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Möglichkeiten und Grenzen der Medienerziehung an einer Sonderschule für Lernbehinderte am Beispiel des Experiments "Schüler machen Radio"

Title: Möglichkeiten und Grenzen der Medienerziehung an einer Sonderschule für Lernbehinderte am Beispiel des Experiments "Schüler machen Radio"

Examination Thesis , 1997 , 72 Pages , Grade: 1

Autor:in: Helmut Zilliken (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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“Gestern noch in der Schule - heute schon bei uns im Tonstudio!” - so oder ähnlich könnte das Motto der Landesbildstelle in Düsseldorf lauten, die mit ihrem Projekt “Rads” (Radio aus der Schule) für eine Einbindung der Bürgerfunkarbeit in die Schulen des Landes NRW wirbt. Da ich selbst auf eine langjährige Mitarbeit in einer Bürgerfunkgruppe zurückblicken kann, und seit vier Jahren lernbehinderte Schüler unterrichte, war schnell die Idee entstanden, dieses Projekt wissenschaftlich zu begleiten. Kann der lernbehinderte Schüler Radiobeiträge produzieren, die sendefähig sind? Kann er vielleicht sogar Förderung durch den Umgang mit dem Medium Radio erfahren? Diese Fragestellungen versucht die vorliegende Arbeit zu untersuchen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Darstellung des Hörfunks und Entwicklung des Bürgerfunks

2.1 Das Medium Hörfunk unter historischen Gesichtspunkten

2.2 Das Landesrundfunkgesetz Nordrhein-Westfalen (LRG NW)

3 Das Medium Hörfunk in der Schule

3.1 Technisch-organisatorische Voraussetzungen

3.1.1 Das Reportagegerät

3.1.2 Das Tonstudio

3.2 Sendeformen

3.2.1 Nachricht

3.2.2 Interview

3.2.3 Umfrage

3.2.4 Gebauter Beitrag

3.2.5 Hörspiel

4 Didaktisch-methodische Planung

4.1 Kinder/Jugendliche und ihre Hörfunkgewohnheiten

4.2 Richtlinien und Lehrpläne

4.3 Das Radio als Fördermaterial

4.3.1 Fördermöglichkeiten von lernbehinderten Schülern

4.4 Projektorientierter Unterricht

4.5 Handlungsorientierter Gruppenunterricht

4.6 Bedingungsfelder bei Radioproduktionen

4.6.1 Technische Voraussetzungen

4.6.2 Organisatorische Voraussetzungen

4.7 Planung einer Unterrichtsreihe

4.7.1 Ziele

4.7.2 Didaktisch-methodische Überlegungen

4.7.3 Verlaufsplanung

5 Projektbeschreibung: “Radio aus der Schule” - Landschaftsverband Rheinland, Landesbildstelle Rheinland

5.1 Zielvorstellung und Organisationsstrukturen des Projekts

5.1.1 Intentionen

5.1.2 Durchführung von Schulungen

5.1.3 Radioarbeit als Unterrichtsmethode

5.2 Beschreibung der Durchführung eines Projekts an einer Schule für Lernbehinderte

5.2.1 Technisch-organisatorische Bedingungen

5.2.2 Didaktisch-methodische Planung

5.2.3 Durchführung

5.2.3.1 Zeitlicher Planungsverlauf der Produktion

5.2.3.2 Reaktionen der Schüler

5.2.3.3 Möglichkeiten und Grenzen

5.2.3.4 Produktionsbeispiele

6 Kritische Reflexion

6.1 Ist eine Förderung möglich?

6.2 Das Projekt “Rads”

6.3 Ausblicke

6.4 Erstellung der Ton-Kassette

6.5 Reaktionen nach Ausstrahlung der Sendung

7 Schlußwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial der Radioproduktion als pädagogisches Mittel zur Förderung lernbehinderter Schüler. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie die Einbindung in den Bürgerfunk zur Kompetenzentwicklung und zum Abbau von Lerndefiziten beitragen kann.

  • Entwicklung des Bürgerfunks und rechtliche Grundlagen in NRW.
  • Didaktisch-methodische Planung von Medienprojekten an Sonderschulen.
  • Förderung von Sozialkompetenz, Artikulation und Konzentrationsfähigkeit durch Radioproduktionen.
  • Projektbeschreibung und Evaluierung der "Schüler-Radiowerkstatt" (Rads).
  • Kritische Reflexion der Praxistauglichkeit und der medienpädagogischen Chancen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Reportagegerät

Die professionell genutzten Aufnahmegeräte für Interviews, Reportagen und Aufnahmen von Hintergrundgeräuschen (Atmosphäre, »Atmo«) sind Kassettenrecorder, die in ihrer Bedienbarkeit den Home-Recordern sehr ähneln (übliche Laufwerksfunktionen), sie heißen Reportagegeräte. Schüler können in aller Regel sofort damit umgehen. Die Geräte sind robust gebaut, zum Umhängen gedacht und leicht. Das Handling ist also ganz dem Gebrauch vor Ort angepaßt. Dies kommt der Arbeit mit Schülern insofern entgegen, als daß diese Geräte keine Angst vor Technik machen und ausgeliehen werden können, ohne Gefahr zu laufen, sie bei unsachgemäßem oder grobem Umgang sofort zu beschädigen.

Die Geräte verfügen über eine manuelle Aufnahmeaussteuerung, Rauschunterdrückung, Limiter, Kopfhörer, Abhörlautsprecher u.a. Details (Anschlußfelder/-buchsen). Eine Einweisung/Schulung in die Gerätetechnik ist jedoch für die Lehrer erforderlich, um den korrekten Umgang mit der Reportageeinheit zu beherrschen.

Die dazu gehörenden Mikrofone sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des Recorders. Sie dienen der Umwandlung von Schalldruck in elektrische Impulse, die dann vermittels des Recorders auf Kassetten aufgezeichnet werden können. Für den Einsatz im Unterricht ist die Unterscheidung in Mikrofone mit Nieren- und Kugelcharakteristik wichtig. Das Nierenmikrofon hat eine Richtcharakteristik, die es ermöglicht, Geräusche oder den Gesprächspartner gezielt auszuwählen. Es nimmt in der Regel akustische Signale die von vorn kommen auf und vernachlässigt Umgebungsgeräusche. Die Kugelcharakteristik verleiht dem Mikrofon die Fähigkeit rund um den Mikrofonkopf sämtliche Tonquellen aufzuzeichnen. Je nach Einsatzort und Tonquelle ist eine Entscheidung zu treffen. Oft ist es notwendig, die Umgebung in die Aufnahme einzubeziehen, um Atmosphäre transportieren zu können. Das Kugelmikrofon ist dazu bestens geeignet. Sind Umgebungsgeräusche jedoch weniger gefragt, oft störend bei Interviews, so ist die gerichtete Charakteristik der Nierenmikrofone notwendig. Beim Einsatz im Unterricht ist dies durch Versuche auszuprobieren, um die unterschiedlichen Eigenschaften zu verdeutlichen. Auch hier ist es ratsam, eine Einweisung für die Lehrer durchzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage zur Förderung lernbehinderter Schüler durch das Radiomachen.

2 Darstellung des Hörfunks und Entwicklung des Bürgerfunks: Historische Entwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen des Bürgerfunks in Nordrhein-Westfalen.

3 Das Medium Hörfunk in der Schule: Darstellung technischer Voraussetzungen und verschiedener Sendeformen als Grundlage für die schulische Praxis.

4 Didaktisch-methodische Planung: Analyse der theoretischen Grundlagen für den Medieneinsatz und Möglichkeiten der Förderung bei spezifischen Störungsbildern.

5 Projektbeschreibung: “Radio aus der Schule” - Landschaftsverband Rheinland, Landesbildstelle Rheinland: Detaillierte Darstellung des Modellprojekts "Rads" und der praktischen Projektdurchführung an der Schule am Wildpark.

6 Kritische Reflexion: Bewertung der Fördermöglichkeiten sowie kritische Auseinandersetzung mit dem Projektverlauf und der Praxiserfahrung.

7 Schlußwort: Zusammenfassende Einschätzung des Potenzials und der notwendigen Rahmenbedingungen für nachhaltige Radioarbeit in der Schule.

Schlüsselwörter

Radiomachen, Sonderschule, Lernbehinderte, Bürgerfunk, Medienpädagogik, Projektunterricht, Hörfunk, Radioarbeit, Förderung, Kommunikationskompetenz, Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Handlungsorientierung, Rads, Landesbildstelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Mediums Radio in den Unterricht an einer Sonderschule für Lernbehinderte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die pädagogischen Möglichkeiten des Radiomachens, die technische Umsetzung im schulischen Umfeld sowie die Förderung der Medienkompetenz bei lernbehinderten Schülern.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob und inwieweit die Produktion von Radiobeiträgen als Fördermittel dienen kann, um Lerndefizite abzubauen und soziale Kompetenzen zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich nicht um eine empirische Studie, sondern um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf Literaturanalyse, Beobachtung, Projektdokumentation und praktischer Erfahrung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, didaktisch-methodische Planungsmodelle und eine ausführliche Projektdokumentation an der Schule am Wildpark.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Schlüsselwörter sind Radiomachen, Lernbehindertenpädagogik, Medienkompetenz, Handlungsorientierung, Projektarbeit und Bürgerfunk.

Wie trägt das Radio zur Förderung bei bestimmten Störungsbildern bei?

Das Radio wirkt als Medium, das durch gezielte Aufgabenstellungen Wahrnehmungs-, Konzentrations- und Kommunikationsstörungen adressiert, indem es Anreize für konzentriertes Arbeiten und sozialen Austausch bietet.

Welche Rolle spielt die Gruppenarbeit bei der Radioproduktion?

Gruppenarbeit ist essenziell für die Arbeitsteilung und fördert soziale Interaktion, Rücksichtnahme und die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Lerngruppe.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der Medienerziehung an einer Sonderschule für Lernbehinderte am Beispiel des Experiments "Schüler machen Radio"
College
University of Cologne
Grade
1
Author
Helmut Zilliken (Author)
Publication Year
1997
Pages
72
Catalog Number
V185444
ISBN (eBook)
9783656980698
ISBN (Book)
9783867463409
Language
German
Tags
möglichkeiten grenzen medienerziehung einer sonderschule lernbehinderte beispiel experiments schüler machen radio
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helmut Zilliken (Author), 1997, Möglichkeiten und Grenzen der Medienerziehung an einer Sonderschule für Lernbehinderte am Beispiel des Experiments "Schüler machen Radio", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185444
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