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Der Realoptionenansatz in der Unternehmensführung. Ein Instrument zur Bewertung strategischer Handlungsalternative

Title: Der Realoptionenansatz in der Unternehmensführung. Ein Instrument zur Bewertung strategischer Handlungsalternative

Diploma Thesis , 2001 , Grade: 2.3

Autor:in: Dr. Thomas Wenk (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Arbeit íst es, die Theorie der Realoptionen in ihren Grundzügen darzustellen und deren Einsatzmöglichkeiten als Instrument in der Unternehmensführung aufzuzeigen.

In der betriebswirtschaftlichen Literatur existieren zahlreiche Ausführungen zum Thema Realoptionen im Zusammenhang mit der Bewertung von Unternehmen. Auf diesem Gebiet nimmt die Theorie der Realoptionen einen wichtigen Platz ein, da die Vernachlässigung von Handlungsflexibilitäten des Managements eine Unterbewertung des Unternehmens zur Konsequenz hat.

Eine ausführliche Betrachtung von Realoptionen in Verbindung mit der Unternehmensbewertung und der Untersuchung von Kennzahlen wird in dieser Arbeit nicht vorgenommen. Vielmehr wird beispielhaft ein Instrument der Unternehmensführung mit den Vorzügen und Nachteilen vorgestellt und es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie anhand optionalen Handelns in Form von Realoptionen diese Schwachstellen beseitigt und in der Praxis umgesetzt werden können.

Zu Beginn des zweiten Kapitels wird eine Begriffsbestimmung vorgenommen und die Begriffe in das betriebswirtschaftliche Instrumentarium eingeordnet. Anschließend stellt der Autor das Modell der Balanced Scorecard (BSC) stellvertretend für weitere Instrumente der Unternehmensführung vor. Diese Darstellung umfasst den Aufbau einer Balanced Scorecard, die Vorteile der ganzheitlichen Betrachtungsweise sowie die Kritikpunkte. Aus diesen Kritikpunkten wird überleitend die Notwendigkeit der Ergänzung bestehender Instrumente dargestellt.

Innerhalb des dritten Kapitels wird die Theorie der Realoptionen als Ansatz optionalen Handelns vorgestellt und eine Klassifizierung unterschiedlicher Typen von Realoptionen vorgenommen. Anschließend werden Möglichkeiten hervorgehoben, anhand derer eine Bewertung der Handlungsflexibilitäten durchgeführt werden kann. Hierbei handelt es sich einerseits um grundlegende Instrumente der Investitionstheorie. Andererseits werden spezielle Verfahren der Optionspreisbewertung in ihren Grundzügen vorgestellt und gegenüber herkömmlichen Verfahren abgegrenzt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird nur auf einzelne exemplarische Verfahren eingegangen, auf die mathematische Darstellung wird komplett verzichtet. Zum Ende des Kapitels werden die Bewertungsverfahren gegenübergestellt und auf ihre Anwendbarkeit überprüft.

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Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Gang der Untersuchung

2 Unternehmensführung und optionales Handeln

2.1 Begriffsbestimmung

2.1.1 Unternehmensführung

2.1.2 Optionales Handeln und Realoptionen

2.2 Synoptische Betrachtung von Finanz- und Realoptionen

2.3 Balanced Scorecard als ausgewähltes Instrument der Unternehmensführung

2.3.1 Modell der Balanced Scorecard

2.3.2 Kritische Würdigung

2.4 Notwendigkeit eines Modells zur Berücksichtigung von Handlungsalternativen

2.4.1 Schwächen konventioneller Instrumente der Unternehmensführung

2.4.2 Ansatz zur Steigerung der Flexibilität

3 Realoptionen als Ansatz optionalen Handelns

3.1 Modell der Realoptionen

3.2 Klassifikation von Realoptionen

3.2.1 Zweck der Option

3.2.1.1 Wachstumsoptionen

3.2.1.2 Lernoptionen

3.2.1.3 Versicherungsoptionen

3.2.2 Klassifikation nach aktivseitigen und passivseitigen Optionen

3.2.2.1 Aktivseitige Optionen

3.2.2.2 Passivseitige Optionen

3.3 Möglichkeiten der Bewertung von Realoptionen

3.3.1 Herkömmliche Bewertungsverfahren der Investitionsrechnung

3.3.2 Optionspreistheoretische Bewertungsverfahren

3.3.3 Kritische Würdigung der Bewertungsmethoden

4 Realoptionen und optionales Handeln zur strategischen Steuerung in verschiedenen Betrachtungsdimensionen

4.1 Realoptionen in der Kundenperspektive

4.1.1 Inhalte der Kundenperspektive

4.1.2 Management von Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette

4.1.3 Produktentwicklungsstrategien

4.1.4 Marktentwicklungsstrategien

4.1.5 Diversifikation

4.2 Realoptionen in der Finanzperspektive

4.2.1 Inhalte der Finanzperspektive

4.2.2 Realoptionen in unterschiedlichen Geschäftsfeldphasen

4.3 Realoptionen in der internen Prozessperspektive

4.3.1 Inhalte der internen Prozessperspektive

4.3.2 Realoptionen und das generische Wertkettenmodell

4.3.2.1 Realoptionen im Innovationsprozess

4.3.2.2 Realoptionen im Betriebsprozess

4.3.2.3 Realoptionen im Kundendienstprozess

4.4 Realoptionen in der Lern- und Entwicklungsperspektive

4.4.1 Inhalte der Lern- und Entwicklungsperspektive

4.4.2 Personalpotenziale und der Einsatz von Realoptionen

4.4.3 Potenziale von Informationssystemen und der Einsatz von Realoptionen

4.4.4 Motivation und der Einsatz von Realoptionen

4.5 Realoptionen in der Wettbewerbsperspektive

4.5.1 Triebkräfte des Wettbewerbs

4.5.2 Branchenwettbewerb und Realoptionen

5 Limitationen des Realoptionenansatzes und kritische Würdigung optionalen Handelns in verschiedenen Betrachtungsdimensionen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Theorie der Realoptionen in ihren Grundzügen darzustellen und aufzuzeigen, wie sie als Instrument in der Unternehmensführung genutzt werden können, um Handlungsspielräume zu erweitern und Wettbewerbsvorteile in einem dynamischen Umfeld zu sichern. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die praktische Anwendung und Integration von Realoptionen innerhalb eines mehrdimensionalen Managementsystems.

  • Grundlagen des optionalen Handelns und Realoptionen
  • Integration von Realoptionen in die Balanced Scorecard
  • Methoden zur Bewertung von Realoptionen
  • Anwendung in verschiedenen Unternehmensperspektiven (Kunde, Finanzen, Prozesse, Lernen, Wettbewerb)
  • Kritische Würdigung und Limitationen des Ansatzes

Auszug aus dem Buch

3.1 Modell der Realoptionen

Zur langfristigen Unternehmenssicherung ist es erforderlich, dass die Unternehmensleitung ein bestimmtes Maß an Handlungsspielräumen und somit Flexibilität besitzt. Dies ist notwendig, um in einem turbulenten und von Unsicherheiten geprägten Wettbewerbsumfeld agieren zu können.

Investitionen, welche nicht unmittelbare Einzahlungen zur Folge haben, wurden in der Vergangenheit oft vernachlässigt, obwohl dadurch den Unternehmen die Möglichkeit zur Nutzung von späteren Chancen eingeräumt wird. Diese Handlungsflexibilitäten werden auch als Realoptionen bezeichnet. Sie entstehen durch die Interaktion zwischen Unsicherheiten und Handlungsspielräumen des Managements. Die Handlungsspielräume können sowohl in der Begrenzung von Verlusten als auch in der Offenlegung neuer Gewinnchancen bestehen (asymmetrische Risiko- und Zahlungsprofile). Sie werden auch als strategisch-dynamische Freiheitsgrade bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einführung in das Ziel der Arbeit, die Theorie der Realoptionen als Instrument der Unternehmensführung darzustellen und den methodischen Aufbau der Arbeit zu erläutern.

2 Unternehmensführung und optionales Handeln: Begriffsbestimmung von Unternehmensführung, Einordnung optionalen Handelns sowie kritische Analyse der Balanced Scorecard und der Notwendigkeit zur Ergänzung um Handlungsalternativen.

3 Realoptionen als Ansatz optionalen Handelns: Vorstellung des Modells der Realoptionen, deren Klassifizierung nach Zweck und Ausrichtung sowie die Gegenüberstellung herkömmlicher und optionsbasierter Bewertungsmethoden.

4 Realoptionen und optionales Handeln zur strategischen Steuerung in verschiedenen Betrachtungsdimensionen: Detaillierte Untersuchung der Anwendung von Realoptionen in der Kunden-, Finanz-, Prozess-, Lern- und Wettbewerbsperspektive des Unternehmens.

5 Limitationen des Realoptionenansatzes und kritische Würdigung optionalen Handelns in verschiedenen Betrachtungsdimensionen: Abschließende kritische Reflexion des Realoptionenansatzes, Diskussion von Marktunvollkommenheiten und die Zusammenfassung der Einsatzmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Realoptionen, Unternehmensführung, Flexibilität, Investitionsrechnung, Balanced Scorecard, Handlungsalternativen, Strategie, Bewertung, Risikomanagement, Wachstumsoptionen, Lernoptionen, Versicherungsoptionen, Wettbewerbsvorteil, Kapitalwertmethode, Wertschöpfungskette

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Realoptionen als strategisches Instrument der Unternehmensführung, um in unsicheren und komplexen Märkten flexibel zu agieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Realoptionen, deren Einbindung in Managementinstrumente wie die Balanced Scorecard, Bewertungsmethoden sowie die strategische Anwendung in verschiedenen Unternehmensbereichen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch den Realoptionenansatz Handlungsspielräume identifiziert, bewertet und proaktiv gemanagt werden können, um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und literaturbasierte Analyse, die durch beispielhafte Anwendungsfälle (z.B. Automobilindustrie, Pharmaindustrie) veranschaulicht wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Realoptionen, die Bewertungsmöglichkeiten (Investitionsrechnung vs. Optionspreismodelle) und die detaillierte Betrachtung verschiedener Perspektiven (Kunde, Finanzen, interne Prozesse, Lernen, Wettbewerb).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Realoptionen, Handlungsflexibilität, strategische Steuerung, Balanced Scorecard und Investitionsbewertung geprägt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen aktivseitigen und passivseitigen Realoptionen?

Aktivseitige Realoptionen beziehen sich auf die Flexibilität bei Vermögensgegenständen (z.B. Produktion, Produkte), während passivseitige Optionen die Flexibilität in der Kapitalstruktur des Unternehmens (Eigen- und Fremdkapital) betreffen.

Warum hält der Autor die herkömmliche Kapitalwertmethode für unzureichend?

Der Autor kritisiert den statischen Charakter der Kapitalwertmethode, da diese Veränderungen der Cash-flows im Zeitablauf und die strategische Flexibilität des Managements nicht ausreichend berücksichtigt.

Welche Rolle spielt die Balanced Scorecard in dieser Analyse?

Die Balanced Scorecard dient als mehrdimensionales Rahmenkonzept, in das der Realoptionenansatz integriert wird, um eine ganzheitliche und zukunftsorientierte Unternehmensführung zu ermöglichen.

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Details

Title
Der Realoptionenansatz in der Unternehmensführung. Ein Instrument zur Bewertung strategischer Handlungsalternative
College
University of Potsdam
Grade
2.3
Author
Dr. Thomas Wenk (Author)
Publication Year
2001
Catalog Number
V185662
ISBN (eBook)
9783656983637
ISBN (Book)
9783867464154
Language
German
Tags
realoptionenansatz unternehmensführung instrument bewertung handlungsalternative
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Thomas Wenk (Author), 2001, Der Realoptionenansatz in der Unternehmensführung. Ein Instrument zur Bewertung strategischer Handlungsalternative, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185662
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