Auswirkungen des Electronic Commerce auf die Logistik eines Unternehmens


Diplomarbeit, 1999

99 Seiten, Note: 1.7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Problemstellung der Arbeit
1.3 Aufbau und Abgrenzung des Themas

2 Charakterisierung der Logistik
2.1 Entwicklung und Definition des Logistik-Begriffs
2.1.1 Logistik als funktionale Spezialisierung
2.1.2 Logistik als Koordinationsfunktion
2.1.3 Logistik als Flußorientierung
2.2 Ziele der Logistik
2.3 Informationsmanagement und Logistik

3 Charakterisierung des Internet als Kommunikationsplattform des Electronic Commerce
3.1 Entwicklung und Definition des Internet
3.2 Dienste im Internet
3.2.1 Electronic Mail
3.2.2 World Wide Web
3.3 Begriffliche Abgrenzung von Internet, Intranet und Extranet

4 Charakterisierung des Electronic Commerce
4.1 Begriff und Entwicklung des Electronic Commerce
4.2 Grundmodelle der wirtschaftlichen Leistungskoordination im Rahmen des Electronic Commerce
4.2.1 Elektronische Hierarchien
4.2.2 Elektronische Märkte
4.2.3 Elektronische Unternehmensnetzwerke
4.3 Interaktionsmodelle des Electronic Commerce
4.3.1 Business-to-Business
4.3.2 Business-to-Consumer
4.4 Chancen und Risiken des Electronic Commerce

5 Auswirkungen des Electronic Commerce auf die Logistik
5.1 Veränderung von Logistiksystemen durch die Electronic Commerce-Plattform Internet
5.1.1 Globalisierung von Beschaffung und Distribution
5.1.2 Bündelung und Konsolidierung atomisierter Sendungsstrukturen
5.1.3 Durchgängige Implementierung des Pull-Prinzips
5.1.4 Entfall der physischen Logistik
5.2 Electronic Data Interchange
5.2.1 Definition und Nutzeffekte
5.2.2 Betriebswirtschaftliches Potential des Web-EDI
5.3 Supply Chain Management
5.3.1 Darstellung des Supply Chain-Ansatzes
5.3.2 Betriebswirtschaftliches Potential des Supply Chain Management

6 Nutzungsmöglichkeiten des Electronic Commerce für Logistik-Dienstleister
6.1 Charakterisierung des Logistik-Dienstleisters
6.2 Outsourcing als Folge des Electronic Commerce
6.3 Operative Anwendungen zur Unterstützung der Leistungserstellung
6.3.1 Darstellung der Sendungsverfolgung
6.3.2 Darstellung der Transportbörse
6.4 Empirische Datenerhebung und Auswertung
6.4.1 Aufbau und Durchführung der Untersuchung
6.4.2 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
6.4.3 Beurteilung der Ergebnisse

7. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Zielsystem der Logistik

Abb. 2 Markt- und Transaktionsbereich des Electronic Commerce

Abb. 3 Auswirkungen von Electronic Commerce auf die Logistik

Abb. 4 Push- versus Pull-Prinzip

Abb. 5 Aufbau einer Supply Chain

Abb. 6 Realisierungsgrad unterschiedlicher IuK-Technologien

Abb. 7 Gründe für eine Realisation von Electronic Commerce in der Logistik

Abb. 8 Gründe gegen eine Realisation von Electronic Commerce in der Logistik

Abb. 9 Nutzerzahlen des Internet in Deutschland

Abb. 10 Electronic Commerce-Umsatz in Deutschland

Abb. 11 Motivationsfaktoren für Electronic Commerce-Lösungen (in %)

Abb. 12 Electronic Commerce-Hindernisgründe (in %)

Abb. 13 Unterscheidung Internet – Intranet – Extranet

Abb. 14 Übersicht der Branchenzugehörigkeit (Basis: alle Branchen = 100%)

Abb. 15 Übersicht der Branchenzugehörigkeit (Basis: jeweilige Branche = 100%)

Abb. 16 Mitarbeiteranzahl der befragten Unternehmen

Abb. 17 Jahresumsatz der befragten Unternehmen

Abb. 18 Einschätzung der momentanen Wettbewerbsposition

Abb. 19 Geographisches Aktionsgebiet der befragten Unternehmen

Abb. 20 Bearbeitung von Marktnischen

Abb. 21 Standardisierung des Leistungsangebots

Abb. 22 Höhe des Preises im Vergleich zur Konkurrenz

Abb. 23 Kostendruck in der Branche

Abb. 24 Bewertung hinsichtlich der Öffnung der IuK-Systeme

Abb. 25 Das Internet als gegenwärtige Kommunikationsplattform

Abb. 26 Das Internet als zukünftige Kommunikationsplattform

Abb. 27 Einschätzung der Kosten einer Electronic Commerce-Realisation

Abb. 28 Einschätzung der Kostensenkungspotentiale durch Electronic Commerce

Tabellenverzeichnis

Tab.1 Branchenzugehörigkeit der einzelnen Unternehmen

Tab. 2 Angesprochene Kundengruppe durch das Leistungsangebot

Tab. 3 Realisierungsgrad unterschiedlicher IuK-Technologien

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

Die Bedeutung der Logistik als relativ junges betriebswirtschaftliches Betätigungsfeld hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Insbesondere durch die bestehende Dynamik ist sie nach Alt „vom nüchternen handwerklichen Gütertransport [...] zu einem strategisch relevanten Instrument aufgestiegen, dessen Ausgestaltung und Verankerung mit anderen betriebswirtschaftlichen Aufgabenbereichen über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Volkswirtschaften entscheidet“[1].

Die aktuelle Situation im logistischen Bereich ist durch immer komplexere Prozesse gekennzeichnet, die gleichzeitig unter dem steigenden Zeit- und Kostendruck organisiert werden müssen.[2] In diesem Zusammenhang werden speziell die Informations- und Kommunikationssysteme, bedingt durch die rasanten Technologiefortschritte in den letzten 15 bis 20 Jahren, zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Mit der Integration dieser Systeme werden sowohl die Flexibilität als auch die Wirtschaftlichkeit gesteigert, was eine höhere Konkurrenzfähigkeit der Produkte zur Folge hat. Unter logi-stischen Gesichtspunkten ist vor allem die Geschwindigkeit der Abläufe zu erhöhen, wodurch verstärkt das Internet in den Vordergrund tritt.

„The only thing better than the Internet would be mental telepathy“[3], lautet die Einschätzung von Michael Dell[4] bezüglich des neuen Mediums. Dieses Zitat zeigt bereits sehr deutlich, welches gewaltige Potential sich hinter dem Internet verbirgt. Die enormen Wachstumszahlen und die schnelle Verbreitung seit Anfang der 90er Jahre bestätigen die zunehmende Faszination für das Internet. Seine Nutzung betrifft nicht mehr nur gesellschaftliche und wissenschaftliche Aspekte, sondern tangiert in steigendem Maße die Ereignisse in der Wirtschaft.

Diese kommerzielle Betrachtungsweise wird u. a. unter dem Begriff des Electronic Commerce aufgegriffen und bietet für die Unternehmen weitreichende Nutzungsmöglichkeiten, was folgende Umsatzzahlen verdeutlichen: Wurden 1998 noch 1,168 Milliarden US-Dollar in diesem Bereich europaweit umgesetzt, so werden es 2001 bereits 64,362 Milliarden US-Dollar sein.[5] Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Electronic Commerce-Konzepten findet bisher überwiegend im Rahmen des Marketings statt, während der Logistik eine überwiegend periphere Berücksichtigung zukommt. Diese beschriebene Lücke in der wissenschaftlichen Literatur steht mit der zunehmenden Bedeutung des Electronic Commerce für die Logistik im Widerspruch, da bspw. in einer Schlagzeile der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Logistik „[...] zum kritischen Erfolgsfaktor im E-Commerce“ [6] erhoben wird.

Deshalb erfolgt in der vorliegenden Arbeit eine Zusammenführung beider Bereiche, wobei die Auswirkungen der Electronic Commerce-Entstehung auf die Logistik dargelegt werden.

1.2 Problemstellung der Arbeit

Die beschriebene Neuausrichtung der Logistik bietet die Möglichkeit einer Integration innovativer Logistikkonzepte. Nur wer die Verschiebung der Anforderungen und Ziele rechtzeitig erkennt, wird im zunehmend härteren Wettbewerb überleben. Daher ist, ausgehend vom State-of-the-Art, das betriebswirtschaftliche Potential des Electronic Commerce im Logistikbereich zu untersuchen.

Einführend ist die Definition der Begriffe Logistik und Electronic Commerce vorzunehmen. Diesbezüglich werden die weitreichenden Einflüsse des Internet aufgezeigt. Des weiteren ist die Frage zu beantworten, ob und wie Electronic Commerce auf bestehende Systeme in der Logistik Einfluß nimmt. Für die Logistik gilt es, Nutzungsmöglichkeiten zu erkennen und erfolgreich umzusetzen. Als Folge der Entwicklung werden explizit die Potentiale von spezialisierten Logistik-Dienstleistern betrachtet, wobei insbesondere die veränderte Wettbewerbssituation und empirische Erkenntnisse über den Markt der Logistikdienstleister von Bedeutung sind.

1.3 Aufbau und Abgrenzung des Themas

Gegenstand der vorliegenden Abhandlung sind Auswirkungen der Electronic Commerce-Entstehung auf die Logistik. Dabei spaltet sich die Arbeit in zwei Teile auf. In den Kapiteln 2 bis 4 werden die theoretischen Grundlagen geschaffen und im Hauptteil der Arbeit zusammengeführt sowie um eine empirische Studie ergänzt.

Der Theorieteil beginnt mit den drei Phasen der Logistikentwicklung, um anschließend zu einer dem Thema der Arbeit zugrundeliegenden Definition zu gelangen. Auf die objektbezogene Differenzierung in eine Mikro- und Makrologistik wird verzichtet, da Gegenstand der letzteren die Betrachtung von Güterflußsystemen in Volkswirtschaften ist und somit keine betriebswirtschaftliche Relevanz besitzt.[7] Des weiteren wird auf die Ziele der Logistik eingegangen und auf die Notwendigkeit eines Informationsmanagements hingewiesen.

Im Kapitel 3 wird in einem Zwischenschritt die zentrale Position des neuen Mediums Internet hervorgehoben, um nach einer Betrachtung ausgewählter Dienste und technologischer Konzeptionen zum Electronic Commerce zu gelangen.

Anknüpfend an eine einführende Begriffsfestsetzung des Terminus‘ Electronic Commerce werden die grundlegenden Modelle der elektronischen Leistungskoordination dargestellt. Daran anschließend erfolgt die Untersuchung der beiden wichtigsten Interaktionsmodelle des Electronic Commerce, wonach die Gegenüberstellung von Chancen und Risiken den Abschluß des Kapitels 4 bildet. Da in der wissenschaftlichen Literatur kein Konsens hinsichtlich einer Abgrenzung von Electronic Business und Electronic Commerce besteht, werden im Rahmen dieser Arbeit beide Begriffe synonym verwendet.

Der Hauptteil der vorliegenden Arbeit beginnt in Kapitel 5 mit einer Zusammenführung der theoretischen Grundlagen, indem die Veränderungen von Logistiksystemen durch den Einsatz der Electronic Commerce-Plattform Internet aufgezeigt werden. Nach dieser detaillierten Untersuchung der Auswirkungen auf die bestehenden Logistik-systeme wird im weiteren Verlauf zunächst Electronic Data Interchange näher betrachtet, bevor sich das Hauptaugenmerk auf das Supply Chain Management richtet.

Im Kapitel 6 wird nach einer Charakterisierung des Logistik-Dienstleisters mit den Auswirkungen des Electronic Commerce fortgefahren. Anschließend erfolgt eine ausführliche Betrachtung der Sendungsverfolgung und der Transportbörse, der bisher am weitest verbreiteten operativen Anwendungen zur Unterstützung der Leistungserstellung. Die den Hauptteil abschließende empirische Studie ist in drei wesentliche Bereiche gegliedert. Einführend wird kurz auf den Aufbau und die Durchführung der Untersuchung eingegangen, bevor die eruierten Ergebnisse dargestellt, interpretiert und beurteilt werden.

Am Schluß der Arbeit wird nach einer kurzen Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse ein Überblick über sich abzeichnende Entwicklungstendenzen gegeben.

2 Charakterisierung der Logistik

2.1 Entwicklung und Definition des Logistik-Begriffs

Der Begriff Logistik läßt sich etymologisch einerseits von dem griechischen Wort „logos“ und andererseits von dem französischen Begriff „loger“ herleiten.[8] Der griechische Wortstamm „logos“ kann sowohl mit berechnend, logisch als auch denkend umschrieben werden und gilt heute als eine veraltete Bezeichnung für die mathematische Logik.[9] Das französische Wort „loger“ bedeutet versorgen, bereitstellen sowie unterstützen und bezieht sich auf den Bereich der Militär-Logistik zur Unterstützung der Streitkräfte.[10] Deswegen verbindet Isermann Aufgaben wie Transport, Unterbringung und Versorgung der Truppen sowie Lagerung und Wartung militärischer Güter mit diesem Begriff.[11]

Erstmalig wurden die logistischen Erkenntnisse des Militärs in den 50er Jahren, zuerst in den USA, in den ökonomischen Bereich übertragen.[12] Dabei waren die in der Militär-logistik angewandten Methoden der entscheidende Ansatzpunkt, um die stark zunehmenden Material- und Warenbewegungen besser steuern zu können.[13] Die erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Logistik im betriebswirtschaftlichen Bereich läßt sich auf das Jahr 1955 datieren, die entscheidend von Oskar Morgenstern beeinflußt wurde.[14]

Seitdem hat sich in der wissenschaftlichen Literatur eine Vielzahl von Definitionen des logistischen Gegenstandsbereichs entwickelt, die je nach Sichtweise unterschiedliche Inhalte umfassen.[15] Da sich im Laufe der Zeit keine einheitliche Logistikauffassung herauskristallisiert hat, wird der Begriff Logistik in den folgenden Ausführungen anhand seiner drei Entwicklungsphasen charakterisiert und arbeitsspezifisch definiert.

2.1.1 Logistik als funktionale Spezialisierung

Die erste Entwicklungsstufe der Logistik ist in den 50er Jahren durch einen grundlegenden Wandel von Verkäufer- zu Käufermärkten initiiert worden, der eine stärkere Marktorientierung der Unternehmen erforderlich machte.[16] In der Folgezeit führte dies zu komplexeren Produktprogrammen sowie zu größerer Bedeutung distributionsbezogener Merkmale,[17] wie z. B. Verbesserung im Lieferservice und Verkürzung der Lieferzeiten bei gleichzeitiger Erhöhung der Lieferbereitschaft.[18]

Infolge der veränderten Wettbewerbsbedingungen und der organisatorischen Segmentierung von Unternehmen in Beschaffung, Produktion und Absatz gewinnen insbesondere material- und warenflußbezogene Dienstleistungen, wie Lagerung, Transport, Verpackung sowie deren Verknüpfung, zunehmend an Bedeutung.[19] Diese besitzen gegenüber anderen betrieblichen Funktionen einen erheblichen Rückstand bezüglich des Ausschöpfens möglicher Spezialisierungsvorteile. Als maßgebliche Gründe für diesen Rückstand können die organisatorische Zersplitterung der material- und warenflußbezogenen Dienstleistungsbereiche sowie der aus heutiger Sicht niedrige Entwicklungsstand der Materialfluß- und Informationstechnik angeführt werden.[20]

Im Rahmen der Funktionsspezialisierung werden die material- und warenflußbezogenen Dienstleistungen zu individuellen Verantwortungsbereichen der Logistik erhoben, um dadurch die angestrebten Spezialisierungsvorteile zu erreichen.[21] Dabei können Rationalisierungspotentiale zum einen innerhalb einzelner Dienstleistungsarten liegen, indem z. B. durch die Bildung von Zentrallägern eine effizientere Gestaltung von Lagerprozessen ermöglicht wird.[22] Zum anderen kann eine Beachtung bestehender Interdependenzen zwischen Transport-, Lager- und Handlingsvorgängen zu erheblichen Kosteneinsparungen führen. Dies verdeutlicht beispielsweise eine Luftfrachtstudie, in der aufgezeigt wird, daß eine erhöhte Taktfrequenz zwar steigende Transportkosten verursacht, die aber durch eine Verringerung der Kapitalbindungskosten mittels Lagerbestandsabbau mehr als kompensiert werden.[23] Basierend auf einer fortschrittlichen Materialflußtechnik und der Entwicklung geeigneter betriebswirtschaftlicher Steuerungssysteme und -instrumente können die aufgeführten Veränderungen im Bereich des physischen Material- und Warenflusses realisiert werden.[24]

Die in der ersten Entwicklungsphase geschaffene Aufgabenspezialisierung führt zur Reduktion der Komplexität, gleichzeitig aber zur Zerschneidung von Interdependenzen und zur Schaffung von Schnittstellen.[25] Der dadurch entstehende hohe Kommunika-tionsbedarf zwischen den betrieblichen Teilbereichen (z. B. Beschaffung, Produktion, Absatz) leitet die nächste Phase der Logistik ein.

2.1.2 Logistik als Koordinationsfunktion

Beim Übergang der funktionsorientierten Betrachtungsweise zur Logistik als Koordinationsfunktion ist das wesentliche Ziel die Minimierung der Reibungsverluste an den effizienzmindernden Schnittstellen.[26] Aufgrund der hohen funktionalen Spezialisierung lassen sich Rationalisierungspotentiale nur noch schaffen, indem Einfluß auf die Struktur und Höhe des Bedarfs an material- und warenflußbezogenen Dienstleistungen genommen wird.

Durch die Hinzunahme von Planung und Steuerung zum raum-zeitlichen Transfer von Material und Waren ist die Logistik in ihrer zweiten Entwicklungsphase gekennzeichnet, bei der sie eine Querschnittsfunktion im Unternehmen wahrnimmt.[27] Somit wird eine ganzheitliche Betrachtung des logistischen Systems ermöglicht, um Effizienzverluste – z. B. durch eine isolierte und nicht koordinierte Mengenplanung des Material- und Produktionsbereichs – an den Schnittstellen zu verhindern.[28] Dabei wird durch die Logistik versucht, eine potentiell erzielbare Optimallösung im Gefüge einer Gesamtplanung zu erreichen. Der Umfang einer funktionsübergreifenden Koordination[29] wird wesentlich durch die Komplexität (Anzahl der Einflußfaktoren[30] ) und die Dynamik (Grad und Häufigkeit der Veränderung der Einflußfaktoren) der zu koordinierenden Leistungsaufgaben bestimmt.[31] Infolgedessen stimmt die Logistik die güterflußbezogen spezialisierten Teilsysteme aufeinander ab und ist daher den einzelnen Führungsteil- systemen (z. B. Planung, Organisation) zuzuordnen.[32]

Die Logistik ist als unternehmensweite und -übergreifende Koordinationsfunktion in
sich widersprüchlich, da einerseits das Leistungssystem beibehalten wird, andererseits die Logistik zusätzliche dispositive Planungs- und Steuerungsaktivitäten erfährt, die weit über den Objektbereich des Transfers hinausgehen.[33] Daher ist die eben dargestellte Entwicklungsphase als Bindeglied von einer Funktionen- zu einer Führungslehre zu verstehen, die im folgenden Kapitel als flußorientierte Logistik dargestellt wird.

2.1.3 Logistik als Flußorientierung

Infolge der veränderten Kundenerwartungen und des zunehmenden internationalen Konkurrenzdrucks müssen Differenzierungen im Leistungsangebot in Verbindung mit Kostensenkungen vorgenommen werden.[34] Derartige Veränderungen sind innerhalb des Logistikbereichs mit der bereits vorgestellten Funktionsspezialisierung (Kap. 2.1.1) und der aufgezeigten Koordinationsfunktion (Kap. 2.1.2) nicht zu verwirklichen. Infolgedessen steht in der dritten Entwicklungsphase der Logistik die Gestaltung eines geeigneten Führungskonzepts im Vordergrund.[35]

Ein solches Führungskonzept soll die Segmentierung des Material- und Warenflusses aufheben, um zu einer durchflußorientierten Betrachtungsweise zu gelangen.[36] Dabei ist die zentrale Aufgabe der Logistik das Management der gesamten Prozeßkette vom Lieferanten bis zum Kunden, wodurch eine Erhöhung der Reaktionsfähigkeit und -geschwindigkeit erzielt wird.[37] Deshalb werden unternehmensintern neue Verantwortungsbereiche geschaffen, in denen neben material- und warenflußbezogenen Dienstleistungsaufgaben auch Steuerungsfunktionen (z. B. Bestelldisposition, Produktionsplanung und -steuerung, etc.) wahrgenommen werden.[38] Eine unternehmensübergreifende Betrachtung der Prozeßkette erlaubt, daß sowohl externe Logistikdienstleister als auch Lieferanten in die Gestaltung und Abwicklung des Material- und Warenflusses einbezogen werden.

Gegenüber den beiden vorherigen Definitionsansätzen läßt die durchflußorientierte Betrachtungsweise der Logistik eindeutige Vorteile erkennen. Da in der wissenschaftlichen Diskussion kein Konsens über eine allgemeine Definition der dritten Entwicklungsstufe der Logistik besteht, wird für die weiteren Ausführungen in dieser Arbeit folgende Begriffsbestimmung zugrunde gelegt:

„Die Logistik ist ein spezieller Führungsansatz zur Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisierung effektiver und effizienter Flüsse von Objekten (Güter, Informationen, Personen) in unternehmensweiten und -übergreifenden Wertschöpfungssystemen.“[39]

Als Fazit bleibt festzuhalten, daß sich die Logistik in ihrer dritten Entwicklungsphase auf keine spezifische Führungsfunktion (z. B. Planung oder Kontrolle) eingrenzen läßt, sondern ein Unternehmen logistisch führt.[40] Dabei ist zu betonen, daß die entstehenden Objektflüsse sowohl das Ausführungssystem als auch die Informationsflüsse des Führungssystems umfassen.

2.2 Ziele der Logistik

Die zugrundeliegende Definition des logistischen Gegenstandsbereichs als eine durchflußorientierte Betrachtungsweise bietet den Ansatzpunkt für ein Gesamtkostendenken.[41] Dabei treten Lösungen in einzelnen Unternehmensteilbereichen und deren isolierte Kosteneinsparungen in den Hintergrund, um die finanziellen Belastungen über die gesamte Material- und Warenflußkette aufzuzeigen. Ziel dessen ist es, über die Funk-tionsspezialisierung hinausgehende Effizienzvorteile zu schaffen, welche beispielsweise die Durchlaufzeiten verkürzen sowie die Qualität des Lieferservice verbessern.[42]

Nach Göpfert bilden die oben aufgeführte Fluß-Kostensenkung sowie die Zielbereiche der Objekt-Wertsteigerung und der Adaptionsfähigkeit die strategischen Elemente einer logistischen Zielsetzung.[43] Unter der Objekt-Wertsteigerung wird eine (zusätzliche) Sekundärleistung[44] verstanden, die gegenüber dem Produkt (Primärleistung) einen zusätzlichen Wert schafft. Die Adaptionsfähigkeit beinhaltet die Flexibilität der Logistik, sich auf unterschiedliche Markt- und Unternehmenssituationen einzustellen.[45] Im Gegensatz zu den strategischen Zieldimensionen repräsentiert die Effizienz die operative Perspektive in der Logistik.[46] Pfohl beschreibt jene Effizienz mit der Anforderung, „[...] daß ein Empfangspunkt gemäß seines Bedarfs von einem Lieferpunkt mit dem richtigen Produkt [...], im richtigen Zustand, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu den dafür minimalen Kosten versorgt wird“[47].

In diesem Zusammenhang vergleicht Heiserich das Zielsystem mit einem „magischen Viereck der Logistik“, da sich die Elemente – hohe Kapazitätsauslastung, kurze Durchlaufzeiten, niedrige Bestände sowie hohe Termintreue – teilweise kontrovers gegenüberstehen.[48] Des weiteren ist eine deutliche Prioritätenverschiebung innerhalb des Zielsystems der Logistik festzustellen, wie Abbildung 1 zu entnehmen ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Zielsystem der Logistik[49]

Die hohe Auslastung der Kapazitäten und die damit einhergehende Kostendegression, im Mittelpunkt des früheren Zielsystems, lassen auf eine starke Marktstellung des Verkäufers schließen.[50] Wie in Abbildung 1 verdeutlicht, bilden heute hohe Termintreue, kurze Durchlaufzeiten und niedrige Bestände den Kern des logistischen Zielsystems. Diese Ziele werden durch Zeitverkürzungen entlang der logischen Kette durch Anwendung des Just-In-Time-Prinzips[51] oder flexiblen Fertigungsstrukturen erreicht.[52] Für eine effiziente Realisation der vorgestellten Ziele müssen nicht nur die physischen Ma-terialströme optimiert werden, sondern gleichermaßen die Informationsflüsse.

2.3 Informationsmanagement und Logistik

Die Aufgaben der betrieblichen Logistik werden in der Praxis häufig in ein logistisches Abwicklungs- und ein Informationssystem[53] gegliedert, welche unterschiedliche Strukturen und Prozesse enthalten.[54] Die Auswahl der Strukturelemente[55] geschieht jeweils systembezogen und kann daher als unabhängig betrachtet werden. Demgegenüber sind Prozesse, wie „Auftrag bearbeiten“ oder „Kommissionieren“, untrennbar miteinander verknüpft und beeinflussen sich wechselseitig.[56] Aus Gründen der gegenseitigen Prozeßverknüpfung ist eine isolierte Betrachtung beider Systeme wirtschaftlich sinnlos, da beispielsweise technische Weiterentwicklungen im logistischen Informationssystem folglich innovative, verbesserte Abwicklungsprozesse ermöglichen.[57]

Durch die dynamisch voranschreitende Technik der Informations- und Kommunika-tionssysteme (kurz: IuK-Systeme) können Logistikprozeßketten immer transparenter, sicherer und schneller gestaltet werden, um so das wachsende Informationsbedürfnis zu befriedigen.[58] Zur Steigerung der Produktivität im Unternehmen bedarf es neben fortschrittlicher IuK-Systeme einer geeigneten Implementierungstechnik sowie eines organisatorischen Gesamtkonzepts. Somit definiert sich der Begriff des Informationsmanagements als „die Gestaltung (Entwicklung), Planung und Steuerung von Informationssystemen und ihrer Informationsprozesse [...]“[59]. Die Aufgabe der Gestaltung ist es, die Struktur sowie die technischen und personellen Elemente des Systems zu definieren.[60] Bei der Planung wird der lang- und mittelfristige Informationsbedarf ermittelt wie auch benötigte Informationen beschafft, verarbeitet und bereitgestellt. Das Aufgabengebiet der Steuerung impliziert die Initiierung der Prozesse und deren Überwachung im gesamten System.[61]

In Anlehnung an die Begriffsbestimmung der Logistik als Flußorientierung in Kapitel 2.1.3 muß die Logistik unternehmensübergreifende Wertschöpfungsketten vom Lieferanten bis zum Endverbraucher beherrschen können, wobei die IuK-Systeme einen durchgängigen und medienbruchlosen Informationsaustausch gewährleisten müssen.[62] Infolgedessen stellen sie den entscheidenden kritischen Erfolgsfaktor dar,[63] so daß „the future success of logistics organizations will to a significant degree depend on how well they are able to evaluate, adopt and implement emerging information technologies“[64].

Im abzuschließenden Kapitel ist der Begriff Logistik eingehend untersucht worden. Dem Thema der Arbeit folgend wird in einem Zwischenschritt die für Electronic Commerce bedeutendste Kommunikationsplattform Internet explizit betrachtet.

3 Charakterisierung des Internet als Kommunikationsplattform des Electronic Commerce

3.1 Entwicklung und Definition des Internet

Die Wurzeln des Internet liegen wie bei der Logistik im militärischen Bereich und reichen bis in das Jahr 1969 zurück, in dem das ARPANET[65] eingeführt wurde.[66] Dieses erste Netzwerk verband zunächst vier Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen miteinander.[67] Alpar sieht in der damals neuartigen paketorientierten Datenübertragung des ARPANET den Grundstein für die Evolution des Internet gelegt.

Mit der Einführung des „Transmission Control Protocol/Internet Protocol“ (kurz: TCP/IP[68] ) in den Jahren 1973/74 ist ein weiterer Schritt in Richtung wachsender Verbindung der sich entwickelnden unabhängigen Netze erfolgt.[69] Bei der Konzeption dieses Protokolls sind neben der bereits erwähnten paketorientierten Datenübertragung zwei weitere Prämissen berücksichtigt worden.[70] Zum einen muß die Kommunikation über unterschiedliche physikalische Medien möglich sein, um eine Unabhängigkeit vom Übertragungsmedium zu gewährleisten. Zum anderen findet ein Datentransfer auf verschiedenen hardwaretechnologischen Netzwerken statt. Diese drei Prämissen wurden im Rahmen des TCP/IP-Protokolls erfolgreich umgesetzt, so daß diese einheitliche Basis eine Verbindung zwischen (lat.: „inter“) den bestehenden unabhängigen Teilnetzen erlaubt.[71] Daher wird das Internet oft auch als „Metanet“ oder als „Netz der Netze“ bezeichnet.[72] Allerdings dauerte es 10 Jahre, bis sich das TCP/IP-Protokoll zum alleinigen Standardprotokoll durchsetzte.[73] Daher wird von diversen Autoren das Jahr 1983 als die eigentliche Geburtsstunde des Internet angesehen.[74] Einen Meilenstein in der Entwicklung des Internet stellt die Implementierung des bisher komfortabelsten und leistungsfähigsten Dienstes dar, dem World Wide Web[75], das in Kapitel 3.2.1 explizit betrachtet wird.[76] Diesbezüglich ist zu konstatieren, daß keine Gleichsetzung des Internet mit dem WWW erfolgen darf, was fälschlicherweise in der Umgangssprache oftmals der Fall ist.[77]

Seit der Einführung des WWW im Jahr 1992 nutzen immer mehr private Anwender und Unternehmen das Internet, so daß eine Verlagerung der anfangs streng wissenschaftlich orientierten hin zu einer kommerziellen Anwendung stattfindet.[78] Die enorme Dynamik des neuartigen Mediums zeigt sich in der alle 100 Tage verdoppelten Menge an Datenvolumen und -verkehr sowie den rasant wachsenden Nutzerzahlen.[79] Diese stiegen in Deutschland zwischen 1997 und 1999 von 5,5 auf 9,4 Millionen an.[80] Für das Jahr 2002 wird bereits eine Zahl von 19,9 Millionen Nutzern prognostiziert. Für dieses explosionsartige Wachstum des Internet stellt Berres den Dienst WWW als entscheidenden Faktor heraus.[81]

3.2 Dienste im Internet

Neben den bisher angeführten WWW existieren noch verschiedene andere Dienste, wie z. B. Electronic Mail (kurz: E-Mail), FTP[82], Telnet[83] oder Gopher[84], im Internet.[85] Diese sind jedoch teilweise oder vollständig in das WWW integriert.[86] Da für den weiteren Verlauf der Arbeit lediglich die E-Mail und das WWW Relevanz besitzen, werden sie in den folgenden Ausführungen explizit dargestellt.

3.2.1 Electronic Mail

Electronic Mail ist die Übersetzung für elektronische Post und gilt als der am häufigsten genutzte und am weitesten verbreitete Dienst im Internet.[87] Die Elemente einer E-Mail
lassen sich ähnlich wie bei der Briefpost in zwei Teile zerlegen: Einen Nachrichtenteil (sog. Body), der neben Texten auch Dateien wie z. B. Musikstücke enthalten kann, und einen Umschlag (sog. Header) mit der Internet-Anschrift/E-Mail-Adresse.[88] In einem Mail-Server, der einen elektronischen Briefkasten darstellt, sind die erhaltenen bzw. zu versendenden E-Mails in Dateiform zu lesen oder zu bearbeiten.[89]

Ein bedeutender Vorteil der E-Mail gegenüber der traditionellen Briefpost ist in der wesentlich schnelleren Übermittlung zu sehen, da sie wenige Sekunden nach dem Versand im Mail-Server des Empfängers ankommt.[90] Ein weiterer Unterschied ist die geografische und zeitliche Unabhängigkeit, da ein Computer mit Internetzugang ausreicht, um eine E-Mail jederzeit und überall zu versenden und zu empfangen.[91] Auch bei einem Kostenvergleich schneidet die Briefpost wesentlich schlechter ab, denn bei einer E-Mail entstehen nur die Telefongebühren bis zum nächsten Einwahlpunkt.[92]

Kritisch anzumerken ist bei einer Kommunikation per E-Mail über die Unternehmensgrenzen hinaus, daß es für die sensiblen Unternehmensdaten bisher an Sicherheit mangelt.[93] Mit der Lösung dieses Problems durch elektronische Unterschriften, Authentifizierung und Autorisierung sieht Kauffels eine weitere Verdrängung der traditionellen Briefpost durch die E-Mail heranschreiten.[94]

3.2.2 World Wide Web

Der neben der E-Mail bedeutendste Dienst im Internet ist das WWW, welches ursprünglich Anfang der 90er Jahre am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf als ein globales Informationssystem für Hochenergiephysik entwickelt wurde, um einen einfacheren Zugriff auf Daten (z. B. Forschungsergebnisse) zu ermöglichen.[95] Wie im Kapitel 3.1 schon erwähnt, wurde das WWW 1992 der Internetgemeinde übergeben und befindet sich seitdem auf einem weltweiten Expansionskurs.[96] Berres bezeichnet es als „das Filetstück des Internet“, das sich als eine der wichtigsten technischen Innovationen unserer Zeit rasant durchsetzt.[97] Charakteristisch für das enorme Wachstum des WWW ist vor allem die einfache Benutzerführung durch Mausklick auf dem Bildschirm, die auch dem ungeübten Anwender eine sofortige Navigation ermöglicht.[98] Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist in der Plattformunabhängigkeit des Dienstes begründet.[99] Besonders hervorzuheben ist die Verwendung der Sprache HTML (Hypertext Markup Language) im WWW, die neben Texten eine Einbindung von Elementen wie Grafiken, Animationen, Video- und Soundsequenzen in HTML-Dokumente erlaubt.[100] Zusätzlich besteht durch Verweise (sog. „Hyperlinks“) die Möglichkeit, auf andere weiterführende Dokumente zuzugreifen.[101] Durch den Uniform Ressource Locator (URL) hebt sich das WWW wesentlich von den anderen Internetdiensten ab, da mit Hilfe eines eindeutigen Adressierungsschemas eine einzige, konsistente Benutzerschnittstelle geschaffen wird.[102] Durch diese wird die eingangs erwähnte Integration der anderen Dienste ermöglicht.[103]

Des weiteren hat das Informationsangebot im WWW gewaltig zugenommen und es bedarf Suchmaschinen (z. B. Alta Vista, Fireball oder Yahoo), die das „Metanet“ durchkämmen und es dadurch beherrschbar machen.[104] Allerdings sind die durch das WWW gebotenen Möglichkeiten teilweise problematisch, weil besonders Ton- und Videodokumente die Netze überaus stark beanspruchen.[105] Aus diesem Grund spricht man bei langen Wartezeiten infolge von Netzüberlastungen häufig vom „World Wide Wait“.[106]

3.3 Begriffliche Abgrenzung von Internet, Intranet und Extranet

Die in Kapitel 3.1 erfolgte Betrachtung des Internet im Zusammenhang mit dem TCP/IP-Protokoll wird in den folgenden Ausführungen durch die Übereinstimmungen und Unterschiede zum Intranet und Extranet komplettiert.

Das Intranet stellt ein Kommunikationsnetz innerhalb einer Unternehmung dar, dem die Internet-Technologie (TCP/IP-Protokoll) zugrunde liegt und sich dadurch an vorhandene DV-Infrastrukturen perfekt anpaßt.[107] Ziel bei der Errichtung eines „internen Internet“ ist ein effizienter Informationsaustausch zwischen Mitarbeitern, wobei das TCP/IP-Protokoll eine Anbindung auch von dezentral organisierten Mitarbeitern erlaubt.[108] Im Unterschied zum Internet, dessen Benutzung kein eigenes Kommunikationsnetz erfordert, benötigt das Intranet mindestens ein LAN[109].[110] Der Vorteil dieser lokalen Netzwerke ist die schnellere Datenübertragung als im Internet, wodurch eine höhere Qualität der datenintensiven Internetdienste (z. B. Teleconferencing) erreicht wird. Kauffels spricht in diesem Zusammenhang von einem „veredelten Internet“.[111] Ein weiterer Vorzug des geschlossenen Intranet gegenüber dem offenen Internet ist die vom Betreiber definierte Menge an Benutzern (Mitarbeiter des Unternehmens), wodurch sich Sicherheitsrisiken erheblich verringern bzw. ausschließen lassen. Allerdings bedeutet ein begrenzter Anwenderkreis nicht unbedingt eine geringe Anzahl von Nutzern, da z. B. die Firma Compaq Computer eines der größten Intranet mit rund 24.000 Benutzern weltweit betreibt.[112]

Ein Extranet zeichnet sich durch eine Kopplung des unternehmensinternen Informationssystems mit mindestens einem weiteren Intranet von Geschäftspartnern (z. B. Lieferanten, Kunden oder Logistik-Dienstleistern) über das weltweite Netzwerk Internet aus.[113] Vorteil des Extranet gegenüber dem Internet ist die höhere Sicherheit bei Transaktionen, da leistungsfähige Sicherheitskonzepte eingesetzt werden[114] und ein Zugang in die geschlossene Benutzergruppe nur über ein Paßwort möglich ist.[115]

Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß sich Internet, Intranet und Extranet hinsichtlich der Sicherheit und der Geschwindigkeit in der Datenübertragung unterscheiden, was in den verschiedenen Zugangsmöglichkeiten begründet liegt.[116]

Durch die drei dargestellten Konzeptionen, den starken Anstieg der Nutzerzahlen und den bereits existierenden Diensten gewinnt das Internet als IuK-Medium für die Unternehmen an Bedeutung. Daher wird im anschließenden Kapitel die Verbindung von Internet und Electronic Commerce ausführlich dargestellt.

4 Charakterisierung des Electronic Commerce

4.1 Begriff und Entwicklung des Electronic Commerce

In der wissenschaftlichen Literatur existiert eine Fülle von Definitonsansätzen für den Terminus Electronic Commerce.[117] Die prägnanteste aber dennoch umfassendste Charakterisierung ist: „Doing Business Electronically [...]“[118].

Die obige Definition gestattet eine Vielzahl von unterschiedliche Betrachtungsweisen. Dabei kann sowohl das Electronic Shopping als auch die komplexe Vernetzung zwischen Unternehmen unter dem Begriff Electronic Commerce subsumiert werden.[119] Letzterer Aspekt läßt sich in der Definition der KPMG wiederfinden: „Electronic Commerce ist ein Konzept zur Nutzung von bestimmten Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Integration und Verzahnung unterschiedlicher Wertschöpfungsketten oder unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse.“[120]

Die erwähnten IuK-Technologien können nach Muther in Plattformen (z. B. Internet[121] ) und Werkzeuge (z. B. E-Mail[122], WWW[123] ) untergliedert werden.[124] In den folgenden Ausführungen wird als IuK-Plattform explizit das Internet im Rahmen des Electronic Commerce betrachtet, da es sich aufgrund der exorbitanten Entwicklung der Nutzerzahlen als ein zentrales Medium eignet.[125]

Um einen wie im Kapitel 2.3 geforderten durchgängigen und medienbruchlosen Informationsaustausch im Unternehmen zu gewährleisten, müssen der Definition bisher nicht berücksichtigte interne Kommunikationsformen (z. B. Intranet) hinzugefügt werden.[126] Daher dient als Grundlage für eine zusammenfassende Beschreibung des Begriffs Electronic Commerce eine Studie von Roland Berger & Partners:

„Electronic Commerce is the exchange of information, services and goods through networks.“[127]

Bereits aus der oben erwähnten Vielzahl von Begriffsdefinitionen wird deutlich, daß es sich bei Electronic Commerce um einen noch sehr jungen Bereich handelt, der einem schnellen Wandel unterliegt.[128] Ein weiteres Indiz dafür sind die Prognosen hinsichtlich der Electronic Commerce-Umsätze für Deutschland, die eindrucksvoll belegen, warum im Rahmen dieser Arbeit von einer Electronic Commerce-Entstehung gesprochen wird. Wurden 1998 noch 0,4 Milliarden. DM im Bereich des Electronic Commerce umgesetzt, so ist im laufenden Jahr schon ein Umsatz von 2,9 Milliarden. DM erreicht.[129] Bis ins Jahr 2001 sollen die Umsätze auf über 27 Milliarden. DM anwachsen, was fast eine Verzehnfachung in nur zwei Jahren bedeuten würde. Daher kann sich der Meinung von Hermanns/Sauter angeschlossen werden, die Electronic Commerce zum jetzigen Zeitpunkt erst am Anfang seiner Entwicklung sehen.[130]

Hieran anknüpfend besitzt Electronic Commerce verschiedene Ausprägungsformen in Abhängigkeit von der Anzahl an Transaktionspartnern, auf die im nachfolgenden Abschnitt näher eingegangen wird.[131]

4.2 Grundmodelle der wirtschaftlichen Leistungskoordination im Rahmen des Electronic Commerce

Basierend auf den grundlegenden Koordinationsmodellen Hierarchie[132], Markt[133] und Unternehmensnetzwerk[134] wird zunehmend die wechselseitige Abstimmung zwischen Wirtschaftssubjekten durch IuK-Technologie unterstützt.[135] Unter dem Oberbegriff des Electronic Commerce bzw. der elektronischen Leistungskoordination erfolgt in den kommenden Abschnitten eine Charakterisierung der elektronischen Hierarchien, Märkte wie auch Unternehmensnetzwerke.

[...]


[1] Alt, 1997, S. 9

[2] Vgl. Aden, 1998, S. 18

[3] Skiera, 1999, S. 26

[4] Michael Dell ist Chairman und CEO des PC-Direktvertriebs DELL

[5] Vgl. ECIN, 1999c, S. 1

[6] o. V., 1999, S. 31

[7] Vgl. Weber, 1996, Sp. 1097

[8] Vgl. Diruf, 1993, S. 770; vgl. Ihde, 1997, S. 549

[9] Vgl. Bichler et al., 1994, S. 1; vgl. Diruf, 1993, S. 770

[10] Vgl. Hausotter, 1994, S. 7; vgl. Pfohl, 1996, S. 11

[11] Vgl. Isermann, 1994, S. 21

[12] Ebd.

[13] Vgl. Hessenberger/Krcal, 1997, S. 12

[14] Vgl. Weber/Kummer, 1998, S. 2

[15] Vgl. Hausotter, 1994, S. 9

[16] Vgl. Weber, 1996, Sp. 1097f.

[17] Vgl. Weber/Kummer, 1998, S. 9

[18] Vgl. Stabenau, 1998, S. 116

[19] Vgl. Weber/Kummer, 1998, S. 8f.

[20] Vgl. Göpfert, 1999, S. 55

[21] Vgl. Weber, 1999, S. 5

[22] Ebd., 1996, Sp. 1098

[23] Vgl. Weber/Kummer, 1998, S. 11; zitiert nach Lewis/Culliton/Steel, 1956

[24] Ebd., 1998, S. 14

[25] Vgl. Weber, 1993, S. 20

[26] Vgl. Göpfert, 1999, S. 55

[27] Vgl. Klaus, 1994, S. 333

[28] Vgl. Weber/Kummer, 1998, S. 15f.

[29] Koordination kann auf vier verschiedene Arten erfolgen und wird in einem ersten Schritt in eine technokratische und personenbezogene Sichtweise unterteilt (vgl. Weber, 1993, S. 23). In einer zweiten Ebene differenziert sich der technokratische Ansatzpunkt in Koordinationsmechanismen, die sich einerseits durch Programme und andererseits durch Pläne charakterisieren lassen; der Aspekt der personenbezogenen Koordination gliedert sich weiter in persönliche Weisungen und Teams auf.

[30] Einflußfaktoren können beispielsweise die Zahl der Fertigungsstufen, Materialarten, Produkte sowie die Arbeitsgänge pro Produkt sein (vgl. Weber, 1993, S. 21f.).

[31] Vgl. Weber, 1993, S. 21f.

[32] Ebd., S. 20ff.

[33] Vgl. Göpfert, 1999, S. 55

[34] Vgl. Weber, 1996, Sp. 1105

[35] Vgl. Weber/Kummer, 1998, S. 26

[36] Vgl. Weber, 1993, S. 17

[37] Ebd., vgl. Kummer, 1999, S. 34

[38] Vgl. Weber, 1993, S. 17

[39] Göpfert, 1999, S. 54

[40] Vgl. Göpfert, 1999, S. 54

[41] Vgl. Weber, 1993, S. 17

[42] Ebd., S. 19

[43] Vgl. Göpfert, 1999, S. 42

[44] Eine logistische Sekundärleistung ist beispielsweise eine Garantie kurzer Lieferzeit bei hoher Lieferzuverlässigkeit (vgl. Göpfert, 1999, S. 42).

[45] Vgl. Göpfert, 1999, S. 43

[46] Ebd., S. 42

[47] Pfohl, 1996, S. 12

[48] Vgl. Heiserich, 1997, S. 12

[49] Ebd., S. 13

[50] Ebd., S. 12

[51] Durch das Just-In-Time-Prinzip werden die benötigten Ressourcen erst dann bereitgestellt, wenn sie auch tatsächlich zur Verwendung kommen (vgl. Weber/Kummer, 1998, S. 16f.). Wesentlicher Vorteil dieses Bereitstellungsmanagements ist, daß Lagerbestände im Grenzfall auf Null reduziert werden.

[52] Vgl. Heiserich, 1997, S. 12

[53] Delfmann definiert ein System als „[...] ein aufeinander abgestimmtes Arrangement von personellen, organisatorischen und technischen Elementen“ (Delfmann, 1998a, S. 186).

[54] Vgl. Krieger, 1995, S. 9

[55] Als Strukturelemente eines logischen Abwicklungssystems lassen sich u. a. Material, Lager, Packmittel, Verkehrsmittel wie auch Personen charakterisieren (vgl. Krieger, 1995, S. 10). Ein logistisches Informationssystem beinhaltet Rechner, Datenbanken, Anwendungssoftware, Personen, Kommunikationsnetze usw. als wesentliche Elemente.

[56] Vgl. Krieger, 1995, S. 9f.

[57] Vgl. Lindner/Schröer, 1999, S. 552; vgl. Krieger, 1995, S. 9

[58] Vgl. Baumgarten/Wiegand, 1999, S. 796

[59] Augustin, 1998, S. 183

[60] Vgl. ebd.

[61] Ebd., S. 183f.

[62] Vgl. Scheer, 1999, S. 502f.

[63] Vgl. Krieger, 1995, S. 11

[64] Bowersox et al., 1992, S. 55

[65] Mitte der 60er Jahre gründete das US-Verteidigungsministerium die Behörde „Advanced Research Projekts Agency“ (ARPA), um eine neuartige Datenübertragungsmethode für militärische Zwecke zu entwickeln (vgl. Alpar, 1998, S. 14). Daraus ging 1969 das ARPANET hervor.

[66] Vgl. Sterne, 1995, S. 13f.

[67] Vgl. Alpar, 1998, S. 14

[68] Das TCP/IP-Protokoll setzt sich aus den zwei bekanntesten Internet-Protokollen zusammen (vgl. Alpar, 1998, S. 26). Das „Transmission Control Protocol“ (TCP) teilt im ersten Schritt die Daten in kleine Pakete auf, numeriert diese in einem zweiten und setzt in einem dritten Schritt die kleinen Datenpakete beim Empfänger in der richtigen Reihenfolge wieder zusammen. Aufgabe des „Internet Protocol“ (IP) ist es, die einzelnen Datenpakete zu adressieren und sie durch die einzelnen Netzwerke zu steuern.

[69] Vgl. Maczewski, 1996, S. 11

[70] Vgl. Alpar, 1998, S. 25

[71] Ebd.; vgl. Lampe, 1996, S. 21

[72] Vgl. Lampe, 1996, S. 21

[73] Vgl. Gilster, 1994, S. 18

[74] Ebd.; vgl. Alpar, 1998, S. 16

[75] Geläufige Abkürzungen für das World Wide Web sind WWW, Web oder W3 (vgl. Alpar, 1998, S. 98). Für weitere Betrachtungen in dieser Arbeit wird das Kürzel WWW verwendet.

[76] Vgl. Alpar, 1998, S. 17

[77] Vgl. Reinhardt, 1999, S. 155

[78] Vgl. Alpar, 1998, S. 18

[79] Vgl. Hermanns/Sauter, 1999a, S. 17

[80] Vgl. Abb. 9, S. 82

[81] Vgl. Berres, 1997, S. 8

[82] Das File Transfer Protocol (FTP) ist ein standardisiertes Verfahren zur Datenübertragung zwischen zwei Computern im Internet (vgl. Lampe, 1996, S. 12).

[83] Durch den Internet-Dienst Telnet kann auf einen anderen Computer zugegriffen werden, um dessen Ressourcen (z. B. den Drucker) zu nutzen (vgl. Krause, 1998, S. 61).

[84] Über Gopher kann auf einen fremden Rechner zugegriffen werden, um die dortigen Programme zu starten und zu nutzen (vgl. Petzke et al., 1998, S. 21).

[85] Vgl. Lampe, 1996, S. 11ff.

[86] Vgl. Alpar, 1998, S. 99, 102f.

[87] Ebd., 1998, S. 57

[88] Vgl. Alpar, 1998., S. 57f.; vgl. Petzke et al., 1998, S. 20

[89] Vgl. Lampe, 1996, S. 82

[90] Vgl. Krause, 1998, S. 61

[91] Vgl. Lampe, 1996, S. 82f.

[92] Ebd., S. 83

[93] Ebd., S. 84

[94] Vgl. Kauffels, 1998, S. 103

[95] Vgl. Bergmann, 1996, S. 3

[96] Vgl. Alpar, 1998, S. 98

[97] Vgl. Berres, 1997, S. 29

[98] Vgl. Alpar, 1998, S. 98f.

[99] Vgl. Berres, 1997, S. 31

[100] Vgl. Deutsch, 1999, S. 23; vgl. Krause, 1998, S. 60

[101] Vgl. Krause, 1998, S. 60

[102] Vgl. Alpar, 1998, S. 102

[103] Ebd., S. 102f.

[104] Ebd., S. 107f.

[105] Vgl. Lampe, 1996, S. 70

[106] Vgl. Berres, 1997, S. 31

[107] Vgl. Hoppe/Kracke, 1998, S. 399; vgl. o. V., 1997, S. 42

[108] Vgl. Deutsch, 1999, S. 17

[109] Ein LAN (Local Area Network) ist ein unternehmensinternes Netz (vgl. Kauffels, 1998, S. 112).

[110] Vgl. Alpar, 1998, S. 133

[111] Vgl. Kauffels, 1998, S. 113

[112] Vgl. Salb, 1999, S. 313

[113] Vgl. Sommergut, 1996, S. 9

[114] Vgl. Hoppe/Kracke, 1998, S. 399

[115] Vgl. Eckstein, 1999, S. 132

[116] Vgl. Hoppe/Kracke, 1998, S. 399; vgl. Abb. 13, S. 84

[117] Vgl. Deutsch, 1999, S. 6ff.

[118] Romm/Sudweeks, 1998, S. 1

[119] Vgl. Hermanns/Sauter, 1999a, S. 15

[120] KPMG, 1997a, S. 4

[121] Vgl. Kap. 3.1

[122] Vgl. Kap. 3.2.1

[123] Vgl. Kap. 3.2.2

[124] Vgl. Muther, 1999, S. 13

[125] Vgl. Bliemel/Fassott/Theobald, 1999, S. 2

[126] Vgl. KPMG, 1997b, S. 6

[127] Roland Berger & Partners, 1999, S. 13

[128] Vgl. Hermanns/Sauter, 1999c, S. 6

[129] Vgl. Abb. 10, S. 82

[130] Vgl. Hermanns/Sauter, 1999c, S. 6

[131] Vgl. Alt, 1998, S. 102

[132] Der primäre Betrachtungsgegenstand der Hierarchie ist eine Koordination durch Managemententscheidungen, welche sich auf Koordinationsmechanismen wie Weisungen, Regeln und Autorität in traditionellen Organisationsstrukturen von Unternehmen beziehen (vgl. Zbornik, 1996, S. 46, 52).

[133] Der Markt wird als der Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage erklärt, wobei der Preis die zentrale Steuerungsfunktion übernimmt (vgl. Seidel/Temmen, 1992, S. 128). Der Koordinationsmechanismus des Markts existiert hauptsächlich zwischen Unternehmen wie auch zwischen Unternehmen und Endkonsumenten (vgl. Schmid, 1999, S. 32).

[134] Ein Unternehmensnetzwerk ist eine meist längerfristige Zusammenarbeit zwischen gleichberechtigten Unternehmen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen (vgl. Zbornik, 1996, S. 48f.). Klassische Beispiele für Unternehmensnetzwerke sind Kooperationen, strategische Allianzen sowie Joint Ventures (ebd., S. 48).

[135] Vgl. Zbornik, 1996, S. 57

Ende der Leseprobe aus 99 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen des Electronic Commerce auf die Logistik eines Unternehmens
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1.7
Autor
Jahr
1999
Seiten
99
Katalognummer
V185488
ISBN (eBook)
9783668598348
Dateigröße
2917 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen, electronic, commerce, logistik, unternehmens
Arbeit zitieren
Markus Kreßmann (Autor), 1999, Auswirkungen des Electronic Commerce auf die Logistik eines Unternehmens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185488

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