Zur Analyse dieser Problematik wird auf Ansätze der ökonomischen Vertragstheorie zurückgegriffen, die Aspekte der Property Rights, der Transaktionskosten- und der Agency Theorie ebenso berücksichtigt wie die Existenz unvollständiger Verträge17. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Untersuchung vorvertraglicher Informationsasymmetrie, die sich zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up18 zeigt. Basierend auf den angesprochenen theoretischen Grundlagen soll in der vorliegenden Arbeit geprüft werden, ob der Business Plan zur Minderung asymmetrisch verteilter Informationen und damit zur Vermeidung einer Fehlauswahl seitens des Investors geeignet ist. Um ein aktuelles Bild der Problematik zu erhalten und Aussagen besser fundieren zu können, wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, deren Beschreibung und Auswertung im Anhang zu finden ist. Im folgenden Kapitel wird zunächst bestehende asymmetrische Informationsverteilung vor Vertragsschluß im Venture-Capital-Markt dargestellt. Weiterhin werden daraus resultierende Anforderungen an den Business Plan sowie sein Aufbau erläutert. Im sich anschließenden dritten Kapitel werden die Aufgaben des Business Plans unter Einbezug der Vertragstheorie angeführt. Das letzte Kapitel enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse und gibt Anregungen für eine Weiterführung herausgearbeiteter Lösungsansätze.
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Symbolverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Informationsasymmetrie im Venture Capital Markt
- 2.1 Anforderungen an den Business Plan
- 2.2 Aufbau des Business Plans
- 3. Die Aufgaben des Business Plans aus Sicht der Vertragstheorie
- 3.1 Einsatz des Business Plans als Kommunikationsmittel
- 3.2 Einsatz des Business Plans zur Kapitalbeschaffung
- 3.3 Einsatz des Business Plans als Controllinginstrument
- 4. Ausblick
- Anhang
- Glossar
- Gesetzestexte
- Interview
- Empirie
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle des Business Plans als Mittel zur Minderung der vorvertraglichen Informationsasymmetrie zwischen Venture-Capital-Gebern und Start-ups. Ziel ist es, die Bedeutung des Business Plans im Venture Capital Markt zu analysieren und seine Funktionen als Kommunikationsmittel, Kapitalbeschaffungsinstrument und Controllinginstrument zu beleuchten.
- Informationsasymmetrie im Venture Capital Markt
- Anforderungen an den Business Plan
- Aufbau des Business Plans
- Einsatz des Business Plans als Kommunikationsmittel
- Einsatz des Business Plans zur Kapitalbeschaffung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Informationsasymmetrie im Venture Capital Markt ein und erläutert die Bedeutung des Business Plans als Instrument zur Reduzierung dieser Asymmetrie.
Kapitel 2 analysiert die Informationsasymmetrie im Venture Capital Markt und beleuchtet die spezifischen Anforderungen an den Business Plan. Es werden die verschiedenen Bestandteile eines Business Plans vorgestellt und deren Bedeutung für die Reduzierung der Informationsasymmetrie erläutert.
Kapitel 3 betrachtet die Aufgaben des Business Plans aus Sicht der Vertragstheorie. Es wird untersucht, wie der Business Plan als Kommunikationsmittel zwischen Venture-Capital-Gebern und Start-ups eingesetzt werden kann, um die Informationsasymmetrie zu verringern. Darüber hinaus wird die Rolle des Business Plans bei der Kapitalbeschaffung und als Controllinginstrument beleuchtet.
Der Ausblick fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Venture Capital Markt, Informationsasymmetrie, Business Plan, Kapitalbeschaffung, Controlling, Vertragstheorie, Start-ups, Kommunikationsmittel, Informationsmanagement, Due Diligence, Risikobewertung, Finanzplanung, Unternehmensbewertung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine vorvertragliche Informationsasymmetrie?
Dies ist eine Situation, in der das Start-up mehr über seine Erfolgschancen weiß als der potenzielle Venture-Capital-Geber, was zu einer Fehlauswahl (Adverse Selection) führen kann.
Wie hilft der Business Plan, dieses Problem zu lösen?
Der Business Plan dient als Kommunikationsmittel, das dem Investor detaillierte Informationen liefert, um das Risiko besser einschätzen zu können.
Welche Aufgaben hat ein Business Plan aus Sicht der Vertragstheorie?
Er fungiert als Instrument zur Kapitalbeschaffung, als Kommunikationsmittel und später als Controllinginstrument zur Überwachung der Unternehmensziele.
Was gehört in den Aufbau eines professionellen Business Plans?
Dazu zählen unter anderem die Marktanalyse, die Finanzplanung, die Unternehmensbewertung und die Darstellung des Management-Teams.
Was ist eine Due Diligence im Venture-Capital-Markt?
Es ist die sorgfältige Prüfung des Start-ups durch den Investor, bei der der Business Plan die zentrale Grundlage für die Risikobewertung bildet.
- Quote paper
- Thomas Wiechert (Author), 2001, Der Business Plan als Mittel zur Minderung der vorvertraglichen Informationsasymmetrie zwischen Venture-Capital-Geber und Start-up, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185630