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Die Einführung der Bachelor- und Master-Grade an deutschen Hochschulen

Title: Die Einführung der Bachelor- und Master-Grade an deutschen Hochschulen

Diploma Thesis , 2001 , 78 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Sascha Kraus (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Die Einführung der Bachelor- und Master-Grade an deutschen Hochschulen ist inzwischen nicht mehr nur eine blosse Übersetzung bzw. Angleichung der Grade an den Bildungsweltmarkt, sondern möglicherweise Beginn der grössten Studienreform nach Einführung des humboldtschen Universitätsmodells Ende des 19. Jahrhunderts. Korrekt angewendet kann die Grundidee des preussischen Direktors für Unterricht und Erziehung Wilhelm von Humboldt (Einheit von Forschung und Lehre sowie Persönlichkeitsbildung durch Wissenschaft) auch in der heutigen Zeit und innerhalb der neuen Studiengänge seine Berechtigung finden, was diese Arbeit darzustellen versucht.8 Zudem wird ein Versuch unternommen, die neuen Abschlüsse anhand ihrer Vorbilder im anglo-amerikanischen Hochschulsystem zu erklären, mit den deutschen zu vergleichen und unter Einbeziehung von Erfahrungen anderer europäischer Staaten einen Ausblick auf mögliche zukünftige Studienmodelle zu geben. Hierbei soll ein besonderer Augenmerk auf den Wirtschaftswissenschaften liegen.

Excerpt


Gliederung

1. EINLEITUNG

1.1. Einführung

1.2. Geschichte

2. HOCHSCHULSYSTEME

2.1. Die Hochschulsysteme Europas

2.1.1. Einteilung

2.1.2. Kompatibilität

2.1.3. Erfahrungen

2.2. Das anglo-amerikanische System

2.2.1. Studienberechtigung und Studentenprofil

2.2.2. Ablauf, Dauer und Kosten des Studiums

2.2.3. Das britische System

2.2.4. Das amerikanische System

2.3. Das deutsche System

2.3.1. Studienberechtigung und Studentenprofil

2.3.2. Ablauf, Dauer und Kosten des Studiums

2.3.3. Studienabbruch und Studienunterbrechung

2.3.4. Integrierte / Gestufte Studiengänge

2.3.5. Fachhochschulen

3. POLITISCHE UND RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

3.1. Sorbonne-Erklärung

3.2. Bologna-Erklärung

3.3. Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

3.4. Wissenschaftsrat

3.5. Hochschulrahmengesetz

4. AKKREDITIERUNG UND QUALITÄTSSICHERUNG

4.1. Akkreditierung in den USA

4.2. Akkreditierung in Grossbritannien

4.3. Akkreditierung in Deutschland

5. UMSETZUNG

5.1. Studierbarkeit

5.1.1. Diploma Supplement

5.1.2. Leistungspunkte

5.1.3. Teilzeitstudium

5.2. Studiengänge

5.2.1. Naturwissenschaften

5.2.2. Geisteswissenschaften

5.2.3. Wirtschaftswissenschaften

5.3. Wandel

5.4. Berufsbefähigung

5.5. Akzeptanz

5.5.1. Unternehmen / Wirtschaft

5.5.2. Studenten

5.5.3. Konkrete Umsetzung

5.6. Finanzierung

6. RESUMÉ

6.1. Interne Reform

6.1.1. Akzeptanz und Berufsbefähigung

6.1.2. Studienzeitverkürzung und Abbrecherquoten

6.1.3. Fachhochschulen

6.1.4. Akkreditierung

6.1.5. Finanzierung

6.2. Externe Kompatibilität

6.2.1. Mobilität

6.2.2. Internationalisierung

6.3. Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Die Diplomarbeit untersucht die Einführung von Bachelor- und Master-Graden an deutschen Hochschulen als Reaktion auf die Notwendigkeit einer verbesserten internationalen Vergleichbarkeit und einer Reform des nationalen Bildungssystems angesichts steigender Bildungskosten und langer Studiendauer.

  • Analyse der Hochschulsysteme (Europa, USA, Großbritannien) im Vergleich zu Deutschland
  • Untersuchung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Studienreform
  • Diskussion von Akkreditierungsverfahren und Qualitätssicherung
  • Betrachtung der praktischen Umsetzung und der damit verbundenen Herausforderungen
  • Evaluation der Akzeptanz bei Unternehmen, Wirtschaft und Studierenden

Auszug aus dem Buch

1.1. Einführung

Seit einigen Jahren herrscht in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eine anhaltende Debatte über die Einführung der Bachelor- und Master-Grade an deutschen Hochschulen, die ihren Ursprung in dem Bestreben hat, diese für ausländische Bewerber interessanter zu machen. Das seit über 100 Jahren verliehene deutsche Diplom ist trotz seines auf vielen Gebieten hervorragenden Rufes (z.B. Diplom-Ingenieure und -Physiker) im Ausland nur schwer einzuordnen. Beim FH-Diplom ergibt sich noch grössere Erklärungsnot. Experten schätzen, dass mehr als drei Viertel der Staaten dieser Erde den Bachelor, der im Vergleich zum deutschen Diplom deutlich kürzer und weniger akademisch ausgerichtet ist, als ersten Hochschulabschluss anbieten. Einzig Europa mit seinen unterschiedlichen Hochschulsystemen, voran Frankreich mit seinem vielstufigen System sowie Deutschland mit seinen einstufigen vier- bis fünfjährigen Regelstudienzeiten, bildet eine Ausnahme.

Deutsche Studiengänge sind, mit Ausnahme des fächerübergreifenden Magister-Studiums, i.d.R. sowohl wissenschaftlich orientiert und fachspezifisch, als auch berufsqualifizierend: die Berufsziele lauten z.B. Arzt, Jurist, Informatiker oder Ingenieur. Das aus dem anglo-amerikanischen Raum stammende Bachelor/Master-System bietet eine vertiefende Spezialisierung erst im Rahmen des zweiten Studienabschnitts, dem Master-Programm. Der Bachelor hingegen basiert auf der Akkumulierung interfakultärer Prüfungsleistungen mit Vergabe des Abschlussgrades bei Erreichen einer bestimmten Mindestpunktzahl. Der spezialisierte Master wird erst auf der sog. Professional oder Graduate School (z.B. für Medizin, Recht oder Business) erworben. Vom Niveau her wird er als gleichwertig zu den bisherigen deutschen Diplomen betrachtet. Ein amerikanischer Bachelor mit anschliessendem Master entspricht in Qualität und Quantität demnach annähernd den deutschen Abschlüssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Debatte um Bachelor- und Master-Grade, die durch den Wunsch nach internationaler Vergleichbarkeit und eine notwendige Reform des deutschen Bildungssystems getrieben wird.

2. HOCHSCHULSYSTEME: Dieses Kapitel vergleicht deutsche Hochschulstrukturen mit den anglo-amerikanischen Systemen und untersucht Ansätze in anderen europäischen Ländern, um Reformbedarfe aufzuzeigen.

3. POLITISCHE UND RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN: Hier werden die politischen Initiativen, insbesondere die Bologna-Erklärung, sowie das Hochschulrahmengesetz als Grundlagen der Studienreform analysiert.

4. AKKREDITIERUNG UND QUALITÄTSSICHERUNG: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit und Umsetzung von Qualitätssicherungssystemen durch Akkreditierung in den USA, Großbritannien und Deutschland.

5. UMSETZUNG: Der Hauptteil diskutiert praktische Aspekte der Umstellung wie Studierbarkeit, Studiengänge, die Rolle der Fachhochschulen und die Akzeptanz bei den Stakeholdern.

6. RESUMÉ: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die interne Reform und externe Kompatibilität und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der deutschen Hochschullandschaft.

Schlüsselwörter

Bachelor, Master, Diplom, Hochschulsysteme, Akkreditierung, Qualitätssicherung, Bologna-Prozess, internationale Vergleichbarkeit, Studierbarkeit, Berufsbefähigung, Studienreform, Mobilität, Leistungspunkte, Hochschulrahmengesetz, Wirtschaftswissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einführung von Bachelor- und Master-Abschlüssen an deutschen Hochschulen und setzt diese in einen internationalen Vergleich zu bewährten Systemen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind der Systemvergleich, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Rolle der Akkreditierung, die praktische Umsetzbarkeit sowie die Akzeptanz der neuen Abschlüsse in Wirtschaft und Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das deutsche Bildungssystem durch die Reform international anschlussfähiger gemacht werden kann, ohne dabei bewährte wissenschaftliche Standards zu verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und vergleichende Analyse unter Einbeziehung aktueller hochschulpolitischer Dokumente und statistischer Daten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Gegenüberstellung der Hochschulsysteme, den politischen und rechtlichen Reformvorgaben sowie einer tiefgehenden Analyse zur Umsetzung in verschiedenen Fachbereichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Bachelor, Master, Diplom, Akkreditierung, internationale Vergleichbarkeit und Studienreform.

Wie stehen deutsche Unternehmen zum Bachelor-Abschluss?

Viele Unternehmen zeigen sich abwartend, da sie bisher kaum Erfahrungen mit Absolventen der neuen Grade haben, und bevorzugen tendenziell weiterhin die klassischen deutschen Abschlüsse.

Welche Rolle spielen Akkreditierungsagenturen?

Sie dienen als unabhängige Institutionen zur Qualitätssicherung und Überprüfung von Mindeststandards, da die neuen Grade ohne Akkreditierung keine einheitliche Qualität signalisieren.

Welches Fazit zieht der Autor zur Studienreform?

Der Autor warnt vor einer bloßen "Umetikettierung" und betont, dass für einen langfristigen Erfolg ein Umdenken aller Beteiligten sowie eine nachhaltige und ethisch korrekte Gestaltung erforderlich ist.

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Details

Title
Die Einführung der Bachelor- und Master-Grade an deutschen Hochschulen
College
University of Siegen
Grade
2.3
Author
Sascha Kraus (Author)
Publication Year
2001
Pages
78
Catalog Number
V185693
ISBN (eBook)
9783656990826
ISBN (Book)
9783867465700
Language
German
Tags
einführung bachelor- master-grade hochschulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Kraus (Author), 2001, Die Einführung der Bachelor- und Master-Grade an deutschen Hochschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185693
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