Das Personalmarketing beinhaltet die Forderung, die Bedürfnisse der vorhandenen und zukünftigen Mitarbeiter in den Mittelpunkt der unternehmerischen Überlegungen zu stellen. Dies ist von großer Bedeutung, da besonders qualifizierte Führungskräfte Mangelware auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind. Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit wird es sein, die Bedeutung des Mediums Internet für das Personalmarketing darzulegen und die verschiedenen Erfolgsfaktoren des Persoanlmarketings im Internet herauszuarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1 Motivation
2 Das Personalmarketing
2.1 Die Entwicklung des Begriffs Personalmarketing
2.1.1 Der Grundgedanke des Personalmarketings
2.1.2 Ausgewählte Ansätze des Personalmarketings
2.1.3 Das aktuelle Verständnis des Personalmarketings
2.1.3.1 Personalmarketing als externe Kommunikation mit dem Arbeitsmarkt
2.1.3.2 Ablehnung eines eigenen Begriffs „Personalmarketing“
2.1.3.3 Personalmarketing als umfassendes Denk- und Handlungskonzept
2.2 Differenzierungsinstrumente auf dem Arbeitsmarkt
2.2.1 Die Unternehmenskultur
2.2.1.1 Grundannahmen der Unternehmenskultur
2.2.1.2 Kollektive Werte der Unternehmenskultur
2.2.1.3 Artefakte der Unternehmenskultur
2.2.2 Die Corporate Identity
2.2.2.1 Die Corporate Communication
2.2.2.2 Das Corporate Design
2.2.2.3 Das Corporate Behavior
2.2.3 Das Personalimage
2.2.3.1 Das Unternehmens- und Branchenimage
2.2.3.2 Das Image der vorherrschenden Berufsgruppen
2.2.3.3 Das Image des Standortes und der Region
2.2.3.4 Imagebildende personalpolitische Parameter
2.3 Die effektive Personalmarketingkonzeption
2.3.1 Ziele der Personalmarketingkonzeption
2.3.2 Strategien der Personalmarketingkonzeption
2.3.2.1 Die Arbeitsmarktsegmentierung
2.3.2.2 Die Zielmarktdefinition
2.3.2.3 Die Arbeitsmarktpositionierung
2.3.3 Der Instrumenten-Mix der Personalmarketingkonzeption
2.3.3.1 Die Produktpolitik im Personalmarketing
2.3.3.2 Die Preispolitik im Personalmarketing
2.3.3.3 Die Distributionspolitik im Personalmarketing
2.3.3.4 Die Kommunikationspolitik im Personalmarketing
3 Das Internet als Medium des externen Personalmarketings
3.1 Die Zielgruppen des Personalmarketings im Internet
3.1.1 Die neue Wirtschaftsintelligenz
3.1.1.1 Die Internationalisierung
3.1.1.2 Die Absolventenlücke
3.1.1.3 Die demographische Erblast
3.1.1.4 Die Selbstständigkeit
3.1.1.5 Das Know-how
3.1.2 Die Zielgruppe der Führungskräfte und des Führungskräftenachwuchses
3.1.3 Die Zielgruppe der High-Potentials
3.2 Die Vorzüge des Personalmarketings im Internet
3.2.1 Die Zeitersparnis
3.2.2 Die Kostenersparnis
3.2.3 Die Aktualität
3.2.4 Die Reichweite
3.2.5 Die Verfügbarkeit
3.2.6 Die Zielgruppenorientierung
3.2.7 Die Informationsbeschaffung
3.2.8 Die Vorselektion
3.3 Anwendungsmöglichkeiten des Personalmarketings im Internet
3.3.1 Die Karriere-Seiten der firmeneigenen Homepage
3.3.2 Die elektronischen Stellenmärkte
3.3.2.1 Kommerzielle Stellenbörsen
3.3.2.2 Nicht kommerzielle Stellenbörsen
3.3.3 Newsgroups
3.3.4 Das Direktmailing
3.3.5 Die Virtual Community
3.3.6 Virtuelle Assessments
3.3.6.1 Das Self-Assessment
3.3.6.2 Das Online-Assessment
3.3.6.3 Das virtuelle Bewerberspiel
3.3.6.4 Das virtuelle Planspiel
3.3.6.5 Das virtuelle Assessment Center
4 Der Erfolg von Personalmarketing im Internet
4.1 Erfolgsfaktoren des Personalmarketings im Internet
4.1.1 Erfolgsfaktoren der Karriere-Seiten der firmeneigenen Homepage
4.1.1.1 Die Auffindbarkeit
4.1.1.2 Der Informationsgehalt
4.1.1.3 Die Interaktivität
4.1.1.4 Die Navigation
4.1.1.5 Die Präsentation
4.1.1.6 Die Technik und Sicherheit
4.1.1.7 Der Zusatznutzen
4.1.2 Erfolgsfaktoren der kommerziellen Stellenbörsen
4.1.2.1 Die Reichweite
4.1.2.2 Die Qualität
4.1.2.3 Die Benutzerfreundlichkeit
4.1.2.4 Die Zielgruppenorientierung
4.1.2.5 Der Funktionsumfang
4.2 Praxisbeispiele zur Veranschaulichung des Erfolgs von Personalmarketing im Internet
4.2.1 Die Karriere-Seiten auf der Homepage der Deutschen Bank AG
4.2.2 Die kommerzielle Stellenbörse der Jobs & Adverts AG
4.2.3 Das virtuelle Bewerberspiel der Siemens AG
4.2.4 Das virtuelle Assessment Center der ZF Friedrichshafen AG
5 Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die strategische Bedeutung und die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Personalmarketings im Internet. Dabei steht im Zentrum, wie Unternehmen durch digitale Instrumente im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und Führungskräfte („War for Talent“) bestehen und ein attraktives Arbeitgeberimage aufbauen können.
- Theoretische Fundierung des Personalmarketing-Konzepts
- Analyse der Zielgruppen und deren Anforderungen im Arbeitsmarkt
- Vorzüge und Instrumente der Internet-basierten Personalgewinnung
- Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren für Webauftritte und Stellenbörsen
- Veranschaulichung durch Praxisbeispiele renommierter Unternehmen
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Ausgewählte Ansätze des Personalmarketings
Ende der 60er Jahre herrschte aufgrund des wirtschaftlichen Wachstums in der Bundesrepublik Deutschland eine Verknappung von Arbeitskräften, so dass sich der Arbeitsmarkt, verstanden aus Sicht der Unternehmungen, von einem Käufermarkt zu einem Verkäufermarkt wandelte. Da Marketing immer dort intensiviert wird, wo Knappheit herrscht, haben die Unternehmen aufgrund des Arbeitskräfteengpasses den Marketinggedanken auf das Personalwesen übertragen. Das Personalmarketing entwickelte sich daher aus der Notwendigkeit heraus, intensive Personalwerbung zu betreiben (vgl. Gaugler (1990, S. 77)).
Anfang der 70er Jahre publizierten von Eckardstein, Schnellinger (1971) eine der ersten Monographien zur Thematik des Personalmarketings. Hierbei wird der Begriff als grundlegende personalwirtschaftliche Denkhaltung verstanden, bei der humanitäre Aspekte im Vordergrund stehen (vgl. Schmidbauer (1975, S. 23)). Von Eckardstein, Schnellinger (1975, Sp. 1596 f.) begründen diese Auffassung durch die Anreiz-Beitrags-Theorie und erläutern die Grundzüge dieser Theorie so, dass „...eine Organisation ihren Mitgliedern mindestens so hohe Anreize bieten muß, daß sie bereit sind, ihr zukünftig weiterhin anzugehören und einen Beitrag zur Erreichung ihrer Ziele zu leisten. Indem es der Unternehmung gelingt, genügend wirksame Anreize für ihre Mitarbeiter zu geben, schafft sie sich eine besondere Stellung auf dem weithin anonymen Personalmarkt; sie baut sich durch Differenzierung von den Wettbewerbern einen Firmenmarkt auf, auf dem sie der Machtposition der Mitarbeiter als den Nachfragern ein Gegengewicht in Gestalt ihrer spezifischen, auf diese Bezugsgruppe zugeschnittenen Leistungen entgegensetzen kann.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Motivation: Diese Einleitung skizziert die Notwendigkeit des Personalmarketings im Internet angesichts des Wettbewerbs um qualifizierte Fachkräfte und definiert den Aufbau der Arbeit.
2 Das Personalmarketing: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen des Personalmarketings, beleuchtet verschiedene Begriffsauffassungen sowie Differenzierungsinstrumente wie Unternehmenskultur und Corporate Identity.
3 Das Internet als Medium des externen Personalmarketings: Hier werden die Zielgruppen und spezifischen Vorteile der digitalen Personalgewinnung sowie die technischen Anwendungsmöglichkeiten von Homepages bis zu virtuellen Assessments detailliert beschrieben.
4 Der Erfolg von Personalmarketing im Internet: Dieses Kapitel identifiziert kritische Erfolgsfaktoren für Karriere-Websites und Stellenbörsen und illustriert diese anhand von Fallbeispielen aus der Wirtschaft.
5 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz des digitalen Personalmarketings zusammen und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Optimierung für den zukünftigen Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Personalmarketing, Internet, Recruiting, Employer Branding, Unternehmenskultur, Corporate Identity, Personalimage, High-Potentials, Electronic Recruiting, Stellenbörsen, Online-Assessment, Personalgewinnung, Karriere-Website, Web-Recruiting, War for Talent
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Einbindung des Internets als Instrument im modernen Personalmarketing, um als Unternehmen im Wettbewerb um Talente attraktiv aufzutreten.
Welche Themenfelder sind zentral?
Zentral sind die theoretische Herleitung von Personalmarketing, die Analyse spezifischer Zielgruppen (wie High-Potentials), die Funktionen von Karriere-Websites sowie der Erfolg von Online-Stellenbörsen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Bedeutung des Internets für das Personalmarketing aufzuzeigen, verschiedene Anwendungen zu klassifizieren und die kritischen Erfolgsfaktoren für den Unternehmenserfolg in diesem Bereich zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literatur- und Theorieanalyse sowie der Auswertung von Studien und Praxisbeispielen, um die Effektivität digitaler Rekrutierung zu belegen.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition, die Analyse des Internets als Rekrutierungskanal sowie eine detaillierte Ausarbeitung der Erfolgsfaktoren (z.B. Auffindbarkeit, Interaktivität) inklusive Praxisbeispielen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Personalmarketing, Electronic Recruiting, Employer Branding, High-Potentials und Erfolgsfaktoren im E-Recruiting.
Was macht das "virtuelle Assessment Center" der ZF Friedrichshafen AG besonders?
Es dient als innovatives Beispiel, wie Unternehmen durch mehrstufige Online-Prozesse und kreative Aufgaben in virtuellen Teams eine hochqualitative Vorauswahl von Trainees treffen können.
Wie unterscheidet sich das "virtuelle Bewerberspiel" der Siemens AG von einer Standard-Bewerbung?
Es verlagert den Bewerbungsprozess in eine spielerische Cyber-Umgebung, in der Kandidaten durch das Lösen von komplexen, englischsprachigen Problemen ihre Kompetenzen unter Beweis stellen und dabei ihre eigenen Profile schärfen.
- Quote paper
- Bettina Lämke (Author), 2001, Der Erfolg von Personalmarketing im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185611