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Der Börsengang der Siemens AG in den USA März 2001

Titel: Der Börsengang der Siemens AG in den USA März 2001

Diplomarbeit , 2001 , 92 Seiten , Note: 2.0999999

Autor:in: Oliver Wolschon (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heutigen Zeit nutzen viele der börsennotierten Unternehmen zu-nehmend die internationalen Kapitalmärkte um Investitionen zu finanzieren und neue Kapitalquellen zu erschließen. Auch die Aussage, dass hocheffiziente Kapitalmärkte den wirtschaftlichen Nutzen mehren und Arbeitsplätze schaffen, findet in großem Maße Befürworter. Sich von der Abhängigkeit eines Kapitalmarktes zu lösen beziehungsweise diese zu verringern, ist ein Hauptgrund für viele große Unternehmen sich an ausländischen Kapitalmärkten zu etablieren.

Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung konnten Kenntnisse über internationale Finanzplätze und der dort geltenden Bedingungen erlangt werden, welche notwendigerweise zum Überleben der Gesellschaften da-zugehörten. Das dabei die US – Börsen im Mittelpunkt stehen, lässt sich auch aus dem Eingangs angeführten Zitat erahnen. Aufgrund dessen, dass die US Börsen eine wesentlich höhere Marktkapitalisierung als andere Börsen der Welt vorweisen, gehören diese auch mit der Anzahl der notierten Gesellschaften an die Spitzenposition.

Viele Gesellschaften entschlossen sich an diesem Markt Fuß zu fassen. Als erstes deutsches Unternehmen hatte sich Daimler Benz den Zugang zum größten Kapitalmarkt der Welt eröffnet, deren Aktie wurde im Jahr 1993 zum ersten Mal an der NYSE gehandelt. Innerhalb des 10 Punkte Programms, welches 1998 entworfen wurde, entschloss sich auch Siemens in New York an die Börse zu gehen.

Auf die Frage, welche Motive sich hinter dem Börsengang in den USA verbargen, bekamen wir von dem Projektleiter des New York Listing Programms Herrn Thomas Krug folgende Aussage:

„... Das durchgeführte Listing eröffnet der Siemens AG wesentlich bessere Finanzierungsmöglichkeiten. Durch die Aktie als Akquisitionswährung hat man Vorteile schneller, billiger und reibungsloser zukünftige Unternehmenszusammenschlüsse umzusetzen. Zudem erreicht man einen enorm hohen Bekanntheitsgrad nicht nur in den USA, auch die „World Media Präsenz“ profitiert durch dieses Vorhaben. Da ein in den USA gelistetes Unternehmen eine hohe Sicherheit darstellt (sehr strenge Zulassungsbedingungen), ist schnell verständlich warum das Image einer Unternehmung positiv beeinflusst wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER US - AMERIKANISCHE KAPITALMARKT

2.1. WARUM NYSE?

3. ZIELE UND VORTEILE EINES BÖRSENGANGS IN DEN USA

3.1. FINANZIERUNGSPOLITISCHE ZIELE:

3.1.1. Breitere Aktionärsbasis

3.1.2. Geringere Volatilität

3.1.3. Zukünftige Akquisitionsmöglichkeiten

3.2. MARKTPOLITISCHE ZIELE

3.2.1. Erhöhung der Visibilität von Siemens

3.2.2. Marktauftritt / Prestige

3.3. PERSONALPOLITISCHE ZIELE

3.3.1. Mitarbeiterbeteiligungen

4. NACHTEILE EINES BÖRSENGANGS IN DEN USA

5. AMERICAN DEPOSITARY RECEIPT

5.1. ADRS ALLGEMEIN

5.2. SIEMENS ADR

6. US - GAAP

6.1. EINFÜHRUNG VON US - GAAP BEI DER SIEMENS AG

6.1.1. Einführung von US - GAAP

6.1.2. Gründe für die Einführung von US - GAAP bei Siemens

6.1.3. Auswirkungen von US - GAAP auf die Unternehmensführung

6.2. VERGLEICH HGB MIT US - GAAP

6.2.1. Ziele von US - GAAP

6.2.2. Gesetzliche Grundlagen

6.2.3. Institutionen

6.3. REGISTRIERUNGS- UND BERICHTSPFLICHTEN

6.3.1. Registrierung

6.3.2. Das 20F - Formular

6.4. LANGFRISTIGE AUFTRAGSFERTIGUNG

6.4.1. Grundlagen und Vorgehensweise

6.4.2. Percentage-of-completion method

7. DER WEG FÜR SIEMENS AN DEN US-KAPITALMARKT

7.1.1. Der Unterschied des Auktionsmarkts NYSE zu Händlermärkten

7.1.2. Welchen Ansprüchen muss eine Firma gerecht werden um am NYSE listen zu dürfen

8. DIE VORBEREITUNG DES LISTING - PROZESSES

9. DIE MANAGEMENT STRUKTUR DES LISTING - PROJEKTES

10. DIE ROLLE DES BERATERS FÜR DAS LISTING

11. DER LISTING PROZESS IM ÜBERBLICK

12. ANFORDERUNGEN AN DAS MARKETING UND INVESTOR RELATIONS AM US-KAPITALMARKT

13. DIE ZEREMONIE DES LISTINGS UND DER ERSTE TAG DES HANDELS AN DER NYSE

14. VERÄNDERUNG DER UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION DURCH DAS LISTING

15. MARKTWERTERMITTLUNG

15.1. MARKTWERTERMITTLUNG DURCH DISCOUNTED - CASH - FLOW - VERFAHREN

15.1.1. Entity-Approach (Bruttoverfahren) auf Basis von Free-Cash-Flows

15.1.2. Bruttoverfahren (Entity-Approach) auf Basis von Total Cash-flows

15.1.3. Nettoverfahren (Equity Approach)

15.1.4. Adjusted Present Value-Verfahren

15.2. PRAKTISCHE ANWENDUNG DES BRUTTOVERFAHRENS (ENTITY-APPROACH) AUF BASIS VON FREE - CASH - FLOWS AM BEISPIEL DER SIEMENS AG

15.2.1. Aktueller Marktwert

15.2.2. Prognose über den zukünftigen Marktwert

15.3. NORMAL CASE

15.4. WORST CASE

15.5. BEST CASE

16. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die strategischen Motive, den Vorbereitungsprozess und die regulatorischen Auswirkungen des Börsengangs der Siemens AG an der New York Stock Exchange (NYSE). Im Fokus steht dabei die Transformation der Berichterstattung durch die Umstellung auf US-GAAP sowie die ökonomische Bewertung des Unternehmens mittels verschiedener Discounted-Cash-Flow-Verfahren.

  • Analyse der Beweggründe für ein Listing in den USA (Finanzierung, Image, Mitarbeiterbeteiligung)
  • Vergleich der Rechnungslegungsstandards (HGB vs. US-GAAP) und deren Einfluss auf die Unternehmensführung
  • Detaillierte Darstellung des Listing-Prozesses und der Rollenverteilung innerhalb der Projektstruktur
  • Methodische Marktwertermittlung unter Berücksichtigung verschiedener wirtschaftlicher Szenarien

Auszug aus dem Buch

Der US - amerikanische Kapitalmarkt

Der US-amerikanische Kapitalmarkt ist nach den Umsätzen und der Zahl der notierten Unternehmen mit Abstand der größte in der Welt. Dabei sind die drei großen Börsen NYSE (New York Stock Exchange), NASDAQ (National Association of Security Dealers Automated Quotation System) und AMEX (American Stock Exchange) die eindeutig Dominierenden.

Um diese riesigen Kapitalmärkte verwalten und regulieren zu können, mussten entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die enorm hohe Akzeptanz die hier der Kapitalanlage in Aktien entgegengebracht wird, ist zum einen durch eine höhere Risikereitschaft (als vergleichsweise in Deutschland) und zum anderen durch die SEC (Security Exchange Commission) begründet.

Zum Ersten sind die amerikanischen privaten und institutionellen Anleger sehr stark an neuen ausländischen Werten interessiert, um ihr Portfolio auch international zu streuen. Vor allem Pensionsfonds, aber auch private Anleger, die in den USA in weitaus höherem Maße für die persönliche Vermögensbildung und private Altersvorsorge in Aktien investieren, kennen die langfristigen Vorteile eines international breit diversifizierten Portfolios.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung des Zugangs zu internationalen Kapitalmärkten und die spezifische Entscheidung der Siemens AG, sich an der NYSE listen zu lassen.

DER US - AMERIKANISCHE KAPITALMARKT: Dieses Kapitel beschreibt die enorme Bedeutung, Größe und regulatorische Struktur des US-Kapitalmarktes, geprägt durch Institutionen wie die SEC.

ZIELE UND VORTEILE EINES BÖRSENGANGS IN DEN USA: Hier werden die wesentlichen Motive wie Finanzierung, erhöhte Visibilität durch Marketingeffekte und die Nutzung der Aktie als Akquisitionswährung detailliert erörtert.

NACHTEILE EINES BÖRSENGANGS IN DEN USA: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen wie hohe Marketingkosten, strikte rechtliche Anforderungen und den erhöhten Zeitaufwand für das Management.

AMERICAN DEPOSITARY RECEIPT: Es wird die technische Umsetzung des Listings mittels ADR-Programmen und die verschiedenen Level der Notierung erläutert.

US - GAAP: Dieses umfangreiche Kapitel erläutert die Umstellung auf US-amerikanische Rechnungslegungsstandards, die Unterschiede zum HGB sowie die Rolle maßgeblicher Institutionen wie FASB und SEC.

DER WEG FÜR SIEMENS AN DEN US-KAPITALMARKT: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Voraussetzungen für ein NYSE-Listing sowie die Unterschiede zwischen Auktions- und Händlermärkten.

DIE VORBEREITUNG DES LISTING - PROZESSES: Die notwendigen Schritte, von der Erfüllung der Standards bis zur SEC-Registrierung, werden hier Schritt für Schritt dargelegt.

DIE MANAGEMENT STRUKTUR DES LISTING - PROJEKTES: Dieses Kapitel beschreibt die organisatorische Aufstellung, inklusive der Bildung von Steering Committees und verschiedenen Working Groups.

DIE ROLLE DES BERATERS FÜR DAS LISTING: Hier wird das Aufgabenprofil externer Berater bei der Koordination und Umsetzung des Listing-Projekts definiert.

DER LISTING PROZESS IM ÜBERBLICK: Eine Zusammenfassung der zeitlichen Abfolge von der Vorbereitung bis zum Post-Listing.

ANFORDERUNGEN AN DAS MARKETING UND INVESTOR RELATIONS AM US-KAPITALMARKT: Dieses Kapitel widmet sich der professionellen Vermarktung gegenüber institutionellen Investoren und der strategischen IR-Arbeit.

DIE ZEREMONIE DES LISTINGS UND DER ERSTE TAG DES HANDELS AN DER NYSE: Eine Beschreibung des symbolischen Aktes und der Bedeutung des ersten Handelstages an der Wall Street.

VERÄNDERUNG DER UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION DURCH DAS LISTING: Die Auswirkungen auf die Transparenz und die Frequenz der Berichtspflichten werden hier analysiert.

MARKTWERTERMITTLUNG: Das Kapitel bietet eine fundierte methodische Bewertung der Siemens AG mittels verschiedener Discounted-Cash-Flow-Ansätze unter Anwendung der Value-Driver nach Rappaport.

FAZIT: Das Fazit fasst die bisherigen Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Kurschancen sowie die strategische Positionierung der Siemens AG.

Schlüsselwörter

Siemens AG, NYSE, US-GAAP, ADR, Kapitalmarkt, Listing, Börsengang, Investor Relations, Marktwertermittlung, Discounted-Cash-Flow, Free-Cash-Flow, Unternehmensführung, SEC, Finanzierung, Shareholder Value

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Fallstudie grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Börsengang (das Listing) der Siemens AG an der New York Stock Exchange im März 2001, inklusive der strategischen Motive und der damit verbundenen organisatorischen Veränderungen.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?

Zentral sind die Umstellung auf US-GAAP, der organisatorische Prozess des Listings (Steering Committees, Working Groups), die Methodik der Marktwertermittlung und die strategische Neuausrichtung in den USA.

Was war das primäre Ziel des Siemens-Listings?

Das Hauptziel war die Erschließung des amerikanischen Kapitalmarktes, um eine Akquisitionswährung zu erhalten, die Visibilität der Marke zu erhöhen und die Finanzierungsmöglichkeiten langfristig zu verbessern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Bewertung herangezogen?

Die Arbeit nutzt hauptsächlich Discounted-Cash-Flow-Verfahren (Entity-Ansatz, Nettoverfahren, APV-Verfahren) und stützt sich dabei auf die Value-Driver nach Rappaport.

Was wird im umfangreichen Hauptteil thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des US-Kapitalmarktes, die Bilanzierungsumstellung auf US-GAAP, die detaillierte Planung und Strukturierung des Projektes sowie die konkrete Wertermittlung durch verschiedene Zukunftsszenarien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die ADRs (American Depositary Receipts), die Rolle der SEC, die langfristige Auftragsfertigung (Percentage-of-Completion-Method) und das US-amerikanische Rechnungslegungssystem.

Warum wurde für das Listing ein ADR (Level II) gewählt?

Das ADR der Stufe II ermöglicht den Zugang zu US-Investoren unter Einhaltung der strengen Transparenz- und Berichtspflichten der SEC, ohne neue Aktien emittieren zu müssen.

Wie bewertet der Autor die zukünftige Kursentwicklung der Siemens-Aktie?

Basierend auf den Berechnungen im Rahmen des Best-Case-Szenarios und unter Berücksichtigung der Marktunterbewertung schließt der Autor auf ein signifikantes Kurspotenzial nach oben.

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Details

Titel
Der Börsengang der Siemens AG in den USA März 2001
Hochschule
Hogeschool Zeeland
Note
2.0999999
Autor
Oliver Wolschon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
92
Katalognummer
V185629
ISBN (eBook)
9783656983620
ISBN (Buch)
9783867465267
Sprache
Deutsch
Schlagworte
börsengang siemens märz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Wolschon (Autor:in), 2001, Der Börsengang der Siemens AG in den USA März 2001, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185629
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Leseprobe aus  92  Seiten
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