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Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken - Eine strategische Konzeption für den Maschinenbau

Title: Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken - Eine strategische Konzeption für den Maschinenbau

Diploma Thesis , 2000 , 96 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Jens Merten (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Märkte sind in zunehmendem Maße dynamisch, global orientiert und dereguliert. In allen Lebensbereichen (politisch, ökonomisch, sozial, etc.) finden sich zum Teil dramatisch veränderte Bedingungen, die sich aus der wachsenden Komplexität der Lebensverhältnisse und der fortschreitenden Dynamik der Umfeldparameter ergeben. In diesem Zusammenhang wird auch von einem Paradigmenwechse gesprochen, der diesen Veränderungen zu Grunde liegt. BLEICHER beschreibt in seinem Einleitungskapitel zum Konzept „Integriertes Management“ die einzelnen Aspekte des Paradigmenwechsels und betont dabei besonders die „Öffnung der Zeitschere“. In Organisationen manifestiert sich diese permanent größer werdende Lücke in einer steigenden Reaktionsgeschwindigkeit aufgrund zunehmender Komplexität, bei gleichzeitig abnehmender verfügbarer Reaktionszeit aufgrund hoher Umweltdynamik. In einem solchen Umfeld sind Philosophien und Methoden des Managements einer kritischen Beurteilung zu unterziehen, da Organisationen, die nach dem WEBER´schen Bürokratiemodell konstituiert sind, deutlich an ihre prinzipielle „Komplexitätsverarbeitungskapazität“ anstoßen.
Themen wie „Lean Management“, „Business-Reengineering“ , „strategische Netzwerke“ und „Konzentration auf Kernkompetenzen“ lassen den Ruf nach solchen organisatorischen Alternativen laut werden, die in dem oben beschriebenen Kontext einer diskontinuierlichen und komplexen Wirtschaft, dauerhafte Wettbewerbsvorteile generieren können. Das Ziel ist dabei die Schaffung von Organisationsformen, die nicht mehr durch rein bürokratische Hierarchiestrukturen, sondern eher durch flexible Partnerschaften geprägt sind, in denen das kreative und unternehmerische Potenzial der Mitarbeiter gefördert und eine maximale Ausschöpfung von Synergiepotenzialen erreicht wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung und Untersuchungsfokus

1.2 Vorgehensweise

2 Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Grundlagen des Wissensmanagements

2.1.1 Grundbegriffe: Zeichen, Daten, Information und Wissen

2.1.2 Vom Organisationalen Lernen zum Wissensmanagement

2.1.3 Konzept des ganzheitlichen Wissensmanagements

2.1.4 Wissensmanagement als Teil des Strategischen Managements

2.1.4.1 Grundzüge des Strategischen Managements

2.1.4.2 Integration des Wissensmanagements in das Strategische Management

2.2 Charakterisierung von Vertriebsnetzwerken des Maschinenbaus

2.2.1 Begriff und Bedeutung des Vertriebs

2.2.2 Philosophie des schlanken Vertriebs: Wandel zu Lean Distribution

2.2.3 Netzwerkansätze im Vertrieb

2.2.4 Vertriebsorgane des Maschinenbaus

2.2.5 Bedeutung von Informationen in Vertriebsnetzwerkstrukturen

3 Strategische Optionen: SWOT Konzept

3.1 Chancen und Risiken des Maschinenbaus

3.1.1 Chancen für den Maschinenbau

3.1.2 Risiken für den Maschinenbau

3.2 Stärken und Schwächen der Maschinenbaus

4 Strategische Konzeption eines Wissensmanagements in Vertriebsnetzwerken des Maschinenbaus

4.1 Normative Ebene

4.1.1 Unternehmensleitung: Promotor des Wissensmanagement

4.1.2 Wissensbewusste Unternehmenskultur: Basis der Netzwerkkohäsion

4.1.3 Wissensleitbilder: „Richtschnur“ für die Vertriebsarbeit

4.2 Konzeptionelle Ebene

4.2.1 Wissensziele

4.2.2 Identifikation interner und externer Wissenspotenziale

4.2.3 Wissenserwerb

4.2.4 Wissensentwicklung

4.2.5 Wissens(ver)teilung

4.2.6 Wissensnutzung

4.2.7 Wissensbewahrung

4.2.8 Wissensbewertung

4.2.9 Wissensmanagement steuern: Die Balanced Scorecard

4.3 Organisationale Ebene

4.3.1 Institutionalisierung des Vertriebswissens

4.3.2 Wissensexplizierung im Rahmen der Vertragsgestaltung

4.3.3 Wissensförderung durch monetäre und nicht-monetäre Anreize

4.3.4 Wissensschaffende Organisationsstruktur: Hypertextorganisation

4.3.5 Wissenstransfer und Wissensschaffung im Rahmen der Projektorganisation

4.3.6 Wissenstransfer und Wissensschaffung initiiert durch Wissensorganisatoren

4.3.7 Informationstechnische Unterstützung der Vertriebsorgane

4.3.8 Wissensbasierte Systeme zur Unterstützung der Vertriebsorgane: Reserven im Bereich Vertriebsinformatik

4.4 Instrumentelle Ebene

4.4.1 Informationstechnologische Werkzeuge

4.4.1.1 Intranet/Extranet

4.4.1.2 Document Warehouse, Data Warehouse

4.4.1.3 OLAP, Data Mining

4.4.1.4 Computer-Aided-Selling

4.4.1.5 Expertensysteme

4.4.1.6 Groupware

4.4.1.7 Workflowmanagementsysteme

4.4.2 Humanorientierte Werkzeuge - Wissenskarten

4.4.3 Klassische Werkzeuge

4.4.4 Zusammenfassung zu den Implementierungstools

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein umfassendes, ganzheitliches Wissensmanagement-Konzept speziell für den Bereich der Vertriebsnetzwerke in der deutschen Maschinenbauindustrie zu entwickeln. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die strategische Einbettung von Wissensmanagement-Methoden, um die Wettbewerbsfähigkeit durch eine effiziente, netzwerkartige Organisation und die optimale Nutzung von individuellem sowie kollektivem Wissen zu sichern.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Wissensmanagement und organisationalem Lernen.
  • Charakterisierung der spezifischen Vertriebsstrukturen im deutschen Maschinenbau.
  • Durchführung einer SWOT-Analyse zur Identifikation von Chancen und Risiken bei der Implementierung eines Wissensmanagements.
  • Entwicklung eines vierstufigen Schichtenmodells (normativ, konzeptionell, organisational, instrumentell) für die praktische Implementierung.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Unternehmensleitung: Promotor des Wissensmanagement

Wie bei den meisten unternehmenskulturellen Aspekten ist die überzeugende Kommunikation von normativen Wissenszielen eine Aufgabe der Führung, die damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung eines wissensfreundlichen Klimas und zur Verdeutlichung des neuen Stellenwertes der Ressource „Wissen“ zu leisten hat. Die Formulierung normativer Ziele oder die Aufnahme der Begriffe „Wissen“, „Information“ oder „Lernen“ in das Vokabular der Unternehmung, reicht als Beitrag der Unternehmensleitung zum WM allein nicht aus.

Vielmehr muss die Unternehmensleitung mittels einer generellen „open-book policy“ auch ihrerseits Wissen teilen. Das sog. „Open-Book-Management“ bietet allen Mitarbeitern unbeschränkten Zugang zu allen Informationen, indem diese auf elektronischen Marktplätzen frei verfügbar sind. Dadurch verlieren Dienstwege, Hierarchien und Bereichsgrenzen an Bedeutung. Solch ein an der Spitze vorgelebter Wissenstransfer, z.B. durch Information über Unternehmenssituation und -strategie, hat Vorbildcharakter. Dagegen ist eine Unternehmensleitung, die ihre Mitarbeiter vor vollendete Tatsachen stellt und nicht aktiv deren Wissen erfragt resp. ihr eigenes Wissen teilt, für ein WM wenig förderlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Paradigmenwechsel in modernen, dynamischen Märkten und leitet die Notwendigkeit ab, Wissen als zentralen Produktionsfaktor in der Maschinenbauindustrie strategisch zu managen.

2 Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel erörtert die Definitionen von Zeichen, Daten, Information und Wissen sowie deren Integration in das strategische Management und das organisationale Lernen.

3 Strategische Optionen: SWOT Konzept: Hier wird der Maschinenbau mittels einer Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse untersucht, um die Potenziale für ein Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken aufzuzeigen.

4 Strategische Konzeption eines Wissensmanagements in Vertriebsnetzwerken des Maschinenbaus: Das Kernstück der Arbeit, welches ein vierstufiges Schichtenmodell von der normativen über die konzeptionelle und organisationale bis zur instrumentellen Ebene zur Implementierung vorstellt.

5 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Würdigung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, um nachhaltige Wettbewerbsvorteile durch Wissensmanagement zu erzielen.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Maschinenbau, Vertriebsnetzwerke, Strategisches Management, Lean Distribution, Organisationale Wissensbasis, Wissensschaffung, Wissensspirale, Hypertextorganisation, Wissensziele, Wissenskarten, Implementierungstools, Balanced Scorecard, Wettbewerbsvorteile, Wissensidentifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer strategischen Konzeption zur Implementierung von Wissensmanagement-Systemen innerhalb von Vertriebsnetzwerken, beispielhaft angewendet auf die deutsche Maschinenbauindustrie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Wissensmanagement, strategische Unternehmensorganisation, Vertriebsstrukturen (insb. Lean Distribution), Informationstechnologie als Unterstützungsinstrument und die notwendige Unternehmenskultur für Wissensprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines ganzheitlichen Schichtenmodells, das dem Management eine praxisorientierte Anleitung bietet, um Wissen als strategischen Produktionsfaktor zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit einzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein systemtheoretischer Ansatz verfolgt, der durch eine SWOT-Analyse der Branche und die Entwicklung eines Schichtenmodells auf den Ebenen (normativ, konzeptionell, organisational, instrumentell) operationalisiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Wissensmanagements, eine Analyse der Marktbedingungen des Maschinenbaus und eine detaillierte Erarbeitung des Schichtenmodells sowie der spezifischen Implementierungswerkzeuge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wissensmanagement, Vertriebsnetzwerke, Maschinenbau, Wettbewerbsvorteile, Lean Distribution und organisationale Wissensbasis.

Was bedeutet die "Wissensspirale" nach Nonaka/Takeuchi in diesem Kontext?

Sie beschreibt den fortlaufenden Wechsel zwischen Wissensinternalisierung und Wissensexternalisierung, der als Prozess der Wissensschaffung auf verschiedenen Ebenen vom Individuum bis zur Unternehmensorganisation dargestellt wird.

Warum ist das "Open-Book-Management" für den Vertrieb wichtig?

Es fördert eine Kultur des Teilens, indem Informationen unbeschränkt zugänglich gemacht werden, was traditionelle Hierarchien und Bereichsgrenzen abbaut und den Wissenstransfer in dezentralen Netzwerkstrukturen beschleunigt.

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Details

Title
Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken - Eine strategische Konzeption für den Maschinenbau
College
University of Siegen
Grade
1.7
Author
Jens Merten (Author)
Publication Year
2000
Pages
96
Catalog Number
V185413
ISBN (eBook)
9783656998501
ISBN (Book)
9783867461788
Language
German
Tags
wissensmanagement vertriebsnetzwerken eine konzeption maschinenbau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Merten (Author), 2000, Wissensmanagement in Vertriebsnetzwerken - Eine strategische Konzeption für den Maschinenbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185413
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