Möglichkeiten und Grenzen der Einführung eines Risikomanagements in kleinen und mittleren Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen von Basel II


Diplomarbeit, 2003

110 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

I
Fachhochschule Worms
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Studiengang Internationale Betriebswirtschaft und Außenwirtschaft
WS ­ 2002/2003
Diplomarbeit
Thema :
Möglichkeiten und Grenzen der Einführung
eines Risikomanagements in kleinen und
mittelständischen Unternehmen unter
besonderer Berücksichtigung der
Anforderungen von Basel II
vorgelegt von
Jörg Naumann
8. Semester
11. März 2003

II
Ehrenwörtliche Erklärung
"Ich erkläre hiermit an Eides Statt, dass
1. ich die v orliegende Arbeit selbständig und ohn e Benutzung anderer als der
angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe,
2. die aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommenen Gedanken als
solche kenntlich gemacht sind,
3. dieses Exemplar mit der beurteilten Arbeit übereinstimmt und
4. diese Arbeit bisher in gleicher oder ähnlicher Form keiner anderen Prüfungs-
behörde vorgelegt und auch noch nicht veröffentlicht wurde."
Worms, den 11. März 2003
Jörg Naumann

III
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis...III
Abkürzungsverzeichnis ... V
Darstellungsverzeichnis ... VII
1
Einleitung
...1
1.1
Zur Aktualität des Themas... 1
1.2
Intention und Aufbau der Arbeit ... 2
2
Kleine und mittlere Unternehmen
...3
2.1
Zum Verständnis des Mittelstandsbegriffes ... 3
2.2
Quantitative Merkmale kleiner und mittlerer Unternehmen ... 3
2.3
Qualitative Merkmale kleiner und mittlerer Unternehmen... 5
2.4
Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland ... 6
2.5
Finanzierungsverhalten kleiner und mittlerer Unternehmen ... 7
3
Basel II ­ Der neue Baseler Eigenkapitalakkord
...11
3.1
Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht...11
3.2
Entwicklung von Basel I zu Basel II ...12
3.3
Inhalte und Ziele der neuen Baseler Eigenkapitalübereinkunft...13
3.4
Rating...15
3.4.1 Definition des Ratingbegriffes...15
3.4.2 Ratingansätze im Rahmen der Basel II-Reform...16
3.4.3 Vor- und Nachteile des externen und internen Ratings für KMU...18
3.4.4 Inhalte des bankinternen Ratingverfahrens ...21
3.5
Auswirkungen von Basel II auf das Finanzierungsverhalten von KMU...24
3.6
Vorbereitungsstand der KMU auf Basel II...30
3.6.1 Ergebnisse verschiedener Untersuchungen ...30
3.6.2 PWC Deutsche Revision-Studie ,,Fit für Rating" ...31
3.6.2.1 Untersuchungsobjekte und Datenbasis...31
3.6.2.2 Inhalte und Ergebnisse der Studie ...31
4
Risiko
...34
4.1
Definition des Risikobegriffes...34
4.2
Unternehmensrisiken...37
4.3
Spezielle Risiken kleiner und mittlerer Unternehmen...39
4.3.1 Unternehmerrisiko...39
4.3.2 Personalrisiko...40
4.3.3 Marktrisiko...41
4.3.4 Finanzierungsrisiko ...42

IV
5
Risikomanagementprozess
...43
5.1
Definition des Risikomanagementbegriffes...43
5.2
Modell des iterativen Regelkreises ...44
5.3
Phasen des Risikomanagementprozesses ...46
5.3.1 Risikostrategie...46
5.3.2 Risikoidentifikation...48
5.3.3 Risikoanalyse und ­bewertung...50
5.3.4 Risikosteuerung ...53
5.3.5 Risikoüberwachung ...56
5.3.6 Überwachung des Risikomanagementprozesses ...57
6
Systematisches Risikomanagement in KMU
...58
6.1
Notwendigkeit eines Risikomanagements in KMU ...58
6.1.1 Magisches Dreieck ...58
6.1.2 Basel II ...60
6.1.3 KonTraG ...62
6.2
Bestandteile eines Risikomanagementsystems in KMU...64
6.2.1 Restriktive Faktoren und Basisanforderungen...64
6.2.2 Controlling...65
6.2.2.1 Mindestanforderungen...65
6.2.2.2 Risikocontrolling ...66
6.2.3 Internes Überwachungssystem ...68
6.2.4 Früherkennung...71
6.3
Ausgestaltungsansatz auf Basis des Balanced Scorecard-Prinzips...73
6.3.1 Balanced Scorecard...73
6.3.2 Risiko Scorecard für KMU ...76
7
Schlussbetrachtung und Ausblick
...82
Anhang
...85
Ergänzende Informationen zu Kapitel 2 ...85
Ergänzende Informationen zu Kapitel 3 ...91
Literatur- und Quellenverzeichnis
...94

V
Abkürzungsverzeichnis
AG
Aktiengesellschaft
AktG
Aktiengesetz
BIZ
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich
BSC
Balanced Scorecard
bzw.
beziehungsweise
Co.
Kompanie
EAD
Exposure at Default
EDV
Elektronische Datenverarbeitung
EG
Europäische Gemeinschaft
et al.
et alii
etc.
et cetera
e.V.
eingetragener Verein
f.
folgende
ff.
fortfolgende
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB
Handelsgesetzbuch
Hrsg.
Herausgeber
HWWA
Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv
i.d.R.
in der Regel
IDW
Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.
i.e.S.
im engen Sinne
IfM
Institut für Mittelstandsforschung Bonn
IKB
Deutsche Industriebank AG
IRB
Internal Ratings Based Approach
i.w.S.
im weiten Sinne
KapCoRiLiG
Kapitalgesellschaften und Co. Richtlinien Gesetz
KG
Kommanditgesellschaft
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen
KonTraG
Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
KWG
Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz)
LGD
Loss Given Default
Mio.
Million
OHG
Offene Handelsgesellschaft
o.V.
ohne Verfasser

VI
PD
Probability of Default
PEST-Analyse
Political-Economical-Social-Technological-Analyse
PWC
Price Waterhouse Coopers
RSC
Risiko Scorecard
S.
Seite
SWOT-Analyse Strength-Weaknesses-Opportunities-Threats-Analyse
TEuro
Tausend Euro
u.a.
unter anderem
URA
Unternehmensrating Agentur München AG
VaR
Value-at-Risk
VSU
Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V.

VII
Darstellungsverzeichnis
Abbildung 1:
Unternehmensgrößenklassen gemäß IfM Bonn ... 5
Abbildung 2:
Investitions- und Finanzplanung im Mittelstand ... 9
Abbildung 3:
Stellenwert von Finanzierungsinstrumenten für KMU ...11
Abbildung 4:
Drei-Säulen-Modell der Basel II-Reform ...13
Abbildung 5:
Unterschiede in der Kreditvergabe nach Basel I und Basel II ...15
Abbildung 6:
Externes und internes Rating - Bewertung aus Sicht der KMU ...21
Abbildung 7:
Vorbereitungsstand auf ein Rating ­ Selbsteinschätzung der KMU ...32
Abbildung 8:
Unterscheidung reines und spekulatives Risiko...36
Abbildung 9:
Unternehmensrisiken - Schwerpunkte der Basel II-Betrachtung ...39
Abbildung 10:
Iterativer Regelkreis des Risikomanagementprozesses...45
Abbildung 11:
Risiko-Dringlichkeitsklassen ...47
Abbildung 12:
Risikoportfolio (Risk-Map) ...52
Abbildung 13:
Risikosteuerungsalternativen des Risikomanagementprozesses...55
Abbildung 14:
Kosten-Nutzen-Relation des Risikomanagements für KMU...62
Abbildung 15:
Ablaufschema der Risiko Scorecard...80
Abbildung 16:
Größenklassen von Kapitalgesellschaften nach §267 HGB...85
Abbildung 17:
Unternehmensgrößenklassen gemäß Europäischer Gemeinschaft ...87
Abbildung 18:
Ratingklassen externer Ratingagenturen...91

1
1 Einleitung
1.1 Zur Aktualität des Themas
Kleine und mittlere deutsche Unternehmen
1
sehen sich bereits seit Mitte der 1990er
Jahre exponentiell wachsenden Risiken ausgesetzt. Dazu beigetragen haben steti-
ge oder teilweise plötzliche Veränderungen der Wettbewerbssituation durch die
zunehmende Globalisierung der Märkte, ein immer komplexeres und dynamische-
res Unternehmensumfeld durch die Einführung neuer Informations- und Kommuni-
kationstechnologien sowie der sich immer rasanter entwickelnde Wertewandel in
Arbeitswelt und Gesellschaft. Hinzu kommt eine bisweilen als ,,mittelstandsfeindlich"
bezeichnete Wirtschaftspolitik und entsprechende Gesetzgebung auf nationaler und
europäischer Ebene. I n diesem Zusammenhang seien nu r das Publizitätsgesetz,
die Auswirkungen der Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im
Unternehmensbereich auf mittelständische GmbHs und die beabsichtigte Einfüh-
rung international einheitlicher Rechnungslegungsvorschriften erwähnt. Die ge-
samtwirtschaftlich prekäre Lage der vergangenen 18 M onate tat ein Übr iges, so
dass die Zahl de r Insolvenzen in Deut schland im Jahr 2002 neue Rekordhöhen
erreichte, wobei die Größenklasse der kleinen und mittleren Unternehmen zu den
Hauptbetroffenen zählte.
Der Mittelstand hat jedoch durch seine v erspätete oder bisweilen sogar ausblei-
bende Reaktion auf die veränderten ökonomischen, technologischen und gesell-
schaftlichen Anforderungen sowie seine Verhaftung in antiquierten Denkweisen und
Organisationsstrukturen in nich t unbeträchtlichem Umfang selbst zu seiner mo-
mentan schwierigen Situation beigetragen.
Erschwerend kommt für kleine und mittlere Unternehmen die Einführung der zwei-
ten Baseler Eigenkapitalrichtlinie Ende 2006 mit den bereits heute deutlich spürba-
ren Veränderungen in der Kunde-Bank-Beziehung hinzu. Auch sie zwingt die stark
von der Kreditfinanzierung abhängigen Klein- und M ittelbetriebe zum Umdenken.
Die Kreditvergabe unterliegt künftig strengeren Richtlinien und fordert dahingehend
eine Anpassung des Mittelstands an die v eränderten Vorgaben. Ansonsten droht
vielen deutschen Unternehmen mit ihrer im internationalen Vergleich niedrigen Ei-
genkapitalbasis mangels zur Verfügung gestelltem Fremdkapital die Illiquidität bzw.
das finanzielle Aus. Es gilt, sich für die Kreditgeber transparenter zu machen, sich
zukunftsfähiger und ­orientierter auszurichten.
1
Die Begriffe ,,Unternehmen", ,,Unternehmung" sowie ,,Betrieb" werden im Rahmen dieser Arbeit in
synonymer Bedeutung verwendet, ebenso die Begriffe ,,Bank" und ,,Kreditinstitut".

2
Doch dazu bedarf es bei einem Großteil kleiner und mittlerer Unternehmen zuerst
der Implementierung der dafür notwendigen und geeigneten betriebswirtschaftli-
chen Systeme und Instrumentarien.
1.2 Intention und Aufbau der Arbeit
Absicht dieser Arbeit ist es, die f ür ein Risikomanagement in kleinen und mittleren
Unternehmen notwendigen Handlungsschritte und Instrumente sowie eine Möglich-
keit zu deren Umsetzung vorzustellen. Allerdings kann sie keinen Anspruch auf
Vollständigkeit oder allumfassende Gültigkeit erheben. Dafür weist die Gesamtheit
der deutschen Klein- und Mittelbetriebe eine zu große branchenbezogene und
strukturelle Heterogenität auf. Deshalb ist das einzuführende System mit seinem
Instrumentarium stets den unternehmensspezifischen Gegebenheiten gemäß auf-
zubauen und zu adaptieren.
Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, der es kleinen und mittleren Unternehmen er-
möglicht, durch Überprüfung und Neuordnung strategischer und daraus abgeleite-
ter operativer Ziele, Risiken zu erkennen und diese als Chance zu nutzen, um die
von Basel II ausgehenden Problemstellungen zu minimieren.
Deshalb soll der erste große Sinnabschnitt dieser Arbeit dem Leser ein Grundver-
ständnis kleiner und mittlerer Unternehmen vermitteln und sowohl die m assiven
Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalrichtlinie auf deren Fremdkapitalver-
sorgung verdeutlichen als auch das künftig seitens der Banken vom Mittelstand
geforderte Mindestniveau betriebswirtschaftlicher Instrumentarien beleuchten.
Wie sie dieser Forderung der Kreditinstitute nachzukommen in der Lage sind, steht
im Mittelpunkt des zweiten Sinnabschnitts, der nach eingehender Darstellung des
durch Basel II für kleine und mittlere Unternehmen neue Bedeutung gewinnenden
Risikobegriffes, die be triebswirtschaftliche Methodik zu dessen Bewältigung, das
Risikomanagement, in seinem prozessualen Ablauf beschreibt sowie seine Not-
wendigkeit für kleine und mittlere Unternehmen herausarbeitet.
Der dritte große Sinnabschnitt der Arbeit vermittelt, wie in k leinen und mittleren
Unternehmen Risikomanagement betrieben werden muss. Der Autor stellt sowohl
dessen Bestandteile unter Berücksichtigung größenspezifischer Aspekte dar, als
auch einen möglichen, der von Basel II geforderten Risikominimierung gerecht
werdenden Ausgestaltungsansatz in Form der Risiko Scorecard vor.
Die Arbeit endet mit einem kurzen Resümee der dargestellten Sachverhalte sowie
einem Blick in die Zukunft kleiner und mittlerer Unternehmen.

3
2 Kleine und mittlere Unternehmen
2.1 Zum Verständnis des Mittelstandsbegriffes
Obgleich im Mittelpunkt dieser Arbeit der Mittelstandsbegriff aus ökonomischer
Sicht steht, also die Gesamtheit aller fremd- oder eigentümergeführten Unterneh-
men,
2
welche bestimmte vorgegebene Größenklassen hinsichtlich Beschäftigten-
zahl und Umsatz nicht überschreiten, so ist doch zum Grundverständnis eine Dar-
stellung des gesellschaftspolitischen Begriffes ,,Mittelstand" unabdingbar.
3
Der Begriff ,,Mittelstand" entspringt den Vorstellungen des Ständestaats und diente
ursprünglich einer berufsständischen Unterscheidung.
Diese antiquierte Betrachtung entspricht jedoch nicht den Verhältnissen der heuti-
gen modernen und offenen Gesellschaft. In den Blickpunkt rückt daher eine funkti-
onale Sichtweise des Mittelstands als eigenständige gesellschaftspolitische Grup-
pe, die Träger bestimmter Funktionen innerhalb der Gesellschaft ist.
Darauf basierend, unterteilt er sich heute in den selbstverantwortlichen Mittelstand,
dieser übt aus eigenem Recht und m it eigenem Risiko im eigenen Betrieb, Füh-
rungs- und Verantwortungsfunktionen mit eigenständiger Entscheidungskompetenz
aus sowie den fremdverantwortlichen Mittelstand. Dieser trägt Führungs- und Ver-
antwortungsfunktionen aus abgeleitetem Recht und mittels verliehener Entschei-
dungskompetenz, z.B. Leitende Angestellte.
4
Beide Gruppen zeichnen Faktoren wie Entscheidungsfreiheit, Verantwortung, Risi-
kobereitschaft und Innovationsfähigkeit gleichermaßen aus. Außer dem sind ihnen
gewisse Wertesysteme, Denkhaltungen und Statussymbole gemein.
Insofern umfasst der Begriff Mittelstand ökonomische, gesellschaftliche und psy-
chologische Aspekte, weist sowohl quantitative als auch qualitative Merkmale auf,
die für das Ve rständnis seiner (selbständigen) wirtschaftlichen Tätigkeit von Be-
deutung sind.
5
2.2 Quantitative Merkmale kleiner und mittlerer Unternehmen
Zur Auseinandersetzung mit kleinen und mittleren Unternehmen ist eine einleitende
Darstellung der Strukturierungskriterien des Un ternehmensbestandes nach Gr ö-
ßenklassen zwingend erforderlich.
2
Vgl. Kahle (1992), S. 1408 f.
3
Vgl. Hinderer (1984), S. 6, der den Begriff Mittelstand eher sozial-gesellschaftlich einordnet und
den Begriff der KMU als die wirtschaftliche Dimension bezeichnet; in dieser Arbeit sollen die Be-
griffe jedoch synonym verwendet werden.
4
Vgl. Rauen (1999), S. 7.
5
Vgl. Rauen (1999), S. 8.

4
Dabei gestaltet sich eine allgemein- und endgültige Definition kleiner und mittlerer
Unternehmen bedingt durch ihre ausgeprägte Heterogenität, Wandlungsfähigkeit
sowie Ubiquität schwierig.
6
Dies bestätigt auch Gruhler: ,,Kaum ein Begriff der Wirt-
schaftsterminologie entzieht sich einer einheitlichen Sprachregelung mehr als der
des kleinen und mittleren Unternehmens.
7
... Obwohl es seit Jahrzehnten eine Viel-
zahl von Definitionsversuchen gibt, ist man hier nicht weitergekommen."
8
Weitgehende Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass eine Einor dnung der Unter-
nehmensgröße stets quantitative Leistungskennzahlen der jeweiligen Unterneh-
mung und qualitative, nicht explizit messbare Faktoren, einbeziehen muss. Dabei
ist die Wahl der quantitativen Unterscheidungskriterien mehr hinsichtlich ihrer
Zweckmäßigkeit denn ihrer Richtigkeit vorzunehmen.
9
Denn nur mittels quantitati-
ver Werte ist eine eindeutige Zuordnung der Unternehmen in einzelne Größenklas-
sen und damit eine empirische und statistische Verarbeitung möglich.
10
Mögliche quantitative Kriterien zur Bestimmung der Unternehmensgröße sind Um-
satz, Beschäftigtenzahl, Gewinn, Marktanteil, Wertschöpfung (Cash-Flow), Be-
triebskapazität (Anlagevermögen) oder Bilanzsumme.
11
Auch bei der en Betrach-
tung und Gewichtung differieren die Literaturauffassungen. Besonders bei der Eini-
gung auf konkrete quantitative Größenparameter. In praxi haben sich die Merkmale
Beschäftigtenzahl und Um satz, als seh r gut nutzbar und aussagefähig herausge-
stellt. Sie werden inzwischen auf nationaler und internationaler Ebene anerkannt.
12
Der Autor geht hier nur auf die seiner Ansicht nach für kleine und mittlere deutsche
Unternehmen wirtschaftlich relevanteste Definition des Instituts für Mittelstandsfor-
schung Bonn ein, da sie Grundlage sämtlicher Statistiken zum Bereich Mittelstand
in Deutschland und für die Verteilung staatlicher Fördermittel ist.
13
Das neue Raster des IfM Bonn, nachstehend dargestellt in Abbildung 1, or ientiert
sich bei der Einteilung der Unternehmensgrößenklassen an den quantitativen Krite-
rien Jahresumsatz und Beschäftigtenzahl.
6
Gruhler (1994), S. 19.
7
Im Original in Anführungszeichen.
8
Vgl. Gruhler (1994), S. 19.
9
Vgl. Frank (1994), S. 18.
10
Vgl. Kosmider (1991), S. 34.
11
Vgl. Clemens/Günterberg/Hauser/et al. (1998), S. 2; Bu ssiek (1996), S.17; anders Marwede
(1983), S. 31 ff. d er anführt, dass Gewinn oder auch technische Kennzahlen eher ung eeignet
sind, da sie oft branchengebunden stark variieren, schwieriger erfassbar sind und eine mangeln-
de Praktikabilität und Übertragbarkeit aufweisen.
12
Vgl. Marwede (1983), S. 28 ff.; Clemens/Günterberg/Hauser/et al. (1998), S. 2; Frank (1994), S.
20, der anführt, dass die Aussagekraft des Indikators Umsatz insbesondere bei kleinen Unter-
nehmen mit der tatsächlichen Größe eng korreliert ist.
13
Weitere Definitionen findet der Leser im Anhang, S. 85 ff.

5
Größenklassifikation gemäß
IfM Bonn
Zahl der Beschäftigten
Umsatz Euro/Jahr
klein
0 bis 9
bis 1 Mio.
mittel
10 bis 499
1 Mio. bis 50 Mio.
groß
500 u. mehr
50 Mio. u. mehr
Quelle: Eigene Darstellung
Abbildung 1: Unternehmensgrößenklassen gemäß IfM Bonn
2.3 Qualitative Merkmale kleiner und mittlerer Unternehmen
Die rein quantitative Abgrenzung kleiner und mittlerer Unternehmen ist problembe-
haftet, da sie sehr pauschal erfolgt und das Erfassen einer oder weniger Kennzah-
len dem Anspruch einer umfassenden Einordnung nicht gerecht wird.
14
Die große Aufmerksamkeit, die qualitativen Faktoren in der Literatur gewidmet wird,
belegt dies nachdrücklich, da sie ergänzend auf größenfokussierte Merkmale ein-
gehen und Einblick in das Wesen kleiner und mittlerer Unternehmen gestatten.
15
Bereits Erhard betonte die P roblematik der alleinigen Betrachtung quantitativer
Kriterien. ,,Der Mittelstand kann materiell in seiner Bedeutung nicht voll ausgewo-
gen werden, sondern er ist ... viel stärker ausgeprägt durch Gesinnung und eine
Haltung im gesellschaftswirtschaftlichen
und politischen Prozess."
16
Daher müssen bei der Definition von Klein- und Mittelbetrieben qualitative Kriterien
mit einbezogen werden.
Diese zeichnen sich insgesamt durch schwierige Messbarkeit und enorme Anwen-
dungsprobleme aufgrund des hohen Untersuchungsaufwands ihrer Erfassung
aus.
17
Dennoch ist dur ch die Bestimmung von Abläufen und die Beschreibung von
Eigenschaften eine qualitative Abgrenzung möglich.
Obgleich die Literaturauffassungen der - kleinen und mittleren Unternehmen zuzu-
ordnenden - qualitativen Merkmale stark variieren
18
und kontrovers diskutiert wer-
den, so finden sich doch folgende Faktoren bei der Mehrzahl der Autoren:
19
·
Selbständigkeit
·
Rechtsform der Unternehmung
·
Personengeprägte Unternehmensstruktur
·
Flache Hierarchien
·
Mangelhafte Anwendung betriebswirtschaftlicher Instrumentarien
14
Vgl. Klett/Pivernetz/Hauke (1998), S. 19 f.
15
Vgl. Mugler (1998), S. 19.
16
Erhard (1956), S. 54.
17
Vgl. Klett/Pivernetz/Hauke (1998), S. 20.
18
Vgl. Gantzel (1962), S. 280 ff. und Hinderer (1984), S. 8 ff., mit großen Kriterienkatalogen.
19
Vgl. Gantzel (1962), S. 174 ff.; Marwede (1983), S. 64 ff.

6
·
Eingeschränkte Möglichkeiten der Finanzierung
20
Die aufgeführten Kriterien können aus vorgenannten Gründen keinerlei Anspruch
auf Vollständigkeit erheben. Sie stellen jedoch die Grundlage dar, auf welcher der
Autor in den folgenden Kapiteln herausarbeitet, inwiefern sich diese Faktoren auf
die Einführung eines Risikomanagements in kleinen und mittleren Unternehmen
auswirken und sie dieses Vorhaben begünstigen oder erschweren.
21
2.4 Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland
Ungeachtet, der beschriebenen Probleme bei der Abgrenzung und Begriffsdefiniti-
on kleiner und mittlerer Unternehmen, ist deren herausragende gesamtwirtschaftli-
che Bedeutung unbestritten.
22
Die Unternehmensgrößenstatistik 2001/2002 des IfM Bonn zeigt dies eindrucksvoll.
Demzufolge gab es in Deut schland im Jahr 2000 rund 3,3 Millionen kleine und
mittlere Unternehmen, die rund 20,1 Millionen Arbeitnehmer beschäftigten. In relati-
ven Zahlen ent spricht dies
99,7% aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen.
Dabei erzielen KMU
43,2% aller steuerpflichtigen Umsätze
, beschäftigen circa
69,7% aller Arbeitnehmer
23
und bilden rund
83% aller Lehrlinge
aus.
KMU sind m it
48,8% an der Bruttowertschöpfung aller Unternehmen
und mit
43,5% an der gesamten Bruttowertschöpfung (inkl. Staat)
beteiligt.
24
Demnach kann man sie als wesentliche Stützen der Volkswirtschaft bezeichnen.
25
Sie ermöglichen einen intensiven, stabilen Wettbewerb und erhalten ihn aufrecht.
26
Auch ihr hohes Innovationspotential ist von signifikanter Bedeutung.
27
Durch ihre im Verhältnis zu Großunternehmen relativ hohe Steuerbelastung und
geringere staatliche Subventionierung, entwickeln sie sich z unehmend zu den ei-
gentlichen Trägern der öffentlichen Finanzen. Die Anzahl mittelständischer Unter-
nehmen hat somit einen direkten Einfluss auf die kommunalen bzw. bundesweiten
Haushaltsmittel, die Höhe des Wirtschaftswachstums und des Einkommens.
28
20
Detaillierte Angaben zu jedem dieser qualitativen Merkmale findet der Leser im Anhang.
21
Vgl. Clemens/Günterberg/Hauser/et al. (1998), S. 3, sie beschreiben die genannten Merkmale als
ausschlaggebend für das Finanzierungsverhalten, die Innovationstätigkeit und Anwendung be-
triebswirtschaftlicher Methoden durch KMU.
22
Vgl. Kosmider (1991), S. 36 ff.
23
Vgl. Mugler (1998), S. 34, der die durchschnittliche Unternehmensgröße in Deutschland im Jahr
1997 mit acht Beschäftigten angibt.
24
Vgl. Günterberg/Wolter (2002), alle Angaben aus Kapitel 1, S. 21 f.
25
Vgl. Albach (1983), S. 870, der KMU als die Marktwirtschaft überhaupt bezeichnet.
26
Vgl. Kosmider (1991), S. 37.
27
Vgl. Albach (1983), S. 870 ff.; G ünterberg/Wolter (2002), S. 21, die ange ben, dass 80% all er
Patentanmeldungen im Jahr 2000 von KMU gemacht wurden.
28
Vgl. Rauen (1999), S. 9.

7
All diese Aspekte verdeutlichen, welch wesentliches Element der Mittelstand in sei-
ner Gesamtheit für das Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft Deutschlands
darstellt. Man bezeichnet ihn zurecht als Rückgrat der deutschen Wirtschaft.
29
Es bleibt allerdings festzuhalten, dass die Situation kleiner und mittlerer Unterneh-
men sowohl durch die fortschreitende Globalisierung als auch die wachsenden
Konzentrationsbestrebungen internationaler Konzerne mit der Folge weitgehender
Marktbereinigungen zunehmend schwieriger geworden ist. Ein Grund mehr, die
Implementierung ganzheitlicher Risikomanagementsysteme anzumahnen.
2.5 Finanzierungsverhalten kleiner und mittlerer Unternehmen
Die Finanzierungsmöglichkeiten und ­formen kleiner und mittlerer Unternehmen
unterscheiden sich signifikant von denen großer, mehr und mehr aber auch von
denen neugegründeter, stark und schnell wachsender Unternehmen.
30
Die begrenzte Betriebsgröße und der daraus resultierende niedrigere Kapitalbedarf
verwehren ihnen die Nut zung des Kapitalmarkts als Finanz ierungsquelle, da sie
überwiegend nicht in der Lage sind, die do rt regulativ oder seitens des Marktes
geforderten Mindestvolumina an Eig enkapital vorzuweisen oder an Fremdkapital
nachzufragen.
31
Daher waren und sind im Rahmen ihrer begrenzten Finanzie-
rungsautonomie ihre Hauptfinanzierungsquellen die externe Finanzierung mittels
Bankkrediten oder die interne Finanzierung durch Einbehalt von Gewinnen.
32
Aber auch das Innenfinanzierungspotenzial ist größenbedingt geringer. Die Höhe
des Gewinns ist durch die geringere Diversifikation mittelständischer Unternehmen
viel stärker konjunktur- oder wettbewerbsbedingten Schwankungen ausgesetzt als
die höher diversifizierter Konzerne. Zudem ist die Eigenkapitalbildung aus Gewin-
nen dadurch erschwert, dass ein Mindestbetrag vom Unternehmer ungeachtet der
Gewinnsituation für seine private Lebenshaltung entnommen werden muss.
33
Somit kommt dem Bankensektor die größte Bedeutung bei der Kapitalbeschaffung
kleiner und mittlerer Unternehmen zu, so dass deren finanzielle Flexibilität immer
maßgeblicher von Bankkrediten abhängt.
34
. Ihr Anteil, am für Investitionen und Be-
triebsmittel aufgenommen Fremdkapital mittelständischer Unternehmen, beläuft
sich neueren Erhebungen zufolge auf insgesamt 91%.
35
Dabei stieg die Abhängig-
29
Vgl. Clemens/Günterberg/Hauser/et al. (1998), S. 16.
30
Vgl. Kayser (2002), S. 6, der angeführt, dass inzwischen fast 40 % der kleinen und mittleren Un-
ternehmen unter zehn Jahre alt sind.
31
Vgl. Paffenholz (2002), S. 2.
32
Vgl. Sauvé/Scheuer (1999), S. 130.
33
Vgl. Paffenholz (2002), S. 2.
34
Vgl. Kokalj/Paffenholz (2001), S. 82.
35
Vgl. Rometsch/Kolb (1999), S. 296.

8
keit von Bankkrediten bei kleinen und mittleren Unternehmen ­ genau gegenläufig
zur Entwicklung bei Großunternehmen - im Zeitverlauf immer mehr an.
36
Ursache dieses Finanzierungsverhaltens ist aber nicht allein die größen- und
rechtsformbedingte eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit alternativer Finanzie-
rungsinstrumente. Auch die Persönlichkeit des Unternehmers spielt eine gewichtige
Rolle. Er entscheidet, durch seine herausragende Stellung sowohl über die Nut-
zung konkreter Finanzierungsinstrumente als auch über die allgemeine Herange-
hensweise an finanzwirtschaftliche Problemstellungen. Untersuchungen ergaben,
dass bei rund 75% aller kleinen und mittleren Unternehmen wesentliche Finanzent-
scheidungen vom Unternehmer allein getroffen werden.
37
Diese Ent scheidungs-
konzentration birgt diverse Gefahren, u.a. durch die oft mangelnde fachliche Quali-
fikation des Entscheiders, eine im Mittelstand häufig anzutreffende Funktionsüber-
lastung des Unternehmers oder ein Informationsdefizit hinsichtlich Finanzierungs-
möglichkeiten, des im operativen Geschäft verhafteten Unternehmensleiters.
38
Zudem bergen die häufig knappen Finanz- und Personalressourcen
39
die G efahr,
dass finanzwirtschaftliche Maßnahmen unzureichend geplant, vorbereitet und um-
gesetzt werden. So verfügt nur knapp ein Viertel aller kleinen und mittleren Unter-
nehmen über eine organisatorisch eigenständige Finanzabteilung. Die Folg e ist
eine oft mangelhafte Kenntnis alternativer Finanzierungsinstrumente, was die Ver-
nachlässigung finanzieller Einsparpotenziale bei vielen Mittelständlern beweist.
40
Dies zeigt auch das Schaubild (Abbildung 2) der mind finance Studie.
41
Rund die
Hälfte aller mittelständischen Unternehmen betreibt keine Finanzplanung und nur
etwa ein Dr ittel eine Investitionsplanung. Dieser Verzicht auf ein professionelles
Finanz- und Investitionsmanagement resultiert ebenfalls aus der Konzentration auf
die Unternehmerpersönlichkeit und aus dem im Mittelstand weit verbreiteten ,,Fin-
gerspitzengefühl" bei unternehmerischen Entscheidungen.
42
Dazu kommt, dass die
meisten Entscheidungen im Finanz- und Investitionsbereich auf einer ad-hoc-Basis
getroffen werden. Mittel- bis langfristige Planungen finden im Bereich der Investitio-
nen nur bei etwa 35%, im Finanzbereich sogar nur bei rund einem Viertel aller klei-
nen und mittleren Unternehmen statt.
36
Vgl. Deutsche Bundesbank (1999), S. 32.
37
Vgl. Marx (1993), S. 218 ff.; zur Entscheidungskonzentration auch Hermann (1995), S. 128; auch
Kayser (2001), S. 11 bestätigt dies, führt aber an, dass mit wachsender Unternehmensgröße das
Ausmaß der Entscheidungsdelegation stark zunimmt.
38
Vgl. Zander (1989), S. 12, der auch die unzureichende Betriebsführung und fehlende unterneh-
merische Planung als Ursache vieler KMU-Insolvenzen anführt.
39
Zur Ressourcenknappheit bei KMU äußert sich auch Bussiek (1996), S. 19.
40
Vgl. Kokalj/Paffenholz (2001), S. 111.
41
mind (2000): mind finance (Mittelstand in Deutschland), Studie des Impulse Magazins und der
Dresdner Bank im Jahr 2000 den Finanzbereich von KMU betreffend.
42
Vgl. Paffenholz (2002), S. 4.

9
0,3%
34,3%
30,5%
34,9%
nicht vorhanden
vorhanden, Planungshorizont 1 Jahr
vorhanden, Planungshorizont 2-3 Jahre
keine Angabe
0,4%
49,6%
24,7%
25,3%
Quelle: mind (2000), S. 17
Abbildung 2: Investitions- und Finanzplanung im Mittelstand
Zudem wird das Finanz ierungsgebaren durch persönliche Wertvorstellungen und
Ziele des Eig entümers stark beeinflusst. Hierbei treten besonders das ,,Herr im
Hause"-Denken und die Unwilligkeit Informationen an Dritte weiterzugeben in den
Vordergrund. Das ist der Grund, warum das Finanzierungsverhalten mittelständi-
scher Betriebe seit Jahren durch ein ,,Relationship Banking" geprägt ist, der engen
und langfristig ausgerichteten Bindung des Unternehmens an nur ein Kreditinstitut,
die sogenannte ,,Hausbank".
43
Diese ist durch ihre Alleinstellung, über das unternehmerische Finanzgebaren da-
her stets im Bilde. So w erden die geringen Eigenkapitalquoten vieler kleiner und
mittlerer deutscher Unternehmen
44
, partiell auf dieses Phänomen des detaillierten
Informationsstandes der Hausbank und somit hohen Qualität ihrer Bonitätsbeurtei-
lung zurückgeführt.
45
Zudem kann sie du rch die langjährige Verbindung und die
Tatsache, dass sie meist auch die private Kontoführung des Unternehmers innehat,
Verhaltensweisen des Managements besser einschätzen. Ob daraus bessere Zins-
konditionen entstehen, wird augenblicklich kontrovers diskutiert.
46
Unstrittig jedoch
43
Vgl. Kayser (2001), S. 11; Größl/Stahlecker/Wohlers (1999), S. 28.
44
Vgl. Gänßlein/Meissner (2002b), S. 471, nach Angaben von Creditreform e.V. hatten im Jahr
2001 38,8% der deutschen KMU eine Eigenkapitalquote von weniger als 10%, ein Anstieg um 4,2
Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich schrumpfte der Anteil von Unternehmen mit
einer Eigenkapitalquote über 30% auf 19%.
45
Vgl. Kokalj/Paffenholz (2001), S. 82 f.; Größl/Stahlecker/Wohlers (1999), S. 28, die von der inten-
siven KMU-Detailkenntnis der jeweiligen Hausbank durch Zugeständnis umfassender Kontroll-
rechte sprechen.
46
Vgl. Harhoff/Körting (1998), die sich mit der Relation zwischen Dauer der Kunde-Bank-Beziehung
und Höhe des Kreditzinses auseinandersetzen. Sie sehen keinen direkten Zusammenhang. Be-
legt ist jedoch, dass die Sicherheitsforderungen der Banken im Zeitverlauf abnehmen.
Investitionsplanung
Finanzplanung

10
ist, dass es im Hinblick auf künftige Ratings nach Vorgabe des Basel II-Akkords
nicht zu unterschätzende Vorteile birgt.
Aus Unternehmenssicht bedeutet das Hausbankprinzip Vertrauen und Sicherheit.
Man offenbart zwar die wirtschaftlichen Verhältnisse, betriebsinterne und persönli-
che Daten einer Drittpartei, kann sich abe r auf deren vertrauensvollen Umgang
damit verlassen. Zudem weiß man einen Partner an der Seite, der auch in schwie-
rigen Zeiten und Situationen seine Unterstützungsbereitschaft bewiesen hat.
47
Obwohl in der jüngeren Vergangenheit eine gewisse Aufweichung des Hausbank-
prinzips, infolge des sich v erstärkenden Bankenwettbewerbes und der Globalisie-
rung der Finanzmärkte zu beobachten ist, stellt es trotzdem nach wie vor die domi-
nierende Praxis im Mittelstand dar. Noch immer unterhalten etwa 40% aller deut-
schen kleinen und mittleren Unternehmen Geschäftsbeziehungen nur zu einem
Kreditinstitut.
48
Auch Un ternehmen, die Ver bindungen zu mehreren Banken pfle-
gen, würden unter keinen Umständen die Haupt bankverbindung in Frage stellen.
Die mind finance-Studie ermittelte, dass die Bereitschaft die eigene, langjährige
Hausbank zu wechseln, bei kleinen und mittleren Unternehmen minimal ist. Ähnlich
gestaltet sich die Neigung zusätzliche Bankverbindungen einzugehen. Nur 2,6%
der befragten Unternehmen gaben an, einen solchen Schritt innerhalb der nächsten
sechs Monate vollziehen zu wollen.
49
Das Prinzip des ,, Multibanking" ist also de
facto im deutschen Mittelstand noch nicht umgesetzt.
50
All diese strukturellen Erschwernisse sowie die mittelstandstypischen Wertehaltun-
gen und Zielv orstellungen manifestieren sich deu tlich im Stellenwert, den kleine
und mittlere Unternehmen verschiedenen Finanzierungsinstrumenten beimessen.
Die in Abbildung 3 da rgestellten Präferenzen unterscheiden kleine und mittlere
deutsche Unternehmen eindeutig sowohl von Großunternehmen, die Rücklagen,
Pensionsrückstellungen und relativ häufig Beteiligungsfinanzierungen als Kapital-
quelle nutzen, als auch von mittelständischen Unternehmen anderer Länder.
51
Im Durchschnitt werden mehr als 50% aller Investitionen von kleinen und mittleren
deutschen Unternehmen aus G ewinnen, Abschreibungen oder Rückstellungen
selbstfinanziert.
52
Reichen die Mittel der Innenfinanzierung nicht aus, wird meist
durch Kredite Fremdkapital aufgenommen. Im Rahmen der mind finance-
Untersuchung bezeichneten annähernd die Häl fte der befragten Unternehmen
47
Vgl. Kokalj/Paffenholz (2001), S. 83; Größl/Stahlecker/Wohlers (1999), S. 28 f.
48
Vgl. Harhoff/Körting (1998), S. 1317 ff, Creditreform (2000), S. 31.
49
mind (2000), S. 106.
50
Vgl. Kokalj/Paffenholz (2001), S. 83.
51
Vgl. hierzu: Böttcher/Frien (2000), S. 24 ff.; Deutsche Bundesbank (1999), S. 29 ff.
52
Vgl. Paffenholz (2002), S. 6.

11
Bankkredite als sehr wichtig oder gar unverzichtbar sowohl für geplante Investitio-
nen als auch zur Sicherung der Unternehmensfinanzierung.
53
Bankkredite
Fördermittel
Lieferantenkredite
Gesellschafter-/
Familiendarlehen
Selbstfinanzierung aus
Gewinn/Abschreibungen
Einlagen-/Beteiligungs-
finanzierung
1
1,5
2
2,5
3
3,5
4
4,5
5
Quelle: BDI/Ernst & Young (2001), S. 80
Abbildung 3: Stellenwert von Finanzierungsinstrumenten für KMU
Resultat dieser großen Bedeutung der Bankkredite, des begrenzten Innenfinanzie-
rungspotenzials und der ablehnenden Halt ung vieler Unternehmenseigner ist die
bei vielen deutschen Mittelständlern niedrige Eigenkapitalbasis, mit Eigenkapital-
quoten von weniger als 20%.
54
Ein - gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten -
häufig zu geringer Sicherheitsbestand zum Ausgleich eintretender Verluste.
Welche Auswirkungen die Ein führung der neuen Baseler Eigenkapitalrichtlinie für
die Mehrzahl der kleinen und mittleren Unternehmen und deren zukünftiges Finan-
zierungsverhalten mit sich bringt, wird im folgenden Kapitel dargestellt.
3 Basel II ­ Der neue Baseler Eigenkapitalakkord
3.1 Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
In Folge mehrerer Bankenzusammenbrüche in den Jahren 1973 und 1974 wurde
deutlich, dass die einzelstaatlichen Aufsichtsorgane nicht mehr in der Lage waren,
die Risikosituation international agierender Kreditinstitute effizient zu überwachen.
Deshalb gründeten die Präsidenten der Zentralbanken der G10-Staaten
55
Ende des
Jahres 1974 den Ausschuss für Bankenbestimmungen und ­überwachung. Sein
Ziel ist seither die Früherkennung von Defiziten im Bereich der Bankenaufsicht und
rechtzeitige Einleitung geeigneter Korrekturmaßnahmen.
56
53
mind (2001): mind ­ Mittelstand in Deutschland, S. 12 und 19, Studie des Impulse Magazins und
der Dresdner Bank im Jahr 2001.
54
Vgl. Paffenholz (2002), S. 7.
55
Mitgliedsländer 1974: Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Italien, Kanada, Japan.
56
Siehe auch: http.www.bis.org/bcbs/aboutbcbs.htm vom 18.10.2002.
1 = sehr große...
5 = keine Bedeutung

12
Das seit 1989 als Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht bezeichnete Gremium
wird koordiniert von der Bank für internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) in Basel.
Heute gehören dem Ausschuss hochrangige Vertreter der Zentralbanken und Ban-
kenaufsichtsbehörden aus den G10-Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und
anderen G10-Mitgliedsländern an. Die deutschen Vertreter entsendet das Bundes-
aufsichtsamt für das Kreditwesen und die Deutsche Bundesbank.
3.2 Entwicklung von Basel I zu Basel II
In den 1980er Jahren herrschte weltweit im Bankensektor ein har ter Verdrän-
gungswettbewerb. Mit der Konsequenz, dass das Eigenkapital vieler Kreditinstitute
auf ein besorgniserregend niedriges Niveau absank. Um dieser Entwicklung entge-
genzuwirken, verabschiedete der Baseler Ausschuss im Jahr 1988 die erste Eigen-
kapitalvereinbarung, mit dem Ziel, eine aus reichende Eigenkapitalunterlegung der
Risikoaktiva durch die Geschäftsbanken und damit deren Absicherung vor poten-
tiellen Kreditausfällen zu garantieren. Somit konnten die Banken ihre Geschäftstä-
tigkeit nur bei ausreichend verfügbarem Eigenkapital ausweiten.
57
Ende des Jahres 1992 r atifizierte man dieses als Basel I bezeichnete Konsultati-
onspapier. Es legte fest, dass jeder Kredit an inländische Unt ernehmen zu 100%
als Risikoaktiva des Kreditinstituts anzusehen und pauschal mit 8% Eigenkapital zu
unterlegen ist. Somit hat jedes K reditrisiko den gleichen Preis, die individuelle Bo-
nität des Schuldners bleibt unberücksichtigt.
58
In den Folgejahren wurden die in de r Eigenkapitalvereinbarung enthaltenen Stan-
dards von weit mehr als 100 Ländern eingeführt. Im Zeitverlauf unterlag das Papier
nur unwesentlichen Änderungen. Der Ausschuss erkannte jedoch, dass die zu un-
flexiblen Vorgaben des ersten Akkords an neue Pr oblemstellungen wie die f ort-
schreitende Globalisierung, neue Kommunikationstechnologien oder auch den
Wandel der Bankenlandschaft von der Universalbank zur Spezialbank angepasst
werden mussten.
59
Hieraus entstanden mehrere Konsultationspapiere (Juni 1999
bis November 2002). Im zweiten Quartal 2003 soll der neue Akkord in einer dritten
Konsultationsrunde in seiner endgültigen Form festgelegt und i m vierten Quartal
2003 unter der Bezeichnung Basel II verabschiedet werden. Die Implementierung
ist momentan für Ende 2006 vorgesehen.
60
Basel II soll dann, zur Vermeidung von
57
Vgl. BIZ (1988), verfügbar: http://www.bis.org/publ/index.htm vom 18.10.2002.
58
Vgl. PWC (2001), S. 4.
59
Vgl. Allianz Report (2001), S. 246.
60
Vgl. Lang/Sturm (2002), siehe Anhang.

13
Wettbewerbsverzerrungen, für sämtliche Kreditinstitute innerhalb der Europäischen
Union gleichermaßen Gültigkeit erlangen.
61
3.3 Inhalte und Ziele der neuen Baseler Eigenkapitalübereinkunft
Der erste Baseler Akkord ist aus zwei Gründen umstritten. Zum einen gibt er für die
Banken nur eine sehr unscharfe Sicherheitspolitik vor. Zum anderen beinhaltet Ba-
sel I, als gravierendsten Nachteil, keinerlei Risikoorientierung, der für den jeweiligen
Kredit zu unterlegenden Eigenkapitalsumme der Bank.
62
Dies erzwingt für Schuld-
ner guter Bonität eine dem individuellen Ausfallrisiko nicht entsprechende, zu hohe,
da pauschale Eigenkapitalunterlegung durch das Kreditinstitut mit zu hohen Siche-
rungskosten. Daraus resultieren überhöhte Kredit-/Tilgungskosten für die Unter-
nehmung. Genau umgekehrt verhält es sich für Kreditnehmer schlechter Bonität.
Ihre Kreditkosten sind im Verhältnis zum Risiko, das sie für die Bank darstellen, zu
niedrig. Basel I benachteiligt dem gemäß den (sehr) guten Kreditnehmer und be-
günstigt den schlechten.
63
Quelle: Wambach/Wunderlich (2002), S. 38; ergänzt durch den Autor
Abbildung 4: Drei-Säulen-Modell der Basel II-Reform
Verfolgte Basel I eine einheit liche Regelung nur hinsichtlich der Eigenkapitalunter-
legung, so besteht Basel II, wie Abbildung 4 zeigt, aus drei sich gegenseitig ver-
61
Vgl. Paffenholz (2002), S.14.
62
Vgl. Kirchhof (2002), S. 8.
63
Vgl. Kirchhof (2002), S. 13.
Finanzmarktstabilität
Säule 1
Mindestkapital-
anforderungen
(Minimal Capital
Requirements)
Genaue Quantifizierung
von Kreditrisiken sowie
Berücksichtigung opera-
tioneller Risiken
Säule 2
Bankenaufsicht-
licher Überprüfungs-
prozess
(Supervisory Review
Process)
Säule 3
Marktdisziplin
(Market Discipline)
Erweiterung der Transpa-
renz- und Offenlegungs-
pflichten von Unterneh-
mensinformationen
Wirkung auf Banken und
Unternehmen
Wirkung auf
Bankensektor
Wirkung auf
Bankensektor
Basel II

14
stärkenden Säulen. Sie sollen dur ch ihr Zusammenwirken ein sicheres und solides
Finanzsystem bilden
64
. Die zweite und drit te Säule betreffen dabei ausschließlich
den Bankensektor und bedürfen deshalb im Rahmen dieser Arbeit keiner näheren
Erläuterung.
Das Augenmerk dieser Arbeit richtet sich primär auf die erste Säule der neuen Ba-
seler Eigenkapitalvereinbarung, die Mindestkapitalanforderungen. Denn sie wirken
sich sowohl auf die Banken als auch die bei ihnen K redite nachfragenden Unter-
nehmen aus. Mit weitreichenden Folgen für die Kunde-Bank-Beziehung.
Basel II sieht im Rahmen der neuen Mindestkapitalanforderungen eine Gewichtung
der Risikoaktiva entsprechend der individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit der jewei-
ligen Kreditposition vor. Durch die Abkehr von der pauschalen Eigenkapitalunterle-
gung, die Basel I verlangte, wird die Risikovorsorge der Banken kundenindividueller
vonstatten gehen. Wobei der Gesamtumfang des aufsichtsrechtlich zu unterlegen-
den Eigenkapitals, also die durchschnittliche Mindesteigenkapitalquote, sich weiter-
hin auf 8% beläuft. Nun allerdings auf die gewichteten Risikoaktiva.
65
So kann sich künftig der Anteil der Eigenkapitalrücklage je Kreditposition zwischen
1,6% (20% von 8%) und 12% (150% von 8%) der Kreditsumme bewegen.
66
Dies
geschieht u.a. dadurch, dass zusätzlich zum bisher von den Kreditinstituten einbe-
zogenen Marktrisiko, auch diverse einfache und fortgeschrittene Ansätze zur Mes-
sung des op erationellen Risikos der Banken (z.B. Ausfall der EDV-Anlage) und
Kreditrisiko des Schuldners einbezogen und gewichtet werden müssen. Insofern
gibt die Neuregelung also einen flexiblen Rahmen vor, innerhalb dessen die Kre-
ditinstitute ihrer Komplexität und ihrem Risikoprofil entsprechende Ansätze zur Be-
messung der individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit des jeweiligen Kreditnehmers
anwenden können.
67
Daraus resultiert, dass die zur Kreditsicherung einzulegende
Eigenkapitalsumme den indiv iduellen Risiken der Bank und insbesondere denen
des Schuldners angepasst wird. Somit erfolgt die K reditbepreisung zukünftig ge-
rechter, da die Bonität des jeweiligen Kreditnehmers sich auf die einzulegende Ei-
genkapitalsumme der Bank, also ihre Kapitalkosten auswirkt und somit den von ihr
zur Tilgung anzusetzenden Risikozinssatz mitbestimmt.
68
Dies hat zur Folge, dass
sich die Kr editkosten kreditnachfragender Unternehmen mit guter Bonität vermin-
dern und für Unternehmen mit schlechter Bonität erhöhen.
64
Vgl. BIZ (2001), S. 49.
65
Vgl. Gänßlein/Meissner (2002a) S. 276.
66
Vgl. Eggert (2002), S. 384.
67
Vgl. Kirchhof (2002), S. 14.
68
Vgl. Wambach/Wunderlich (2002), S. 38.

15
Für Unternehmen mit ständigen Liquiditätsengpässen bedeutet Basel II eine akute
Gefährdung der weiteren Fremdkapitalversorgung aus Bankkrediten, da die Ban-
ken, wie bereits erwähnt, zur Absicherung mit hohem Ausfallrisiko belasteter Kre-
dite bis zu 12% der Kreditsumme mit Eigenkapital unterlegen müssen. Also das
7,5-fache eines sehr gut eingestuften Kreditnehmers (1.6%).
Im Rahmen von Basel II wird die Risikoklassifizierung der einzelnen Kreditnehmer
durch Ratings vorgenommen werden.
69
Quelle: Gänßlein/Meissner (2002a), S. 276
Abbildung 5: Unterschiede in der Kreditvergabe nach Basel I und Basel II
3.4 Rating
3.4.1 Definition des Ratingbegriffes
Das Kredit-Rating
70
ist nach Ev erling eine ,,durch spezielle Symbole einer Ra-
tingskala [oder einer semantischen Verkettung solcher Symbole] ausgedrückte
Meinung einer auf Bonitätsanalysen spezialisierten Institution - einer Ratingagentur
- über die wirtschaftliche Fähigkeit [eines Schuldners] und rechtliche Bindung eines
Emittenten, die mit einem bes timmten Finanztitel verbundenen zwingend fälligen
69
Vgl. Gleißner/Füser (2002), S. 11.
70
Hierin ist das Bonitätsrating eingeschlossen.
Kreditvergabe: Heute (Basel I)
Kreditvergabe: Zukünftig (Basel II)
2.
Beispiel
bei 1 Mio Euro Kredithöhe
EK-Richtgröße
8 %
Gewichtung
100 %
EK-Unterlegung
80.000
2.
Beispiel
bei 1 Mio Euro Kredithöhe
Risiko
Gewichtung
EK-Unterlegung
AAA bis AA-
20%
16.000
A+ bis A-
50%
40.000
BBB bis BB-
100%
80.000
BB+ bis BB-
100%
80.000
B+ bis B-
150%
120.000
Unter B-
150%
120.000
oder keinen Kredit
1. Kreditvergabe und Eigen-
kapitalunterlegung:
-
Pauschale Eigenkapitalunterlegung
von 8 % bei Krediten an inländische
Unternehmen
-
Keine Differenzierung nach der indivi-
duellen Bonität des Kreditnehmers
1.
Kreditvergabe und Eigenkapitalunterlegung:
-
Eigenkapitalunterlegung von 8 % bei Krediten an
inländische Unternehmen
jedoch
-
Stärkere Differenzierung der Gewichtungsfaktoren
nach der individuellen Risikoeinstufung durch ein
externes oder internes Rating
-
Differenzierung der Bonität nach Länder-,
Branchen-, Geschäfts- und Finanzierungsrisiko
3. Konsequenzen für Kreditnehmer
Sehr gute bzw. gute, bonitäre Kunden
werden benachteiligt
"Schlechte" Unternehmen mit unbefriedi-
gender Bonität erhalten gemessen am
Risiko zu gute Konditionen
3.
Konsequenzen für Kreditnehmer
Stabile Konditionen für sehr gute und gute Bonitäten
(AAA bis A-)
Für schlechte Bonitäten (B-Ratings) ist künftig mehr
Eigenkapital zu unterlegen, d. h. sie erhalten keine
Kredite oder Kredite zu erheblich höheren Zinsen
Ende der Leseprobe aus 110 Seiten

Details

Titel
Möglichkeiten und Grenzen der Einführung eines Risikomanagements in kleinen und mittleren Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen von Basel II
Hochschule
Fachhochschule Worms
Note
1.3
Autor
Jahr
2003
Seiten
110
Katalognummer
V185860
ISBN (eBook)
9783656990581
ISBN (Buch)
9783867467346
Dateigröße
1116 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
möglichkeiten, grenzen, einführung, risikomanagements, unternehmen, berücksichtigung, anforderungen, basel
Arbeit zitieren
Jörg Naumann (Autor), 2003, Möglichkeiten und Grenzen der Einführung eines Risikomanagements in kleinen und mittleren Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen von Basel II, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185860

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