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Die Gestaltung des Economic Value Added (EVA) auf der Grundlage nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften für ein wertorientiertes Beteiligungscontrolling

Title: Die Gestaltung des Economic Value Added (EVA) auf der Grundlage nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften für ein wertorientiertes Beteiligungscontrolling

Diploma Thesis , 2004 , 100 Pages , Grade: 1.8

Autor:in: Dirk Wollny (Author)

Business economics - Controlling
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Ausgehend von einer kurzen Charakterisierung des wertorientierten Beteiligungscontrollings und einer grundsätzlichen Darstellung der Rechnungslegungsvorschriften des HGB, der IAS/IFRS und der US-GAAP, werden die beidengenannten kombinierten Bewertungsinstrumente in ihren Grundzügen erläutert.
Anschließend werden die drei Rechnungslegungsnormen hinsichtlich der erforderlichen Anpassungen zur Ermittlung des EVA genauer dargestellt. Dies erfolgt anhand ausgewählter Bilanzierungssachverhalte, welche aufgrund ihrer praktischen Relevanz für die Ermittlung der Basisgrößen oder aufgrund einer signifikanten Unterscheidung in den Bilanzierungsvorschriften herangezogen werden. Die Untersuchung erfolgt dabei vordergründig in Bezug auf die externk ommunizierten Jahresabschlussdaten und soll die Erkenntnis bringen, inwieweit die publizierten Werte und sonstigen Angaben zu den jeweiligen Jahresabschlusspositionen aus externer Sicht eine Anpassung an eine geforderte operative Sichtweise zulassen oder nicht. Je nach zugrunde liegendem Sachverhalt werden der Analyse der Anpassungsfähigkeit erforderlichenfalls entsprechende Ausführungen über die betreffenden Bilanzierungsgrundlagen vorangestellt. Insbesondere bei der Bilanzierung von latenten Steuerrückstellungen, der Behandlung von Leasingverträgen sowie bei der Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwerteswird eine detailliertere Darstellung zum besseren Verständnis der Anpassungsnotwendigkeit und -fähigkeit als erforderlich betrachtet. Auf detaillierte Berechnungsbeispiele wird indes verzichtet. Abschließend werden die untersuchten Positionen einander gegenübergestellt, um die zugrunde liegenden Rechnungslegungsstandards hinsichtlich ihrer Eignung zur Ermittlung des EVA aus der Sichtweise eines wertorientierten Beteiligungscontrollings zu beurteilen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen eines wertorientierten Beteiligungscontrollings

2.1 Notwendigkeit wertorientierter Steuerungskonzepte

2.2 Aufbau, Aufgaben und Ziele eines wertorientierten Controllings

2.3 Von der externen Unternehmensrechnung zur internen Unternehmenssteuerung

2.4 Grundlagen nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften

2.4.1 Die handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland

2.4.2 International Accounting Standards/International Financial Reporting Standards

2.4.3 US-Generally Accounting Principles

2.4.4 Gegenüberstellung der untersuchten Rechnungslegungsnormen

3 Wertorientierte Steuerungskonzepte

3.1 Das Shareholder Value-Konzept

3.2 Cash Flow Return on Investment

3.3 Economic Value Added-Konzept

3.4 Verfahren zur Ermittlung der Kapitalkosten

3.4.1 Weighted Average Cost of Capital-Ansatz

3.4.2 Capital Asset Pricing Model

4 Adjustierungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zur Ermittlung des Economic Value Added

4.1 Konversion vom accounting model der externen Rechnungslegung zum economic model des Economic Value Added Konzeptes

4.1.1 Operating conversion

4.1.2 Funding conversion

4.1.3 Shareholder conversion

4.1.4 Tax conversion

4.2 Bestimmung und Anpassung der Net Operating Assets

4.2.1 Aktiviertes, nicht betrieblich gebundenes Vermögen

4.2.1.1 Anlagen im Bau

4.2.1.2 Eigene Anteile

4.2.1.3 Wertpapiere

4.2.1.4 Disagio

4.2.2 Betrieblich gebundenes, nicht aktiviertes Vermögen

4.2.2.1 Leasinggeschäfte

4.2.2.2 Leasinggeschäfte nach dem deutschen Handels- und Steuerrecht

4.2.2.3 Leasinggeschäfte nach den IAS/IFRS und den US-GAAP

4.2.3 Drittverbindlichkeiten

4.2.3.1 Nicht zinstragende kurzfristige Verbindlichkeiten

4.2.3.2 Latente Steuern

4.2.3.3 Pensionsrückstellungen

4.2.3.4 Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter

4.2.4 Equity Equivalents

4.2.4.1 Bewertungsunterschiede im Umlaufvermögen

4.2.4.2 Ausgaben mit Investitionscharakter

4.2.4.3 Behandlung des Geschäfts- oder Firmenwertes

4.2.4.4 Aufwandsrückstellungen

4.3 Ermittlung des betrieblichen Erfolges

4.3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung

4.3.2 Veränderungen der equity equivalents

4.3.3 Cash operating taxes

5 Zusammenfassung und Beurteilung der Rechnungslegungsvorschriften aufgrund der untersuchten Adjustierungsmöglichkeiten

6 Schlussbemerkungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gestaltung des Economic Value Added (EVA) als wertorientiertes Instrument im Beteiligungscontrolling. Ziel ist es, die Vergleichbarkeit von Jahresabschlussdaten nach verschiedenen nationalen (HGB) und internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS, US-GAAP) durch notwendige Adjustierungen zu analysieren und zu bewerten, um eine fundierte, kapitalmarktorientierte Unternehmenssteuerung zu ermöglichen.

  • Methoden der wertorientierten Unternehmensführung (EVA, CFROI, Shareholder Value)
  • Analyse von Rechnungslegungsvorschriften (HGB, IAS/IFRS, US-GAAP)
  • Konversion von Buchführungsdaten in ein ökonomisches Modell (Operating, Funding, Shareholder, Tax Conversion)
  • Bilanzielle Behandlung und Anpassung von Leasinggeschäften, immateriellen Werten und Pensionsrückstellungen
  • Eignung externer Jahresabschlussdaten für interne Steuerungszwecke im Beteiligungscontrolling

Auszug aus dem Buch

4.2.2.1 Leasinggeschäfte

Im Vordergrund der Betrachtung stehen hier die Miet- und Leasinggeschäfte, wobei die Einordnung in Miete oder Leasing unbedeutend ist und diese somit gleichgestellt werden. Vielmehr ist die wirtschaftliche Betrachtungsweise maßgeblich für die Behandlung der unterschiedlichen gemieteten und geleasten Vermögensgegenstände. Ein großer Spielraum bei der Vertragsgestaltung von Leasinggeschäften ermöglicht es den Unternehmen, Vermögensgegenstände betrieblich zu nutzen, ohne diese in der Bilanz auszuweisen und somit insbesondere die Finanzierungsstruktur und damit die Rendite des Unternehmens für externe Analysten vorteilhafter darzustellen. Nach der Darstellung der erforderlichen Adjustierungen wird die Bilanzierung verschiedener Arten von Leasinggeschäften im Kontext der unterschiedlichen Rechnungslegungsnormen in ihren Grundzügen dargestellt und daraufhin untersucht, inwieweit die entsprechenden Anpassungen anhand der publizierten Daten möglich sind. Im Rahmen dieser Arbeit erfolgt eine Begrenzung auf die Darstellung des Mobilien-Leasings. Auf eine Behandlung des Immobilien-Leasings sowie von Sonderformen, wie beispielsweise die bilanzielle Behandlung des sale and lease back-Verfahrens, wird verzichtet.

Zunächst stellt sich die Frage, ob das Leasingobjekt beim Leasingnehmer (finance lease) oder beim Leasinggeber (operating lease) zu bilanzieren ist. Grundsätzlich erfolgt eine Aktivierung des Leasingobjektes beim Leasingnehmer, wenn dieser im Rahmen der wirtschaftlichen Betrachtungsweise Träger sämtlicher Chancen und Risiken des Leasingobjektes ist. Er ist somit wirtschaftlicher Eigentümer und hat den betreffenden Vermögensgegenstand zu aktivieren und die Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Eine Anpassung der NOA ist in diesem Fall nicht notwendig. Erfolgt die Zuordnung hingegen beim Leasinggeber, hat der Leasingnehmer lediglich die Leasingraten als betrieblichen Aufwand zu erfassen und eine Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber zu passivieren (vgl. COPELAND U. A. 1998, 266.). In diesem Fall wird das betriebliche Vermögen zu gering ausgewiesen und es bedarf zur Ermittlung des EVA einer Anpassung in Form einer Erhöhung der Vermögensgröße. Zu diesem Zweck werden die Leasingraten während der Vertragslaufzeit kapitalisiert und deren Barwert sowohl zum Anlagevermögen als auch zum Fremdkapital hinzu addiert. Die Diskontierung erfolgt nach STEWART mittels eines risikolosen Zinssatzes (vgl. STEWART 1991, 98f.). Dagegen ermitteln COPELAND U. A. den Barwert über einen Zinssatz, welcher dem individuellen Risiko des Leasingnehmers gerecht wird (vgl. COPELAND U. A. 1998, 266).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass Akquisitionen komplexe Strukturen schaffen, die ein wertorientiertes Controlling erfordern, wobei die Wahl der Rechnungslegungsdaten die Erfolgsermittlung erschwert.

2 Grundlagen eines wertorientierten Beteiligungscontrollings: Es werden die Notwendigkeit wertorientierter Steuerungsgrößen, die Aufgaben des Controllings und die Unterschiede zwischen externer Rechnungslegung und interner Steuerung behandelt.

3 Wertorientierte Steuerungskonzepte: Hier werden das Shareholder Value-Konzept, der CFROI und der EVA als zentrale Methoden zur Performance-Messung und Bewertung sowie die Verfahren zur Kapitalkostenermittlung erläutert.

4 Adjustierungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zur Ermittlung des Economic Value Added: Das zentrale Kapitel analysiert detailliert die notwendigen Konversionen und Adjustierungen von Bilanz- und GuV-Positionen (z. B. Leasing, Pensionsrückstellungen, Goodwill) unter Berücksichtigung verschiedener Rechnungslegungsnormen.

5 Zusammenfassung und Beurteilung der Rechnungslegungsvorschriften aufgrund der untersuchten Adjustierungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel bewertet die Umsetzbarkeit der Adjustierungen und stellt fest, dass internationale Standards (IAS/IFRS, US-GAAP) eine einfachere Datenanpassung ermöglichen als das HGB.

6 Schlussbemerkungen und Ausblick: Es wird resümiert, dass das EVA-Modell ein wertvolles Instrument ist und die Annäherung an internationale Standards die wertorientierte Steuerung in deutschen Konzernen deutlich erleichtert.

Schlüsselwörter

Beteiligungscontrolling, Economic Value Added, EVA, Shareholder Value, Rechnungslegung, HGB, IAS, IFRS, US-GAAP, Unternehmensbewertung, Kapitalkosten, Net Operating Assets, NOPAT, Leasing, Firmenwert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Economic Value Added (EVA) als wertorientiertes Steuerungsinstrument im Beteiligungscontrolling auf Basis unterschiedlicher Rechnungslegungsstandards (HGB, IAS/IFRS, US-GAAP) gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die wertorientierte Unternehmenssteuerung, die Analyse von Bilanzierungsvorschriften und die Durchführung spezifischer Adjustierungen an Jahresabschlussdaten, um diese für ökonomische Entscheidungsmodelle nutzbar zu machen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit externer Bilanzdaten zu untersuchen, um eine Vergleichbarkeit bei der Performance-Messung von Konzerngesellschaften herzustellen, die nach unterschiedlichen Rechnungslegungsnormen bilanzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytischen Ansatz, bei dem theoretische Konzepte (wie das EVA-Modell) mit einer vergleichenden Untersuchung von Rechnungslegungsvorschriften und deren praktischer Umsetzung bei Bilanzanpassungen verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Accounting-Daten in ein ökonomisches Modell konvertiert werden können, wobei detailliert auf Anpassungen wie Leasing, Forschungsaufwendungen, Pensionsrückstellungen und den Goodwill eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Beteiligungscontrolling, Economic Value Added (EVA), Rechnungslegungsvorschriften, Shareholder Value, Unternehmensbewertung und Kapitalkosten.

Warum erschweren unterschiedliche Rechnungslegungsstandards die Ermittlung des EVA?

Da verschiedene Standards (HGB vs. IFRS/US-GAAP) unterschiedliche Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Sachverhalte wie Leasing oder den Goodwill haben, müssen die Daten extern angepasst werden, was oft durch unzureichende Offenlegungspflichten erschwert wird.

Welche Rolle spielen Leasingverträge in dieser Untersuchung?

Leasinggeschäfte sind ein wesentlicher Punkt, da sie als verdeckte Finanzierungsform gelten. Die Arbeit zeigt, wie diese im Rahmen der Funding Conversion kapitalisiert werden, um eine konsistente Vermögensbasis für den EVA zu schaffen.

Wie unterscheidet sich die Bewertung des Firmenwerts nach verschiedenen Standards?

Während das HGB oft ein Wahlrecht zur Aktivierung und Abschreibung bietet, erfordern IAS/IFRS und US-GAAP spezifische Vorgehensweisen, teilweise mit obligatorischen Werthaltigkeitstests (Impairment), was jeweils individuelle Anpassungen für den EVA erfordert.

Warum wird die Anpassung nach dem HGB als besonders schwierig bewertet?

Das HGB enthält aufgrund von Vorsichtsprinzip und Gläubigerschutz weniger detaillierte Informationen als internationale Standards, was eine präzise Identifikation von Anpassungswerten für den externen Analysten oft unmöglich macht oder nur auf Basis freiwilliger Angaben erlaubt.

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Details

Title
Die Gestaltung des Economic Value Added (EVA) auf der Grundlage nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften für ein wertorientiertes Beteiligungscontrolling
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1.8
Author
Dirk Wollny (Author)
Publication Year
2004
Pages
100
Catalog Number
V185922
ISBN (eBook)
9783656980063
ISBN (Book)
9783867466035
Language
German
Tags
gestaltung economic value added grundlage rechnungslegungsvorschriften beteiligungscontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Wollny (Author), 2004, Die Gestaltung des Economic Value Added (EVA) auf der Grundlage nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften für ein wertorientiertes Beteiligungscontrolling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185922
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