Die Disziplinierung von Managern durch den Kapitalmarkt geht auf die von Manne durchgeführten Arbitrageüberlegungen zurück. Er geht davon aus, daß der Aktienkurs eines Unternehmens fällt, wenn das Management nicht im Interesse seiner Aktionäre handelt.

Dadurch eröffnet sich für Arbitrageure (sog. Raider), die nach schlecht geführten Unternehmen suchen, die Möglichkeit, einen Arbitragegewinn zu erzielen. Wenn sie ein solches Unternehmen finden, kaufen sie dieses auf, ersetzen das schlechte Management durch ein gewinnmaximierendes Management und verkaufen das Unternehmen anschließend gewinnbringend. Dabei wird angenommen, daß die Übernahmedrohung (Take Over Threat) das Management insofern beeinflußt, als es dadurch verstärkt die Interessen der Aktionäre wahrnimmt.

Manne legt seiner Theorie folgende Wirkungszusammenhänge zu Grunde. Zunächst stellt sich die Frage, warum eine Übernahmedrohung das Management dazu anhalten sollte, ausschließlich die Interessen der Aktionäre zu vertreten. Als Erklärung kommen Einkommenseinbußen oder sonstige Nachteile in Betracht, die Manager erleiden, wenn sie in Folge der Übernahme ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Entlassung in Folge einer Übernahme wird als ein Signal für schlechte Leistungen gewertet, auf Grund dessen die Manager auf dem Arbeitsmarkt schlechter bewertet werden. Ein anderes plausibles Argument ist die Überlegung, daß Manager durch ihre Entlassung Renten verlieren, die sie vom Unternehmen z.B. aus Pensionskassen bezogen hätten.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise: Einleitung in die Thematik des Erwerbs eigener Aktien und Darstellung des Vergleichs der Finanzierungssysteme von USA und Deutschland.

1 Rahmenbedingungen für den Erwerb eigener Aktien in den USA und in Deutschland: Gegenüberstellung der theoretischen Finanzierungsansätze und der gesellschaftsrechtlichen Strukturen der Überwachung.

2 Motive und Auswirkungen des Erwerbs eigener Aktien: Detaillierte Analyse der theoretischen Gründe für Aktienrückkäufe sowie deren Auswirkungen auf Unternehmenswert, Kapitalstruktur und Anleger.

3 Ergebnis der Untersuchung: Fazit der Arbeit mit einer zusammenfassenden Bewertung der Einsatzgebiete und Effizienz des Aktienrückkaufs im deutschen Kontext.

Schlüsselwörter

Erwerb eigener Aktien, Aktienrückkauf, Unternehmensfinanzierung, Kapitalmarkt, Unternehmensverfassung, Aktiengesellschaft, Signalling, Informationsasymmetrie, Kapitalstruktur, Unternehmenswert, Leverage-Effekt, Übernahmedrohung, KonTraG, Bilanzierung, Steuerrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen und die rechtlichen Rahmenbedingungen des Erwerbs eigener Aktien durch deutsche Aktiengesellschaften im Vergleich zur US-amerikanischen Praxis.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Das Werk behandelt schwerpunktmäßig gesellschaftsrechtliche, bilanzielle, steuerliche Aspekte sowie ökonomische Motive wie Kurspflege, Signalling-Effekte und die Abwehr von Übernahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Wirkungsweise von Aktienrückkaufprogrammen zu entwickeln und zu prüfen, inwieweit US-amerikanische Erkenntnisse auf die deutsche Praxis nach Einführung des KonTraG übertragbar sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt den Vergleich der Finanzierungssysteme (USA vs. Deutschland), zieht empirische Studien der Finanzliteratur heran und diskutiert aktuelle steuer- und handelsrechtliche Vorschriften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Einsatzhypothesen des Aktienrückkaufs wie die Steigerung des Unternehmenswerts, der Abbau von Informationsasymmetrien und die Abwehr feindlicher Übernahmen detailliert erörtert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Konzepte sind Aktienrückkauf, Shareholder-Value, Informationseffizienz, Kapitalstruktur und die rechtliche Einordnung durch das Aktiengesetz.

Welche Rolle spielt die Informationseffizienz bei Aktienrückkäufen?

Die Signalling-Theorie postuliert, dass ein Rückkauf ein glaubwürdiges Signal des Managements an den Kapitalmarkt sendet, dass das Unternehmen unterbewertet ist, um so die Informationsasymmetrie abzubauen.

Wie unterscheidet sich die steuerliche Behandlung von Aktienrückkäufen in den USA und Deutschland?

Die Arbeit beleuchtet Unterschiede in der steuerlichen Belastung von Dividenden gegenüber Kapitalgewinnen und wie diese die Attraktivität von Rückkaufprogrammen in beiden Ländern unterschiedlich beeinflussen.

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Details

Title
Erwerb eigener Aktien: Probleme, Verfahren und Auswirkungen
College
University of Leipzig
Grade
1.3
Author
Ralf Koschmieder (Author)
Publication Year
1999
Pages
101
Catalog Number
V185410
ISBN (eBook)
9783656980636
ISBN (Book)
9783867461757
Language
German
Tags
erwerb aktien probleme verfahren auswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralf Koschmieder (Author), 1999, Erwerb eigener Aktien: Probleme, Verfahren und Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185410
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