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Konvergenz Internationaler Corporate Governance? Kritische Diskussion wesentlicher Entwicklungen

Titel: Konvergenz Internationaler Corporate Governance? Kritische Diskussion wesentlicher Entwicklungen

Diplomarbeit , 2002 , 78 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sina Nigischer (Autor:in)

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es soll zuerst Definition und Aufstieg des heute verwendeten Corporate Governance-Begriffs in die wissenschaftliche Forschung in Kapitel 2 aufgezeigt werden. Im 3. Kapitel werden Ursachen für mögliche Annäherungsansätze formuliert. Hierzu muss jedoch angemerkt werden, dass die Ursache-Wirkungsbeziehungen nicht klar abgegrenzt werden können, da sie im Wesentlichen der Interpretation des Lesers unterliegen. Das Zusammenwachsen der Finanzmärkte kann daher entweder als Ursache für eine mögliche Konvergenz internationaler Corporate Governance erläutert oder andererseits als Resultat dieser Tendenz ausgelegt werden. Beginnend mit dem 4. Kapitel werden drei Komponenten (vom Verfasser auch als Klammern bezeichnet), innerhalb derer Indizien zu einer Konvergenz anmuten, kritisch beleuchtet. Dieses erste Kapitel beschäftigt sich mit einer möglichen Angleichung der internationalen Unternehmensverfassungen, wogegen sich das 5. mit dem Wandel in der Interessensvertretung und das 6. mit Umbrüchen in den Führungsprinzipien auseinandersetzt. Diese drei Klammern sind nach ihrer Gewichtung absteigend angeordnet. Es ist jedoch anzumerken, dass sie nicht alle beobachtbaren „Konvergenzindizien“ enthalten können. Eine vollständige Darstellung der Umschwünge ist zwar angestrebt, vermag aber aufgrund des vorgegebenen Arbeitsumfanges an Perfektion zu leiden. Des Weiteren sind die Klammern nicht notwendigerweise über-schneidungsfrei. Der Schwerpunkt liegt auf der Fokussierung des anglo-amerikanischen Corporate Governance-Verständnisses und dem des deutschen, wobei bei ersterem verstärkt auf die Vereinigten Staaten eingegangen wird. Die Kapitel werden jeweils durch eine deskriptive Gegenüberstellung der beiden unterschiedlichen Systeme eingeleitet, um ein solides Fundament für das optimale Verständnis der Umschwünge zu garantieren. Diese Umschwünge werden jeweils von beiden Ausgangspunkten betrachtet. Denn es gibt nicht nur Versuche in Deutschland eine Brücke zum anglo-amerikanischen System inklusive seiner funktionalen Ausgestaltungen zu bauen, sondern man bemerkt in den USA interessanterweise eine umgekehrte Tendenz.10 Als Abschuss werden im Fazit die vorausgegangenen Entwicklungen ganzheitlich kritisch diskutiert, und versucht, diese anhand verschiedener Interpretationen von Konvergenz zusammenzufassen. Abschließend soll ein Ausblick gegeben werden, wohin möglicherweise eine Annäherung der beiden unterschiedlichen Systeme führen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. MOTIVATION DER ARBEIT

2. DEFINITION UND HINTERGRÜNDE DER CORPORATE GOVERNANCE-DEBATTE

2.1. Begriffsabgrenzung

2.2. Zum Aufstieg der Corporate Governance-Problematik in die wissenschaftliche Forschung

3. URSACHEN FÜR EINE MÖGLICHE KONVERGENZ INTERNATIONALER CORPORATE GOVERNANCE

3.1. Globalisierung der Produkt- und Absatzmärkte

3.2. Zusammenwachsen der Finanzmärkte

3.3. Institutionalisierung der Märkte

4. ZUR ANGLEICHUNG DER UNTERNEHMENSVERFASSUNGEN

4.1. Board-Modell versus Vorstands-/Aufsichtsratsmodell

4.2. Vom Vereinigungsmodell zum Trennungsmodell – Audit Committees als Wegbereiter?

4.3. Vom Trennungsmodell zum Vereinigungsmodell – Verkümmern die Aufsichtsräte?

4.4. Schlussfolgerung

5. DIE INTERESSENSVERTRETUNG IM WANDEL

5.1. Shareholder-Ansatz versus Stakeholder-Ansatz

5.2. Der Stakeholder-Ansatz als anglo-amerikanische Corporate Governance-Reform?

5.3. Der Shareholder Value als neues Paradigma in Deutschland?

5.4. Schlussfolgerung

6. UMBRÜCHE IN DEN FÜHRUNGSPRINZIPIEN

6.1. Direktoriale Führung versus kollegiale Führung

6.2. Die Trennung von CEO und Chairman – das Ende der direktorialen Spitze?

6.3. Verstärkte Personifizierung von Vorstandsvorsitzenden – Auflösung des kollegialen Kalküls?

6.4. Schlussfolgerung

7. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Wandel im Bereich der internationalen Corporate Governance unter Konvergenzgesichtspunkten zu analysieren und kritisch zu bewerten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob eine tatsächliche Annäherung zwischen den unterschiedlichen Corporate Governance-Systemen, insbesondere zwischen den anglo-amerikanischen und deutschen Modellen, stattfindet oder ob institutionelle und historische Pfadabhängigkeiten dies verhindern.

  • Analyse der Ursachen für eine internationale Konvergenz der Corporate Governance.
  • Gegenüberstellung des Board-Modells und des Vorstands-/Aufsichtsratsmodells.
  • Untersuchung des Wandels in der Interessensvertretung (Shareholder- vs. Stakeholder-Ansatz).
  • Kritische Diskussion der Umbrüche in den Führungsprinzipien von Unternehmen.
  • Bewertung der Rolle institutioneller Investoren und globaler Standards.

Auszug aus dem Buch

3.1. Globalisierung der Produkt- und Absatzmärkte

Es wird allgemein angenommen, dass die Globalisierung im Bereich der Produktion, der Finanz und des Handels der Grund ist, warum die Wirtschaftsstaaten hinsichtlich ihrer Entwicklung konvergieren und die Institutionen eine formale Konvergenz erleben. Globalisierung wird assoziiert mit einem Ansteigen des länderübergreifenden Verkehrs von Gütern, Dienstleistungen, Geld, Personen, Informationen und Kulturen. Strittige Meinung unter den Wissenschaftlern besteht jedoch, ob dies wirklich eine Ursache oder gar eine Antriebskraft für die Globalisierung ist. Die Ausweitung der Märkte – induziert durch zahlreiche länderübergreifende Firmeninvestitionen und -finanzierungen – führt dazu, dass die Unternehmen neuen Einflüssen begegnen und sich dementsprechend verändern. Eine stärkere gegenseitige Wahrnehmung und Beeinflussung muss aber nicht unbedingt eine vollständige Angleichung implizieren.

Multinationale Unternehmen (MNUs) sehen die Globalisierung als ein Mittel, die gesetzten Ziele durch das Schaffen oder Erhalten eines Wettbewerbsvorteils zu erreichen. Durch ihre Investitionen tragen sie wesentlich zum Zusammenwachsen der Märkte bei. Die Anzahl der Direktinvestitionen deutscher Unternehmen ist von 1980 bis 1996 um fast das Doppelte gestiegen. Deren Umsatz nahm um mehr als das Dreifache zu, und die Zahl der dort Beschäftigten stieg um ca. 60%. Ebenso darf die Bedeutung von Unternehmensverflechtungen nicht außer Acht gelassen werden.

Die Globalisierung der Märkte hat als Korrektiv essentielle Auswirkungen auf Organisationsstrukturen und Strategien. Aber Rahmenbedingungen, die im Heimatland adäquat sind, müssen nicht unbedingt auf internationale Transaktionen übertragbar sein. Es ist bewiesen, dass Firmen verschiedene Organisationsformen – zugeschnitten auf die jeweiligen institutionellen und sozialen Strukturen ihres Heimatlandes – adaptieren, wenn Globalisierungstendenzen stärker sichtbar werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. MOTIVATION DER ARBEIT: Das Kapitel führt in die Bedeutung der Corporate Governance ein und begründet die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund der globalen Märkte.

2. DEFINITION UND HINTERGRÜNDE DER CORPORATE GOVERNANCE-DEBATTE: Hier werden der Corporate Governance-Begriff abgegrenzt und der Aufstieg der Thematik in die wissenschaftliche Forschung erläutert.

3. URSACHEN FÜR EINE MÖGLICHE KONVERGENZ INTERNATIONALER CORPORATE GOVERNANCE: Dieses Kapitel behandelt die treibenden Kräfte wie Globalisierung und Kapitalmarktverflechtungen, die einen Druck zur Konvergenz der Governance-Systeme erzeugen.

4. ZUR ANGLEICHUNG DER UNTERNEHMENSVERFASSUNGEN: Es wird die Entwicklung und mögliche Annäherung zwischen dem anglo-amerikanischen Board-Modell und dem deutschen dualen System untersucht.

5. DIE INTERESSENSVERTRETUNG IM WANDEL: Der Wandel vom Stakeholder- zum Shareholder-Ansatz in Deutschland und die kritische Auseinandersetzung in den USA stehen hier im Mittelpunkt.

6. UMBRÜCHE IN DEN FÜHRUNGSPRINZIPIEN: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen direktorialer und kollegialer Führung sowie die Bedeutung der CEO/Chairman-Trennung.

7. FAZIT UND AUSBLICK: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die formale und funktionale Konvergenz der Systeme und blickt auf die zukünftige Entwicklung.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Konvergenz, Shareholder Value, Stakeholder-Ansatz, Aufsichtsrat, Board of Directors, Globalisierung, Kapitalmarkt, Unternehmensverfassung, Audit Committee, Mitbestimmung, Pfadabhängigkeit, Führungssysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, ob sich internationale Corporate Governance-Systeme, speziell die der USA und Deutschlands, unter dem Druck der Globalisierung einander annähern (Konvergenz).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Unternehmensverfassung, die Interessensvertretung (Shareholder- vs. Stakeholder-Prinzip) und die Entwicklung der Führungsprinzipien im Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Wandel in der Unternehmensführung zu untersuchen und zu bewerten, ob eine echte Konvergenz stattfindet oder ob lokale Besonderheiten die Systeme stabil halten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive Gegenüberstellung der Systeme genutzt, ergänzt durch eine realwissenschaftlich-explikative Analyse, um den funktionalen Wandel zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei Hauptkomponenten ("Klammern"): Unternehmensverfassungen, Interessensvertretung und Führungsprinzipien, um Anzeichen für eine Konvergenz zu finden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Corporate Governance, Konvergenz, Shareholder Value, Stakeholder-Ansatz, Aufsichtsrat, Board-Modell und Globalisierung.

Wie wirkt sich die Globalisierung konkret auf die Corporate Governance aus?

Die Globalisierung fördert den Wettbewerb und Kapitalverflechtungen, was Unternehmen dazu zwingt, effizientere Kontrollstrukturen und transparentere Standards zu implementieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Gibt es eine formale Konvergenz zwischen Deutschland und den USA?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass keine formale Konvergenz (Gesetzesangleichung) stattfindet, sondern allenfalls eine funktionale, da nationale Pfadabhängigkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen sehr stabil sind.

Welche Rolle spielen institutionelle Investoren in diesem Prozess?

Institutionelle Investoren fungieren als Katalysatoren, da sie durch ihre enorme Kapitalmacht auf Standards wie US-GAAP oder eine stärkere Orientierung am Shareholder Value drängen.

Ende der Leseprobe aus 78 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konvergenz Internationaler Corporate Governance? Kritische Diskussion wesentlicher Entwicklungen
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1
Autor
Sina Nigischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
78
Katalognummer
V185779
ISBN (eBook)
9783656990741
ISBN (Buch)
9783867466615
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konvergenz internationaler corporate governance kritische diskussion entwicklungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Nigischer (Autor:in), 2002, Konvergenz Internationaler Corporate Governance? Kritische Diskussion wesentlicher Entwicklungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185779
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Leseprobe aus  78  Seiten
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