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Balanced Scorecard für die Managemententwicklung. Das "International Management Development Programs" (IMDP) von Merck

Title: Balanced Scorecard für die Managemententwicklung. Das "International Management Development Programs" (IMDP) von Merck

Diploma Thesis , 2001 , 77 Pages , Grade: 1

Autor:in: Tanja Bender (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Erfolgreiches Management setzt in einem von stetigem Wandel geprägten Umfeld heutzutage die Entwicklung einer konsistenten, zukunftsgerichteten Unternehmensstrategie und deren treffende Umsetzung voraus. Stellt der erste Schritt für viele Unternehmen noch eine vergleichsweise einfach zu lösende Aufgabe dar, so gestaltet sich die Übertragung einer einmal formulierten Strategie in die Praxis weitaus schwieriger.

Dieser Effekt wird in vielen Unternehmen zusätzlich dadurch verstärkt, dass zur Unternehmenssteuerung eingesetzte Instrumente die geänderte Ausgangslage (noch) nicht ausreichend stark berücksichtigen. Vielmehr werden Unternehmen sehr häufig lediglich unter isolierten Bedingungen (finanzieller Natur) betrachtet. Um die aufgedeckte Lücke zwischen Strategieformulierung und –umsetzung schließen und damit auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein zu können, muss dem Wandel der heutigen Zeit über eine erweiterte Sicht auf das Unternehmen sowie über die Anpassung bestehender Prozesse Rechnung getragen werden.

Diese Arbeit stellt ein Instrument vor, das inhaltlich in der Lage ist, diese Vorgänge in Unternehmen zu generieren: die Balanced Scorecard (BSC).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I EINLEITUNG

I.1 Problemstellung

I.2 Vorgehensweise

II DIE Balanced Scorecard IN DER LITERATUR

II.1 Charakteristika des BSC-Konzeptes

II.1.1 Die vier Perspektiven der BSC

II.1.1.1 Die Finanzperspektive

II.1.1.2 Die Kundenperspektive

II.1.1.3 Die Prozessperspektive

II.1.1.4 Die Lern- und Wachstumsperspektive

II.1.2 Verknüpfung von Kennzahlen und Strategie

II.1.2.1 Früh- und Spätindikatoren

II.1.2.2 Ursache-Wirkungsbeziehungen

II.1.2.3 Verknüpfung mit den finanzwirtschaftlichen Zielgrößen

II.2 Strategieumsetzung und –kontrolle mit der BSC

II.2.1 Strategische Aufgabenstellung an die BSC

II.2.2 Unternehmensvision und –strategie

II.2.3 Kommunikation und Verknüpfungen

II.2.4 Planung und Zielvorgaben

II.2.5 Strategischer Feedback- und Lernprozess

III ENTWICKLUNG EINER BSC FÜR DIE EINHEIT IMDP BEI MERCK

III.1 Kurzvorstellung der Merck KGaA und ihrer Vision

III.2 Kurzvorstellung der Einheit IMDP

III.3 Herausforderungen an die Managemententwicklung bei Merck

III.4 Einführung in die strategischen Aufgaben und Ziele von IMDP

III.5 Entwicklungsplanung einer BSC für IMDP

III.5.1 Zusammensetzung des Teams von IMDP

III.5.2 Relevante BSC-Perspektiven für IMDP

III.5.3 Bestimmung von Zielen, Kennzahlen und Maßnahmen

III.5.3.1 Anforderungen an strategische Ziele einer IMDP-BSC

III.5.3.2 Direkte Einbindung von IMDP-Bereichszielen in die BSC

III.5.3.3 Ziele, Kennzahlen und Maßnahmen der IMDP-BSC

III.6 Ursache-Wirkungsbeziehungen der IMDP-BSC

III.7 Kommunikation der BSC bei IMDP

III.8 Verknüpfungsmöglichkeiten mit dem Anreizsystem

III.9 Feedback und Lernen innerhalb IMDP

IV SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit hat zum Ziel, das Management-Instrument der Balanced Scorecard (BSC) vorzustellen und dessen Anwendungsmöglichkeiten konkret für die neu gegründete Einheit „International Management Development Programs“ (IMDP) der Merck KGaA zu erarbeiten. Die Arbeit zielt darauf ab, ein System zu konzipieren, das die strategische Ausrichtung der Managemententwicklung bei Merck unterstützt und durch eine ausgewogene Mischung aus finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen eine zukunftsorientierte Steuerung ermöglicht.

  • Theoretische Grundlagen und Funktionsweise der Balanced Scorecard (BSC)
  • Methodische Vorgehensweise bei der Entwicklung einer bereichsspezifischen BSC
  • Integration der Unternehmensvision und -strategie in die Managemententwicklung
  • Erstellung einer konkreten BSC für die Einheit IMDP bei der Merck KGaA
  • Verknüpfung von strategischer Planung, operativer Umsetzung und Anreizsystemen

Auszug aus dem Buch

II.1.1.2 DIE KUNDENPERSPEKTIVE

In der Kundenperspektive identifizieren Unternehmen diejenigen Kunden und Marktsegmente, in denen sie konkurrieren möchten. Da Unternehmen keine unbegrenzten Ressourcen (z.B. finanzielle Mittel oder Mitarbeiter) zur Verfügung haben, müssen sie entscheiden, wofür sie ihre limitierten Ressourcen einsetzen. Anschließend erfasst die Kundenperspektive „die Ziele des Unternehmens in Bezug auf die Kunden- und Marktsegmente, in denen es konkurrieren möchte.“ Die Kundenperspektive ermöglicht es den Unternehmen, die Hauptergebniskennzahlen, wie z.B. Kundenzufriedenheit oder Kundenrentabilität, den Zielkunden und Marktsegmenten zuzuordnen und zukünftige Vorhaben speziell auf diese zu konzentrieren. Aufgabe des Unternehmens ist es somit, den Blickwinkel der Zielgruppe einzunehmen und zu ermitteln, wie das Unternehmen aus deren Sicht eingeschätzt wird.

Die sog. Ergebniskennzahlen (auch Spätindikatoren genannt) in Bezug auf Kunden wie etwa Kundenzufriedenheit oder Kundentreue charakterisieren die aktuelle Marktstellung, haben jedoch vergleichsweise geringe Vorhersagekraft hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen. Diesen Spätindikatoren sollen im Rahmen der BSC Frühindikatoren, sog. Leistungstreiber, zur Seite gestellt werden, die den Zukunftsaspekt stärker berücksichtigen. Die folgenden Kennzahlen der Kundenperspektive sind durch die speziellen Auswirkungen, die sie auf die Gestaltung des Angebots an die Kunden haben, tendenziell als Frühindikatoren zu sehen:

• Produkt- und Serviceeigenschaften (Funktionalität, Qualität, Preis etc.)

• Kundenbeziehungen (Kompetenz, Erreichbarkeit, Reaktionsgeschwindigkeit)

• Image und Reputation

Nachfolgende Abbildung verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Früh- und Spätindikatoren innerhalb der Kundenperspektive:

Zusammenfassung der Kapitel

I EINLEITUNG: Hinführung zum Thema BSC als Instrument zur Lösung des Problems der Lücke zwischen Strategieformulierung und -umsetzung in einem volatilen Umfeld.

II DIE Balanced Scorecard IN DER LITERATUR: Detaillierte Erläuterung des theoretischen BSC-Konzepts inklusive der vier klassischen Perspektiven und der Mechanismen zur Strategieumsetzung.

III ENTWICKLUNG EINER BSC FÜR DIE EINHEIT IMDP BEI MERCK: Praktische Anwendung der BSC-Methodik auf die spezifische Einheit IMDP bei der Merck KGaA unter Berücksichtigung der unternehmensweiten Ziele.

IV SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende kritische Würdigung des Balanced Scorecard-Ansatzes sowie ein Ausblick auf die Bedeutung der kontinuierlichen Anpassung des Systems.

Schlüsselwörter

Balanced Scorecard, BSC, Strategieumsetzung, Managemententwicklung, Merck KGaA, IMDP, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lern- und Wachstumsperspektive, Kennzahlensysteme, Strategische Planung, Frühindikatoren, Spätindikatoren, Ursache-Wirkungsbeziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Balanced Scorecard (BSC) als zukunftsorientiertes Management-Instrument zur Strategieumsetzung, konkret dargestellt am Beispiel der Einheit IMDP bei der Merck KGaA.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der BSC, die strategische Planung und operative Steuerung sowie deren praktische Anwendung im Bereich der Personal- und Managemententwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Konzeption einer spezifischen BSC für die Einheit IMDP, um eine transparentere und strategieorientierte Steuerung der Entwicklungsangebote bei der Merck KGaA zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der Balanced Scorecard-Theorie und deren Transfer in die unternehmerische Praxis durch eine explorative Fallstudie der Einheit IMDP.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Schritte zur Entwicklung der IMDP-spezifischen BSC erläutert, inklusive der Festlegung von Zielen, Kennzahlen und Maßnahmen sowie deren Verknüpfung in einem Ursache-Wirkungs-System.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Managemententwicklung und Leistungssteuerung definieren.

Warum ist die Wahl der Perspektiven für die IMDP-BSC so entscheidend?

Die Auswahl ist entscheidend, da sie den strategischen Fokus der Einheit IMDP festlegt und sicherstellt, dass sowohl finanzielle Aspekte als auch Kundenbedürfnisse und interne Prozesse in die Steuerung einfließen.

Welche Rolle spielt die "lernende Organisation" in diesem Modell?

Die "lernende Organisation" ist ein zentraler Aspekt, der über den "Feedback- und Lernprozess" sicherstellen soll, dass die BSC flexibel auf Veränderungen reagiert und die Strategie kontinuierlich verbessert wird.

Warum wurde eine Datenbank als Maßnahmeninstrument gewählt?

Eine Datenbank soll als zentrales Instrument dienen, um Kundenwünsche, den Stand der Netzwerkarbeit und strategische Marktinformationen strukturiert zu erfassen und für die Steuerung der IMDP-Programme nutzbar zu machen.

Wie soll die BSC mit dem Anreizsystem verknüpft werden?

Die Verknüpfung soll über das bestehende Projekt „Führen mit Zielen“ erfolgen, indem die strategischen BSC-Ziele direkt in das Zieltableau der betroffenen Mitarbeiter integriert werden.

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Details

Title
Balanced Scorecard für die Managemententwicklung. Das "International Management Development Programs" (IMDP) von Merck
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
1
Author
Tanja Bender (Author)
Publication Year
2001
Pages
77
Catalog Number
V185638
ISBN (eBook)
9783668290303
ISBN (Book)
9783867465359
Language
German
Tags
balanced scorecard managemententwicklung international management development programs imdp merck
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Bender (Author), 2001, Balanced Scorecard für die Managemententwicklung. Das "International Management Development Programs" (IMDP) von Merck, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185638
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