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Analyse des Erlasses zum neuen § 2b EStG

Title: Analyse des Erlasses zum neuen § 2b EStG

Diploma Thesis , 2001 , 96 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Gerrit Reinders (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Ende 1999 wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Bundes und der
Länder gegründet, die den Auftrag erhielt, die unbestimmten Begriffe in
einer Verwaltungsanweisung zu konkretisieren. Die endgültige Fassung
des Anwendungsschreibens zum § 2b EStG ist am 05. Juli 2000 vom
Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht worden. Ziel dieser Arbeit ist die kritische Analyse dieses Anwendungsschreibens in
Hinblick auf die Eindeutigkeit der Rechtsbegriffe und die Anwendbarkeit in
der Praxis sowie die Darstellung der Auswirkungen dieser Analyseergebnisse
auf die Modellinitiatoren und Investoren.
Zur Einleitung in die Materie wird im zweiten Kapitel ein Überblick typischer
Steuersparmodelle und deren Charakteristika gegeben. Anschließend werden
die Rahmenbedingungen zur Anwendung des § 2b EStG erläutert und
analysiert.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Charakteristika von Steuersparmodellen

2.1 Gestaltung von Steuersparmodellen

2.2 Vorteile aus Steuersparmodellen für den Anleger

2.3 Beispiel für Steuersparmodelle

3 Rahmenbedingungen zur Anwendung des § 2b EStG

3.1 Erläuterungen zum Punkt Allgemeines aus dem Anwendungsschreiben

3.1.1 Negative Einkünfte aus Verlustzuweisungsmodellen

3.1.2 Prüfung der Gewinn- bzw. Überschusserzielungsabsicht

3.1.3 Belanglosigkeit der Ursache der Verluste

3.1.4 Prüfungsreihenfolge des § 2b EStG

3.1.4.1 Prüfungsausschluss bei vorliegender Nichtaufgriffsgrenze

3.1.4.2 Modellhafte Gestaltung als Voraussetzung des § 2b EStG

3.1.4.3 Prüfung ob ein steuerlicher Vorteil im Vordergrund steht

3.2 Rechtsfolgen der positiven Prüfung des § 2b EStG

3.3 Maßgeblicher Zeitpunkt für die Einstufung als Verlustzuweisungsmodell

3.4 Anwendungsregelung zum § 2b EStG

4 Analyse des Grundtatbestandes und seiner Bestandteile

4.1 Grundtatbestand des Anwendungsschreibens (§ 2b Satz 1 EStG)

4.2 Definition von Gesellschaften und Gemeinschaften

4.3 Definition des Begriffes ähnliche Modelle

4.4 Definition des Begriffes Gesamtobjekt

4.5 Erzielung eines steuerlichen Vorteils

4.5.1 Definition des Begriffs im Vordergrund stehender steuerlicher Vorteil

4.5.2 Prüfung einer Ungleichbehandlung unter Berücksichtigung des § 2 Abs.3 EStG

4.5.3 Ausnahmeregelung für risikoreiche Anlagen

4.5.4 Maßgeblicher Zeitpunkt zur Beurteilung eines steuerlichen Vorteils

4.6 Kriterien der modellhaften Gestaltung

4.6.1 Definition eines vorgefertigten Konzeptes

4.6.2 Definition der Begriffe Gleichgerichtete, im Wesentlichen identische Leistungsbeziehungen

4.6.3 Modellhafte Gestaltung bei Erwerb einer Eigentumswohnung

4.6.4 Ausnahmeregelung bei Existenz- und Firmengründung

5 Regelbeispiele des Anwendungsschreibens (§ 2b Satz 3 EStG)

5.1 Grundlagen der Regelbeispiele

5.2 Erstes Regelbeispiel: § 2b Satz 3 EStG

5.2.1 Grundlagen für den Renditevergleich

5.2.2 Methode des internen Zinsfusses

5.2.3 Definition der Zahlungsströme

5.2.4 Dauer des maßgeblichen Betrachtungszeitraums

5.2.5 Maßgeblicher Steuersatz zur Ermittlung der Ertragsteuerbelastung

5.2.6 Rechenbeispiel aus dem Anwendungsschreiben

5.2.7 Umsetzung des Betriebskonzeptes als Voraussetzung

5.3 Zweites Regelbeispiel: § 2b Satz 3 EStG

6 Prüfung verschiedener aktueller Beteiligungsangebote

6.1 Medienfonds – IMF 2

6.2 Windkraftfonds – „Am Saubusch“ GmbH & Co. KG

6.3 Ergebnisse der Praxisanwendung

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, das Anwendungsschreiben zum neu eingefügten § 2b EStG kritisch zu analysieren. Dabei steht die Eindeutigkeit der verwendeten Rechtsbegriffe sowie die praktische Anwendbarkeit der Regelungen im Vordergrund. Der Autor untersucht, wie sich die Auslegung des Schreibens auf Modellinitiatoren und Investoren auswirkt und inwieweit diese durch gezielte Vertragsgestaltungen die Anwendbarkeit des Paragrafen beeinflussen können.

  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und des Anwendungsschreibens zum § 2b EStG.
  • Untersuchung der unbestimmten Rechtsbegriffe wie "modellhafte Gestaltung" und "ähnliche Modelle".
  • Kritische Würdigung der Regelbeispiele zur Identifizierung von Verlustzuweisungsmodellen.
  • Praxisprüfung aktueller Beteiligungsangebote (Medienfonds und Windkraftfonds).
  • Bewertung der verfassungsrechtlichen Bedenken und der praktischen Handhabbarkeit der Besteuerungssystematik.

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Belanglosigkeit der Ursache der Verluste

Weiter heißt es im Anwendungsschreiben (Rn. 3), dass für die Anwendung des § 2b EStG die Ursachen, auf welche die negativen Einkünfte aus dem Verlustzuweisungsmodell beruhen, ohne Belang sind. Wie in Kapitel 2.3 bereits beschrieben, können verschiedene Ursachen für die Entstehung der Verluste verantwortlich sein. Ob das Aktivierungsverbot bei selbsterstellten, immateriellen Wirtschaftsgütern, Werbungskostenüberschüsse (Damnum), Subventionstatbestand (Sonderabschreibungen, erhöhte Abnutzung) oder Gebühren nach dem Bauherrenerlass diese Verluste verursachten, ist belanglos. Ebenso ist es belanglos, ob die Verluste durch steuerliche Pflichtregelungen (Aktivierungsverbot) oder durch die frei gewählte Ausnutzung der steuerlich zulässigen Gestaltungsmöglichkeiten (Sonderabschreibungen) begründet wurden.25 Durch die Art der Verluste kann die Anwendung des § 2b EStG weder verpflichtend sein, noch ausgeschlossen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Ziel der kritischen Analyse des Anwendungsschreibens zum § 2b EStG vor und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2 Charakteristika von Steuersparmodellen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Grundzüge, Vorteile und typische Beispiele von Steuersparmodellen, insbesondere in Personengesellschaften.

3 Rahmenbedingungen zur Anwendung des § 2b EStG: Hier werden die generellen Voraussetzungen, die Prüfungsreihenfolge sowie die Anwendungsregelungen des Schreibens detailliert erläutert.

4 Analyse des Grundtatbestandes und seiner Bestandteile: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe des Tatbestandes wie "Gesellschaften", "ähnliche Modelle" und die "Erzielung eines steuerlichen Vorteils" kritisch hinterfragt.

5 Regelbeispiele des Anwendungsschreibens (§ 2b Satz 3 EStG): Dieses Kapitel analysiert die Regelbeispiele zum Renditevergleich und zur werbemäßigen Hervorhebung zur Bestimmung von Verlustzuweisungsmodellen.

6 Prüfung verschiedener aktueller Beteiligungsangebote: Anhand von Medien- und Windkraftfonds wird die praktische Anwendbarkeit der Regelungen des Anwendungsschreibens überprüft.

7 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Ergebnisse, die zeigt, dass die Zielsetzung des Anwendungsschreibens zur Klarheit nicht erreicht wurde und Verfassungsbedenken bestehen bleiben.

Schlüsselwörter

§ 2b EStG, Verlustzuweisungsmodelle, Steuersparmodelle, Steuerentlastungsgesetz, Anwendungsschreiben, Ertragssteuer, Modellhafte Gestaltung, Renditevergleich, Liebhaberei, Sonderabschreibung, Steuerstundung, Investition, Finanzverwaltung, Rechtsbegriffe, Beteiligungsangebote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem 1999 neu eingeführten § 2b EStG, der die Verlustverrechnung bei bestimmten Steuersparmodellen einschränkt, sowie der kritischen Analyse des dazugehörigen Anwendungsschreibens der Finanzverwaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Charakteristika von Steuersparmodellen, die Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe durch die Finanzverwaltung, die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Regelungen sowie deren Auswirkungen auf Anleger und Modellinitiatoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Analyse der Eindeutigkeit der Rechtsbegriffe im Anwendungsschreiben und die Untersuchung der praktischen Anwendbarkeit dieser Norm auf reale Investitionsmodelle.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine literaturgestützte Analyse der Gesetzesmaterialien und des Anwendungsschreibens durch, ergänzt durch eine praktische Anwendung anhand zweier Investitionsbeispiele (Medienfonds und Windkraftfonds) inklusive eigener Renditeberechnungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Rahmenbedingungen, die Analyse der Bestandteile des Grundtatbestandes (§ 2b EStG), die Prüfung der Regelbeispiele zum Renditevergleich sowie die konkrete Praxisprüfung zweier aktueller Fondsbeteiligungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Verlustzuweisungsmodelle, § 2b EStG, modellhafte Gestaltung, Steuervorteil und Renditevergleich beschreiben.

Warum ist die Abgrenzung von "ähnlichen Modellen" schwierig?

Die Abgrenzung ist schwierig, da der Gesetzestext und das Anwendungsschreiben hier mit unbestimmten Begriffen arbeiten und die Grenze zwischen einer rein steuerlich motivierten modellhaften Gestaltung und einer wirtschaftlich sinnvollen Investition oft fließend ist.

Was bedeutet die "Nichtaufgriffsgrenze" für Anleger?

Sie stellt eine Verfahrensvereinfachung dar: Bleiben die kumulierten Verluste unter einer gewissen Grenze im Verhältnis zum Kapital, wird in der Regel von einer weiteren Prüfung auf § 2b EStG abgesehen, was dem Anleger Rechtssicherheit bietet.

Welchen Einfluss hat der Modellinitiator auf die Prüfung?

Der Modellinitiator hat erheblichen Einfluss, da er durch die Gestaltung des Betriebskonzepts und die Bereitstellung oder Vermeidung von Zusatzleistungen steuern kann, ob ein Modell als "modellhaft" eingestuft wird oder nicht.

Führt die Anwendung des § 2b EStG zwingend zur Verfassungsbeschwerde?

Der Autor weist auf erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken hinsichtlich des Leistungsfähigkeitsprinzips und des Gleichheitssatzes hin; ob dies zwingend zu Beschwerden führt, bleibt eine Frage der gerichtlichen Klärung, die der Autor für strittige Fälle erwartet.

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Details

Title
Analyse des Erlasses zum neuen § 2b EStG
College
University of Applied Sciences Münster
Grade
1.7
Author
Gerrit Reinders (Author)
Publication Year
2001
Pages
96
Catalog Number
V185636
ISBN (eBook)
9783656981459
ISBN (Book)
9783867465335
Language
German
Tags
analyse erlasses estg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gerrit Reinders (Author), 2001, Analyse des Erlasses zum neuen § 2b EStG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185636
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