In der vorliegenden Diplomarbeit wird gezeigt,wie die planungskoordinierende und –unterstützende Aufgabe des Controllings umgesetzt werden kann. Der stellvertretend ausgewählte Ausschnitt aus der operativen Unternehmensplanung - die Absatzplanung - wird am praktischen Beispiel der DeTeWe AG & Co. untersucht.Unter Verwendung der auf Microsoft Excel-basierenden Software MIS Alea wird dokumentiert, daß damit eine kostengünstige, innovative und wirtschaftlich sehr erfolgreiche Realisierung möglich ist.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 VORSTELLUNG DES UNTERNEHMENS
1.2 ZIELE DES PROJEKTS
2 INHALTLICHE GRUNDLAGEN
2.1 PLANUNG
2.1.1 Inhalt der Planung
2.1.2 Ebenen der Planung
2.1.3 Einordnung der Absatzplanung
2.2 CONTROLLING UND PLANUNG
2.2.1 Planungsaufgaben
2.2.2 Schritte und Verfahren der operativen Planung
2.3 SOFTWARE MIS ALEA
2.3.1 Datenbanktyp
2.3.2 Dimensionen, Hypercubes
2.3.3 Rules, Acceleratoren, Visual Basic-Skripte (VBA-Makros)
3 ISTANALYSE
3.1 UNTERNEHMENSSTRUKTUREN, SCHWERPUNKT ABSATZ
3.1.1 Bereichsgliederung der Vertriebe
3.1.2 Vertriebsstruktur
3.1.3 Internes Verrechnungssystem
3.2 PLANUNGSABLAUF
3.2.1 Aufbauorganisation
3.2.2 Ablauforganisation der Planung
3.2.3 Vorhandene Planungswerkzeuge
3.3 SCHWACHSTELLENANALYSE
3.3.1 Aufgedeckte Veränderungspotentiale und Probleme
3.3.2 Abgeleiteter Änderungsbedarf und Lösungsansätze
4 KONZEPTION UND REALISIERUNG DER INTEGRIERTEN PLANUNG BEI DETEWE
4.1 ANFORDERUNGSKATALOG
4.1.1 Allgemeine Anforderungen
4.1.2 Spezielle Funktionsanforderungen durch DeTeWe
4.1.3 Wünsche von der Anwenderebene (Funktionsbereiche)
4.1.4 Anforderungen durch den Mutterkonzern
4.2 SOLLKONZEPT
4.2.1 Eingaben zur vernetzten Absatzplanung
4.2.2 Vernetzung zu anderen Teilplänen
4.2.3 Funktionsumfang
4.2.4 Benutzerschnittstelle
4.3 DATENMODELL
4.3.1 Überblick über das Gesamtmodell der Projektphase I
4.3.2 Gestaltung der verwendeten Dimensionen in MIS Alea
4.3.3 Alea Hypercubes zur Absatzplanung
4.3.4 Vernetzung in Alea
4.3.5 Import der Istdaten
4.3.6 Anpassungen für die Front-End-Schnittstelle
4.4 ZUGRIFFSBERECHTIGUNGSKONZEPT
5 EINSATZ DES PLANUNGSTOOLS BEI DETEWE
5.1 REALISIERUNG DER OBERFLÄCHEN FÜR DIE DATENEINGABEN
5.2 ANBINDUNG DER SYSTEMBENUTZER AN DAS PLANUNGSWERKZEUG
5.3 BEWERTUNG DES TOOL GEMESSEN AN DEN VERSCHIEDENEN ANFORDERUNGEN
6 AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, die dezentrale und uneinheitliche Absatzplanung der DeTeWe AG & Co. durch die Konzeption und Realisierung eines vernetzten, computergestützten Planungstools auf Basis von MIS Alea in eine einheitliche Umgebung zu überführen und damit die Qualität sowie Effizienz des Planungsprozesses nachhaltig zu steigern.
- Entwicklung eines integrierten Planungswerkzeuges zur operativen Unternehmensplanung.
- Vernetzung planender Unternehmensbereiche durch eine gemeinsame Planungsdatenbank.
- Implementierung eines rollierenden Forecasts über zwölf Monate.
- Optimierung der Datenerfassung durch SAP R/3 Schnittstellen und Automatisierung von Planungsfunktionen.
- Sicherstellung der Datenkonsistenz und Transparenz im Controlling-Berichtswesen.
Auszug aus dem Buch
2.1 Planung
Ein Leitsatz für Führungskräfte besagt: „Planung ist Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum.“ Warum wird dann überhaupt geplant? Auch wenn die Planung einem Irrtum gleichkommt, besteht anschließend die Möglichkeit, aus den begangenen Fehlern zu lernen. Diese können bei anschließenden Analysen der Planung und Vergleichen mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen ermittelt werden. Eine Planung ohne Kontrolle wäre sinnlos, denn es könnten keine Erkenntnisse gewonnen werden. Die gemachten Erfahrungen, sofern sie genutzt werden, verbessern sukzessiv die folgenden Planungen, wodurch die Unsicherheit in einer Unternehmung verringert werden kann. Bei weniger Unsicherheit können geringere Reserven gehalten werden, dadurch werden die Ressourcen effizienter genutzt und der Unternehmenserfolg kann gesteigert werden.
Neben dem Versuch das Eintreten unbeeinflußbarer Ereignisse vorherzusagen, soll die betriebliche Planung auch die beeinflußbaren Anteile der Unternehmensentwicklung durch vorgegebene Ziele steuern. An der Einhaltung dieses Fahrplanes kann das Unternehmen und seine Planung bewertet werden. Die betriebliche Planung besitzt eine Fahrplan- und Meßlattenfunktion. Zudem dient sie der Information, Koordination und Motivation im Unternehmen.
Im Laufe der Zeit haben Wissenschaft und Praxis zum Zweck der Planung eine Vielzahl von Instrumenten und Methoden entwickelt, die ihre Genauigkeit und damit den Unternehmenserfolg verbessern sollen. Doch letztlich hängt die Effizienz und Effektivität der Planung nicht nur von der Güte der verwendeten Instrumente, sondern auch von der Gestaltung des Planungsablaufs ab. Der Bedeutung, die dem Planungsablauf zukommt, soll das Projekt Planungstool Rechnung tragen. Es geht im folgenden um die Entwicklung eines Werkzeuges, das vor allem die Struktur und den Ablauf der Planung verbessern soll. Als Bestandteil eines Planungssystems, das gewissen allgemeinen Anforderungen genügen muß, sollte ein Planungstool diese erfüllen oder zur Erfüllung beitragen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert den Anlass des Projekts zur Schaffung eines einheitlichen Planungstools im Controlling der DeTeWe und beschreibt die Unternehmenshistorie sowie die Zielsetzung der Diplomarbeit.
2 INHALTLICHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel vermittelt die theoretischen Rahmenbedingungen zu Planung, Controlling und der Software MIS Alea als technologische Basis für das Projekt.
3 ISTANALYSE: Hier werden die existierenden Organisationsstrukturen, der Planungsablauf und die Schwachstellen im bestehenden Planungssystem der DeTeWe detailliert analysiert.
4 KONZEPTION UND REALISIERUNG DER INTEGRIERTEN PLANUNG BEI DETEWE: Dieses Kapitel stellt den Anforderungskatalog sowie die technische Konzeption, das Datenmodell und das Zugriffskonzept des neu entwickelten Planungstools vor.
5 EINSATZ DES PLANUNGSTOOLS BEI DETEWE: Hier wird die Implementierung der Benutzeroberflächen, die Anbindung der Benutzer und eine kritische Bewertung der Zielerreichung basierend auf den definierten Anforderungen vorgenommen.
6 AUSBLICK: Das letzte Kapitel skizziert notwendige zukünftige Administrationstätigkeiten sowie geplante Erweiterungen für weitere Projektphasen und fasst den wirtschaftlichen Nutzen zusammen.
Schlüsselwörter
Absatzplanung, Controlling, MIS Alea, Unternehmensplanung, IT-Systemanalyse, SAP R/3, Planungstool, Operative Planung, Datenmodell, Deckungsbeitragsrechnung, Rolling Forecast, DeTeWe, Systemgeschäft, Datenbank, Vernetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Einführung eines computergestützten Planungswerkzeuges zur Unterstützung der operativen Absatzplanung bei der DeTeWe AG & Co.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Planung und des Controllings, die Systemanalyse bestehender Abläufe sowie die technische Konzeption und Implementierung einer mehrdimensionalen Planungsdatenbank.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist die Ablösung uneinheitlicher, dezentraler Planungsmethoden durch ein integriertes, vernetztes Planungstool, das die Qualität, Aktualität und Transparenz der Planungsdaten erhöht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Systemanalyse nach dem Phasenschema Istanalyse, Sollkonzept und Datenmodell durchgeführt, ergänzt durch einen iterativen "Rapid Prototyping"-Ansatz zur Entwicklung des Planungssystems.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Istanalyse, die daraus abgeleitete Konzeption des Sollzustands, das technische Datenmodell mittels MIS Alea sowie die praktische Realisierung und Bewertung des Planungstools.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Schlagworte Absatzplanung, Controlling, MIS Alea, operative Unternehmensplanung und Systemanalyse definieren.
Wie wurde das Mietgeschäft in der Planung abgebildet?
Das Mietgeschäft wurde betriebswirtschaftlich durch eine spezielle Dimension innerhalb des Planungstools abgebildet, bei der neue Mietverträge zum Nettobarwert wie Umsätze erfasst und über Kennzeichen in die Mietergebnisrechnung integriert werden.
Welche Rolle spielen "TK-Musteranlagen" in der Absatzplanung?
Sie dienen als Repräsentanten für das individuelle Systemgeschäft, um mit einem integrierten Konfigurator Material- und Kapazitätsbedarf für verschiedene Anlagen-Größenordnungen planbar zu machen.
- Citation du texte
- Thorsten Irgang (Auteur), 2000, Entwicklung eines computergestützten Werkzeuges zur vernetzten Absatzplanung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185579