Auswirkungen der Konvergenz von TIME-Technologien auf die Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten


Diplomarbeit, 1999
169 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung

2 Theoretischer Teil
2.1 Konvergenz der Medien
2.1.1 Abgrenzung der Konvergenz der Medien
2.1.2 TIME im Kontext der Technologien
2.1.3 Konvergenzentwicklungen in TIME-Sektor
2.1.3.1 Zeitlicher Hintergrund
2.1.3.2 Technologische Eckpfeiler der Konvergenz
2.2 Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten
2.2.1 Telefonnutzung in Deutschland
2.2.2 Fernsehnutzung in Deutschland
2.2.2.1 Fernsehempfangsmöglichkeiten der Privathaushalte
2.2.2.2 Geräteausstattung der Privathaushalte
2.2.2.3 Fernsehnutzungsverhalten der Privathaushalte
2.2.2.4 Pay-TV
2.2.2.5 Digitales Fernsehen
2.2.3 PC-Nutzung in Deutschland
2.2.3.1 Geräteausstattung der Privathaushalte
2.2.3.2 Soziodemographie der PC-Nutzer
2.2.3.3 PC-Nutzungshemmnisse
2.2.4 Onlinenutzung in Deutschland
2.2.4.1 Onlinenutzung allgemein
2.2.4.2 Soziodemographie der Onlinenutzer
2.2.4.3 Onlinenutzungsverhalten der Privathaushalte
2.2.4.4 Nutzungsbarrieren der Onlinenutzung
2.2.5 Digitale Medienkompetenz der Privathaushalte
2.3 Veränderungen der Infrastruktur stationärer elektronischer Medien
2.3.1 Breitbandige Zugangstechnologien
2.3.1.1 Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL)
2.3.1.2 Breitbandkabelnetz (Bk-Netz)
2.3.1.3 Powerline-Communication (PLC)
2.3.1.4 Satellitenkommunikation
2.3.1.5 Universal Mobile Telecommunication System (UMTS)
2.3.1.6 Ausblick breitbandige Zugangstechnologien
2.3.2 Endgeräte
2.3.2.1 Set-top-box
2.3.2.1.1 Multimedia Home Platform (MHP)
2.3.2.1.2 Konvergenz von Fernsehen und Internet
2.3.2.2 DVD-Player mit Onlinezugang
2.3.2.3 Screenphone
2.3.2.4 Küchengeräte mit Onlinezugang
2.3.2.4.1 Mikrowellenherd
2.3.2.4.2 Kühlschrank
2.3.2.4.3 Home Electronic System (HES) und Home Smart Monitor (HSM)
2.3.3 Inhouse-Vernetzung
2.3.3.1 Java Intelligent Network Infrastructure (Jini)
2.3.3.2 Universal Plug and Play (UPnP)
2.3.3.3 Home Audio Video Interoperability (HAVi)
2.3.3.4 Home Application Programm Interface (HAPI)
2.3.3.5 Home Phoneline Networking Alliance (HomePNA)
2.3.3.6 Open Services Gateway Initiative (OSGi)
2.3.3.7 Ausblick Inhouse-Vernetzung

3 Praktischer Teil
3.1 Expertenbefragung zur zukünftigen Nutzung von elektronischen Medien in deutschen Privathaushalten unter dem Gesichtspunkt der Konvergenz der TIME-Technologien
3.2 Konzeption der Expertenbefragung
3.2.1 Definitionsphase
3.2.2 Design der Untersuchung
3.2.3 Durchführung der Befragung
3.3 Allgemeine Aussagen zur Beantwortung des Fragebogens
3.3.1 Befragungsrücklauf
3.3.2 Klassifizierung der Teilnehmer
3.4 Darstellung der Befragungsergebnisse
3.4.1 Zugangsnetze von Privathaushalten
3.4.1.1 Erwartete Marktpenetration von bidirektionalem Breitbandzugriff
3.4.1.2 Wesentliche zukünftige, breitbandige Zugangstechnologien
3.4.1.3 Entwicklung von Zugangsnetzkonvergenzen
3.4.2 Endgeräte
3.4.2.1 Entwicklung der Funktionsausstattung von Endgeräten
3.4.2.2 Technische Voraussetzungen von Endgeräten
3.4.2.3 Vermarktung von Endgeräten
3.4.3 Vernetzung von Endgeräten in Privathaushalten
3.4.3.1 Generelle Trendentwicklung
3.4.3.2 Zukünftige Vernetzungsgrade von Endgeräten
3.4.3.3 Übertragungsmedien zur Endgerätevernetzung
3.4.4 Identifizierung/Authentifizierung und Sicherheit
3.4.5 Anwendungen von Kommunikation
3.4.5.1 Primäre Anwendungen von Kommunikation
3.4.5.2 Periphere Anwendungen von Kommunikation
3.5 Zusammenfassung der Befragungsergebnisse

4 Schlußbetrachtung
4.1 Allgemeine Aspekte zur Nutzerakzeptanz
4.2 Ausblick

Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis Offline

Literaturverzeichnis Online

Persönliche Gespräche

Anhänge

Anhang A: Anschreiben zur Expertenbefragung

Anhang B: Fragebogen zur Expertenbefragung

Anhang C: Ergänzende Ergebnisse zur Expertenbefragung

Eidesstattliche Erklärung:

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Mit Einführung der Compact Disk (CD) begann Anfang der achtziger Jahre das Zeitalter von digitalen Medien in Privathaushalten. Derzeitig stehen hauptsächlich die Industrienationen am Beginn der Entwicklung zur digitalen Informations- und Kommunikationsgesellschaft. Kennzeichnend für diese Entwicklung sind der rasante Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK), die Verbreiterung der Nutzerschichten von Onlinediensten und vom Internet und die sukzessiv steigende Nutzungsintensität. Durch diese Entwicklung wird die Globalisierung vorangetrieben, weil es zu einem Zusammenrücken der Beteiligten führt und die Welt zu einem „Globalen Dorf“ werden läßt.[1]

Ein wesentliches Merkmal des Internets ist die weltweite Vernetzung von unterschiedlichen Netzwerken zur „Mutter der Netze“[2], das diesem Medium nicht nur den Status einer universellen, digitalen Kommunikationsplattform verleiht, sondern auch das Potential, sich neben dem Fernsehen zum weiteren Leit- bzw. Massenmedium in unserer Gesellschaft zu entwickeln. Dabei helfen die Veränderungen in den Nutzungsvoraussetzungen von Onlinediensten und vom Internet[3] und die Zugangsmöglichkeiten zu diesen unterstützend mit.

Bislang war die Nutzung von Onlinemedien mit seinem vielfältigen Angebot nur den Privathaushalten möglich, die über einen Personalcomputer (PC) mit Modem oder ISDN[4] -Karte verfügten. Nun entsteht im Zuge der Technologiekonvergenz der Branchen T elekommunikation, I nformationstechnologie, M edien und E ntertainment[5] (TIME) eine Vielfalt neuer computerbasierter Informations- und Kommunikationsprodukte[6], die auch ohne PC, in seiner klassischen Form, den Zugang zum Angebot der Onlinemedien ermöglichen.

Darüber hinaus erwächst aus der Digitalisierung der Kommunikationsprozesse aller elektronischen Medien – die Fernsehübertragung soll bis zum Jahr 2010 in Deutschland vollständig digitalisiert sein[7] – die Plattform, nicht nur jeden mit jedem, sondern auch jedes mit jedem zu vernetzen, also die Vernetzung von unterschiedlichen elektronischen Geräten zu hausinternen Netzwerken und deren Anbindung an externe Netzwerke. Diese bieten das Potential für eine Vielzahl neuer Kommunikationsanwendungen und -dienste. Das Bestreben der beteiligten Marktakteure der TIME-Branchen ist die optimale Nutzung dieses Potentials, indem die Entwicklung der unterschiedlichen Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten von Onlinemedien für die breite Masse der Privathaushalte forciert wird, um eine Penetration wie beim Fernsehen und Telefon zu erzielen.

Die weitreichende Durchdringung sämtlicher Lebensbereiche in Privathaushalten mit computerbasierter Technologie, deren hausinterne Vernetzung und die Anbindung an das externe Netzwerk, dem Internet, wird Auswirkungen auf bestehende Verhaltensmuster, auf das soziale Gefüge, auf die kulturelle Identität in unserer Gesellschaft und auch auf das Mediennutzungsverhalten haben.

Im Rahmen dieser Arbeit kann sicherlich nicht auf alle Auswirkungen dieser globalen Entwicklung eingegangen werden. Zur thematischen Abgrenzung werden zwei wesentliche Bereiche betrachtet.

So stellt die technologische Infrastruktur stationär elektronischer Endgeräte in deutschen Privathaushalten den ersten Bereich dar, der von einem neuen innovativen Produktangebot geprägt ist. Die dazugehörigen Komponenten werden dazu im weiteren vorgestellt und hinsichtlich ihrer technischen Merkmale analysiert. Sie bilden den systematischen Rahmen.

Der zweite Bereich dieser Betrachtung beschäftigt sich mit dem zukünftigen Nutzungsverhalten der neuen Konvergenzprodukte. Dieses Nutzungsverhalten wird wesentlich durch die vermittelte Vielfalt an Anwendungen von Kommunikationsmöglichkeiten und dem damit individuell wahrgenommenen Mehrwert oder Nutzen beeinflußt. Je höher also der wahrgenommene Mehrwert oder Nutzen ist, desto intensiver werden die jeweiligen Medien[8] zukünftig genutzt.

Das Ziel dieser Arbeit ist:

- Die Auseinandersetzung mit dem Themenbereich interne und externe Vernetzung von Endgeräten in Privathaushalten vor dem Hintergrund der Konvergenztrends bzgl. der involvierten Technologien als theoretischem Ausgangspunkt. Hierbei zeichnet sich allmählich der Trend ab, daß bestehende Dienste (wie z.B. Sprach-, Onlinedienste oder Internet) konvergieren, d.h., diese werden zukünftig nicht nur über das Telefonnetz verfügbar sein, sondern auch über alternative Netzinfrastrukturen. Dazu gehören das Breitbandkabelnetz, die Satellitenkommunikation, Funknetze oder auch das Stromnetz. Kennzeichnend für bereits angebotene, aber auch neue Anwendungen und Dienste ist der steigende Bandbreitenbedarf. Ein weiterer Trend zeichnet sich im Rahmen der Konvergenz von Internet und Fernsehen ab. Hierbei erfolgt die Visualisierung der Internetseiten und die Nutzung des Angebots über den Fernseher, wobei der physikalische Zugang zum Internet beispielsweise über eine Set-top-box oder über ein DVD[9] -Abspielgerät (mit Kommunikationszusatzfunktion) realisiert wird. Die Nutzung von Onlinemedien mit unterschiedlichen Endgeräten und an verschiedenen Orten im Privathaushalt (z.B. zukünftig möglicherweise auch in der Küche) führt zu Entwicklungen von hausinternen Netzwerken, die, über eine Netzwerkschnittstelle (Gateway) verbunden, eine effektive Anbindung an die Zugangsnetze gewährleisten.

Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, IuK-Technologie in alle elektronischen Geräte der sogenannten Braunen- bzw. Weißen-Ware und in die Haustechnologie zu integrieren, die auf dem Internet-Protokoll (IP) basiert, um Kommunikationsdienste zur Gerätesteuerung bzw. -wartung oder zur Übertragung von Informationen anzubieten. Diese Trendentwicklungen bilden die Grundlage für

- eine empirische Untersuchung in Form einer Expertenbefragung, wobei die beiden Ausprägungen – technologische Infrastruktur und Nutzung des mit Hilfe der Technologie vermittelten Angebots betrachtet werden, um zukünftige Entwicklungspfade aufzuzeigen. Somit werden einerseits die zukünftigen technologischen Entwicklungen auf deren Bedeutung und Akzeptanzpotentiale hinterfragt. Hierzu zählen die breitbandigen Zugangstechnologien, die technischen Voraussetzungen der Endgeräte, die Grade der hausinternen Vernetzung sowie die Entwicklungen zur Authentifizierung und Sicherheit in Netzwerken. Andererseits werden primäre und periphere Anwendungen von Kommunika-tionsangeboten, bezogen auf verschiedene Lebensbereiche in Privathaushalten, differenziert analysiert. Zu den primären Anwendungen gehören Entertainment, Information, Education, aber auch Online-Shopping, wohingegen die peripheren Anwendungen die Softwarelösungen zur Mediensteuerung, -wartung, Authentifizierung oder Sicherheit darstellen.

- Aufbauend auf diesen Untersuchungen können Aussagen getroffen werden, inwieweit die Penetration neuer Technologien und des darüber vermittelten Kommunikationsangebots bei der breiten Masse der Privathaushalte Auswirkungen auf das gewohnte Mediennutzungsverhalten in der mittelfristigen bzw. der langfristigen Perspektive haben wird. Dieses bedeutet für den Betrachtungsrahmen einen vorsichtigen Blick zum Jahr 2010 und darüber hinaus. Weitestgehend außen vor bleibt eine kritische Analyse der möglichen sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen, die sich ggf. durch ein verändertes Mediennutzungsverhalten entwickeln werden. Gemeint ist an dieser Stelle z.B. die These der Entwicklung hin zu einer Informationsgesellschaft der zwei Klassen, die von Wissensreichen, den Nutzern der medialen Kommunikationsangeboten, und von Wissensarmen, den Nichtnutzern, geprägt ist.

1.2 Gang der Untersuchung

Nach einem einleitenden Kapitel wird im zweiten Kapitel zunächst zur Schaffung des theoretischen Hintergrundes der Sachverhalt der Konvergenz von TIME-Technologien analysiert und thematisch abgegrenzt. Die Erläuterung des Begriffes der Konvergenz bzgl. der TIME-Technologien und die Betrachtung der zeitlichen Entwicklung dieser Konvergenz findet statt. Des weiteren wird der TIME-Begriff erläutert.

Im weiteren wird zusätzlich zur theoretischen und thematischen Abgrenzung der Status quo der in deutschen Privathaushalten vorhandenen und genutzten, stationären elektronischen Medien dargestellt. Dieser Status quo wird anhand allgemeiner Daten zur Penetration von PCs, der Nutzung von Onlinemedien und Fernsehen in Privathaushalten vorgestellt. Dabei werden die technologischen Infrastrukturen und die Nutzungsgewohnheiten der Medien berücksichtigt. Diese Ausführungen bilden die Basis für die nachfolgende Betrachtung zukünftiger Technologie- und medialer Angebotsentwicklungen.

Diese Entwicklungen führen im Zuge des anfänglich beschriebenen Konvergenzprozesses zu Veränderungen in der technologischen Infrastruktur in Privathaushalten. Deshalb widmet sich der letzte Teil des zweiten Kapitels insbesondere den neuen technischen Komponenten, die vor dem Hintergrund der Anbindung von Privathaushalten an Onlinemedien zukünftig vermarktet werden. Zu diesen Komponenten zählen die breitbandigen Zugangstechnologien, neuartige Endgeräte und die interne Hausvernetzung der elektronischen Medien, die auf ihr Akzeptanzpotential hin untersucht werden.

Um den im theoretischen Teil geschaffenen Systemrahmen bewerten zu können, wurde eine Befragung von Experten der TIME-Branchen durchgeführt. Die im zweiten Kapitel beschriebenen Komponenten bilden den Inhalt der Befragung. Aufgrund der Expertenmeinung soll es möglich sein, die zukünftige Nutzung des Konvergenzangebotes zu beurteilen. Die Befragung und deren Ergebnisse werden im dritten Kapitel beschrieben.

Diese Ergebnisse sind die Grundlage für die Abschlußbetrachtung. Dabei werden Aspekte zu Auswirkungen, die sich aus den konvergierten TIME-Technologien auf das Nutzungsverhalten ergeben und zur Akzeptanz der Technologien betrachtet.

2 Theoretischer Teil

2.1 Konvergenz der Medien

Mitte der 90er Jahre waren die Variation und Kombination der Begriffe Datenautobahn (Information Highway), Internet, nationale und globale Informationsinfrastruktur, Cyberspace, Virtual Reality und insbesondere Multimedia,[10] das 1995 zum Wort des Jahres gewählt wurde, in Diskussionen über den elektronischen Kommunikationssektor weit verbreitet. Diese Begriffe werden in den gegenwärtigen Diskussionen nur noch selten benutzt, da unterschiedliche und diffuse Definitionen mehr Verwirrung geschaffen haben, als daß sie zum allgemeinen Verständnis beitrugen. An die Stelle dieser auch als Worthülsen oder Modeworte bezeichneten Begriffe ist ein neuer Sachverhalt getreten. Dieser wird als Konvergenz oder „Konvergenz der Medien“[11] bezeichnet.

2.1.1 Abgrenzung der Konvergenz der Medien

Der Sachverhalt der Konvergenz der Medien ist sehr vielfältig und umfangreich. Er bezieht sich im wesentlichen auf die vier unterschiedlichen Schlüsselbranchen Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien und Entertainment, die abgekürzt als TIME-Sektor[12] bezeichnet werden. Zur Beschreibung der Konvergenz sind Ansätze wie Konvergenz der Unternehmen[13] oder Konvergenz der involvierten Technologien möglich. Um diese zwei Ansätze zu verdeutlichen, bietet sich die Darstellung der vertikalen TIME-Wertschöpfungskette in einer abstrahierten Form an. Sowohl die Konvergenz der Unternehmen als auch die Konvergenz der Technologien umfassen das gesamte Spektrum dieser Kette. Wie in Abbildung 1 dargestellt, setzt sich diese aus den Ebenen Netze, Dienste, Inhalte und Endgeräte zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Wertschöpfung im TIME-Markt (Quelle: eigene Darstellung)

Im Rahmen dieser Arbeit soll die Beschreibung der Konvergenz der TIME-Technologien in Vordergrund stehen, eine Betrachtung der unternehmensbezogenen Konvergenz findet nicht statt. Insofern kann die Darstellung damit beschrieben werden, daß die Netze die physikalischen Trägermedien darstellen, über die die jeweiligen Dienste vermittelt werden. Die Dienste wiederum bieten die Inhalte an, die dann über die Endgeräte dargestellt werden. Dabei fungieren die Endgeräte als Schnittstelle zwischen Sender und Empfänger (Konsumenten bzw. Mediennutzern).

Seit der Begriff Konvergenz zur Beschreibung der Veränderungsprozesse des TIME-Sektors verwendet wird, ist die Vorstellung, was unter diesem Begriff zu verstehen ist, kontinuierlich revidiert und den aktuellen Entwicklungen angepaßt worden. Die Dynamik des TIME-Sektors macht eine präzise Definition der Konvergenz nicht sinnvoll[14] und läßt diese aufgrund der Veränderungsdynamik schlußfolgernd auch nicht zu. Andernfalls wäre zu erwarten, daß sich der Begriff Konvergenz an die Liste der vorangegangenen Modeworte anreihen dürfte, die durch zahlreiche Definitionen eher für Verwirrung sorgten. Dennoch soll an dieser Stelle eine allgemeine Beschreibung der Konvengenz der TIME-Technologien stattfinden, die aber nicht als Definition zu verstehen ist.

Die Konvergenz der TIME-Technologien ist:

- nicht mit Fusion, also mit Verschmelzung, gleichzusetzen,[15]
- ein Transformationsprozeß, der die Verschiebung und Umwandlung etablierter Systeme, nicht ihre Substitution durch Neues, beinhaltet,[16]
- kein reiner, additiver Prozeß, sondern durch die Vermengung vormals getrennter Teile entsteht auch qualitativ und strukturell Neues,[17]
- die Entkopplung oder Modularisierung von Netzen, Diensten, Inhalten und Endgeräten,[18]
- nicht nur die Integration vorhandener Dienste auf einer Plattform, sondern die Basis zur Schaffung neuer Medienformen.[19]

2.1.2 TIME im Kontext der Technologien

Der TIME-Sektor subsumiert traditionell vier technologische Sektoren mit Hilfe derer er beschrieben wird. Jeder Subsektor ist durch spezifische Merkmale gekennzeichnet. Krause definiert demzufolge den TIME-Sektor wie folgt:[20]

- Telekommunikation

Die Telekommunikation sorgt für die Übertragungswege und Protokolle. Sie stellt somit die universelle Transportplattform für elektronische Informationen beliebigen Inhalts zur Verfügung und verbindet mit Hilfe von Kommunikationsdiensten Nutzer untereinander sowie mit den Informationsquellen.

- Informationstechnologie

Die Informationstechnologie liefert durch mikroelektronische Bauteile und Computer – wie PCs – und Software die Basis für die Schaffung, Darstellung und Verarbeitung digitaler Informationen.

- Medien

Die Medienindustrie als Produzent von Inhalten und Informationen verschiedenster Art sorgt für die Publikation über verschiedene Distributionsplattformen.

- Entertainment

Die Entertainmentbranche produziert die Endgeräte, die sog. Schnittstellen zwischen Nutzer und elektronischen Inhalten und Informationen. Sie liefert somit die Verbindung zum täglichen Leben jedes einzelnen und zu seinen privaten Interessen.

In Zuge der Konvergenz verschwimmen die technologischen Grenzen zwischen diesen Subsektoren mehr und mehr.[21] Wie nachfolgend dargestellt ist eine exakte Zuordnung der Produkte und Dienstleitungen zu den jeweiligen Subsektoren nur noch schwer möglich. Für den privaten Endverbrauchermarkt wurden deswegen die elektronischen Produkte zu Consumer-Electronics[22] (CE) zusammengefaßt.

2.1.3 Konvergenzentwicklungen in TIME-Sektor

2.1.3.1 Zeitlicher Hintergrund

Die TIME-Subsektoren haben sich bislang getrennt entwickelt, d.h. die stationären elektronischen Medien in Privathaushalten wie Datenübertragung vom PC, Fernsehen, Internet- und Onlinedienste sowie Telefon laufen heute weitestgehend unabhängig voneinander.[23] Diese Trennung kann nicht mit den unterschiedlichen Entwicklungs- und Einführungszeitpunkten der Subsektoren begründet werden.[24] Vielmehr sind es die unterschiedlichen Kommunikationsarten der Subsektoren, die divergierende Basistechnologien bedingten.[25] In Tabelle 1 sind die wesentlichen Unterschiede näher dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Merkmale der unterschiedlichen Kommunikationsarten (Quelle: Eigene Darstellung nach Backhaus, K./Stadie, E./Voeth, M. (1997), S. 30-31)[26]

Medienvisionäre wie Nicholas Negroponte erkannten schon recht früh das Konvergenzpotential,[27] das mit der einsetzenden Digitalisierung der Kommunikationsprozesse dieser Subsektoren und der Bedeutungszunahme des Internets ein Verschwimmen der traditionellen Grenzen möglich macht.[28] Anfänglich beschränkte sich die Konvergenzdefinition schwerpunktmäßig auf das Fernsehen (TV) und den PC.[29] Dabei war von zentraler Frage, ob der Fernseher zum PC (TVPC) oder der PC zum Fernseher (PCTV) wird.[30] Die Vorstellung der generellen Verschmelzung[31] dieser Endgeräteplattformen ist aber nicht zu erwarten.[32] Abgelöst wurde diese Vision von der Vorstellung der Konvergenz von Fernsehen und Internet.[33] Darunter ist die Verknüpfung der Fernsehwelt mit Onlinemedien zu verstehen, wobei der Fernseher die Visualisierung der Inhalte übernimmt, und der physikalische Zugang beispielsweise über eine Set-top-box erfolgt. Kennzeichnend für solche Geräte sind neben der Vernetzung die Integration von PC-ähnlicher Mikroelektronik, die durch technische Weiterentwicklung immer leistungsfähiger und kleiner geworden ist, und die Möglichkeit der Nutzung verschiedener Dienste.

Aus technologischer Sicht ergeben sich für die Konvergenz vier Eckpfeiler – Digitalisierung, Miniaturisierung, Integration und Vernetzung. Sie beziehen sich nicht nur auf Fernsehen und Onlinemedien, sondern auf alle elektronischen Medien, die in Privathaushalten genutzt werden.

2.1.3.2 Technologische Eckpfeiler der Konvergenz

Die Bedeutungszunahme der Konvergenz der Medien ist eng mit den technologisch induzierten Veränderungsprozessen des TIME-Sektors verbunden.[34] Dieser Veränderungsprozeß ist geprägt durch Innovationen, die durch kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklungen entstanden sind. Nach Meinung von Harms sind die Entwicklungen der Digitalisierung der Medien, die Miniaturisierung von Mikro-elektronik und deren Integration in unterschiedliche Endgeräte ausschlaggebend für diese Innovationen.[35] Diese drei Entwicklungen sind mittlerweile nicht mehr ausreichend, um die Konvergenz der TIME-Technologien vollständig zu beschreiben. Ergänzend muß die interne und externe Vernetzung der Medien als weitere Entwicklung mit aufgeführt werden.

Wie in Abbildung 2 dargestellt, bilden diese vier Entwicklungen zusammen die Eckpfeiler des Konvergenzprozesses für neue Kommunikationsanwendungen und -dienste sowie Endgeräte. Darunter ist aber nicht zu verstehen, daß die neuen Konvergenzprodukte die bisherigen im wesentlichen parallel existierenden Technologien ersetzen, sondern diese mit neuen Funktionen ergänzen und zusammenführen.[36]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Konvergenzprozeß im TIME-Sektor (Quelle: eigene Darstellung)

- Digitalisierung

Als wohl die wichtigste technologische Veränderung des TIME-Sektors ist die Digitalisierung von bereits bestehenden Netzinfrastrukturen mit ihren Übertragungs- und Vermittlungseinrichtungen sowie die Entwicklung digitaler bzw. computerbasierter Endgeräte anzusehen.[37] Die traditionelle analoge Signalübertragung und -verarbeitung wird somit durch die digitale ersetzt.[38] Durch Digitalisierung ist es möglich, ursprünglich inkompatible Netze zusammenzuschalten.[39] Digitalisierung bedeutet aber auch Signalunabhängigkeit,[40] so daß sich alle Signalarten wie Fernsehbilder, Radiosendungen, Internetseiten, Telefonate, etc. in ein einheitliches Format packen lassen und damit von der ursprünglichen Übertragungstechnik abkoppeln lassen.[41] Diese Abkopplung der Inhalte vom Trägermedium führt dazu, daß alle Inhalte beliebig gemischt, verändert, neu gebündelt,[42] bearbeitet, kopiert, übertragen und angezeigt werden können.[43] Eine weitere Eigenschaft der Digitalisierung ist die Komprimierung von Daten ohne Qualitätsverlust.[44] Dieses ermöglicht eine schnellere Übertragung des gleichen Inhalts.

Derzeitig sind die Telefonnetze, z.B. über ISDN, weitestgehend digitalisiert. Der Übergang vom analogen zum digitalen Fernsehen soll bis zum Jahr 2010 erfolgt sein. Deshalb lautet bei den Herstellern von Endgeräten der Trend, alles für das digitale Zeitalter zu entwickeln.

- Miniaturisierung

Als weiterer wichtiger Eckpfeiler der Konvergenz ist die Miniaturisierung von Mikroelektronik anzusehen. Insbesondere die Neu- und Weiterentwicklungen der Chiptechnologie ist hierbei von großer Bedeutung. So hat sich die Anzahl der Transistoren z.B. vom Intel Chip 404 mit 2300 Transistoren im Jahre 1971 auf 7,5 Millionen Transistoren der Pentium-II-Prozessoren erhöht. Mit dieser Entwicklung einher geht die kontinuierliche Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Verringerung der Strukturgröße eines Chips. Abgebildet wird dieses durch Moores Gesetz[45], das wohl noch für die nächsten Jahre seine Gültigkeit behalten wird.[46] Dadurch sind weitere Leistungssteigerungen und Verkleinerungen von Chips zu erwarten. Parallel zu den Entwicklungen im originären Anwendungsfeld der Informationstechnologie wurde die Mikroelektronik immer preisgünstiger und wurde so auch immer mehr zur Basistechnologie anderer Anwendungsfelder.[47] Hierzu zählen der Telekommunikations- und der Entertainmentsektor, aber auch die Haushaltsgeräte und die Haustechnologie.

- Integration

Die Integration von Mikroelektronik in unterschiedliche Endgeräte gilt als weiterer Eckpfeiler zur Konvergenz. Gab es bislang ausschließlich Spezialisierung und technologische Differenzierung für jede Anwendung, so sind es heute universelle, integrative Technologien.[48] Ein Trend in der Chipentwicklung ist heute nicht nur die Verbesserung der Prozessorgeschwindigkeit, sondern auch die Integration kompletter Systeme auf einem Chip. Solche Systems-on-a-chip stellen letztendlich nichts anderes als einen miniaturisierten PC dar, so daß zukünftig unter den Gehäusen von unterschiedlichen Endgeräten ein PC zu finden sein wird.[49]

Durch diesen Trend lassen sich mit nur einem Endgerät bislang voneinander getrennte Anwendungen realisieren. Als Beispiele lassen sich Set-top-boxen, die sowohl den Fernsehempfang als auch den Internetzugang ermöglichen, DVD-Player oder Internet-Telefone nennen, die ebenfalls mit Internetzugängen ausgestattet sind, sowie Multimedia-PCs, die den Empfang von Fernsehsendungen ermöglichen. Zukünftig ist zu erwarten, daß weitere internetfähige und computerbasierte Endgeräte mit neuen Anwendungen hinzukommen.

Unterstützend für diese Entwicklung wirkt die allmähliche Konvergenz von Diensten.[50] Darunter ist die Abkoppelung von Netzen und Diensten durch die vereinheitlichende Digitalisierung zu verstehen. Sprachtelefondienste, Online- und Internetdienste oder andere Datenübertragungsdienste können beispielsweise zur Übertragung in diverse Netzinfrastrukturen, z.B. Bk-Netz, integriert werden.[51]

- Vernetzung

Als letzten der vier Eckpfeiler der technologischen Veränderungen ist die interne und externe Vernetzung von Endgeräten zu betrachten. Der Zugang von Privathaushalten zu Onlinemedien war bislang nur über die bestehende Telekommunikationsinfrastruktur möglich. Diese zeichnet sich durch eine schmalbandige Datenübertragung aus, was dazu führt, daß der Aufbau von z.B. Internetseiten nur mit geringer Geschwindigkeit möglich ist, und multimediale Anwendungen, wie z.B. die Übertragung bewegter Bilder, eine schlechte Qualität haben. Parallel zu der zunehmenden Haushaltspenetration von Onlinemedien und der Digitalisierung von Kommunikationsprozessen verläuft die technologische Entwicklung alternativer breitbandiger Zugangstechnologien, die eine Datenübertragung um ein vielfaches schneller als mit analoger Übertragung oder mit ISDN ermöglichen. Die Datenübertragung im Zugangsnetzbereich zum privaten Endkunden, der auch als Letzte-Meile oder Local-Loop[52] bezeichnet wird, soll zukünftig alternativ sowohl über leitungsgebundene wie auch funkgestützte Übertragungsmedien erfolgen. Zu den funkgestützten Medien zählen die bidirektionale Satellitenkommunikation, die Überbrückung der Letzten-Meile durch zellulare Funktechnik sowie zukünftig ggf. auch der breitbandige (zellulare) Mobilfunk. Die leitungsgebundenen Medien sind das klassische Telefonnetz (POTS/ISDN) ergänzt durch ADSL-Technologie[53], das Kabelfernsehnetz sowie das Stromnetz (Powerline).[54]

Die Digitalisierung macht nicht nur die Anbindungen der Privathaushalte an verschiedene externe Netzwerke möglich, sondern auch die hausinterne Vernetzung aller Endgeräte. Die Möglichkeiten, die sich hieraus ergeben, sind sehr vielfältig. Die gemeinsame Nutzung der Fähigkeiten vorhandener Geräte an verschiedenen Orten im Haus für verschiedene Anwendungen (Resource-Sharing),[55] die Steuerung und Kontrolle der angeschlossenen Komponenten über ein zentrales Gerät, z.B. PC oder Fernseher, oder auch die Fernsteuerung oder -wartung von außen, z.B. per Mobilfunktelefon, werden so denkbar. Aber auch die selbständige Kommunikation der Netzwerkkomponenten (Gerät zu Gerät) untereinander ohne die Interaktion der Nutzer ist vorstellbar.

Durch die Zunahme des Angebots internetfähiger Enderäte wird eine hausinterne Vernetzung ebenfalls sinnvoll, um ggf. über eine gemeinsame Netzwerkschnittstelle die Anbindung an nur eines der o.g. externen Netzwerke zu realisieren bzw. um nicht Kunde verschiedener Internet Service Provider zu werden.

Die Vision des vollvernetzten Haushalts, d.h. die Vernetzung aller elektronischen Komponenten, dazu zählen die Geräte der Consumer-Electronic, der sog. Weißen-Ware[56], und der sonstigen Haustechnologie wandelt sich somit zu realistischen Ansätzen.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß sich durch das Zusammenwirken der vier beschriebenen technologischen Neu- und Weiterentwicklungsprozesse, Veränderungen für jede Stufe der TIME-Wertschöpfung ergeben, die in einer Vielzahl neuer Angebote mündet. In Abhängigkeit der Akzeptanz werden sich dahingehend ggf. die Ausstattung der deutschen Privathaushalte mit elektronischen Medien sowie das Nutzungsverhalten, verglichen mit dem heutigen Zeitpunkt, wesentlich verändern.

Nachfolgend wird das derzeitige Mediennutzungsverhalten in Privathaushalten beschrieben, um darauf aufbauend die derzeitigen und zukünftigen Entwicklungen einschätzen zu können.

2.2 Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten

Die Mehrzahl der deutschen Privathaushalte ist mit einer Vielzahl unterschiedlicher elektronischer Medien ausgestattet.[57] Zu diesen zählen Telefone, Faxgeräte, Videorecorder, Abspiel- und/oder Aufzeichnungsgeräte für CC (Kompaktkassette), CD oder neuerdings für MD (Mini Disk) oder DVD, Rundfunkempfänger für Fernsehen und Hörfunk, Zusatzgeräte wie Satelliten- oder Pay-TV-Receiver, aber auch PCs mit/ohne Zugangstechnologie zu Onlinemedien. Im weiteren werden für eine Auswahl dieser elektronischen Medien die wichtigsten Nutzungsmerkmale dargestellt. Die elektronischen Medien, auf die in diesem Kapitel nicht weiter eingegangen wird, sind anhand ihrer Haushaltspenetration und durchschnittlicher Nutzungsdauer im Jahr 1998 in der Tabelle 2 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Haushaltspenetration und Nutzung in Deutschland (Quelle: Media Perspektiven (1999a), S. 147, Media Perspektiven Basisdaten (1999b), S. 69, o. V. (1999c), S.8)

2.2.1 Telefonnutzung in Deutschland

Persönliche Kommunikation, auch Mund-zu-Mund-Kommunikation genannt, ist die direkte, von Person zu Person gerichtete Kommunikation.[58] Falls die direkte Kommunikation aufgrund räumlicher Distanz nicht möglich ist, kann sie mittels Telefon erfolgen. Dementsprechend zählt das Telefon zu den wichtigsten elektronischen Medien in Privathaushalten. Annähernd 93%[59] aller deutschen Privathaushalte haben einen Telefonanschluß mit mindestens einem Telefon. Die Mehrzahl der Telefone ist nach wie vor mit einer Leitung an das Zugangsnetz angeschlossen. Es zeichnet sich aber ein Trend hin zur Nutzung von schnurlosen Telefonen ab, die mehr Bewegungsfreiraum und andere Beschäftigungen während eines Telefonats zulassen. Ende 1998 besaßen 32% der deutschen Privathaushalte schnurlose Telefone.[60]

Der Anschluß der Haushalte an das Verbindungsnetz basiert entweder auf analoger oder digitaler Übertragungstechnologie, d.h., entweder wird POTS (Plain Old Telephone System) oder ISDN verwendet. Derzeitig verfügen ca. 3 Millionen Privathaushalte über einen ISDN-Anschluß.[61] Aufgrund der verstärkten Marketingmaßnahmen der Deutschen Telekom und des zunehmenden ISDN-Angebots alternativer Telefongesellschaften ist mit einem Anstieg dieser Zahl zu rechnen. Für den klassischen Telefonhaushalt ohne Nutzung von Onlinemedien ist ein Wechsel nicht unbedingt mit einer Steigerung des Nutzens verbunden, da ISDN-Dienstmerkmale wie Makeln, Anklopfen oder Rufnummernübermittlung mittlerweile auch für den analogen Anschluß realisiert sind. Für Mehrpersonenhaushalte mit gleichzeitigem Telefonnutzungsverhalten oder der Nutzung von Onlinemedien ist ISDN die bessere Lösung, bedingt durch zwei vorhandene Leitungen mit mindestens drei Rufnummern und einer höheren Geschwindigkeit bei Datenübertragungen von 64-128 Kbit/s gegenüber 56 Kbit/s bei analoger Übertragung.

2.2.2 Fernsehnutzung in Deutschland

Seit der Umstellung von Schwarzweiß- auf Farbfernsehen im Jahre 1967 hat der Fernsehzuschauer kein tatsächlich neues Benutzererlebnis beim Fernsehkonsum erhalten.[62] Dennoch ist die Nachfrage nach neuen Geräten – in 1999 sollen es 5.6 Millionen verkaufte Geräte sein[63] – unverändert hoch.

2.2.2.1 Fernsehempfangsmöglichkeiten der Privathaushalte

Die deutschen Privathaushalte haben ein breite Wahlmöglichkeit bei den Fernsehprogrammen. Diese liegt zwischen 23 und über 50 unterschiedlichen Programmen.[64] Hierzu zählen sowohl Free-TV wie auch Pay-TV-Programme. Ende des Jahres 1998 waren im Durchschnitt 35 Programme verfügbar.[65] Zum Empfang des Programmangebots gibt es drei technische Alternativen. Zu diesen zählen der terrestrische Empfang und der Empfang über eine Satellitenempfangsanlage oder über das Breitbandkabelnetz (Bk-Netz).

Der terrestrische Empfang hat eine stark rückläufige Bedeutung, der Markt für Bk-Netzanschlüsse dürfte seine Sättigungsgrenze erreicht haben,[66] hingegen nimmt die Bedeutung des Satellitenempfangs weiter zu. Die Verteilung der Empfangsmöglichkeiten und deren Entwicklung sind in Abbildung 3 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Entwicklung der technischen Fernsehempfangsmöglichkeiten (Quelle: Zimmer, J. (1998), S. 353 und *): o. V. (1998c), http://www.medialine.focus.de)

Zwischen den einzelnen Empfangsmöglichkeiten besteht nicht nur bei der Programmvielfalt ein Unterschied, sondern auch bei der Kostenstruktur für die Haushalte. Bk-Netzkunden bezahlen einen monatlichen Beitrag plus einer einmaligen Anschlußgegühr.[67] Hingegen bezahlen die Nutzer einer Satellitenanlage nur die Anschaffungskosten dieser Empfangsanlage, ebenso fallen beim terrestischen Empfang nur Kosten für die Emfangseinrichtung an. Gemein ist allen Fernsehhaushalten die Entrichtung der Rundfunkgebühren in Höhe von derzeit 84,75 DM für drei Monate.

2.2.2.2 Geräteausstattung der Privathaushalte

In Deutschland ist annähernd jeder Privathaushalt mit mindestens einem Fernsehgerät ausgestattet. Bei einer Haushaltssättigung von 98,0%[68] entspricht dieses 36,75 Millionen[69] aller deutschen Privathaushalte. Weitere Merkmale zur Geräteausstattung der Haushalte sind in Tabelle 3 aufgezeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Ausstattung deutscher Privathaushalte mit Fernsehgeräten (Quelle: o. V. (1998b), http://www.mediendaten.de)

Die Mehrheit der Fernsehgeräte verfügt über eine umfangreiche Ausstattung.

2.2.2.3 Fernsehnutzungsverhalten der Privathaushalte

Seit der Einführung des dualen Systems – zu den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern kamen sukzessiv werbefinanzierte Fernsehsender hinzu – hat eine deutliche Ausweitung der Fernsehnutzung stattgefunden.[70] Betrug die durchschnittlich Fernsehnutzung im Jahr 1987 139 Minuten[71], so waren es im Jahr 1998 188 Minuten.

Das Nutzungsverhalten, bzgl. der durchschnittlichen Sehdauer, hat sich in den letzten drei Jahren, wie in Abbildung 4 dargestellt, wenig geändert. Die Veränderung zu 1997 liegt bei durchschnittlich 5 Minuten pro Tag. Die Kernzeit der Fernsehnutzung lag an einem Durchschnittstag zwischen 19.00 und 22.00 Uhr.[72]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Durchschnittliche Sehdauer in Minuten pro Tag (Quelle: Darschin, W. (1999), S. 154)

Mit der Vervielfältigung der Programme entwickelten sich neue Verhaltensweisen der Fernsehnutzung. Niemeyer und Czycholl bezeichneten diese Entwicklung als selektive TV-Nutzung und definierten dahingehend eine Nutzertypologie.[73]

Die Typologie umfaßt die sechs Kategorien Flipper, Switcher, Hopper, Zipper, Zapper und Sticker.

Flipper schalten ohne Programmvorselektion, d.h. ohne sich vorher informiert zu haben, den Fernseher ein.

Switcher schalten mit der Fernbedienung zwischen den Programmen hin und her, ohne dabei eine Sendung von Anfang bis zum Ende zu verfolgen.

Hopper sehen gezielt mehrere Programme gleichzeitig mit der Intention, aus dem Programmangebot mehrere Programme zu verfolgen.

Zipper zeichnen interessante Sendungen auf Video unter Vermeidung von Werbung auf.

Zapper schalten bei unliebsamen Werbeeinblendungen kurzfristig auf ein anderes Programm.

Sticker verfolgen im Gegensatz zu Zappern einen Werbeblock durchgängig.

Eine weitere Entwicklung hat Opaschowski in repräsentativen Studien festgestellt. Für immer mehr Nutzer ist „TV-pur“ passé.[74] Sie beschäftigen sich mit anderen Dingen, während der Fernseher läuft, und konzentrieren sich nicht mehr voll auf das laufende Programm (1991: 44% - 1999: 36%). In Abbildung 5 sind die wesentlichen Beschäftigungen dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Beschäftigungen während des Fernsehschauens (Quelle: Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 190)

Des weiteren hat Opaschowski festgestellt, daß die meisten Fernsehzuschauer innerlich abschalten und auf Zeit aussteigen, während sie vor dem Fernseher sitzen.[75] Sei es wegen der Verflachung des Programmangebots oder durch Reiz- oder Informationsüberflutung, bedingt durch Angebotsinflation. Etwa 98% der durch elektronische Verteilmedien[76] angebotenen Informationen werden nicht aufgenommen.[77] Für 2% der Informationen findet eine selektive Informationsaufnahme und -auswertung statt.[78]

Das Fernsehen dient den Zuschauern in erster Linie als Mittel zur Ablenkung, Entspannung, Unterhaltung, aber auch, um sich zu informieren.[79] Das Nutzungsverhalten der Fernsehzuschauer ist weitestgehend durch ein „lean back“-Verhalten[80], also durch Passivität gekennzeichnet. Als aktives Verhalten ist lediglich das Ein- und Ausschalten des Gerätes und ein Programmwechsel zu bezeichnen. Der Bildaufbau beim Einschalten oder Umschalten erfolgt lediglich mit einer kurzen Zeitverzögerung, so daß der Fernsehzuschauer keine Wartezeiten hat, um zur Sendung des gewünschten Programms zu gelangen.

2.2.2.4 Pay-TV

Seit 1991 gibt es in Deutschland neben dem Free-TV auch Pay-TV. Nach Premiere und DF1, mittlerweile zu Premiere World verschmolzen, ist mit @TV ein neuer Pay-TV-Sender mit 6 Spartenprogrammen hinzugekommen, der in dieses Fernsehmarktsegment große Erwartungen setzt.

Der Anstieg der Abonnentenzahlen verlief für Premiere und DF1 eher schleppend als steil nach oben. Derzeitig nutzen etwas über 2 Millionen[81] Fernsehhaushalte die Programme der Pay-TV-Sender und die Angebotsformen Pay-per-channel (PPC) und Pay-per-view (PPV). Für die Nutzung des Programmangebots zahlt jeder Haushalt zwischen 20 DM und 40DM monatlich. Hinzu kommt die monatliche Miete in Höhe von 9,90 DM bzw. 19,90 DM für den zur Verfügung gestellten Decoder, der den Zugang, auch Conditional Access (CA) genannt, zum Angebot ermöglicht.

Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Prognos[82] ist das Nachfragepotential für Pay-TV, d.h. das Interesse und die Preisbereitschaft, über 20 DM im Monat zu bezahlen, in Deutschland schon zu 75% ausgeschöpft. Prognos gelangt zu der Auffassung, daß der Pay-TV-Markt in seiner jetzigen Form ein Nischenmarkt bleibt, der sich bereits in seiner Sättigungsphase befindet. Im Zuge der Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen und der damit verbundenen Ausweitung des Programmangebots bleibt abzuwarten, wie sich die Fernsehhaushalte entscheiden werden. Insbesondere ökonomische Gründe deuten daraufhin, daß die massenhafte Ausbreitung von Pay-TV nicht stattfindet.[83] Die Zahl der Abonnenten bei Premiere World soll Ende 2000 dennoch bei 2,9 Millionen liegen.

2.2.2.5 Digitales Fernsehen

Seit 1996 ist der Empfang von digital ausgestrahlten Fernsehprogrammen (Digital-TV) in Deutschland möglich. Basis für die Ausstrahlung ist die DVB-Technologie[84], eine auf europäischer Ebene entwickelte Technologie für Fernsehübertragungen. Bis Ende 2010 soll die Umstellung auf den DVB-Standard komplett abgeschlossen sein, so daß analoges Fernsehen dann ein Relikt der Vergangenheit sein wird. Um Digital-TV zu empfangen, wird entweder ein Zusatzgerät, wie z.B. eine Set-top-box benötigt, die die digitalen Daten zur Darstellung auf einem normalen Fernsehgerät in analoge umwandelt, oder ein digitaler Fernseher.

Die Akzeptanz der Fernsehhaushalte ist derzeitig noch sehr gering. Die Haushaltspenetration von Digital-TV liegt bei knapp über 3% der Privathaushalte,[85] wobei die Mehrzahl, ca.800.000 Haushalte[86], Pay-TV-Nutzer sind. Fast alle Free-TV-Anbieter strahlen mittlerweile neben den Pay-TV-Anbietern Digital-TV mit Zusatzdiensten aus.

Die Vorteile von Digital-TV zum analogen Fernsehen sind die bessere Übertragungsqualität, eine Erhöhung der Übertragungskanäle[87] sowie die Übermittlung von Zusatzdiensten, wie z.B. elektronischen Programmführern (EPGs), die die Navigation durch die Programmvielzahl und die Programmauswahl erleichtern sollen.[88]

Hinzu kommt, daß durch die Digitalisierung ein Rückkanal realisiert werden kann, so daß z.B. Abrufdienste (on-Demand-Services) wie Video-on-Demand sowie Onlinedienste und Internet angeboten werden können.[89]

Für die geringe Akzeptanz sprechen verschiedene Gründe. Der Kenntnisstand über Digital-TV ist in der deutschen Bevölkerung noch nicht sehr ausgeprägt, oder es wird mit Pay-TV oder DF1 assoziiert. Nach einer Studie des VDE ist nur bei 30% der Bevölkerung der Begriff „genau“ bekannt.[90] Die Vorteile von Digital-TV werden nicht als solche von den Fernsehzuschauern wahrgenommen, da das umfangreiche analoge Free-TV-Angebot einen Wechsel nicht notwendigerweise erforderlich macht und die Anschaffungskosten für eine Set-top-box sowie ggf. die Kosten für die Aufrüstung einer Satellitenempfangsanlage nicht unerheblich sind. Zum anderen war bislang eine Investitionssicherheit beim Kauf einer Set-top-box nicht gewährleistet, da unterschiedliche Systeme angeboten wurden, die nicht das gesamte Digital-TV-Angebot abbilden konnten.

Mit einer d-box der Kirch-Entwicklungsfirma Beta Research war z.B. die Nutzung des ARD-EPGs und Lesezeichens, das einzelne Programmangebote verspartet und vernetzt, nicht möglich.[91] Trotz der Offenlegung der Softwareschnittstelle API (Application Programming Interface) der d-box ist nicht sichergestellt, daß ein neuprogrammierter EPG der ARD zukünftig mit der d-box funktioniert.[92] Auf der anderen Seite lehnt Beta Research Kompatibilität mit anderen Set-top-boxen ab, die mit dem Betriebssystem OpenTV[93] arbeiten. Der Zugang zum Pay-TV-Angebot ließe sich über ein sog. DVB-Common-Interface[94] realisieren, das für Beta Research aber nicht in Frage kommt. Des weiteren ist Digital-TV via Bk-Netz derzeitig ausschließlich mit der d-box zu empfangen.

Diese Faktoren dürften die Entscheidungsfindung der Digital-TV-Interessierten nicht erleichtern und sie eher von der Anschaffung einer Set-top-box abhalten, sollte nicht ein primäres Interesse am Empfang von Pay-TV-Programmen bestehen, die die d-box als Empfangsdecoder erfordern.

2.2.3 PC-Nutzung in Deutschland

Die Anzahl der privaten PC-Besitzer ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Für 1999 wird im privaten Bereich ein PC-Absatz von 4 Millionen erwartet.[95] Der Anstieg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Auf der einen Seite nutzen immer mehr Menschen einen PC beruflich und haben dadurch mehr oder weniger, den Umgang und die Bedienung erlernt. Auf der anderen Seite ist ein enormer Preisverfall der PCs mit immer leistungsstärkeren Hard- und Softwarekomponenten eingetreten. Als weiterer Faktor ist zu nennen, daß sich der PC vom reinen Arbeitsinstrument zum „multi“-Medium gewandelt hat, der als Datenverarbeitungs-, Unterhaltungs-, Spiel-, Informations-, und Kommunikationsmedium verwendet werden kann.[96] Insbesondere die zwei letztgenannten Faktoren haben die Anschaffung für Privathaushalte attraktiv gemacht.

2.2.3.1 Geräteausstattung der Privathaushalte

Nach Opaschowski befindet sich die Computerisierung der Privathaushalte noch am Anfang, nach wie vor dominiert die berufliche PC-Verwendung.[97] Ein Großteil der vorhandenen PCs in deutschen Privathaushalten wird sowohl beruflich als auch privat genutzt. Etwa 28% der Bevölkerung ab 14 Jahren besaßen Ende 1998 einen PC. Der Besitz eines PCs bedeutet nicht gleichzeitig, daß dieser auch genutzt wird. Nur 57% derer, die privat einen PC besitzen, verwenden diesen auch regelmäßig für berufliche oder private Zwecke, d.h. mindestens einmal pro Woche.

Da die Gerätelebensdauer eines PCs im Durchschnitt unter 4 Jahren liegt, ist aufgrund von Ersatzanschaffungen davon auszugehen, daß in Mehrpersonenhaushalten teilweise zwei oder mehr PCs vorhanden sind.

2.2.3.2 Soziodemographie der PC-Nutzer

Die private PC-Nutzung nimmt zwar in der Gesamtbevölkerung zu, jedoch vollzieht sich die Penetration nicht gleichmäßig durch alle Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten. Die PC-Nutzung ist überwiegend bei jüngeren Menschen anzutreffen. Wie in Abbildung 6 dargestellt, sind rund zwei Drittel der Nutzer jünger als 39 Jahre. Das Alterssegment 60 Jahre und mehr hingegen ist mit nur 2% der Nutzer im Vergleich zur Struktur der Gesamtbevölkerung stark unterrepräsentiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Altersstruktur der PC-Nutzer in Deutschland (Quelle: Fraunhofer-Institut IAO (1999), S. 18)

In der Altersgruppe von 14 bis17 Jahren gibt es die höchste PC-Dichte, fast jeder zweite Jugendliche (47%) besitzt einen PC.[98]

Das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen PC-Nutzern gleicht sich immer mehr an. Dennoch dominieren die männlichen Nutzer. Das Verhältnis ist 56% zu 44%.[99]

Der private PC-Besitz steht stark in Abhängigkeit zum Bildungsstand. Bei etwa 61% der Hochschulabsolventen gehört der PC zur normalen Wohnungsausstattung. Hingegen haben Hauptschulabsolventen bisher kaum Zugang zu diesem Medium gefunden. Nur 13% von ihnen besitzen privat einen PC.[100]

Ähnlich verhält es sich beim Haushaltsnettoeinkommen. In fast jedem zweiten Haushalt (48%) mit einem Nettoeinkommen von über 5.000 DM monatlich ist ein PC vorhanden. Bei Haushalten mit einem Einkommen von weniger als 3.500 DM nur zu 17%.[101]

2.2.3.3 PC-Nutzungshemmnisse

Die Einstellungen zur privaten Anschaffung eines PCs sind in der Bevölkerung unterschiedlich ausgeprägt. Die Mehrheit der Bevölkerung ab 14 Jahren (72%) hat sich privat bislang keinen PC angeschafft. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Entweder wird die private Anschaffung abgelehnt, da nur geringer oder kein Nutzen für den Nichtnutzer erkennbar ist sowie mit der Anschaffung hohe Kosten und schnelle Veralterung der Technologie verbunden sind oder weil aufgrund der beruflichen Nutzung die Einstellung vorhanden ist, privat dieses Medium nicht zu benötigen oder nutzen zu wollen.

Bei der Mehrheit derer, die keinen PC besitzen, dürfte aber der fehlende Bezug zum PC der ausschlaggebende Grund sein, d.h. sie hatten bislang weder beruflich noch privat intensiven Kontakt mit einem PC. Die Bedienung und die Nutzung eines PCs erfordern – verglichen zu der Bedienung eines Fernseher oder Telefons – nicht unerhebliche Vorkenntnisse. Die mangelhaften oder fehlenden Vorkenntnisse führen dazu, daß das Medium als kompliziert und komplex wahrgenommen wird. Dadurch entstehen Ängste, mit einem PC nicht umgehen zu können und die gebotenen Leistungsmerkmale nicht nutzen zu können. Die Folge ist, daß von einer Anschaffung abgesehen wird.

2.2.4 Onlinenutzung in Deutschland

Mitte der 90er Jahre wurde das Internet der breiten Masse zugänglich gemacht.[102] [103] So schnell wie bei keinem anderen elektronischen Medium zuvor weitete sich der Nutzerkreis von universitären und wissenschaftlichen Einrichtungen auf Privathaushalte und Unternehmen aus. Begünstigt wurde die Entwicklung durch die Implementierung des anwenderfreundlicheren Dienstes World Wide Web (www) im Jahr 1992 und durch komfortablere Navigationssoftware (Browser), die sukzessive verbessert wurde. Anfänglich wurde das Internet überwiegend für berufliche Zwecke genutzt. Mittlerweile haben der Preisverfall am PC-Markt und sinkende Netzzugangskosten, verbunden mit attraktiveren Inhalten der Online- und Internetangebote für private Interessen, dazu geführt, daß die Zahl der privaten Nutzer stark angestiegen ist.

2.2.4.1 Onlinenutzung allgemein

Die Gesamtzahl der Internet- und Onlinenutzer in Deutschland liegt derzeitig bei 17,7 % der Bevölkerung im Alter von mehr als 14 Jahren. Ungefähr drei Viertel der 11,2 Millionen Nutzer (8,3 Millionen) haben einen privaten Zugang zum Internet und ggf. zu Onlinediensten, wobei vor allem berufliche Nutzer auch privat über einen Zugang verfügen.[104] Die Mehrheit der privaten Nutzer sind Kunden von Onlinediensten wie T-Online oder AOL und gelangen über diesen zumindest gelegentlich ins Internet.[105] Neben den Onlinediensten bietet eine Vielzahl an Internet Service Providern (ISPs) den direkten Zugang zum Internet. Verglichen zum Onlinedienst bietet ein ISP lediglich den Internetzugang, ohne zusätzlich ein umfangreiches, redaktionell aufbereitetes Informationsangebot oder weitere Dienstleistungen innerhalb seines Angebots zu liefern. Der Internetzugang via ISP erfolgt durch vorherige Anmeldung beim ISP oder durch Internet-by-Call[106].

Diese flexible Zugangsvariante ist insbesondere für Nutzer interessant, die das Internet wenig nutzen. Bislang gelangen 13% der Nutzer mit Internet-by-Call ins Internet.[107] Für die Onlinenutzung ist als technische Zugangsplattform bislang ein PC mit Modem oder ISDN-Karte notwendig. Hinzu kommen die Browser- und Zugangssoftware.

2.2.4.2 Soziodemographie der Onlinenutzer

Die Online- und Internetnutzung ist bislang sehr stark mit der PC-Nutzung verbunden, insofern zeigt sich, daß die Soziodemographie der Onlinenutzer sehr ähnlich der der PC-Nutzer ist. Wie in Abbildung 7 dargestellt sind zwei Drittel der Nutzer jünger als 39 Jahre, wobei das Durchschnittsalter immer weiter zunimmt, da der Anteil der älteren Nutzer ansteigt.[108]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Altersstruktur der Onlinenutzer in Deutschland (Quelle: ComCult Research/TNS Emnid (1999), http://www.comcult.de)

Die Onlinenutzer sind nach wie vor überwiegend männlich, obwohl der Anteil der weiblichen Nutzer sehr stark angewachsen ist. Lag der Anteil der Frauen im Jahr 1997 noch bei 12%[109], so sind es derzeitig 35%[110]. Es ist davon auszugehen, daß sich das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Nutzern immer mehr der Verteilung in der Bevölkerung angleichen wird.

Hinsichtlich des Bildungsstandes relativiert sich die Verteilung unter den Onlinenutzern zunehmend. Ende 1995 hatten 95%[111] der Onlinenutzer ein abgeschlossenes Abitur, hingegen sind es derzeitig 42%[112]. Dennoch liegt der Bildungsstand der Nutzer weiterhin deutlich über dem Bevölkerungsdurchschnitt.

Auch das Haushaltsnettoeinkommen bei einem Großteil der Onlinenutzer ist mit monatlich über 5.000 DM weiterhin überdurchschnittlich hoch.

2.2.4.3 Onlinenutzungsverhalten der Privathaushalte

Im weiteren soll das Verhalten der privaten Onlinenutzer beschrieben werden. Berufliches und privates Nutzungsverhalten werden in den zitierten Studien nicht immer getrennt, so daß die Abbildung des Verhaltens der privaten Onlinenutzer nicht genau möglich ist. Berücksichtigt werden in diesem Kapitel die Nutzungshäufigkeit und -zeit, die Nutzungsschwerpunkte und die Ausgabebereitschaft.

- Nutzungshäufigkeit und -zeit

Mittlerweile ist ein durchschnittlicher Nutzer an 3,9 Tagen in der Woche online und verbringt durchschnittlich 82 Minuten an Werktagen und 85 Minuten an Wochenenden im Netz.[113] Tendenziell nimmt der Anteil der Nutzer ab, die nur kurz online gehen und derer zu, die lange online verweilen. Die Hauptnutzungszeiten liegen wie bei der Fernseh- und Videonutzung weitestgehend in der Zeit von 18.00 Uhr – 24.00Uhr.[114] Am Wochenende gehen abends durchschnittlich 11% mehr Nutzer online als an Werktagen. Die Vormittags- und Nachmittagsnutzung ist am Wochenende verglichen zu den Abendstunden relativ gering, woraus sich schließen läßt, daß an Wochenenden tagsüber die Mehrheit der Onlinenutzer ihre Freizeit überwiegend mit anderen Dingen und Aktivitäten gestaltet.

- Nutzungsschwerpunkte

Für die Nutzer gewinnt der unmittelbare Gebrauchs- und Unterhaltungswert der Onlinemedien neben dem Informations- und Kommunikationswert stärker an Bedeutung, was zur Folge hat, daß die Onlinenutzung vermehrt in die Alltagsabläufe eingebunden wird. Zur E-mail-Kommunikation und der gezielten Abfrage von aktuellen Nachrichten reiht sich die Nutzung von Dienstleistungsangeboten dazu.[115] Über Online-Banking wickeln bereits 2,3 Millionen Nutzer ihre Bankgeschäfte ab, 1 Million Nutzer tätigen Reise- oder Hotelbuchungen und 800.000 Nutzer buchen Bahn- oder Flugtickets. Darüber hinaus nehmen 700.000 Nutzer weitere Bankdienstleistungen online wahr und 300.000 nutzen den regionalen Kleinanzeigenmarkt. Onlineauktionen spielen zwar noch eine untergeordnete Rolle, weisen aber die höchsten Zuwachsraten auf. Andere alltagsorientierte Anwendungen sind die Abfrage von Reise- und Wetterinformationen, von aktuellen Informationen aus einer speziellen Region, von Verkehrsnachrichten oder von Adressen.

Ebenso hat die Bedeutung des Unterhaltungswertes von Onlinemedien in der Vergangenheit deutlich dazugewonnen. Anwendungen wie Computerspiele, die alleine oder mit mehreren Teilnehmern im Netz (Multi-User-Games) gespielt werden, Newsgroups oder Chatten haben in der Gunst der Nutzer zugelegt. Ein Großteil der Nutzer (77%) surfen teilweise regelmäßig ziellos durchs Netz, sei es aus Neugierde am Angebot oder um zufällig auf interessante Angebote zu stoßen.[116]

Es läßt sich feststellen, daß Onlinemedien die Medienfunktionen, nämlich Unterhaltung und Information anzubieten, zusätzlich um selbstbestimmte, zeitflexible und spielerische Momente sowie kommunikative und aktive (lean-forward-Verhalten[117] ) Aspekte ergänzen.[118]

Die Integration von Onlinemedien in Kaufprozesse im Sinne von Online-Shopping ist bei den Nutzern noch nicht stark ausgeprägt. Zwar werden Informationen zu Produkten und Einkaufsmöglichkeiten genutzt, doch werden Onlinemedien als Bestell- und Vertriebsmedien bei der Mehrheit der Nutzer nicht wahrgenommen. In den letzten 12 Monaten haben lediglich 30% der Onlinenutzer[119] mindestens einmal ein Produkt bestellt. Der Bestellwert der Produkte lag dabei bei 51% der Nutzer unter 100 DM.[120] Zu den beliebtesten Produkten zählen Bücher, Bekleidung und Schuhe sowie CDs und Software. Die höchsten Zuwachsraten können Kosmetikprodukte sowie Sport- und Geschenkartikel verzeichnen. Die Zahlungsabwicklung bei Online-Shopping findet entweder per Nachnahme, per Rechnung oder per Kreditkarte statt und gleicht somit der des klassischen Katalogversandhandels. Onlinezahlungsmittel fristen noch ein Schattendasein, da aufgrund fehlender Standards keine Nutzerakzeptanz vorhanden ist.[121]

Insgesamt ist für die Entwicklung von Online-Shopping bezeichnend, daß die Bereitschaft der Nutzer, ihre bestehenden Einkaufsverhaltensweisen zu ändern, bislang gering ist. Die Wahrnehmung der Datensicherheit spielt dabei eine gewichtige Rolle. Viele Nutzer sind (noch) nicht davon überzeugt, daß ihre Käufe und Zahlungen vor Übergriffen Unbefugter ausreichend geschützt sind. Generell gibt es unter den Onlinenutzern nur 11%, die das Internet als sicher einschätzen.[122]

- Ausgabebereitschaft

Die monatlichen Kosten für die private Onlinenutzung hängen von der Nutzungsintensität und -häufigkeit ab, d.h., je öfter und länger ein Nutzer online ist, desto höher sind seine Kosten. Diese setzen sich meist aus zwei Komponenten zusammen, aus den Kosten für die Telefonverbindung zum Einwahlknoten des Service Providers und aus den Nutzungstarifen der Service Provider. Die Verknüpfung dieser beiden Kostenkomponenten findet in unterschiedlicher Weise statt, so daß sich den Nutzern eine Vielfalt verschiedener Tarife bietet. Transparente Tarifvergleiche sind für die Nutzer ohne großen Rechenaufwand kaum möglich. Hinzukommen weitere Leistungsmerkmale wie Vertragsbedingungen oder Datenübertragungsgeschwindigkeit sowie die Berücksichtigung des eigenen Nutzungsverhaltens, die einen Vergleich zusätzlich erschweren.

In verschiedenen Untersuchungen hat sich gezeigt, daß sich die Mehrheit der Onlinenutzer für einen monatlichen Pauschaltarif (flat-rate) ausspricht, der beide Kostenkomponenten abdeckt und einen unbegrenzten Onlinezugang bietet. Die Ausgabebereitschaft liegt für die meisten Nutzer bei 50 DM monatlich.[123]

Wegen des rapiden Preisrückgangs für die Onlinenutzung durch die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes ist die Ausgabebereitschaft vieler Nutzer, insbesondere der relativ neuen Nutzer, gering. So würden 34% der Nutzer es begrüßen, Onlineangebote kostenfrei zu nutzen.[124] Schlußfolgernd kann vermutet werden, daß die Nutzungsintensität und -häufigkeit bei weiterem Preisverfall ansteigen würde und die Verwendung von Onlineangeboten im Alltag fördern dürfte.

2.2.4.4 Nutzungsbarrieren der Onlinenutzung

Die Zahl der Onlinenutzer ist von 4,1 Millionen (1997) auf 11,2 Millionen (1999) gestiegen, dennoch haben rund 82% der Bevölkerung – die sog.[125] Offliner – privat oder beruflich noch keinen Zugang zu dieser Form der elektronischen Mediennutzung. Die enge Verknüpfung von Onlinenutzung mit der technischen Plattform PC ist (noch) eine wesentliche Nutzungsbarriere. 56% aller Offliner haben keinen Bezug zum Medium PC und größtenteils auch nicht die Absicht, sich zukünftig einen PC anzuschaffen.

Die Gesamtheit der Offliner läßt sich differenzieren nach Nichtnutzern, die keine Vorstellung von Onlinenutzung haben (28% der Offliner) und Nichtnutzern, die mit Onlinenutzung erste Erfahrungen bzw. eine Vorstellung über diese haben (72% der Offliner). Obwohl mehr als zwei Drittel der Offliner über einen gewissen Kenntnisstand zur Onlinenutzung verfügen, plant nur ein geringer Anteil davon, sich zukünftig einen Onlinezugang zu verschaffen. Die wesentlichen Nutzungsbarrieren der Offliner mit Kenntnisstand[126] sind in Abbildung 8 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Nutzungsbarrieren bei Offlinern (Quelle: ARD/ZDF Arbeitsgruppe Multimedia (1999b), S 418-419)

Die Befürchtung, mit der Onlinenutzung nicht zurechtzukommen (24%), und die generelle Ablehnung von Onlinemedien (14%) haben als Ablehnungsgründe eher untergeordnetes Gewicht.

Zu diesen Einstellungen der Offliner kommen zusätzlich praktisch-technische Barrieren hinzu. Wäre die Installation des Onlinezuganges so leicht wie einen Fernseher, ein Radio oder ein Telefon anzuschließen, würden 74% der Offliner die Onlinenutzung interessanter finden. Eine verbesserte Bedienerfreundlichkeit, vergleichbar einer TV-Fernbedienung, würde bei 72% das Interesse steigern. Um die notwendige Medienkompetenz zur Onlinenutzung zu erlangen, würden 67% der Offliner ein kostenloses Schulungsangebot für Laien begrüßen, so daß gleichfalls die wahrgenommenen Befürchtungen abgebaut und Nutzungspotentiale aufgezeigt werden könnten. Daneben sind für die Offliner Kostenüberlegungen nicht unerheblich. 66% der Offliner empfinden die Kosten für die Anschaffung eines PCs und die anfallenden Nutzungskosten als zu hoch. Zwar sind die Nutzungskosten rapide gesunken, im internationalen Vergleich aber sind sie weit höher als die durchschnittlichen Kosten in anderen Ländern.[127]

Es bleibt abzuwarten, welchen Einfluß der künftige Wettbewerb im Ortsnetzbereich auf die Kosten haben wird, der durch die Deregulierung des Telekommunikationsmarktes entstanden ist.

Die Möglichkeit der Onlinenutzung über den Fernseher stößt bei 65% der Offliner auf gesteigertes Interesse. Nicht die Anschaffung eines PCs wäre dann erforderlich, sondern die eines Zusatzgerätes, dessen Technologie unter dem Gehäuse zwar der eines PCs sehr ähnlich ist, aber nicht als solche wahrgenommen wird.

Die Dimensionen der Nutzungsbarrieren sind, wie aufgezeigt, vielfältiger Art, dennoch ist die subjektive Wahrnehmung von Nutzenkategorien für die Offliner das zentrale Entscheidungskriterium für oder gegen einen Onlinezugang.

Aufgrund der Tatsache, daß 81% der Offliner primär keinen Mehrwert in der privaten wie auch beruflichen Onlinenutzung erkennen, ist zu vermuten, daß sich ihre Einstellung auch nach Reduzierung der anderen erwähnten Barrieren nicht wesentlich ändern dürfte.

2.2.5 Digitale Medienkompetenz der Privathaushalte

Die in diesem Kapitel dargestellte Situation zur Nutzung elektronischer Medien in Privathaushalten – man kann diese auch als Status quo der Mediennutzung bezeichnen – macht zwei Dinge deutlich:

- Die technische Ausstattung mit analogen sowie digitalen Medien der meisten Haushalte ist sehr hoch und es findet ein zeitlich umfangreicher Konsum des medialen Angebots in der Freizeit statt.
- Die Nutzung von digitalen Medien beschränkt sich (noch) auf einen geringen Teil der Bevölkerung, PCs und/oder Onlinedienste und Internet finden am ehesten Zuwendung bei der jüngeren Generation sowie bei der männlichen Bevölkerung, die über ein hohes Bildungsniveau verfügt.

Eng verbunden mit der Durchdringung privater Lebensbereiche, zumindest bei einem Teil der Bevölkerung, ist der Kontakt im beruflichen, universitären oder schulischen Umfeld mit digitalen Medien. Durch diesen Kontakt werden – im Sinne von Medienkompetenz – nicht nur das persönliche Interesse und die Einstellung gegenüber den Medien beeinflußt, sondern auch der Umgang mit den Medien erlernt und das Verständnis für die Medien erlangt.

Bei der Nutzung und Handhabung elektronischer Medien ergeben sich nicht zu unterschätzende Unterschiede. Beispielsweise erscheint nach Einschalten eines Fernsehers – im Falle einer bewußten Auswahl – die gewünschte Sendung. Demgegenüber gelangt man nach Einschalten eines PCs nicht automatisch zur gewünschten Homepage.[128] Der Weg dorthin erfordert Wissen (Medienkompetenz), über das ein Großteil der Bevölkerung bislang nicht ausreichend verfügt. Insbesondere der Wunsch vieler Offliner nach kostenlosen Schulungen verdeutlicht den wahrgenommenen Mangel an Medienkompetenz und den Bedarf der Kompetenzvermittlung, um die Medien installieren und nutzbringend bedienen zu können.[129]

Obwohl eine umfangreiche Berichterstattung in Print- und Rundfunkmedien zu Entwicklungen im TIME-Markt und den daraus hervorgehenden Begriffen und digitalen Produkten stattfindet, ist der Kenntnisstand in der breiten Masse der Bevölkerung weitestgehend gering (siehe Tabelle 4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Bekanntheit digitaler Medienbegriffe (Quelle: Fraunhofer-Institut IAO (1999), S. 22)

Die Bekanntheit der Begriffe ist bei der jüngeren Bevölkerung am ausgeprägtesten, bei höheren Altersschichten nimmt sie rapide ab. Das Alterssegment 60+ Jahre kennt sich mit den unterschiedlichen Begriffen am wenigsten aus. Der Begriff Internet ist zwar bei 75% der Bevölkerung bekannt, dieses bedeutet aber nicht unbedingt, daß eine genaue Vorstellung vorhanden ist, was das Internet genau darstellt. In Tabelle 5 wird dieses für eine Auswahl an Begriffen deutlich. Selbst nach der Erklärung eines jeweiligen Begriffes können sich weniger als ein Drittel der Bevölkerung „genau“ vorstellen, um was es sich dabei handelt. Auffallender hingegen ist die Tatsache, daß teilweise fast 50% der Bevölkerung überhaupt keine Vorstellung haben, wofür die einzelnen Begriffe stehen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5 Bekanntheit digitaler Medienbegriffe (Quelle: Fraunhofer-Institut IAO (1999))

Man kann sagen, daß besonders die Entwicklung der Onlinenutzung eng mit dem Verhalten der jüngeren und der nachwachsenden Bevölkerung verknüpft sein dürfte, da sie den Möglichkeiten, die Onlinemedien zusätzlich zum klassischen Angebot bieten, offen und experimentierfreudig gegenüberstehen und die notwendige Medienkompetenz viel schneller erlangen als allgemein angenommen.[130]

Opaschowski gelangt zu der Auffassung, daß die Schaffung von Chancengleichheit in der Informationsgesellschaft eine Neudefinition von Basiswissen und Grundbildung erfordert, so daß eine multimediale Kompetenz die Fähigkeiten ergänzt, Rechnen, Schreiben und Lesen zu können.[131]

Einer Expertenbefragung zufolge, die vom Fraunhofer Institut und vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest zum Thema „Mediennutzung der Zukunft im privaten Sektor“ durchgeführt wurde, zählt die Vermittlung von Medienkompetenz durch Einbindung multimedialer Endgeräte in den schulischen wie auch beruflichen Kontext mit zu den Schlüsselfaktoren für die breite Akzeptanz über alle soziale Schichten hinweg.[132] Ein weiterer Schlüsselfaktor ist nach Auffassung der Experten ein qualitativ hochwertiger und kostengünstiger Kundendienst, der bei Bedarf adäquate Nutzerunterstützung bietet.[133] Diese Form der Nutzerunterstützung würde verbunden mit Schulungsmöglichkeiten (siehe oben) den Offlinern Vertrauen und Sicherheit bei der Auseinandersetzung mit multimedialen Angeboten vermitteln.

Die Vision, PCs würden zur Jahrtausendwende annähernd die Penetration in Privathaushalten haben wie Fernsehgeräte, kann nicht realisiert werden. Fehlende subjektive Wahrnehmung des Nutzens und nicht vorhandene Bedienungskenntnisse in der Bevölkerung werden dieser Vision auch zukünftig nicht gerecht. Folglich ist das Potential derer, die durch die Onlinemedien erreicht werden können, begrenzt auf einen Teil der Bevölkerung. Die Ansprache des Massenmarktes wäre also nicht gewährleistet. Aus diesem Dilemma heraus und aufgrund der technologischen Möglichkeiten, die durch den Konvergenzprozeß entstehen, findet die Entwicklung und Vermarktung neuer, bedienerfreundlicherer Systeme und internetfähiger Produkte statt, um so die breite Masse mit Onlinemedien zu erreichen. Die aus dieser Entwicklung hervorgehenden technologischen Veränderungen bezüglich der Infrastruktur stationärer elektronischer Medien werden im nächsten Kapitel beschrieben.

2.3 Veränderungen der Infrastruktur stationärer elektronischer Medien

2.3.1 Breitbandige Zugangstechnologien

Die Zeitdauer für den vollständigen Aufbau einer Internetseite ist teilweise beachtlich, so daß die Abkürzung WWW häufig mit „weltweit-warten“ verspottet wird. Ursache für diese Wartezeiten können verschiedene Faktoren im Gesamtsystem der Onlinemedien sein. Generell gilt bei Kommunikationsnetzen wie denen der Onlinemedien das Röhren- oder Nadelöhrprinzip, d.h. die Übertragungskapazität[134] der Stelle mit der kleinsten Öffnung ist der Engpaß, der den Durchfluß durch das Gesamtsystem bestimmt.[135] Engpässe treten meist durch überlastete Server oder zu schlechte Übergabestellen (Gateways) zwischen zwei Netzen auf. Er wird aber unter anderem auch im Zugangsnetzbereich der privaten Nutzer gesehen. Die Übertragungskapazität (Bandbreite) ist mit 56 Kbit/s (analog) bis 128 Kbit/s (bei ISDN-Kanalbündelung) lediglich schmalbandig.

Aufgrund der begrenzten Bandbreite werden Onlineangebote so programmiert und gestaltet, daß die zu übertragenden Datenmengen möglichst gering und somit die Wartezeiten beim Nutzer relativ akzeptabel sind. Bei bestimmten Anwendungen, wie Online-Shops oder Videoübertragungen geht dieses zu Lasten der Qualität und der Darstellungsmöglichkeiten. Online-Shops weisen beispielsweise fehlende Anschaulichkeit und Realitätsnähe der Produktpräsentationen auf.[136] Im Falle von stark komprimierter Videoübertragung, sei es in Echtzeit (über sog. Streaming-Technologien) oder durch Herunterladen (Download) aus einer Datenbank, ist die Bildgröße auf einen geringen Teil der Bildschirmfläche begrenzt und die Bildqualität, verglichen mit der einer Fernsehübertragung, inakzeptabel.

Abhilfe bzw. Verbesserung dieser Mängel versprechen breitbandige Zugangstechnologien mit einem Vielfachen der herkömmlichen Übertragungskapazität. Diese befindet sich oberhalb von 700 Kbit/s.[137] Dadurch liegt dann zum einen das Nadelöhr außerhalb des Zugangsnetzes,[138] und zum anderen entsteht das Potential für neue attraktivere Angebotsformen und Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen von multimedialen Breitbandanwendungen.

2.3.1.1 Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL)

ADSL gehört zur Gruppe der xDSL-Technologien.[139] Sie nutzt die herkömmliche Telefonleitung als physikalisches Medium zur asymmetrischen Datenübertragung mit hoher Geschwindigkeit und erlaubt gleichzeitig zur Datenübertragung Sprach- und Faxkommunikation. Asymmetrische Datenübertragung bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die Bandbreite zum Onlinenutzer (der sog. Downstream) größer ist als die Bandbreite für den Rückkanal vom Onlinenutzer zum Netz (der sog. Upstream). ADSL ermöglicht im Downstream eine maximale Bandbreite von 8 Mbit/s und im Upstream von 768 Kbit/s. Als erstes Unternehmen bietet die Deutsche Telekom seit Juli 1999 Privathaushalten eine reduzierte ADSL-Variante (T-Online-Speed) an. Der private Nutzer kann Daten mit maximal 768 Kbit/s empfangen und mit 128 Kbit/s versenden. Die Vermarktung erfolgt ausschließlich als Produktbündel mit einem ISDN-Anschluß und dem Online-Dienst T-Online.[140] Für die Nutzung von ADSL wird neben einem Splitter, der ISDN- und ADSL-Signale voneinander trennt, ein ADSL-Modem sowie spezielle Software benötigt.

[...]


[1] Vgl. o. V. (1999a), S.41

[2] Kaku, M. (1998), S. 66

[3] Im weiteren wird für „Onlinedienste und Internet“ der Begriff Onlinemedien verwendet.

[4] Integrated Services Digital Network

[5] Unter Entertainmentbranche werden an dieser Stelle die Hersteller der herkömmlichen Unterhaltungselektronik subsumiert.

[6] Vgl. Rothaupt, T. (1999), S. B19

[7] Vgl. o. V. (1998a), S. 13; das digitale Fernsehen soll dann eine Reichweite von ca. 95% der Privathaushalte haben.

[8] Bei der Betrachtung von Medien wird auf die Unterscheidung in klassische und neue Medien verzichtet.

[9] Digital-Versatile-Disk.

[10] Vgl. Latzer, M. (1997), S. 16

[11] Schmidt, H. (1999), S. 17

[12] Vgl. Krause, B. (1996) S. 7, Rohner, K. (1996), S. 22 oder Prognos AG, (1998), http://www.bmwi-info2000.de

[13] Siehe Latzer, M. (1997), S. 79-82: Konvergenz auf Unternehmensebene.

[14] Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1997), S. 1

[15] Vgl. Latzer, M. (1997), S. 17

[16] Ebenda

[17] Vgl. Latzer, M. (1997), S. 17

[18] Vgl. Beckert, B., Kubicek, H. (1999), S. 142

[19] Vgl. Bienert, P. (1998), S. 444

[20] Vgl. Krause, B. (1996), S.6

[21] Siehe auch Latzer, M. (1997), S. 75-79

[22] engl.: Konsumelektronik

[23] Vgl. David, D. (1999), S. B5

[24] Vgl. Latzer, M. (1997), S. 52

[25] Vgl. Backhaus, K./Stadie, E./Voeth, M. (1997), S. 31

[26] An dieser Stelle werden die Subsektoren Medien und Entertainment zu Rundfunk zusammengefaßt, so daß aus der vorher definierten Vierteilung eine Dreiteilung wird.

[27] Vgl. Negroponte, N. (1997), S.24

[28] Vgl. Latzer, M. (1997), S. 60

[29] Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1997), S. 1

[30] Vgl. Stipp, H. (1998), S. 77

[31] Vgl. Beckert, B./ Kubicek, H. (1999), S. 128

[32] Vgl. Booz, Allen & Hamilton (1997), S. 20

[33] Siehe Kapitel 2.3.2.1.2: Konvergenz von Fernsehen und Internet.

[34] Vgl. Backhaus, K./Stadie, E./Voeth, M. (1997), S. 27

[35] Vgl. Harms, J. M. (1999), http://www.bmwi-info2000.de

[36] Vgl. Geuen, W. (1999), o. S.

[37] Vgl. Kotschenreuther, J. (1999a), S. 75

[38] Vgl. Backhaus, K./Stadie, E./Voeth, M. (1997), S. 29

[39] Vgl. Hallensleben, J. (1999), S. 52

[40] Vgl. Backhaus, K./Stadie, E./Voeth, M. (1997), S. 29

[41] Vgl. o. V. (1999b), S. 28

[42] Vgl. Postinett, A. (1999), S. B1

[43] Vgl. Harms, J. M. (1999), http://www.bmwi-info2000.de

[44] Siehe http://www.tnt.uni-hannover.de/project/mpeg für Informationen zu Standards der Motion Picture Expert Group (MPEG).

[45] Moores Gesetz, benannt nach Gordon E. Moore, Mitbegründer der Inter Corp., besagt eine Verdoppelung der Transistoren auf einem Chip innerhalb von anfänglich 18 Monaten und zukünftig von 24 Monaten. Der Verkleinerungsfaktor der Chipstrukturen liegt etwa bei zwei in jeweils sechs Jahren.

[46] Vgl. Kulzer, R. (1998), S. 37

[47] Vgl. Backhaus, K./Stadie, E./Voeth, M. (1997), S. 28

[48] Vgl. Harms, J. M. (1999), http://www.bmwi-info2000.de

[49] Vgl. Rothaupt, T. (1999), S. B19

[50] Vgl. Teubner, A. (1999), S. 44

[51] Vgl. Latzer, M. (1997), S. 76

[52] Vgl. Bienert, P. (1998), S. 458

[53] Asymmetric Digital Subscriber Line

[54] Vgl. Hofmeir, S. (1999a), S. 56

[55] Vgl. Herfet, T. (1999), S. 54

[56] Unter dem Begriff Weiße-Ware werden alle Küchengeräte subsumiert.

[57] Die Konvergenzentwicklungen im TIME-Sektor sind unter Betrachtung der involvierten Unternehmen sicherlich im globalen Kontext zu sehen. Ein Vergleich unterschiedlicher und insbesondere industrialisierter Länder, wie den USA, Japan oder anderen, ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich. An Stellen, an denen Informationen aus anderen Ländern verwendet werden, wird dieses kenntlich gemacht.

[58] Vgl. Kroeber-Riel, W./Weinberg, P. (1996), S. 491

[59] Vgl. o. V. (1998b), http://www.mediendaten.de

[60] Vgl. Stein, H. (1999), http://www.gfu.de

[61] Vgl. Genz, W. (1999), o. S.

[62] Vgl. Bienert, P. (1998), S. 444

[63] Vgl. Stein, H. (1999), http://www.gfu.de

[64] Vgl. Kiefer, M.-L. (1995), S. 26

[65] Vgl. Darschin, W. (1999), S. 154

[66] Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 100

[67] Vgl. Zimmer, J. (1998), S. 360

[68] Vgl. o. V. (1998b), http://www.mediendaten.de

[69] Vgl. Statistisches Bundesamt (1998), S 64. Insgesamt gab es im Jahr 1998 37,5 Millionen Privathaushalte in Deutschland.

[70] Vgl. Schulz, W. (1997), S. 92

[71] Vgl. Media Perspektiven (1999b), S. 69

[72] Ebenda, S. 157

[73] Vgl. Niemeyer, H. G., Czycholl, J. H. (1994), S. 6-12

[74] Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 30

[75] Ebenda, S. 31

[76] Bei Verteilmedien gibt es einen Sender und viele Empfänger, d.h. Eins-zu-viele-Kommunikation, wie z.B. beim Fernsehen und Hörfunk, findet statt.

[77] Vgl. Kroeber-Riel, W./Weinberg, P. (1996), S. 90

[78] Ebenda, S. 571

[79] Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 39-40

[80] Vgl. Booz, Allen & Hamilton (1997), S. 20

[81] Vgl. o. V. (1999d), S. 206

[82] Vgl. o. V. (1999e), S. 20

[83] Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 63

[84] Digital Video Broadcasting

[85] Vgl. o. V. (1999c), S. 8

[86] Vgl. o. V. (1999d), S. 206

[87] Vgl. Volpers, H./Herksröter, D./Schnier, D. (1998), S. 33

[88] Vgl. Kleinsteuber, H. J./Rosenbach, M. (1998), S. 27

[89] Vgl. Gleich, U. (1999), S. 430

[90] Vgl. o. V. (1999e), S. 64

[91] Vgl. Kleinsteuber, H. J./Rosenbach, M. (1998), S. 33

[92] Vgl. Eckstein, E. (1999), S. 68

[93] Siehe http://www.opentv.com und http://www.fun-tv.de

[94] Eine spezielle Schnittstelle, die Notebook-Steckplätzen für PC-Karten ähnelt, nimmt ein Modul (Steckkarte) für das gewünschte Pay-TV-Entschlüsselungsverfahren auf, und in dieses Modul schiebt man eine Abonnementkarte, mit der man sich als rechtmäßiger Nutzer ausweist.

[95] Vgl. Stein, H. (1999), http://www.gfu.de

[96] Vgl. Kubicek, H./Schmid, U./Wagner, H. (1997), S. 14

[97] Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 41

[98] Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 42

[99] Vgl. Fraunhofer-Institut IAO (1999), S. 18

[100] Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 192

[101] Ebenda

[102] Auf eine umfangreiche Darstellung der Ursprünge und der Weiterentwicklung des Internets wird verzichtet, siehe Zakon, R. H., http://www.isoc.org.

[103] Mit Onlinenutzung ist sowohl der Zugriff auf das Angebot von Onlinediensten als auch des Internets gemeint.

[104] Vgl. ARD/ZDF-Arbeitsgruppe Multimedia (1999a), S. 401

[105] Vgl. GfK Online Monitor (1999), S. 15

[106] Bei Internet-by-Call stellt der ISP lediglich die Zugangssoftware, und der Kunde zahlt nur die nutzungsabhängigen Verbindungskosten.

[107] Vgl. Fittkau & Maaß (1999), http://www.w3b.de

[108] Vgl. ComCult Research (1999), http://www.comcult.de

[109] Vgl. Fittkau & Maaß (1999), http://www.w3b.de

[110] Vgl. GfK Online Monitor (1999), S. 28

[111] Vgl. Fittkau & Maaß (1999), http://www.w3b.de

[112] Vgl. GfK Online Monitor (1999), S. 30

[113] Vgl. ARD/ZDF Arbeitsgruppe Multimedia (1999a), S. 407-408

[114] Ebenda, S.408

[115] Vgl. GfK Online Monitor (1999), S. 24-25

[116] Vgl. ARD/ZDF Arbeitsgruppe Multimedia (1999a), S. 404

[117] Vgl. Vgl. Booz, Allen & Hamilton (1997), S. 20

[118] Vgl. ARD/ZDF Arbeitsgruppe Multimedia (1999a), S. 405

[119] Vgl. GfK Online Monitor (1999), S. 27

[120] Vgl. o. V. (1999g), S. 25

[121] Vgl. o. V, (1999h), S. 16

[122] Vgl. Fraunhofer-Institut IAO (1999), S. 20

[123] Vgl. teltarif.de (1999), http://www.telfarif.de oder o. V. (1999i), S. 25

[124] Vgl. ARD/ZDF Arbeitsgruppe Multimedia (1999a), S. 409

[125] Vgl. ARD/ZDF Arbeitsgruppe Multimedia (1999b), S. 415-422. Die in diesem Kapitel gemachten Angaben beziehen sich auf die ARD/ZDF-Offliner-Studie 1999. Angaben anderer Quellen sind gesondert ausgewiesen.

[126] Alle nachfolgenden Aussagen zu Offlinern beziehen sich ausschließlich auf die Gruppe, die über einen Kenntnisstand zur Onlinenutzung verfügt.

[127] Vgl. OECD (1999), http://www.oecd.org

[128] Startseite eines Internetangebots.

[129] Siehe Kapitel 2.2.5.4: Nutzungsbarrieren der Onlinenutzung.

[130] Vgl. Brüschke, G. (1999), S. B 16

[131] Vgl. Opaschowski, H. W. (1999), S. 129

[132] Vgl. Klingler, W. et al. (1998), S. 492

[133] Ebenda

[134] Die Übertragungskapazität eines Kommunikationsnetzes wird durch die sog. Bandbreite in Bit pro Sekunde (Bit/s) gemessen.

[135] Vgl. Booz, Allen & Hamilton (1997), S. 101

[136] Vgl. Fraunhofer-Institut IAO (1999), S. 28

[137] Vgl. Bertelsmann mediaSystems (1999), o. S. Eine genaue Abgrenzung zwischen schmal- und breitbandiger Übertragung ist in der gegenwärtigen Debatte zu den unterschiedlichen Technologien nicht erkennbar.

[138] Vgl. Reimers, U. (1999), o. S.

[139] Auf weitere xDSL-Technologien als ADSL wird hier nicht weiter eingegangen.

[140] Vgl. Jörn, F. (1999), S. T2

Ende der Leseprobe aus 169 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen der Konvergenz von TIME-Technologien auf die Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten
Hochschule
Fachhochschule Gießen-Friedberg; Standort Friedberg
Note
2
Autor
Jahr
1999
Seiten
169
Katalognummer
V185419
ISBN (eBook)
9783656999546
ISBN (Buch)
9783867461849
Dateigröße
1282 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen, konvergenz, time-technologien, nutzung, medien, privathaushalten
Arbeit zitieren
Bernd Stäblein (Autor), 1999, Auswirkungen der Konvergenz von TIME-Technologien auf die Nutzung elektronischer Medien in deutschen Privathaushalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185419

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