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Konrad Adenauers Interview-Politik zur Durchsetzung der deutschen Wiederbewaffnung 1949 - 1955

Titel: Konrad Adenauers Interview-Politik zur Durchsetzung der deutschen Wiederbewaffnung 1949 - 1955

Magisterarbeit , 1996 , 124 Seiten , Note: 1

Autor:in: Kristina Hortenbach (Autor:in)

Politik - Geschichte der politischen Systeme
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll anhand eines konkreten politischen Ziels - der Erlangung der Souveränität für die Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg mit Hilfe der Wiederbewaffnung - der Einsatz der Medien durch Bundeskanzler Konrad Adenauer untersucht werden. Ist es ei¬nem Politiker möglich, durch Zeitpunkt, Art und Weise der Mediennut¬zung, seine gewünschten Adressaten, in diesem Fall die Regierungen der Alliierten und die Meinung der Öffentlichkeit, in seinem Sinne zu errei¬chen? Und welche journalistische Form ist dabei die sinnvollste?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Ziel: Die Wiederbewaffnung Deutschlands als Schlüssel zur Souveränität

1. Die Ausgangslage: Sicherheit vor Deutschland

2. Adenauers Ziel: Souveränität und Sicherheit für Deutschland durch Wiederbewaffnung

III. Das Mittel: Adenauer und die Medien

1. Die Einstellung: Adenauers Verhältnis zu den Medien

1.1. Die Presse

1.2. Der Rundfunk

2. Die Adressaten: Die Regierungen im Ausland und die öffentlichen Meinungen

3. Die Organisation: Adenauers Informationspolitik

3.1. Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

3.2. Die „Teegespräche“

4. Der Stil: Adenauers Interviewpolitik

IV. Die Durchsetzung: Adenauers Interviews in den Phasen der deutschen Wiederbewaffnung

1. Deutschland vor der Konstituierung: Polizeidivisionen oder alliierter Schutz?

2. Von der Konstituierung der Bundesrepublik bis zum Ausbruch des Korea-Krieges

2.1. Der Plan einer europäischen Armee in den Interviews mit den Zeitungen „L´Est Républicain“ und „Cleveland Plain Dealer“ (November/Dezember 1949)

2.2. Rückgriff auf den Plan der Bundespolizei im Interview mit der „New York Times“ vom 6. Mai 1950

3. Der Korea-Krieg als Ursache für die öffentliche Diskussion der Wiederbewaffnung: Bundespolizei und Westeuropäische Armee im Interview der „New York Times“ vom 18. August 1950

4. Die EVG-Phasen

4.1. Pleven-Plan oder NATO-Lösung: Die Souveränitätsfrage im INS-Interview mit Kingsbury Smith vom 11. Dezember 1950

4.2. Souveränität durch EVG- und NATO-Mitgliedschaft in Hallsteins Pressekonferenzen im Januar 1952 und der dpa-Meldung vom 4. Februar 1952

4.3. Die Lösung des Junktims zwischen Souveränität und Wiederbewaffnung, das Scheitern der EVG und Adenauers Interview vom 2. Juli 1954

5. Souveränität durch NATO-Beitritt, die Radioansprache und das Interview mit der „Times“ vom 4. September 1954

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den gezielten Einsatz von Medien durch Bundeskanzler Konrad Adenauer, um das politische Hauptziel der Erlangung der staatlichen Souveränität für die Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg mittels Wiederbewaffnung durchzusetzen. Die Forschungsfrage analysiert, ob und wie Adenauer durch die bewusste Steuerung von Zeitpunkt, Art und Weise der Mediennutzung die Meinungsbildung der alliierten Regierungen sowie der nationalen und internationalen Öffentlichkeit in seinem Sinne beeinflussen konnte.

  • Die Analyse von Adenauers Verhältnis zu Presse und Rundfunk sowie seine taktische Interviewpolitik.
  • Die Untersuchung der Informationspolitik des Bundeskanzleramtes und der Rolle des Presse- und Informationsamtes.
  • Die Fallstudien zu spezifischen Interviews und deren Wirkung in verschiedenen Phasen der Wiederbewaffnung.
  • Die wechselseitige Abhängigkeit zwischen außenpolitischem Sicherheitsbedürfnis und innenpolitischer Akzeptanz.
  • Die Rolle der „Teegespräche“ als Instrument der informellen Einflussnahme auf Journalisten.

Auszug aus dem Buch

4. Der Stil: Adenauers Interviewpolitik

„Wer eine ‘Ahnung von Politik’ hat, weiß, von wie zentraler Bedeutung die Formulierung des gesprochenen und geschriebenen Wortes ist.“ Oder anders ausgedrückt: „Sprache repräsentiert (...) nicht lediglich Politik. Sie ist selbst Politik.“ Konrad Adenauer war ein Mann des persönlichen Austausches. Herbert Blankenhorn sagte über ihn: „Er liebte das Pressegespräch im kleinen und im großen Kreis, am meisten aber unter vier Augen.“

Besonders häufig tat er dies zum Zweck des Interviews. 450 Informationsgespräche und Interviews habe der Bundeskanzler laut BPA bis zu seinem Regierungsende 1963 gewährt, im Vergleich dazu gab er „nur“ 93 Pressekonferenzen und verfaßte 152 Aufsätze und Artikel. Das Ziel des als „Interviewpolitik“ in die Geschichte der Kanzlerschaft Adenauers eingegangenen Verfahrens ist eindeutig: Vor allem zu Themen der Wiederbewaffnung Deutschlands geführte Interviews waren „Versuchsballons“, die losgelassen wurden, um an ihrer „Wirkung in der Öffentlichkeit die Möglichkeit ihrer Durchführung zu prüfen“. Adenauer mußte eine „gute Atmosphäre für die Aufstellung eines deutschen Kontingentes“ schaffen, denn er benötigte die Unterstützung der Amerikaner, die wiederum auf die öffentliche Meinung großen Wert legten. Mit Hilfe der Interviews konnte er das Ziel der Bewaffnung auf deutsche Initiative hin zur Diskussion in die Öffentlichkeit bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Konrad Adenauer Medien zur Durchsetzung der Souveränität durch Wiederbewaffnung nutzte, und skizziert die methodische Vorgehensweise.

II. Das Ziel: Die Wiederbewaffnung Deutschlands als Schlüssel zur Souveränität: Das Kapitel erläutert die sicherheitspolitische Ausgangslage nach 1945 und Adenauers Zielsetzung, durch Westintegration und Souveränitätsgewinn Sicherheit zu schaffen.

III. Das Mittel: Adenauer und die Medien: Hier wird das Verhältnis Adenauers zu Presse und Rundfunk sowie die Organisation seiner Informationspolitik, inklusive der „Teegespräche“, detailliert analysiert.

IV. Die Durchsetzung: Adenauers Interviews in den Phasen der deutschen Wiederbewaffnung: Dieser umfangreiche Hauptteil untersucht chronologisch die verschiedenen Phasen, vom Korea-Krieg bis zur NATO-Mitgliedschaft, und Adenauers mediale Strategie innerhalb dieser Prozesse.

Schlüsselwörter

Konrad Adenauer, Wiederbewaffnung, Souveränität, Westintegration, Interviewpolitik, Medien, Bundespresseamt, Teegespräche, NATO, Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG), Öffentliche Meinung, Sicherheitspolitik, Kalter Krieg, Außenpolitik, Deutschlandpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die spezifische Medien- und Interviewpolitik von Konrad Adenauer in den Jahren 1949 bis 1955, um seine außenpolitischen Ziele, insbesondere die Wiederbewaffnung und die Erlangung der Souveränität, durchzusetzen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Im Zentrum stehen die Wechselwirkungen zwischen Politik und Medien, die Organisation der Regierungs-Informationsarbeit sowie die diplomatische Nutzung von Presseinterviews als strategisches Instrument im Kalten Krieg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll untersucht werden, ob Adenauer durch eine geschickte Mediennutzung erfolgreich Einfluss auf die Regierungen der Alliierten sowie die öffentliche Meinung im In- und Ausland nehmen konnte, um die Souveränität der Bundesrepublik voranzutreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Analyse gewählt?

Die Autorin stützt sich auf eine detaillierte Auswertung von Sekundärliteratur, umfangreiches Archivmaterial (Briefe, Reden, Teegespräche) sowie eine Analyse der einschlägigen Presseberichterstattung und Interviews der Adenauer-Ära.

Was steht im Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Phasen, die den Weg von der Ausgangslage nach 1945 bis hin zur erfolgreichen Souveränität und NATO-Mitgliedschaft nachzeichnen und dabei die spezifischen Medienstrategien Adenauers in Krisensituationen aufzeigen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Adenauer, Wiederbewaffnung, Souveränität, Interviewpolitik, Medienstrategie und Westintegration definieren.

Welche Rolle spielten die sogenannten „Teegespräche“?

Die „Teegespräche“ waren ein informelles Instrument der Informationspolitik, mit dem Adenauer gezielt Hintergrundinformationen an einen ausgewählten Kreis von Journalisten gab, um das Verständnis für seine Politik zu verbessern und ein informelles Netzwerk aufzubauen.

Warum war die Zusammenarbeit mit der ausländischen Presse so entscheidend?

Da der Bundesrepublik zu Beginn diplomatische Kanäle fehlten, nutzte Adenauer ausländische Medien, um seine Ziele direkt an die Regierungen der Alliierten, insbesondere die USA, zu adressieren und gleichzeitig die internationale öffentliche Meinung im Sinne seiner Politik zu beeinflussen.

Ende der Leseprobe aus 124 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konrad Adenauers Interview-Politik zur Durchsetzung der deutschen Wiederbewaffnung 1949 - 1955
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1
Autor
Kristina Hortenbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1996
Seiten
124
Katalognummer
V185483
ISBN (eBook)
9783656980254
ISBN (Buch)
9783869430225
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konrad adenauers interview-politik durchsetzung wiederbewaffnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Hortenbach (Autor:in), 1996, Konrad Adenauers Interview-Politik zur Durchsetzung der deutschen Wiederbewaffnung 1949 - 1955, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185483
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Leseprobe aus  124  Seiten
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