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Der Business Plan als Mittel zur Minderung der vorvertraglichen Informationsasymmetrie zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up

Titel: Der Business Plan als Mittel zur Minderung der vorvertraglichen Informationsasymmetrie zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up

Diplomarbeit , 2001 , 98 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Thomas Wiechert (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zur Analyse dieser Problematik wird auf Ansätze der ökonomischen Vertragstheorie zurückgegriffen, die Aspekte der Property Rights, der Transaktionskosten- und der Agency Theorie ebenso berücksichtigt wie die Existenz unvollständiger Verträge17. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Untersuchung vorvertraglicher Informationsasymmetrie, die sich zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up18 zeigt. Basierend auf den angesprochenen theoretischen Grundlagen soll in der vorliegenden Arbeit geprüft werden, ob der Business Plan zur Minderung asymmetrisch verteilter Informationen und damit zur Vermeidung einer Fehlauswahl seitens des Investors geeignet ist. Um ein aktuelles Bild der Problematik zu erhalten und Aussagen besser fundieren zu können, wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, deren Beschreibung und Auswertung im Anhang zu finden ist. Im folgenden Kapitel wird zunächst bestehende asymmetrische Informationsverteilung vor Vertragsschluß im Venture-Capital-Markt dargestellt. Weiterhin werden daraus resultierende Anforderungen an den Business Plan sowie sein Aufbau erläutert. Im sich anschließenden dritten Kapitel werden die Aufgaben des Business Plans unter Einbezug der Vertragstheorie angeführt. Das letzte Kapitel enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse und gibt Anregungen für eine Weiterführung herausgearbeiteter Lösungsansätze.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Informationsasymmetrie im Venture Capital Markt

2.1 Anforderungen an den Business Plan

2.2 Aufbau des Business Plans

3. Die Aufgaben des Business Plans aus Sicht der Vertragstheorie

3.1 Einsatz des Business Plans als Kommunikationsmittel

3.2 Einsatz des Business Plans zur Kapitalbeschaffung

3.3 Einsatz des Business Plans als Controllinginstrument

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit der Business Plan als Instrument geeignet ist, die vorvertragliche Informationsasymmetrie zwischen Venture-Capital-Gebern und Start-ups zu mindern und somit eine fundierte Investitionsentscheidung zu ermöglichen.

  • Analyse von Informationsasymmetrien im Venture-Capital-Markt
  • Strukturelle und inhaltliche Anforderungen an einen Business Plan
  • Bedeutung des Business Plans als Signaling- und Screening-Instrument
  • Einsatz des Business Plans zur Kapitalbeschaffung und Kommunikation
  • Rolle des Business Plans als Controllinginstrument in der Gründungsphase

Auszug aus dem Buch

2. Informationsasymmetrie im Venture-Capital-Markt

Zur Finanzierung einer Unternehmensgründung wird in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre in zunehmendem Maße Venture-Capital eingesetzt. Dieses Kapital wird jungen Unternehmen über sogenannte Risikokapitalgeber zur Verfügung gestellt.

In Analogie zur Wertschöpfungskette von Porter kann auch die Vergabe von Venture-Capital und die sich anschließende Betreuung des Investments in verallgemeinerten Prozessen zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up abgebildet werden.

Die Stufen eins (Fund Raising) bis vier (Decision Making) der Wertschöpfungskette umfassen den Zeitraum vor Vertragsschluss zwischen Risikokapitalgeber und Start-up. Anhand der Wertschöpfungskette lassen sich zwei vorvertragliche Phasen ableiten, in denen einseitige asymmetrische Informationsverteilung zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up auftreten kann, nämlich die Phase des Dealflow und der Due Diligence. Diese ungleiche Informationsverteilung kann Einfluß auf die Investitionsentscheidung in der nachfolgenden Phase (Decision Making) haben.

Bezeichnet man die informierte Partei als Agent und die nicht-informierte Partei als Principal, so kann das Start-up als Agent betrachtet werden, der über Informationen bezüglich einer Qualitätseigenschaft (Hidden Characteristics) verfügt, die dem Risikokapitalgeber (Principal) nicht oder zumindest nicht kostenlos zugänglich sind. Die vorenthaltenen Informationen können beispielsweise die Qualität der Produktidee, die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells oder sogar die persönliche sowie die fachliche Qualifikation der Gründer betreffen. Ob und in welchem Umfang ungleiche Informationen vorliegen, wird sich jedoch erst im Laufe der Monitoring-Phase herausfinden lassen, sobald eine intensivere Geschäftsbeziehung besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die aktuelle Trendwende auf dem Kapitalmarkt und die damit verbundene Schwierigkeit für Unternehmensgründer, Zugang zu Kapital zu finden, aufgrund asymmetrischer Informationsverteilung.

2. Informationsasymmetrie im Venture-Capital-Markt: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Informationsasymmetrie sowie die Signaling- und Screening-Mechanismen im Kontext des Venture-Capital-Marktes.

2.1 Anforderungen an den Business Plan: Hier werden die formalen und inhaltlichen Standards für Business Pläne dargelegt, die zur Reduktion von Informationsasymmetrien beitragen sollen.

2.2 Aufbau des Business Plans: Dieses Kapitel beschreibt die logische Struktur eines Business Plans, unterteilt in qualitativen Teil, quantitativen Teil und Anhang.

3. Die Aufgaben des Business Plans aus Sicht der Vertragstheorie: Die Aufgaben des Business Plans werden hier primär als Lösungen für das Gründungs- und Allokationsproblem im Rahmen der Vertragstheorie analysiert.

3.1 Einsatz des Business Plans als Kommunikationsmittel: Der Fokus liegt hier auf der externen Funktion des Business Plans, Kontakte zu Zielgruppen aufzubauen und Informationsstände anzugleichen.

3.2 Einsatz des Business Plans zur Kapitalbeschaffung: Es wird analysiert, warum der Business Plan bei der Suche nach Eigenkapitalgebern eine Schlüsselposition für den Erfolg eines Start-ups einnimmt.

3.3 Einsatz des Business Plans als Controllinginstrument: Dieses Kapitel betrachtet die interne Aufgabe des Business Plans, den Gründern als Planungsinstrument und den Kapitalgebern als Kontrollinstrument zu dienen.

4. Ausblick: Der Ausblick fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert, dass der Business Plan ein geeignetes Signaling-Instrument bleibt, sofern die Gründer ihn konsequent und individuell ausgestalten.

Schlüsselwörter

Venture-Capital, Business Plan, Informationsasymmetrie, Adverse Selection, Signaling, Screening, Startup, Risikokapitalgeber, Kapitalbeschaffung, Controlling, Unternehmensgründung, Due Diligence, Vertragstheorie, Existenzgründung, Entrepreneurship.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Business Plans als Instrument zur Verringerung der Informationsasymmetrie zwischen Gründern von Start-ups und Venture-Capital-Gebern vor Vertragsschluss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Vertragstheorie, der Venture-Capital-Finanzierung, der formalen und inhaltlichen Gestaltung von Business Plänen sowie empirischen Erkenntnissen aus einer Befragung von Kapitalgebern.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob und wie der Business Plan zur Minderung asymmetrisch verteilter Informationen genutzt werden kann, um eine Fehlauswahl durch Investoren (Adverse Selection) zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer theoretischen Analyse auf Basis der Vertragstheorie wird eine empirische Untersuchung in Form einer Befragung von 75 Venture-Capital-Gebern zur Untermauerung der Ergebnisse herangezogen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Informationsasymmetrie im Markt, die Anforderungen an den Business Plan, seine Funktion als Kommunikations- und Controllinginstrument sowie die praktische Anwendung von Signaling-Strategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Venture-Capital, Business Plan, Informationsasymmetrie, Adverse Selection, Signaling und Controlling sind die zentralen Begriffe.

Welchen Stellenwert nimmt die "Executive Summary" laut der Untersuchung ein?

Die Befragung zeigt, dass zwei Drittel der Investoren der Executive Summary eine sehr hohe oder hohe Bedeutung für ihre Investitionsentscheidung beimessen.

Wie bewerten die Kapitalgeber die Bedeutung von Risiken im Business Plan?

77,4 % der befragten Investoren messen dem Abschnitt "Risiken" eine hohe Bedeutung bei, da ein Fehlen dieser Informationen ein negatives Signal (Red Flag) darstellt.

Ende der Leseprobe aus 98 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Business Plan als Mittel zur Minderung der vorvertraglichen Informationsasymmetrie zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up
Hochschule
Universität Passau
Note
1.7
Autor
Thomas Wiechert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
98
Katalognummer
V185630
ISBN (eBook)
9783656990840
ISBN (Buch)
9783867465274
Sprache
Deutsch
Schlagworte
business plan mittel minderung informationsasymmetrie venture-capital-geber start-up
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Wiechert (Autor:in), 2001, Der Business Plan als Mittel zur Minderung der vorvertraglichen Informationsasymmetrie zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185630
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Leseprobe aus  98  Seiten
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