Im Rahmen dieser Arbeit werden die Einsatzmöglichkeiten von e-Business in der Logistik am Beispiel der Auftragsabwicklung dargestellt und die sich daraus ergebenen Maßnahmen zur Prozeßgestaltung erläutert. Dazu sollen die verschiedenen Ausprägungen des e-Business sowie deren Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen aus logistischer Sicht aufgezeigt und analysiert sowie anhand praktischer Anwendungen überprüft werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundlagen der Logistik und der Auftragsabwicklung
2.1 Entwicklungsstufen der Logistik
2.2 Logistikdefinition
2.3 Prozeßkettenmanagement in der Logistik
2.4 Grundlagen der Prozeßkette Auftragsabwicklung
2.4.1 Differenzierungskriterien der Auftragsabwicklung
2.4.2 Prozesse der Auftragsabwicklung
2.4.3 Funktions- und Koordinationsbetrachtung der Auftragsabwicklung
2.4.3.1 Koordinationfunktionen
2.4.3.2 Fachfunktionen
2.4.4 Zielgrößen und Kennzahlen der Auftragsabwicklung
2.4.4.1 Kosten
2.4.4.2 Qualität
2.4.4.3 Zeit
3 Elektronische Geschäftsprozesse
3.1 Grundlagen des e-Business
3.1.1 Historische Entwicklung des e-Business
3.1.2 Potentiale in der Entwicklung des e-Business
3.1.3 Potentiale des e-Business
3.1.4 Restriktionen des e-Business
3.2 Geschäftsfelder des e-Business
3.2.1 Business-to-Consumer
3.2.2 Business-to-Business
3.3 Logistische Anwendungsfelder des e-Business
3.3.1 Beschaffungslogistik
3.3.2 Leistungserstellung
3.3.3 Marketing und Vertrieb
3.3.4 Distributionslogistik
3.3.5 Kundenservice
3.4 E-Business und elektronische Märkte
3.4.1 Kennzeichen elektronischer Märkte und Markttransaktionen
3.4.2 Referenzmodell elektronischer Märkte
3.4.2.1 Geschäftssicht
3.4.2.2 Prozeßsicht
3.4.2.3 Marktdienstesicht
3.4.2.4 Infrastrukutrsicht
3.4.3 Potentiale elektronischer Märkte
4 Auswirkungen von e-Business auf die Gestaltung der Auftragsabwicklung
4.1 Einfluß des e-Business auf die Auftragsabwicklung
4.2 Intraorganisatorische Prozeßkettenbetrachtung
4.2.1 Auftragsbearbeitung
4.2.2 Disposition / Produktionsplanung und -steuerung
4.2.3 Produktion
4.2.4 Distribution
4.2.4.1 Auswirkungen auf den Materialfluß digitaler Produkte
4.2.4.2 Auswirkungen auf den Materialfluß physischer Produkte
4.2.4.3 Auswirkungen auf den materialbegleitenden Informationsfluß
4.2.4.4 Indirekte Auswirkungen auf die Distribution
4.2.5 Fakturierung
4.2.6 Prozeßübergreifende Betrachtung der Auftragsabwicklung
4.3 Unternehmensübergreifende Geschäftsbeziehungen
4.3.1 Virtuelle Unternehmen
4.3.2 Dynamische Netzwerke
4.3.3 Elektronische Märkte
4.4 Integrationsstufen von e-Business-Lösungen
5 Gestaltung der Auftragsabwicklung für einen Elektronik-Konzern
5.1 Projektaufgaben und -ziele
5.2 Projektverlauf und Arbeitsschritte
5.3 Prozeßdefinition und -abgrenzung der Auftragsabwicklung
5.4 Kennzahlen der Auftragsabwicklung
5.5 Darstellung und Analyse des Ist-Prozesses
5.5.1 Ist-Prozeß der Auftragsabwicklung
5.5.2 Vorstudien-Ergebnisse
5.5.3 Benchmarking-Ergebnisse
5.5.4 Handlungsempfehlungen
5.6 Soll-Prozeß-Konzeption
5.6.1 Gestaltung der Teilprozesse
5.6.2 Prozeßmodel für die Auftragsabwicklung
5.6.2.1 Regionales Call-Center und Vertrieb
5.6.2.2 EDI-Direktvertrieb
5.6.2.3 Internetvertrieb
5.6.2.4 Intranet/Extranet-Vertrieb
5.7 Potentiale der Neugestaltung
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Potentiale des e-Business für die Logistik, wobei der Fokus gezielt auf der Prozeßkette der Auftragsabwicklung liegt. Ziel ist es, auf Basis theoretischer Grundlagen und einer Fallstudie bei einem großen Elektronik-Konzern aufzuzeigen, wie elektronische Geschäftsprozesse zur Effizienzsteigerung und Kundenbindung beitragen können.
- Einfluss moderner Informationstechnologien auf Logistik und Auftragsabwicklung.
- Analyse und Optimierung von Prozeßketten durch elektronische Integration.
- Bedeutung von e-Business in den Geschäftsfeldern Business-to-Consumer und Business-to-Business.
- Entwicklung eines Soll-Prozeßmodells zur Reorganisation der Auftragsabwicklung.
- Erkenntnisse aus Benchmarking-Projekten für die praktische Unternehmensgestaltung.
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Potentiale in der Entwicklung des e-Business
Die Entwicklung des e-Business und dessen großen Potentiale für die Zukunft werden durch eine Vielzahl unterschiedlicher Studien und Veröffentlichungen verschiedener Marktforschungsinstitute, Unternehmensberatungen und Anbietern von e-Business-Lösungen belegt. Verdeutlicht werden die Potentiale u.a. durch die Zahl der zukünftig erwarteten Kunden im Internet, die kontinuierlich ansteigt. Schätzungen gehen mittlerweile von weltweit über 200 Millionen Menschen aus, die Zugang zum Internet haben.
Mit 112 Mio. stellen die US-Amerikaner den Großteil der Internet-Nutzer(vgl. Abb. 5). Die Marktdurchdringung liegt in den Vereinigten Staaten bei ca. 29 Prozent. Allerdings schrumpft der Abstand zu den westeuropäischen Ländern und den Ländern im asiatisch-pazifischen Raum. Gerade im (west-)europäischen Raum ist bei dem jährlichen überproportionalen Zuwachs der Nutzerzahlen damit zu rechnen, daß sich der Abstand zu den USA innerhalb weniger Jahre aufheben wird.62
Die Prognosen für den weltweiten Umsatz mit Electronic Commerce werden sich tendenziell ähnlich entwickeln. Für den Handel über das Internet wird ein gleichbleibend exponentielles Wachstum erwartet, wobei schon heute der weltweite Umsatz im e-Business bei ca. 50 Mrd. US $ liegt und laut aktuellen Studien im Jahr 2003 das Volumen von 1 Bio. US $ überschreitet.63
Ein Blick auf die Verteilung des Umsatzes in Westeuropa nach den Bereichen Business-to-Consumer und Business-to-Business zeigt, das von dem geschätzten Umsatz der Großteil auf den Bereich Business-to-Business entfällt. Im Jahre 2004 werden hier insgesamt 1.318 Milliarden Euro umgesetzt werden, während für den Bereich Business-to-Consumer mit 232 Milliarden Euro in Westeuropa gerechnet wird (vgl. Abb. 6).64
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Informationstechnologien und globalen Netzwerken, die Unternehmen vor die Herausforderung stellen, ihre Wertschöpfungsketten elektronisch zu vernetzen.
2 Grundlagen der Logistik und der Auftragsabwicklung: Dieses Kapitel definiert die logistischen Kernprozesse und erläutert, wie sich die Logistik von einer rein funktionalen Aufgabe zu einer prozessorientierten Führungsfunktion gewandelt hat.
3 Elektronische Geschäftsprozesse: Hier werden die Grundlagen des e-Business, dessen verschiedene Geschäftsfelder sowie der Einsatz elektronischer Märkte theoretisch fundiert beschrieben.
4 Auswirkungen von e-Business auf die Gestaltung der Auftragsabwicklung: Dieser Hauptteil analysiert, wie e-Business-Lösungen die Auftragsabwicklung, Produktion und Distribution verändern und welche Rolle moderne IT-Schnittstellen hierbei spielen.
5 Gestaltung der Auftragsabwicklung für einen Elektronik-Konzern: In diesem praktischen Kapitel wird ein Reorganisationskonzept für einen Elektronik-Konzern entwickelt, das auf den Ergebnissen einer Vorstudie und eines Benchmarking basiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit maßgeblich von der effizienten Integration und Virtualisierung der Geschäftsprozesse abhängt.
Schlüsselwörter
e-Business, Logistik, Auftragsabwicklung, Wertschöpfungskette, Prozessmanagement, Electronic Commerce, Informationstechnik, Geschäftsprozesse, Supply Chain Management, Benchmarking, EDI, Internet, Prozessoptimierung, Kundenservice, Direktvertrieb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des e-Business auf die Gestaltung logistischer Prozesse, speziell am Beispiel der Auftragsabwicklung.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des e-Business, die Optimierung der Auftragsabwicklung durch IT-Integration und die praktische Anwendung in einem Elektronik-Konzern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den Einsatz moderner e-Business-Lösungen ihre Prozesse anpassen und Wettbewerbsvorteile durch Effizienzsteigerung erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine praktische Fallstudie (Vorstudie und Benchmarking) bei einem Großkonzern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte elektronischer Geschäftsprozesse sowie deren Auswirkungen auf die logistischen Kernbereiche wie Beschaffung, Distribution und Fakturierung.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind e-Business, Logistik, Auftragsabwicklung, Supply Chain Management und Prozessintegration.
Wie unterscheidet der Autor zwischen physischer und dispositiver Auftragsabwicklung?
Die physische Auftragsabwicklung umfasst die Ausführung an konkreten Objekten (z.B. Produktion), während die dispositive Auftragsabwicklung die Steuerung und Planung dieser Prozesse durch Informationsströme beschreibt.
Warum wird das Konzept der "virtuellen Unternehmen" als wichtig erachtet?
Virtuelle Unternehmen ermöglichen eine stärkere Konzentration auf Kernkompetenzen durch die Vernetzung spezialisierter Partner, was die Flexibilität in dynamischen Märkten erhöht.
- Arbeit zitieren
- Michael Dierk (Autor:in), 2000, Potentiale des e-Business und Auswirkungen auf die Logistik am Beispiel des Prozeßkette Auftragsabwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185463