Die Ausführungen der vorliegenden Arbeit beschränken sich auf die bankbetriebliche Preispolitik bei Privatkunden im standardisierten Mengengeschäft der Banken. Mit den allgemeinen Termini "Bank(en)", "Geldinstitut(e)" bzw. "Kreditinstitut(e)" werden Universalbanken bezeichnet (Universalbanken in privatrechtlichen Rechtsformen; Universalbanken des öffentlich-rechtlichen Bereichs incl. freier Sparkassen; Genossenschaftsbanken; Privatbankiers; Postbank11). Untersuchungsobjekte sind die Bankdienstleistungen und Preise des standardisierten Privatgiroverkehrs.
Inhaltsverzeichnis
I. Kapitel: Einleitung
1. Ausgangssituation und Problemstellung
2. Abgrenzung des Untersuchungsbereichs
3. Gang und Ziel der Untersuchung
II. Kapitel: Grundlagen
1. Die Preispolitik als Instrument der Absatzpolitik bei Banken
1.1. Entwicklung des Marketing bei Banken
1.2. Die Aktionsparameter des Bankmarketing
1.3. Definition des Bankpreises und der Preispolitik
1.3.1. Definition des Bankpreises
1.3.2. Definition der Preispolitik
1.3.3. Ziele der bankbetrieblichen Preispolitik
1.4. Bankpreise als "politische" Preise
2. Der Markt für Bankleistungen
2.1. Marktform
2.2. Charakteristika der Bank(dienst)leistung
3. Segmentierung des Kundenkreises
III. Kapitel: Determinanten der Bankloyalität
1. Definition der Bankloyalität
2. Empirische Daten zum Ausmaß der Bankloyalität
3. Einflußfaktoren der Bankloyalität
3.1. Preisunabhängige Einflußfaktoren
3.2. Wandel der Finanzdienstleistungsmärkte und zunehmender Wettbewerb
3.3. Preisliche Einflußfaktoren
3.3.1. Teilbereiche des Preisverhaltens
3.3.2. Preistransparenz
IV. Kapitel: Formen und Orientierungsgrößen bankbetrieblicher Preisgestaltung
1. Preisgestaltungsmöglichkeiten
1.1. Wahl der Preisbezugsbasis und des Preiszählers
1.1.1. Wahl der Preisbezugsbasis
1.1.2. Wahl des Preiszählers
1.2. Preisspaltung
1.3. Preisdifferenzierung
1.4. Preistaffelung
1.5. Preisbündelung
1.6. Preisbaukästen
1.7. Ausgleichspreisstellung
1.8. Auswirkung der Preisgestaltungsmaßnahmen auf die Bankloyalität
2. Orientierungsgrößen bankbetrieblicher Preisgestaltung
2.1. Kostenorientierung
2.2. Marktorientierung
2.2.1. Konkurrenzorientierung
2.2.2. Kundenorientierung
3. Der preisstrategische Ansatz des "Relationship Pricing"
V. Kapitel: Empirische Erhebung von Preisen im standardisierten Mengengeschäft der Banken in der BRD
1. Vorgehensweise
2. Analyse der Konditionensysteme
2.1. Preise bei Einzelabrechnungen
2.2. Preise bei Pauschalabrechnungen
2.3. Preise für Auszubildende-/Studenten-Konten
2.4. Preisgestaltungsmaßnahmen und Relationship Pricing in der Praxis
3. Ergebnis
VI. Kapitel: Schlußbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die bankbetriebliche Preispolitik im standardisierten Privatkundengeschäft. Ziel ist es, den Einfluss von Bankpreisen auf die Kundenloyalität vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Wettbewerbsumfeldes zu analysieren und strategische Ansätze zur langfristigen Kundenbindung zu evaluieren.
- Preispolitik und absatzpolitische Instrumente im Bankwesen
- Determinanten und empirische Messung der Bankloyalität
- Instrumente der bankbetrieblichen Preisgestaltung (z.B. Preisspaltung, Bündelung, Preisbaukästen)
- Empirische Analyse von Konditionensystemen in der BRD
- Strategischer Ansatz des "Relationship Pricing"
Auszug aus dem Buch
1.3.1. Definition des Bankpreises
Allgemein gibt der Preis eines Produktes oder einer Dienstleistung die Zahl der Geldeinheiten an, die ein Käufer für den Erwerb einer Mengeneinheit des Produktes bzw. der Dienstleistung zu entrichten hat, um in den Besitz des Gutes und den Genuß des damit verbundenen Nutzens zu kommen. Der Nettonutzen des Produktes oder der Leistung ergibt sich aus der Differenz von Nutzen und Preis.
Preise stellen objektive Reize dar, die als subjektive Informationen von Nachfragern wahrgenommen und verarbeitet werden.
Der Preis ist definiert als die monetäre Gegenleistung ("Entgelt") eines Käufers für eine bestimmte Menge eines Wirtschaftsgutes oder einer Leistung bestimmter Qualität ("Leistungsumfang"):
Zusammenfassung der Kapitel
I. Kapitel: Einleitung: Beschreibt den historischen Wandel des Bankenmarktes vom Verkäufer- zum Käufermarkt und definiert den Fokus auf die Preispolitik im Mengengeschäft.
II. Kapitel: Grundlagen: Erläutert die Rolle der Preispolitik im Bankmarketing und definiert Begriffe wie Bankpreis sowie die Besonderheiten von Bankleistungen.
III. Kapitel: Determinanten der Bankloyalität: Analysiert Faktoren, die die Loyalität von Kunden beeinflussen, einschließlich räumlicher, zeitlicher und persönlicher Präferenzen.
IV. Kapitel: Formen und Orientierungsgrößen bankbetrieblicher Preisgestaltung: Stellt Instrumente wie Preisspaltung, Differenzierung und Preisbaukästen sowie den Ansatz des "Relationship Pricing" dar.
V. Kapitel: Empirische Erhebung von Preisen im standardisierten Mengengeschäft der Banken in der BRD: Präsentiert die Ergebnisse einer Untersuchung von 80 Banken bezüglich ihrer Konditionensysteme und Gebührenstrukturen.
VI. Kapitel: Schlußbetrachtung: Fasst zusammen, dass eine rein kostenorientierte Preisstellung marktwirtschaftlich nicht mehr ausreicht und empfiehlt den Übergang zu kundenorientierten Preisstrategien.
Schlüsselwörter
Bankmarketing, Preispolitik, Privatkundengeschäft, Bankloyalität, Preisdifferenzierung, Preisbündelung, Relationship Pricing, Konditionensysteme, Girokonto, Preisintransparenz, Kundensegmentierung, Wettbewerb, Kostenorientierung, Preistransparenz, Zahlungsverkehr.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Preispolitik von Banken im Bereich der Dienstleistungen für Privatkunden, insbesondere im standardisierten Mengengeschäft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Preispolitik, die Analyse von Faktoren, die die Bindung an eine Bank (Bankloyalität) beeinflussen, sowie die praktische Anwendung verschiedener Preisgestaltungsformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Bankpreise gestaltet sind und welchen Einfluss sie auf die Kundenloyalität haben, um so Empfehlungen für eine zukunftsorientierte Preisstrategie zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Neben einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse wurde eine empirische Erhebung durchgeführt, bei der Preisaushänge von 80 Banken in der Bundesrepublik Deutschland ausgewertet wurden.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden verschiedene Instrumente der Preisgestaltung wie Preisspaltung, Preisdifferenzierung, Preisbündelung und Preisbaukästen detailliert analysiert und deren Auswirkungen auf die Kundenloyalität sowie die Markttransparenz bewertet.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Schlüsselbegriffe sind vor allem Relationship Pricing, Bankloyalität, Preisintransparenz, Mengengeschäft, Preisdifferenzierung und Konditionensysteme.
Warum ist das Thema des Relationship Pricing so relevant?
Relationship Pricing stellt einen Wechsel von einem rein produktorientierten hin zu einem beziehungsorientierten Ansatz dar, der dazu dient, kostendeckende Kundenbeziehungen zu festigen, anstatt nur einzelne Produkte kostendeckend zu bepreisen.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Preistransparenz?
Die Autorin stellt fest, dass Preisverzeichnisse im Bankwesen oft unübersichtlich sind und der Kunde bei der Vielzahl an Preismodellen kaum in der Lage ist, die tatsächlichen Kosten objektiv zu vergleichen.
- Arbeit zitieren
- Sylvia Block (Autor:in), 1995, Preispolitik bei Bankdienstleistungen für Privatkunden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185850